Beiträge von Kopffuessler

    Es tut mir leid, falls wir hier eine eiserne Regel brechen.

    Ich denke, dass jeder im Forum seine persönliche Herangehensweise hat.

    Auch ich richte mich nicht zu 100% nach diesen Regeln. Sie sind für mich eine wichtige Orientierung, die ich individuell an mein Leben anpasse. Nur kommuniziere ich diese Abweichungen nicht. Wenn jeder im Forum das machen würde, würde die Anleitung zur Abstinenz "verwässern".

    Liebe Mine,

    alle hier fühlen mit dir. Deine Geschichte ist auch ein wichtiger Beitrag für viele im Forum. Deine schreckliche Erfahrung ist ein Warnung aus erster Hand. Danke fürs Teilen.

    Die Frage deinen Mann zu besuchen oder nicht ist in erster Linie abhängig davon wie es für dich funktioniert. Einen schwer kranken Menschen zu besuchen und ihn leiden zu sehen, dem man aber selbst nicht helfen kann ist äußerst schwierig.

    Ich möchte dir nur einen Gedanken mitgeben. Falls es dein Mann nicht schaffen sollte, könnte es sein, dass du hinterher denkst, wäre ich doch hingegangen. Nicht für ihn, sondern für dich. Es ist nicht schlimm wenn du es nicht kannst, könnte es dir später aber einfacher machen.

    Alles Gute und viel Kraft.

    Ich trinke seit 5 1/2 Monaten nicht mehr und das ohne Hilfe. Von daher glaube ich schon, dass es theoretisch möglich ist ohne Professionelle Hilfe mit dem Trinken aufzuhören. Allerdings bin ich überzeugt, daß es davon abhängig ist wie tief man schon in dem Sumpf steckt. Was du berichtest ist für mich eindeutiges Indiz, daß weder kontrolliertes Trinken noch unbegleitetes trocken werden denkbar ist.

    Willkommen Marle, vorwiegend Zuhause zu trinken, damit das Problem in der Öffentlichkeit verheimlicht werden kann, scheint so ein Frauending zu sein.

    Auch ich war nach aussen völlig unauffällig. Selbst auf Partys konnte ich mich zurückhalten und bis 1 Uhr nachts nur wenig trinken. Zuhause angekommen habe ich mir selbst so spät noch die fehlende Menge schnell nachgeschüttet.

    Die junge Ärztin die mich auch nicht kannte, war völlig erstaunt als ich ihr mitteilte, dass ich wegen eines Alkoholproblems in der Praxis war. Sie meine nur, bei jemandem wie mir hätte sie es nie erwartet.

    Meinen Mann musst ich auch erst überzeugen, daß mein hoher Alkoholkonsum Zuhause bereits Alkoholismus ist. Er glaubte ich hätte es unter Kontrolle, da ich Tagsüber nicht trank und mein Leben gut im Griff hatte.

    Ich habe es ihm erklärt und er versteht es jetzt. Er kannte meine Mengen und so war es für ihn auch nachvollziebar. Ich bekomme jede denkbare Unterstützung von ihm. Kein Alkohol zuhause hat er natürlich eingesehen.

    Mein Mann, die Ärztin und das Forum hier wissen Bescheid.

    Als ich noch getrunken habe, sollte es keiner wissen und jetzt möchte ich es erst recht nicht.

    Die plötzlich vermeintlich freie Zeit war nur so quälend, weil das unterschwellige Verlangen nach Alkohol im Nacken saß.

    Ich denke du wirst bald auch merken, dass du die Abende entspannt angehst, sobald die Sucht Routine verblaßt.

    Ich bin seit erst seit 5 1/2 Monaten trocken und es geht es so viel besser. Es ist eine Befreiung. Halte durch, es lohnt sich.

    Und ich sehe ganz tolle cos, die ganz viel verändern ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen, deren Existenz bedroht ist aber ganz wenige Alkoholiker, die handeln und

    Ich weiß nicht wen du hier zu sehen meinst. Aufnahmevoraussetzungen für Alkoholiker hier ist der Wille zu lebenslanger Abstinenz und völliger Alkohol-Verzicht. Also ganz tolle Alkoholiker. Oder bewegst du dich vielleicht beruflich in einem Umfeld mit vielen Alkoholikern? Du scheinst dich durch meinen Artikel besonders angesprochen zu fühlen, gibt es dafür einen Grund?

    Du stellst gerade das ganze Forum auf den Kopf und schüttelst ordentlich :mrgreen:

    Danke, das nehme ich als Kompliment, auch wenn ich nicht sicher bin ob es so gemeint ist. Aber genau dafür sollte ein solches Forum da sein. Welchem CO nützt Mitleid und nach dem Mund reden. Liebt eure Partner wenn das möglich ist. Verlasst sie wenn sie euch schaden. Nicht zu lange auf der Stelle treten. Vorwärts statt abwärts.

    Ich finde das, was Kopffuessler geschrieben hat sehr unvollständig. Denn Coabhängigkeit ist eine sehr komplexe Angelegenheit.

