Beiträge von viholi

    Bei mir zum Schluss flachmänner🤮

    Ich hab da ne regelrechte Wissenschaf draus gemacht, schlecht wenn man von Mathe keine Ahnung hat.... Die Rechnung ging natürlich null auf

    So "Dinger" hatte ich schon einige im Leben. Manches noch immer. Das ist der innere Monk. Das hat bei mir aber eigentlich nichts mit dem Alkohol zu tun.

    Ich neige auch dazu, der war allerdings alkohollspezifisch.

    Der "witz" dahinter ist, dass ich das tat um alles zu kontrollieren, bzw im Augenblick zu haben, wie viel ich wann trinke um Level xy zu erreichen oder nicht zu überschreiten. 🤐

    Na ja. Ich habe einfach getrunken, weil ich es gewohnt war, denke ich. Wirklich "Durst" würde ich es jetzt auch nicht nennen. :)

    Vor meiner ersten Reha in 2020 hatte ich beim Trinken, als ich noch so "kultiviert " war aus dem Glas zu trinken einen regelrechten zählzwang.

    Hab immer die schlucke beim runterkippen gezählt, das hatte damals auch länger gedauert als das bei alkfreiem weg war.

    Heuteverbuche ich mal als Langeweil 🙃🙈

    Ich weiß nicht mal ob es durst ist😅 vll auch einfach die extreme Langeweile, die ich heute hatte. Der Tag hat sich gezogen wie Kaugummi. Mach 10 Kreuze, wenn er heute vorbei ist. Aber ich habe dieses genervt sein echt ausgehalten und bewusst gefühlt und ihm Raum gegeben. Immerhin etwas.

    Hallo viholi,

    Ich bin kein Arzt und verstehe aber auch Deine Differenzierung zwischen körperlich und psychisch nicht.

    Ich nehme mal an, das war 2020 ein Entzug wegen Alkoholabhängigkeit, also Entgiftung, Entwöhnung. Die Sucht ist aber immer noch da, nur wurde sie zum Stillstand gebracht. Trinkt der Alkoholiker wieder, geht die Suchtspirale weiter. Schon einige Male habe ich hier gelesen, dass es dann u.U. noch schlimmer wird. Du hast Dein Körper erneut mit dem Suchtmittel versorgt und entziehst ihm jetzt wieder den Alkohol und darauf reagiert er körperlich und psychisch. Wie Seeblick schreibt: mach Dir keinen Stress. Bleibe auf Deinem Weg und gib Dir Zeit.
    Ich hatte noch keinen Rückfall, ist aber nach 2 1/2 Monaten auch nicht sonderlich toll. Ich weiß nur, dass es zu heute keine Alternative gibt. Wieder als selbstbestimmter Mensch zufrieden leben oder dem Tode entgegengehen. Damit ist für mich die Entscheidung klar und für Dich ja auch wie ich meine herausgelesen zu haben.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Mit entzügig meinte ich die Differenzierung zwischen körperlichen Symptomen und dem psychischbedingtem, also dem Suchtgedächtnis, der Abhängigkeit des Geistes.

    Hallo Nayouk,

    Bin ich denn entzügig, wenn ich einen Rückfall hatte? Also ich denke körperlich nicht, psychisch vermutlich schon weil ich die Sucht habe durchkommen lassen?

    Ich habe momentan Sorge, dass ich mich total da reinsteiger, weil ich gefühlt jedes denken, handeln hinterfrage, analysiere und bewerte.

    Ist immernoch besser als nicht zu reflektieren und wieder rückfällig zu werden, aber ich bin leider sehr talentiert mich in Dinge reinzusteigern.

    Suchtverlagerung ist für mich auch ein Thema. Wäre natürlich blöd, wenn das jetzt Dauerzustand bleibt mit den Zigaretten.

    Süßigkeiten esse ich auch so gut wie gar nicht, aber die letzten Tage gab es jeden Abend was süßes.

