Vielen Dank Elly, ich bin froh nicht Zuhause zu sein. Dort erinnert mich alles an meine verstorbene Mutter. Hier ist es leichter.
Beiträge von Kopffuessler
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Hallo, ich bin noch dabei und es geht mir gut. Bin im Urlaub und jetzt seit 6 Wochen ohne Alkohol. Habe nur mein Handy und nicht das Laptop dabei. Finde mich leider hier in dem Forum mit dem Handy nicht gut zurecht. Ist alles etwas anders mit den Einstellungen. Bin noch am ausprobieren. Bis demnächst.
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Am Mittwoch waren es drei Wochen, es war leichter als ich es mir vorgestellt habe. Zwar habe ich mir früher jeden Morgen vorgenommen, "heute Abend trinkst du nichts", am Abend war der Vorsatz jedoch dahin. Irgendwie ist es jetzt fast zu einfach. Es kann doch nicht sein, dass vor kurzem noch ein einziger Tag ohne Alkohol eine fast unüberwindbare Hürde war und es mir jetzt recht leicht fällt. Vermutlich lauert die Gefahr schon hinter einer Ecke. Ich bin mir jedoch schon seit sehr langer Zeit sicher, dass ich das Leben welches unweigerlich auf mich zukommen würde wenn ich dem Alkohol nicht entkomme, keine Option sein kann. Krank, hilflos und dement, welch ein Alptraum.
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Hallo Hartmut, der Vergleich mit der Nussallergie passt nicht. Das ist eine Krankheit, die nicht schambelastet ist. Wie sieht es bei Geschlechtskrankheiten, Depressionen, Fusspilz, Hämorrhoiden, Demenz etc. aus. Der persönliche Gesundheitszustand ist etwas sehr privates und ich finde es gut, dass sich AL hier nicht leicht tut es nach aussen zu tragen. Viele schaffen es auch raus aus der Sucht und möchten ein trockenes Leben ohne Öffentlichkeit.
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Danke für eure Rückmeldungen..

Lana, wie ich schon sagte möchte ich weder ihn noch mich stigmatisieren indem ich offen lege dass er Alkoholiker ist..
Und ja, ich lüge nicht gerne
Vielleicht kann ich ihr irgendwann einmal die Wahrheit sagen, vielleicht ist das aber auch gar nicht nötig..
Lg Alexa
Wahrscheinlich finden es viele total falsch was ich jetzt schreibe. Aber jeder trockene Alkoholiker war zuvor ein nasser und uneinsichtiger Alkoholiker. Ich bin froh, dass mein Mann mich nicht geoutet hat. Jetzt nachdem ich (wenn auch erst seit drei Wochen) nichts mehr trinke, kann ich selbst entscheiden wem ich mich offenbare. Auch als Alkoholiker hat man Rechte. Wie bei jeder Krankheit hat man das Recht es selbst zu bestimmen wer es wissen darf oder auch nicht. Ich bin auf die Gegenargumente gespannt. Denke das ist hier ein schwieriger Punkt.
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Morgen sind es drei Wochen ohne.. Gestern hatte ich einen sehr schönen Tag, habe mir an Ende ein paar Glitzer Flipflops für den Urlaub gegönnt. Heute geht es mir gar nicht gut. Mein Mann ist wie wir es besprochen haben schon in den Urlaub vorausgeflogen. Ich fliege nächste Woche nach, sofern alles gut. Was mir zu schaffen macht, ist dass meine Mutter nicht mehr hier ist. Ich vermisse sie so sehr!!! Nein, ich werde deshalb nichts trinken, aber viel weinen.
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Danke. Ein bisschen sowas wie "Kopfmensch" habe ich schon vermutet.
Die Suchtstimme kann auch sehr gut argumentieren. Und je schlauer man ist, desto besser. Woran das wohl liegt?