    Du schreibst dass Coabhaengigkeit eine sehr komplexe Angelegenheit ist. Natürlich kann dann das was ich schreibe auch nur nur unvollständig sein.

    Ich habe trotzdem auch viel Mitgefühl mit einigen Teilnehmern hier im Forum. Bei anderen denke ich hingegen gut ist, aufhören mit dem gejammere. Nehmt euer Schicksal endlich in die Hand und gut ist. Die Erwartung dass eine Veränderung ohne Hürden von statten gehen soll ist unrealistisch. Einen Preis muss man immer bezahlen um im Leben seine Ziele zu erreichen.

    Ist denn allein die Tatsache, dass ich mit einem nassen Alkoholiker eine Beziehung führe, obwohl dieser ja in erster Linie eine Beziehung mit der Flasche führt, nicht schon ein Zeichen für Coabhängigkeit?

    Wer sagt, daß jeder Alkoholiker in erster Linie eine Beziehung mit der Flasche führt. Ich habe in erster Linie mit meinem Mann erfolgreich unser Unternehmen geführt und mich zusätzlich um meine alte Mutter gekümmert und bin auch anderen Menschen gegenüber freundlich, hilfsbereit, großzügig und nett. Warum schämen sich viele Alkoholiker sich zu outen? Auch wegen solcher Klischees.

    FataMorgana Ich bin eine seit 5 Monaten trockene Alkoholikerin. Jeden Tag lese ich hier die Beiträge im Forum. Auch die von den Cos. Es sind gefühlt sowieso die meisten Beiträge hier.

    Und klar mache ich mir meine Gedanken. Ist oder war mein Mann, weil er mit mir lebt auch ein CO. Wie sehr war ich für ihn und meine Umwelt eine Belastung.

    OK, das ist meine Seite. Dann die Seite der CO Teilnehmer hier im Forum.

    Zweifelsohne liest man hier von Menschen die in ihrer Bösartigkeit und Verkommenheit mich einfach nur schockieren. Und auf der anderen Seite von armen Menschen die das alles ertragen. Nur ist hier nicht nur der Alkohol das Problem, sondern der schlechte Charakter dieser Person. (Ich meine den Alkoholiker)

    Dann sehe ich Menschen die in Beziehung mit Alkoholikern leben und unglücklich sind. Die Beziehung hat ihre Basis verlorenen und sie können sich nicht trennen. Sie haben Angst ihr gewohntes oft auch finanziell abgesichertes Leben aufzugeben. Oder sie haben Angst vor der Einsamkeit. Wieder ist der Alkoholiker Schuld.

    Oder ich sehe angebliche COs. Die in Wahrheit aus andern Gründen schon längst mit ihrer Beziehung abgeschlossen haben und den Alkoholmissbrauch des Partners als Aufhänger nehmen um die Schuld am Scheitern der Beziehung auf den Süchtigen abzuwälzen. Manch ein angeblicher CO ist in Gedanken schon längst in der neuen Beziehung.

    Ja, Alkoholiker bleibt man bedauerlicherweise für den Rest seines Lebens.

    Aber wer für den Rest seines Lebens CO, also das Opfer in einer Beziehung bleibt, trägt eine gehörige Portion Mitschuld an seinem eigenem Unglück.

    Und es gibt Beziehungen zwischen Alkoholikern und ihren Partnern die funktionieren. Ich bin seit 26 Jahren verheiratet und vermutlich fast genau so lange Alkoholikerin.

    Klar haben wir in der langen Zeit auch Auseinandersetzungen gehabt. Aber mein Konsum war nicht unser Problem. Ich habe diesen Beitrag meinem Mann vorgelesen. Er hat mir bestätigt, dass mein Alkoholmissbrauch kein Beziehungsproblem war. Ich bin dankbar für seine Unterstützung und sein Verständnis in unserer Ehe.

    Liebe Moderatoren, dieser Artikel ist länger geworden als gedacht. Vielleicht passt er besser in mein TB. Bitte verschieben, ich kann es nicht. Danke

    Es ist sicher ein Unterschied, ob ich ein traumatisches Ereignis als Alkoholiker nach 3 Monaten Abstinenz abstinent verarbeiten kann oder nach 3 Jahren.

    Und genau darum geht es mir. Mit gerade mal beinahe 5 Monaten Abstinenz ist man noch sehr unsicher über das was kommen mag. Du hast wahrscheinlich die meisten Situationen schon erlebt, die einem widerfahren können. Wie wird es auf der ersten Party sein, wie wenn jemand einem das erste mal zum trinken überreden will, wie wenn man versehen man Schicksalsschläge sind dabei ein besonders sensibles Thema.

    Was hier viele der Cos ertragen müssen ist erschreckend und grausam. Und es ist toll und wichtig hier von diversen Seiten Hilfe und Anregungen zu bekommen. Wenn das Ganze aber in gegenseitigem "Wundenlecken" ausartet dann ist es nicht mehr zielführend. Ich spreche hier niemanden an. Es ist nur meine persönliche Meinung wo ich die Grenze sehe. Sollte sich jemand angegriffen fühlen könnte es daran liegen, dass die Grenze überschritten wurde.