Beiträge von Zabou54

    Hi Korli ,

    Ich gehe zusätzlich zu dieser Selbsthilfegruppe noch zur suchtberatung für Angehörige.
    Diese Kombi hilft mir sehr . Vielleicht hilft es dir ja auch und die Warteliste für.einen Termin ist nicht so lang wie für eine Psychotherapie. Dort sitzen ja auch Psychologen .
    VG

    Zabou

    Vor allem weil es ja kein Machtspiel von meiner Seite war, dass ich mich getrennt habe. Ich habe vernünftig erklärt, warum es nicht mehr so weitergehen kann. Jeder um mich herum versteht es, bis auf mein Mann. Der würde gar nicht auf die Idee kommen, dass er etwas mit der Sache zu tun hat.

    Hi SummerSun,

    das kenne ich auch . Mein XY ist fest davon überzeugt, die Trennung wurde mir "eingeredet", von meinem Sohn ( der hat da mal gar nichts mit zu tun ), von Freundinnen ,
    von meinem Umfeld. Er meint, er hat mir ja nichts getan, ist nicht fremd gegangen und hat mich nicht geschlagen. Und das er Alkohol trinkt, wüsste ich ja seit Jahren. Er benimmt sich, als ob man mir eine Gehirnwäsche verpasst hat , damit ich ihn verlasse.

    Wenn ich mich hier so durch das Forum lese, sehe ich da ja schon fast ein Muster. Ist das Teil der Krankheit ? Realitätsflucht ?
    LG

    Zabou

    Korli hast du schon mal überlegt , zu einer Suchtberatung für Angehörige zu gehen und dort das Gespräch zu suchen 🤔 es ist ja nochmal was anderes als geschriebene Worte . Ich habe das gemacht und ich gehe auch immer noch hin. Es hilft mir in Kombination mit diesem Forum sehr, den Fokus auf mich zu legen .
    Und viele Aussagen hier sind für mich dadurch auch leichter nachvollziehbar.
    Vielleicht hilft es dir auch .

    Hey , es ist bestimmt schwer , aber in deiner Situation würde ich alles blockieren und auch löschen . Damit schützt du dich selbst , du kannst dann nicht mehr aus einem Moment heraus schreiben oder anrufen . Vielleicht fühlst du dich dann auch schon etwas freier .
    LG

    Meine Ex erzählt ihrer Schwester Sachen, die gibt's an ihren Ex und er sagt es mir. Genauso berichtet er alles über mich an seine Ex.

    Das ist nicht gut , das ist ja wie „Stille Post „ . Du siehst das wohl richtig , so kommst du nie zur Ruhe . Du wirst manipuliert , zumindest wirkt es so.
    Welche Rolle spielt denn dein ex Schwager? Ist er der Botschafter zwischen euch ? Will er vermitteln?

    Ja normal , loslassen tut weh. So krass das klingt , ich hoffe sie bleibt dabei sich so zu verhalten, umso schneller wird dir deutlich , das du loslassen musst.
    Was machst du , wenn sie sich meldet und dich im Endeffekt wieder für irgendwas braucht . Und dann geht’s dir noch schlechter .
    Diese Achterbahn kennt hier jeder und du bist nicht alleine . Du willst eine Reaktion von ihr und bekommst keine . Das ist hart , sie zeigt dir deutlich deinen Wert .

    LG

    Zabou

    Hey Korli ,

    Ich bin mal ehrlich , ich finde es nicht so schlimm mit dem Speed Dating wie manch anderer hier 🙈 jeder lenkt sich auf seine eigene Art und Weise ab und wenn das deine ist , dann ist es doch ok .
    Ich habe ähnliches versucht , hat mir aber nichts gebracht , daher lasse ich es sein.
    Es ist besser als zu Hause aufs Handy zu starren und zu grübeln .
    Viel Spaß auf deiner Ü40 Party .
    VG

    Zabou

    Und trotzdem fällt mir das Loslassen schwer. Die Einsicht, dass er nichts ändern will. Nicht mal für sein Kind. Die Angst, die ich vor der Zukunft habe, vor dem gemeinsamen Sorgerecht. Die Trauer darüber, dass unser Wert für ihn nicht da ist. Es wird gerade alles so real, dass es mich zerreißt.