In diesem Fall ist Kopf bremsen eher angesagt. Bzw. ich habe bald aufgehört zu argumentieren. Es ist ja alles gesagt. Also, mein Tipp. Ich argumentierte nicht mit der Stimme. Es ist die Sucht, die mich bequatschen will. Wenn ich auf sie höre, geht es mir schlecht. Das weiß ich ja jetzt wohl zur Genüge.
Ich brauche sie nicht überzeugen. Außerdem geht das gar nicht. Würde sich ja sonst auflösen müssen. Aber ich habe ihr Einhalt gebieten können. Sodass sie praktisch nichts mehr sagt. Fast. Lauert halt vor sich hin.
Guten Morgen Alex_aufdemweg, ich habe nicht behauptet, dass ich schlau bin, nur eben eher ein Kopfmensch. Aber danke. Ich trinke seit Aschermittwoch nicht mehr (hat aber nichts mit Fasching zu tun, das ist nicht mein Ding). Wie du siehst ist alles noch sehr neu für mich. Vielen Dank für deine Hinweise, ich werde hoffentlich daran denken, wenn die ersten Fallen auf mich warten. Heute habe ich viel zu erledigen, meine Mutter ist vor 5 Wochen gestorben. Ihr Tot überlagert meinen Suchtdruck. Seltsam, hätte eher gedacht, dass man als Alkoholiker in extremen Leidensphasen eher zur Flasche greift? Aber wie gesagt, alles ist neu für mich.
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Hallo Kopffuessler,
hat Dein Name einen besonderen Hintergrund? Als meine Tochter (vor ca. 17 Jahren) im Kindergarten wieder anfing Kopffüßler zu malen, hieß es, sie hätte einen Rückschritt in der Entwicklung gemacht.

Ja, hat schon einen Hintergrund. Erstens ganz banal, die Schreibweise, "ü und ß" haben bei der Anmeldung nicht funktioniert. Und zweitens etwas weniger Banal, ich bin jemand der eher mit dem Kopf entscheidet, habe also wenig "Bauch". Sehr aufmerksam von dir mein Pseudonym zu hinterfragen. Wahrscheinlich hat deine Tochter damals keinen Rückschritt gemacht, sondern wie einige große Künstler eine bestimmte Schaffensphase gehabt.

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Das ist aber ganz schön sehr unübersichtlich geworden.
Wenn du dich auf ein Zitat beziehen willst, füge erst das Zitat ein und schreibe dann unter dem ‚Zitatkästchen‘ deinen Beitrag. Dann wird‘s übersichtlicher.
Danke für den schnellen Tip. Ist es so jetzt richtig?
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Ich bin überzeugt davon, dass es immer einen Auslöser braucht, um (zumindest hier bei der Alkoholsucht) etwas angehen zu können, wann man sich schon lange vorgenommen hat. Bei mir was das so.
Manche nennen es auch ‚ihren persönlichen Tiefpunkt erreicht haben‘."Lieber Stern, ob ich an meinem persönlichem Tiefpunkt war , weiß ich nicht. Glaube es hätte durchaus noch schlimmer können kommen. Ich denke ich habe die Reißleine zumindest an einem Punkt gezogen, an dem mein Leben noch nicht außer Kontrolle geraten ist. Ich konnte den Alkohol nicht mehr kontrollieren, mein Leben funktioniert zu Glück noch gut."
Hier in diesem Forum findest du ganz viele Erfahrungsberichte.
Mir hat das Lesen hier immer wieder gezeigt, dass ein nüchternes Leben möglich ist…und dass ein nüchternes Leben auch für mich möglich ist."Lieber Stern, ich finde das Forum mit all der geballten Erfahrung ganz toll und hilfreich. Ich bin Glücklich das Forum Netz gefunden zu haben,"
Nun war es bei mir so, dass mein wirklich sehr starker Wille mir viele viele Jahre nichts genützt hat. Ich wollte nichts lieber als mit dem Saufen aufzuhören. Ich kann auch stur wie ein Ochse sein, aber auch das hat mir nicht geholfen.