    Habe in der Phase des Rückfall allerdings auch süßes getrunken, weil ich mir eingeredet hatte, süßes sei ja nicht so stark wie mein Mittel der Wahl in der Vergangenheit, nämlich vodka.

    Vll versucht mein Körper einfach an einkettige Kohlenhydrate zu kommen mit dem Süßen.

    Kurzes Update....

    Ich habe gerade das Gefühl, dass ich versuche eine innere Leere zu füllen.

    Ich rauche heute noch mehr, könnte andauernd essen, muss richtig dagegenhalten nicht das bereits gekochte für heute nachmittag zu essen. Trinke stattdessen Wasser und Tee ohne Ende.

    Ist das Suchtdruck? Ich habe laut meiner Wahrnehmung nicht das Bedürfnis zu trinken, auch wenn ich in mich reinhöre nicht.

    Oder ist es bloß Langeweile? Mein kleiner ist mit Bindehautentzündung daheim, wir gammeln so in den Tag.

    Hab jetzt schon Sachen ausgedruckt, die wir gleich basteln, als Gegenmaßnahme für die Langeweile.

    Mache ich mich gerade bloß verrückt weil ich überbewerte?

    Guten Morgen,

    Heute morgen habe ich ein komisches Gefühl, etwas das ich auch nicht zuordne kann. Mir fällt es generell schwer, Gefühle Ereignissen oder Situationen zu zuordnen, speziell im Vorfeld. Im Nachhinein, wenn eine Situation vorbei ist, kann ich zuordnen, warum ich mich komisch, nervös oder angespannt gefühlt habe und ableiten, dass es da oder daran gelegen hat.

    Ich muss daran arbeiten solche Gefühle zuordnen zu können und mich damit auseinandersetzen, so kann ich auch im Vorfeld besser abschwächen oder mich vorbereiten und damit besser umgehen.

    Mich beschäftigt gerade mehreres, aber ob das aktuelle Gefühl jetzt daran liegt kann ich (noch) nicht erspüren.

    Was aktuell auch schlimm ist, ist mein Zigarettenkonsum. Der ist erheblich gestiegen. Habe heute (!!!) schon 7 Stück geraucht!

    Vll liegt es daran, dass ich seit Anfang des Monats stopfe um Geld zu sparen und die sich nach weniger anfühlen. Auch meine Angespanntheit spielt da mit rein.

    Würde so gern aufhören, aber jetzt liegt mein Fokus erst einmal auf trocken bleiben.

    Was ich noch gerne berichten möchte, ist ein Ereignis von gestern, was mich sehr erschrocken hat.

    Ich habe mir, wie schon oft, frischen Ingwer mit heißem Wasser überbrüht.

    Habe den dann sehr warm zügig getrunken. Kurz danach bekam ich eine Hitzewallung,meine Knie waren leicht weich und mit dem Brennen im Hals fühlte es sich an als hätte ich einen Schnaps getrunken.

    Obwohl das ja nicht der Fall war, hab ich mich total erschrocken und es war total unangenehm. Kenne das von meiner Abstinenz vor dem Rückfall überhaupt nicht.

    War es vll, weil ich seit dem Rückfall begriffen habe, welches Ausmaß mein Suchtgedächtnis hat und ich deswegen mehr in mich horche und aufmerksamer bin?

    Liebe Lalu, ich habe mit großer Aufmerksamkeit deine Beiträge gelesen, ja regelrecht inhaliert. Du hast eine tolle Sichtweise und die Art es zu formulieren hat mir beim Lesen ganz viel für mich selbst gebracht. Danke dafür!

    Ich bin jetzt bei Tag 22 nach meinem Rückfall und fühle mich durch deine Denkanstöße bestärkt und inspiriert.

    Liebe Grüße 😊

    Du liest dich, als hättest du doch einiges vor. Und auch Langweile kann man einfach mal aussitzen.