    Hi SummerSun,

    Das ist die Sucht, die ihn beherrscht. Meine Ansprechpartnerin bei der Suchtberatung hat mir mal gesagt, dass ich nichts persönlich nehmen darf, was an Äußerungen kommt, die Sucht spricht, nicht er. Er ist nicht klar bei Verstand, er ist suchtkrank. Und im Endeffekt trauern wir um einen Partner , der nicht mehr da ist und solange die Sucht ihn beherrscht, auch nicht mehr da sein wird.
    Mir fällt das Loslassen auch schwer, obwohl kein Kind da ist. Aber ich sehe ihn mittlerweile als unheilbar krank - nicht mehr als vollwertigen Partner.
    Mein Vater ist an Demenz erkrankt, auch der ist nicht mehr der Mensch der er mal war. Genauso ist es bei meinem XY, er ist nicht mehr der Mensch, der er mal war.
    Und es gibt erschreckend viele Parallelen bei den beiden, nur die Ursachen sind verschieden.
    Das hilft mir ein bisschen, loszulassen , ich kann keine Demenz heilen und ich kann auch keine Sucht heilen.
    Und wenn ein Kind im Spiel ist, wird es nochmal schwieriger, weil du nicht nur für dich alleine verantwortlich bist sondern auch für dein Kind. Das ist doppelte Belastung und ich wünsche dir, dass du ganz schnell einen Weg findest, loszulassen .

    LG

    Zabou

    Hi Korli ,

    Dieses ignorieren kenne ich auch , das ist richtig schlimm . Ignoranz tut am meisten weh . Mein ex hat mir mal erklärt , er macht das , weil er Ruhe und Zeit für sich braucht . Auf gut deutsch „Zeit zum saufen „

    Wir haben zusammen gelebt und ich wurde tagelang oder wochenlang ignoriert. Das längste war drei Wochen am Stück 🙈

    Ich habe mir Hilfe gesucht bei der Suchtberatung für Angehörige und lasse mich coachen , wie ich am besten mit den ganzen Erlebten umgehen kann . Das hat mir enorm geholfen . Und lesen hier , ganz viel lesen , um zu wissen , es gibt da draußen ganz viele Menschen , denen es genauso geht wie mir und dir.
    Auch die Sichtweise der trockenen alkoholiker war und ist hilfreich .
    Ich lerne loszulassen und ich hoffe für dich du lernst das auch .

    Mein ex hat gebettelt das ich bleibe , alles mögliche versprochen , ich bin trotzdem ausgezogen . Er sollte mir beweisen das er es ernst meint. Er trinkt immer noch …

    Liebe kann sucht nicht heilen

    LG

    Zabou

    Ach , die Gerüchteküche wird’s regeln.
    Ich bin ja ausgezogen und ich glaube , ich war noch nicht ganz weg , da wurde an allen Ecken und Kanten getratscht. Ich wurde da sehr wenig mit konfrontiert, mein Noch-Partner ständig .
    Natürlich ist es eurem Kind gegenüber nicht fair , dass ihr gehen müsst , aber ich glaube, das Bewusstsein dafür fehlt. Ein nasser Alkoholiker braucht ja seine ganze Energie für die Sucht. Da ist kein Platz für einen Umzug oder Wohnungssuche.
    LG
    Zabou

    Bei mir kam eher das Unverständnis aus dem Umfeld, warum ich das Alles mitgemacht habe. Als ich in der Beziehung war, habe ich das aber gar nicht so wahrgenommen.

    Hi Sonnenschein

    Das kann ich nur bestätigen. Es wusste jeder aus meinem Umfeld. Sogar seine Familie und seine Kinder . Und niemand hat was gesagt . Alle haben sich gewundert dass ich mit dieser Beziehung zufrieden bin und haben sich gefragt, wie lange ich noch durchhalte 🙈.

    LG

    Zabou

    Aber: Ich habe so unendlich Angst um meinen Lebensgefährten. Er hat so ein gutes, aber sehr oft eben auch ein so verschlossenes Herz und in der Familie gibt es ja Depressionen und so.

    Hi Api,

    das hatte ich auch, zerfressen vom schlechten Gewissen usw. Ich habe Albträume gehabt , was alles passiert, was ihm alles passiert. Wie er untergeht etc.
    Er hat geweint, er war verzweifelt, er hat mir alles mögliche versprochen , wollte nicht noch tiefer sinken, hatte Angst, das er komplett abstürzt wenn ich gehe,das war richtig schlimm.
    Ich bin soweit hart geblieben, dass es zu einer räumlichen Trennung gekommen ist. Ich bin ausgezogen, er hat mit meiner Unterstützung eine kleine Wohnung gefunden.
    Und es tut ihm gut. Er muss sich um seine Wohnung kümmern, aufräumen , essen, einkaufen usw. Und womit keiner gerechnet hat, er macht es auch und er macht es gerne.
    Ich sehe ihn nur wenn er gar nichts oder ganz wenig getrunken hat. Betrunken nicht mehr. Seine Verantwortung. Er sieht ein, dass er Alkoholiker ist und das er was unternehmen muss, aber das ist nicht mehr mein Problem. Ich kann mich zurückziehen.
    Niemand hätte damit gerechnet dass er alleine klar kommt. Das ist sehr beruhigend für mich, aber auch für ihn. Er ist mega stolz. Vielleicht läuft es ja bei euch auch so.