Es war ein jahrelang Kampf gegen den Alkohol …ich konnte ihn nicht gewinnen. Mit keinem Willen der Welt."Lieber Stern, ich glaube dir selbstverständlich, dass es mit dem Willen allein nicht reicht der Alkoholsucht zu entkommen. Aber der Wille ist doch schon einmal eine Basisvoraussetzung."
"Lieber Stern, und zu guter Letzt, das mit den Antworten, der Kommentarfunktion und einigen anderen Funktionen habe ich noch nicht so richtig raus. Auch hier gilt für mich "lerning by doing." -
Ja, das könnte überspitzt formuliert sein. Manchmal braucht es einfach nur einen Auslöser um etwas was man schon lange vorhat anzugehen. Ich habe gerade erst vor etwas mehr als zwei Wochen aufgehört zu trinken. ich lerne den Weg der vor mir liegt erst kennen. Der Wille ist ganz stark da.
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Und wenn die Symptome weg sind, du dich eventuell geheilt fühlst, dann kannst ja wieder etwas trinken, oder? Mal überspitzt formuliert.
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Genau wie bei meiner Mutter.
Das ist das Gute und Interessante an diesem Forum. Erst fühlt man sich alleine mit seinen Problemen, und dann erfährt man wie ähnlich doch viele Schicksale und Lebensgeschichten sind. Ich habe ein wenig in deinen älteren Beiträgen gestöbert. Du bist auch durch eine harte Schule gegangen.
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Ich hoffe deine Taubheit in den Zehen vergeht bald wenn du nicht mehr trinkst! Denk immer daran dass Polyneuropathie chronisch und unheilbar wird wenn man weiter trinkt! Das allein sollte dich eigentlich vom Trinken abhalten. Also bei mir wirkt das. Der Gedanke an lebenslange Schmerzen und Taubheitsgefühle ist echt abturnend!
Leben Dank! Ja ich bin mir bewusst, das weiter trinken das Problem mit der Neuropathie dramatisch verschlimmern kann. Hatte heute mal geschrieben, dass ich sogar ein wenig froh über die Symptome bin, da sie mir Angst machen und mich daran erinnern wie wichtig es ist nie wieder zu trinken. Ich bin sehr erleichtert, dass ich jetzt ernsthaft für immer vom Alkohol weg möchte. Ansonsten fühle ich mich noch nicht so toll, der Tot meiner Mutter belastet mich sehr. Wir hatten ein sehr enges Verhältnis. es sind ein paar üble Dinge in unserem Gesundheitssystem schiefgelaufen die ihren Tot verursacht haben. Zum Glück bin ich seit 26 Jahren mit einem wunderbaren Mann verheiratet, der sehr viel Verständnis für mich hat. Er hat kein Alkoholproblem, trinkt höchstens mal ein Radler, raucht nicht und treibt wie ich auch viel Sport. Mit dem Rauchen habe ich 2020 von heute auf morgen aufgehört, hatte keine Lust als starker Raucher an Corona zu sterben.
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Hallo und willkommen!
Was meinst du mit "unten ankommen, um Hilfe zu bekommen"? Hättest du lieber in eine Entzugsklinik gewollt?
Wenn eine Entzugsklink nötig wäre, dann sogar das. Ich fühle mich nur alleingelassen. Warum z.B. kein Ultraschall um den Zustand der Leber zu beurteilen. Warum keine Anleitung was gegen die Polyneuropathie machen kann. Der Schritt mit dem Arzt zu sprechen ist schwer genug. Klar bin ich froh, dass ich seit zwei Wochen nicht mehr trinke. Ich habe aber Angst vor einer Situation, bei der ich es nicht schaffe.