    Wenn ich bei der Arbeit bin, denke ich manchmal, was ich jetzt lieber tun würde. Wenn ich frei hätte. Was wäre das bei dir? Nun hast du ja etwas Zeit.

    Bei den Gedanken hat mir das Aufschreiben geholfen. Gerade wenn man weiß, dass einen der Gedanke gerade nicht weiterbringt oder es eben kein Resultat geben wird.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Guten Morgen 😊

    Gute Frage, was wäre es.bei mir?

    Das "Problem " ist, dass ich hier relativ festsitze.

    Schon lange nervt mich meine Situation hier, wo ich lebe.

    Ich habe wenig Lust hier im Ort etwas zu unternehmen, da es a) kaum Möglichkeit gibt, und b)Ich einfach keine Lust auf die meisten Leute hier habe. Das ist schon viele Jahre so und in der aktuellen Situation noch ausgeprägter.

    Wenn ich könnte wie ich will, würde ich jetzt mit dem kleinen ins Auto steigen und irgendwo was schönes unternehmen. Ist aber unter der Woche nicht realisierbar . Fußläufi ist hier nichts interessantes.

    Wenn ich alleine bin, könnte ich was.im Garten machen, oder putzen. Aber naja, ist ja auch nix, was so erfüllend ist.

    Ansonsten hatte ich ein ganz schönes Wochenende, wir waren gestern in einem indoorspielplatz und es hat wirklich Spaß gemacht.

    Ich habe mich allerdings dann abends dabei ertappt, wieder die Dinge etwas schleifen zu lassen.

    Ich hatte keine Lust mehr die spülmaschine auszuräumen und auch Wäsche aufhängen hab ich sausen lassen.

    Meine Mentalität ist schon sehr lange (im privaten) "ach das mach ich morgen" im letzten halben Jahr wurde es was Papiere und Finanzen angeht sogar ein " mach ich nächstes Wochenende "

    Das hat mich jüngst echt in edit Schwierigkeiten gebracht und war eines der Haupttrigger für den Rückfall.

    Ich will nicht, dass ich es übertreibe und auch mal Was liegen lassen kann, ist ja auch kein Drama, mal Wäsche nen Tag später aufzuhängen. Aber ich habe festgestellt , dass es bei mir so ist, dass ich dieses Mindest nicht, oder nur schwer differenzieren kann. Heißt, dass wenn ich Unlust zulasse, dass die sich dann in fast allen privaten Dingen widerspiegeln 🤔

    Ich weiß, dass es wichtig für meine Abstinenz ist, mich und mein Verhalten im Auge zu haben, aber ich habe Sorge, dass ich jetzt anfange zu überbewerten.

    Hab heute morgen schon alles erledigt, aber die Gedanken nerven mich irgendwie.

    Mich nervt es dass ich so in dingen herumstocher, die a Vergangenheit sind und b sich nicht ändern lassen.

    Ich versuch auch die Gedanken umzulenken, aber es gelingt nur bedingt.

    Hoffe das legt sich bald, ging ja nach der ersten Reha auch weg. Aber da ich diesmal achtsamer bleiben möchte, hab ich bedenken, dass dieses gegrübel immer präsent bleibt.

    Raus gehen werde ich später, wenn ich meinen kleinen abhole. Ansonsten ist es mir zu grau und zu kühl und alleine in den Wald traue ich mich nicht🙈

    Ich werde jetzt meinen eisschrank ausmisten und enteisen 💡

    Guten Morgen, alle zusammen.

    Nach dem Rückfall sind es nun woeder 18 Tage Abstinenz und mir gejt es sehr gut damit.

    Ich mache mir ständig Gedanken, Notizen und reflektiere mich und den Rückfall. Hab vieleTrigger finden können und bin nun gedanklic dabei, perspektivische Gefährder zu sammeln und Lösungsansätze dazu zu finden.