    Das der Selbstmord deiner Kollegin dich umhaut, kann ich voll verstehen

    LG

    Zabou

    Ich habe das so gemacht ;) ich habe den Wohnungsmarkt beobachtet, mich für ihn auf eine passende Wohnung gemeldet ( mit seinem Namen und seinen Daten ) und einen Besichtigungstermin vereinbart. Er ist tatsächlich hingegangen und hat auch eine Zusage bekommen.

    Erst wollte ich das nicht machen, wegen Co Abhängigkeit usw. aber letztendlich habe ich es getan, damit ich weiss, dass er gut untergebracht ist und dann gehts mir auch wieder besser damit, als wenn er in so einem Loch landet oder bei einem Saufkumpan oder wo auch immer.

    Wie Jana geschrieben hat, der Zweck heiligt die Mittel .

    Einige Wohnungsanfragen und -Aushänge weiter: es hat sich eine ziemlich gute Möglichkeit für meinen (Ex-) Partner aufgetan. Ich habe es gefunden und er war nicht abgeneigt. Fragte aber nun, ob ICH da mal anrufen könne, nur für erste Informationen, da ihn dort ja "jeder" kenne...

    Hi Api,
    ruf doch für ihn an und mach einen Besichtigungstermin. Wenn er dann nicht hingeht, weisst du ganz sicher Bescheid, dass du gehen musst.
    Es wäre aber doch eine Chance, eurem Sohn den Umzug zu ersparen oder habe ich das falsch im Kopf.

    LG

    Zabou

    Er meinte selbst dass er einsieht es wirklich übertrieben zu haben und sich zu sicher war ich würde niemals gehen und wir würden für immer zusammen bleiben.

    Teilweise hatte ich auch schon den Gedanken dass er ….ich nenn das jetzt mal „die Reise der Einsicht“…aktuell ganz am Anfang steht. Und ich ihm damit ja schon Monate Vorraus bin, da ich mich schon seit Monaten intensiv informiere und auch den Schritt zu einer Selbsthilfegruppe gewagt habe.

    Hi Marsi,

    meine Situation ist ähnlich gewesen, mein Partner hat nicht damit gerechnet , dass ich jemals gehe und hat sehr geklammert. Ich bin in eine eigene Wohnung gezogen und aufgrund seiner Bemühungen, sich zu ändern, ist es erstmal nur eine räumliche Trennung.
    Mittlerweile wohnen wir in getrennten Wohnungen, er ist wohl anhänglich, trinkt weniger bis gar nicht ,wenn ich dabei bin, allerdings weiß ich, dass er weiter trinkt, wenn
    ich nicht dabei bin. Sein Verhalten mir gegenüber hat sich geändert, er ist ganz vorsichtig, so lieb wie zu Anfangszeiten und auch bemüht. Seine Versprechen bezüglich Therapie , Suchtberatung etc. hat er bis jetzt nicht eingehalten . Ich rechne auch nicht mehr damit, dass er das machen wird und ich frage auch nicht mehr danach.
    Durch die getrennte Wohnsituation fühle ich mich befreit und wesentlich distanzierter und das tut mir gut. Ihm übrigens auch, er hat mehr Kosten, muss mehr selbst erledigen und hat wesentlich mehr Verantwortung für sich selbst. Und scheinbar hat er sogar Spaß daran, er hält seine Wohnung in Ordnung, kümmert sich um Wäsche und Essen - während wir zusammen gelebt haben, hat er nicht einen Finger gerührt.
    Wir gehen wesentlich entspannter miteinander um und ich habe wohl das Gefühl, dass ihm sein Alkoholproblem zum ersten Mal richtig bewusst wird.

    Vielleicht geht er irgendwann einen Schritt weiter und sucht sich Hilfe , vielleicht auch nicht. Ich habe keine Erwartungen mehr und kann mich jederzeit in meine Wohnung zurückziehen, wenn mir irgendwas nicht passt. Das ist nach all den Jahren ein wirklicher Luxus.