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Hallo Kopffuessler! Deine Geschichte klingt sehr wie meine. Ich hatte auch diese beginnende Polyneuropathie und habe deswegen komplett mit dem Trinken aufgehört und B Vitamine genommen. Die Empfindungsstörungen sind rasch komplett vergangen! Wenn du nicht willst dass die Polyneuropathie chronisch und irreversibel wird, dann darfst du nie wieder trinken! Auch meine Mutter ist gestorben und danach ist mein Alkoholkonsum aus Trauer komplett eskaliert. Es hat aber nichts gebracht, sondern die Trauer nur endlos verlängert und verschlimmert.
Ich bin fast ein wenig froh über die Polyneuropathie. Es macht mir klar, dass es so nicht weiter geht. Eine Fettleber spürt man erst mal nicht, das ist gefährlich. Taubheitsgefühl in den Zehen ist present.
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Nein, es geht hier schon lange nicht mehr darum ob ich ein Leben ohne Alkohol möchte, ich muss wenn ich überleben will völlig auf Alkohol verzichten. Ich weiß das ich schon lange Alkoholikerin bin. 2019 bin ich schon einmal zum Arzt und habe erklärt, dass ich viel zu viel trinke. Blutwerte waren gut, ich erleichtert und habe weiter getrunken. Vor 4 Wochen ist meine Mutter, um die ich mich seit über 20 Jahren gekümmert und gepflegt habe gestorben. Ich trauere noch sehr, um so wichtiger ist, dass ich nicht noch tiefer in das Loch falle.
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Guten Abend, vor zwei Wochen bin ich zum Hausarzt, weil ich unerträgliche Rückenschmerzen hatte. Ich hatte vermutet, dass ich mir einen Nerv eingeklemmt habe, da ich Empfindungsstörungen in meinen Zehen hatte. Die Ärztin wollte mich schon wegschicken mit der Empfehlung drei Tage - Medikamente - zu nehmen. Da ich ihr erklärt habe, dass ich die Störung in beiden Füßen habe und ich das für bedenklich halte, hat sie gemeint es könne sich um Polyneuropathie handeln. Diabetes hat sie bei mir für unwahrscheinlich gehalten und gemeint so etwas könne auch vom Alkohol kommen und ob das bei mir theoretisch möglich wäre. Ich habe es bejaht und sie hat mir für die folgende Woche einen Termin zur Blutabnahme gemacht. Zuhause habe ich gleich alles zum Thema Alkoholbedingte Polyneuropathie gelesen. Tja, bin jetzt überzeugt, dass es auf mich zutrifft. Mir ist schon seit vielen Jahren klar, dass ich zu viel trinke, und das jeden Abend. Einen Liter Wein oder auch mehr und das seit vielen Jahren. Ich weiß ehrlich nicht genau wann es angefangen hat. Bestimmt schon 20 Jahre. Ich bin jetzt 59. Am Abend nach der Vermutung der Ärztin habe ich vor lauter Angst und Frust gleich zwei Flaschen Wein getrunken. Seit dem aber keinen Tropfen mehr. Heute war ich in der Praxis zum Besprechen der Blutwerte. Die scheinen laut Ärztin nicht dramatisch zu sein, Cholesterin leicht erhöht, Zucker auch etwas zu hoch, ein Wert den ich nicht verstanden habe lag bei 41, die Grenze sei bei 40 und die roten Blutplättchen seinen etwas vergrößert. Die Ärztin war zufrieden, dass ich seit über zwei Wochen nichts mehr trinke und auch keine körperlichen Entzugserscheinungen hatte. Eine Psychotherapie hat sie mir noch empfohlen, das war es. Ich bin verzweifelt, bloß weil ich es jetzt geschafft habe zwei Wochen nichts zu trinken habe ich sehr wohl ein Alkoholproblem. Muss man erst ganz unten ankommen um Hilfe zu bekommen? Ich setze jetzt Hoffnung in diese Gruppe. AA kommt für mich nicht in Frage, da ich mit der christlichen Orientierung nichts anfangen kann.