    Mir ist vieles noch klar, aus meiner reha in 2020 aber einiges ist noch dazu gekommen und erschließt sich rückblickend.

    Was für mich gerade etwas blöd ist, ist die Langeweile.

    Sie löst keinem suchtdruck aus aber mir fehlt es an Inhalt. Ich bin aktuell krank geschrieben, bin von Tempo 220 auf null entschleunigt, was einerseits total gut tut (merke ich an meiner Geduld) aber was mache ich nun?

    Da der Führerschein weg ist, hänge ich hier etwas fest.

    Ich hätte genug zu tun. Fenster putzen Schubladen sortieren,... aber irgendwie bin ich auch so "ausgebrannt" und faul. Sitze da und schaue TV, gehe rauchen auf der Terrasse oder lese hier im forum

    Papiere, Telefonate und Gespräche sind für diese Woche geführt.

    Mir fehlt einerseits eine Aufgabe, andererseits habe ich auch nicht wirklich Lust auf etwas.

    Nächste Woche steht noch ein Gespräch mit dem Arbeitgeber an, wegen einer von ihnen gewollten Aufhebung (detaillierter mag ich nicht im offenen Bereich schreiben, meine Geschichte hat definitiv hohen Widererkennungswert).

    Ich habe woeder viele Fragen im Kopf, wie in 2020 damals auch.

    Soe bringen mich nicht weiter, der Blick sollte nach vorne gerichtet sein. Ist er auch, ich Blicke mit Optimismus und wollend nach vorne, aber dennoch kommt es Auch immer wieder zum grübeln.

    Habe ich mein Trinkverhalten geerbt?

    Warum musste ich so werden?

    Wieso habt meine Mutter nicht mit 14 schon was gegen mein auffälliges Verhalten in die Wege geleitet?

    Warum habe ich Warnsignale nicht erkannt, wahrgenommen?

    Wäre der Rückfall ohne Konsequenzen für mich geblieben, wäre ich dann trocken, oder wieder voll drinnen?

    Fragen über Fragen

    Ich habe noch nicht allzu viel verändert.

    Die Wohnung ist alkfrei

    Ich bin abstinent

    Da ich krankgeschrieben bin, habe ich viel Zeit mich zu belesen, zu kümmern und rum zu wurschteln.

    Stationäre Therapie ist im anlaufen, Anträge ausgefüllt, Sozialberich wird am 25.3. ergänzt und mit dem Antrag abgeschickt

    Ich schreibe alles auf was mir an Themen, triggern, etc einfällt, damit ich bestmöglich di Zeit in der Klinik nutzen kann.

    Ich verbringe meine Zeiteffizienter , bewusster, gönne mir Pausen ( hab ich ewig nicht)

    Ich genieße bewusster den Augenblick und vor allem die Zeit mit meinen Kindern und (wenigen) erwachsenen herzensmensche n.

    Ja, da hast du vollkommen Recht.

    Ich habe durch den Rückfall endlich definitiv verstanden, dass es keinen kontrollierten Konsum gibt fürAlkoholiker , ergo auch für mich.

    Die Erkenntnis macht es tatsächlich leichter. Hoffe, das bleibt so

    Wie hast du es bewerten, bevor du erkannt hattest, selbst ein Alkoholiker zu sein?

    Kann ich gar nicht pauschal sagen 🤔

    Im näheren Umfeld war ich erschrocken aber wertfrei. Bei den "dorfalkoholikern" war es eher anfänglich Mitleid und später gehörten sie zu meiner Wochenend sauftrupppe beim würfeln und darten.

    So ist es richtig, Fronten klären und gut ist. Du bist niemanden eine Rechenschaft schuldig, erkrankt zu sein..

    Genau so ist es, allerdings ist Alkoholismus so elendig Klischee- und Vorurteilbelastet, es nervt. Bei einer physischen chronischen Krankheit würde keiner was sagen.