    Vielleicht "scannt " Dein Partner dich nicht bewusst, aber ich glaube schon, dass er Angst hat, alleine mit seinen Problemen zu sein.
    Er muss dann ja auch aus seiner Komfortzone raus. Ich war mir nie sicher, ob mein Partner mich liebt oder das bequeme Leben mit mir.
    Das hat er ja jetzt nicht mehr.

    LG

    Zabou

    Guten Morgen,

    bei mir war es ein langsamer Prozess, ähnlich wie Momo habe ich es genossen die "Starke" zu sein - aber in den letzten 2 Jahren hat mein Partner mich ausgesaugt wie ein Vampir und mir die Kraft genommen - dazu kamen noch einige andere private Ereignisse. Ich habe mich in kleinen Mini Schritten immer mehr von ihm distanziert. Nachdem er mich dann im Frühjahr ein paar Mal böse sitzen gelassen hat und auch ein paar sehr verletzende Äußerungen gemacht hat , habe ich mich ausgiebig mit dem Thema Alkohol auseinander gesetzt und auch zum ersten Mal den Begriff "Co-Abhängigkeit" wahr genommen. Ich bin hier zur Suchtberatung gegangen und habe dieses Forum gefunden und mir ist klar geworden, dass ich etwas ändern muss.

    Mittlerweile bin ich ausgezogen, wir sehen uns noch , wenn er "nüchtern" ist ( ist er das ? ). Mir tut es gut, ich kann mich in meiner Wohnung so entfalten wie ich es möchte. Ich fühle mich befreit von dieser alkohol geschwängerten Atmosphäre,die mich immer umgeben hat. Mir war nie bewusst, was für eine Belastung das für mich war. Und immer noch entferne ich mich in kleinen Mini Schritten von ihm , das fällt mir einfach leichter als der harte Cut.
    Ich übe jeden Tag "Nein" zu sagen und an mich zu denken und mit jedem Tag und mit jedem "Nein" fällt es mir leichter.

    Bei mir scheint die Ursache meine Kindheit zu sein, mein Vater war ein manipulativer Narzist , dementsprechend war die Stimmung daheim. Scheinbar suche ich unbewusst immer Partner, die eine ähnliche Stimmung vermitteln. Das gibt mir dann ein Gefühl, was ich kenne und mit meiner Kindheit verbinde. Krank oder ?

    Hi Mare,

    Soweit ich weiß gibt es eine rechtliche Betreuung für verschiedene Bereiche.
    Gesundheit, Finanzen etc .
    Und auch für Dinge gegen deinen Willen benötigt ein Betreuer einen richterlichen Beschluss . Zumindest ist das in NRW so .
    Wofür sollst du denn einen Betreuer bekommen , die Betreuung ist normalerweise auch zeitlich begrenzt z.B. für ein halbes Jahr . Bis du alles wieder selber regeln kannst.
    LG

    Zabou

    Trennung ist nicht machbar da wir ein Geschäft gemeinsam aufgebaut haben und ich dann mittelos bin da alles auf seinen Namen läuft und ich hier alles am Leben erhalte. Abgesehen davon war mein Mann in einer sehr schweren Zeit an meiner Seite ohne Wenn und Aber hat mich nicht in Stich gelassen und das vergesse ich ihm nicht doch so kann es auch nicht mehr weiter gehen irgendwie sieht er es ein aber ändern möchte er es dann doch nicht.

    Hi Mo,

    ich habe mich Schritt für Schritt distanziert . Ich bin ganz klein angefangen, indem ich z.B. mich alleine mit gemeinsamen Freunden getroffen habe , bin mit Freundinnen essen gegangen - nicht mehr mit ihm . Bin dann irgendwann alleine bzw. mit einer Freundin in den Urlaub gefahren, hatte mein eigenes Schlafzimmer usw usw. Das war ein Prozess über Monate, wenn nicht sogar Jahre. Mittlerweile wohnen wir in getrennten Wohnungen und wenn er jetzt nicht wach wird, schleiche ich mich weiter aus dieser Beziehung raus. Je mehr Abstand ich gewonnen habe, umso mutiger wurde ich. Die Holzhammermethode liegt mir nicht, die knallharte Trennung konnte ich nicht. Wenn mich jemand fragt, warum ich das alles so gemacht habe ( räumliche Trennung etc. ) dann antworte ich offen und ehrlich, dass ich den ganzen Alkohol im Alltag und vor allen Dingen jeden Tag nicht mehr ertragen konnte. Ich hab mir einen Rückzugsbereich geschaffen , den ich nicht mehr missen möchte.

    Wenn du dich nicht trennen kannst oder möchtest , dann versuche doch in kleinen Schritten dich um dein Wohlbefinden zu kümmern.

    LG

    Zabou