Beiträge von Zabou54

    Was ich auch nicht verstehe: alle seine lieben Freunde trinken mit ihm. Jeder von ihnen sagt das er sich noch zu Tode säuft, er muss unbedingt zum Entzug

    Hi Jenny , das sind keine Freunde, das sind Saufkumpels. Und mein Partner zum Beispiel umgibt sich gerne mit Menschen , denen es noch schlechter geht als ihm.
    Vielleicht geht es den Saufkumpels ähnlich.
    Ich mag mir kaum vorstellen , wie schwer das für dich ist. Ich würde mein Kind auch niemals aufgeben , wenn es diese Probleme hätte. Alkoholismus ist eine Krankheit. Lies dich mal hier im Forum durch , mir hat es sehr geholfen diese Krankheit zu verstehen . Das hilft vielleicht deinem Sohn nicht, aber dir.
    Ich lese hier jeden Tag, schreibe eher wenig, aber mir hilft es , mich mit allen Sichtweisen- auch die der trockenen Alkoholiker- auseinanderzusetzen.


    LG

    Zabou

    Liebe Silberstreifen ,

    Bei mir war das ein ganz langsamer Prozess über Monate , wenn nicht sogar Jahre . Ich bin auch kein sehr mutiger Mensch und denke auch immer , alle Menschen fühlen und leiden wie ich . Das ist aber nicht so und mein Partner weiß auch ganz genau , welche Knöpfe er bei mir drücken muss , damit ich funktioniere.
    Das wird weiterhin ein harter Kampf mit mir selbst bleiben , alles durchzuziehen.
    Deswegen habe ich auch professionelle Hilfe in Anspruch genommen und lese mehrmals täglich hier im Forum , um stark zu bleiben. Mein Partner ist ja kein Monster, sondern Suchtkrank. Schwer Suchtkrank. Gebe ich nach und er kann ungehindert weitersaufen, helfe ich ihm indirekt dabei.
    Wenn ich es ihm so unbequem wie möglich mache , helfe ich ihm mehr als wenn ich bleiben würde. Und habe gleichzeitig mehr Freiheit und Zeit für mich.
    Verdrehte Welt oder 🙈

    LG

    Zabou

    Kleiner Nachtrag : meine Wohnung bleibt für mich .

    Auch wenn er mir jetzt das Blaue vom Himmel verspricht und momentan weniger trinkt. Ich überlege immer , wie es in einem Jahr aussehen wird. Ich erwarte nicht das er seine Versprechen halten wird , somit ist eine räumliche Trennung erstmal das Beste. Ich schleiche mich quasi davon 🙈 bisschen feige vielleicht , aber so ist es für mich einfacher . Die Suchtberatung coacht mich weiter und das hilft mir enorm.
    LG

    Zabou

    Hi Minihexe,

    Ich bin mitten im Umzugschaos und mein Partner ist sehr verzweifelt, das ich das tatsächlich durchziehe . Er muss nun auch eine Wohnung suchen, das stresst ihn natürlich zusätzlich . Es ist ein ständiges auf und ab , mal sieht er alles ein dann wieder bin ich „abgezockt“ . Das belastet mich auch , aber ganz hängenlassen oder verlassen bringe ich noch nicht fertig.
    Ich habe große Zweifel das er wirklich was gegen seine Sucht unternimmt . Momentan schaue ich gar nicht so weit in die Zukunft sondern bin im Jetzt. Er weiß was ich von ihm erwarte . Jetzt liegt alles an ihm . Gefällt ihm natürlich gar nicht , dass ich unsere Zukunft in seine Hände lege.
    LG Zabou

    Hi Lütte ,

    Krass , unsere Situation ist so ähnlich .

    Er sieht das anders, er möchte mich zurück, weiter mit mir leben. Ich denke, dass ich mir meine Freiheit erkämpfen muss im Inneren wie im Äußeren. Ich bin bereit dazu und ich habe mir ein Netz geschaffen, dass mich auffängt und an meiner Seite ist. Noch ist er im Opfer-Modus, bin gespannt, was passiert, wenn die Wut kommt.

    Genauso ist es bei mir auch , er versteht meine „Kälte „ nicht und redet sich jetzt ein , das mein Umfeld mich zum Auszug überredet hat. Ich weiß aber auch, das es harte finanzielle Folgen für ihn hat , er kann nicht mehr so saufen wie er es gewohnt ist . Meine Gründe versteht er angeblich , will sich ändern, macht aber nicht viel außer sich hängen lassen und weiter zu trinken. Er wollte sich Hilfe holen , nach Therapiemöglichkeiten erkundigen etc , aber bis jetzt ist nichts passiert.
    Ich habe etwas Angst , was passiert wenn die Wut kommt 😔.
    LG

    Zabou

    Hallo Lütte ,

    Ich kann das alles so gut nachvollziehen und in deinen Worten erkenne ich mich wieder . Ich ziehe gerade aus weil ich diesen „Knoten“ im Bauch nicht mehr haben möchte .

    Ich habe mich gefragt, warum ich das alles mit mir machen lasse. Antwort: weil ich keinen Selbstwert mehr besitze. Ich bin nach außen schon taff, hab einen guten Job, Hobbies und Freunde und verbiege mich bis zum letzten, damit mein Mann zufrieden ist. Weil ich enorm angepasst und harmoniesüchtig bin, Angst vor Konflikten habe. Ich habe mir die Situationen schön geredet, nur um nicht handeln zu müssen, nicht in diesen Schmerz zu müssen. Jetzt bin ich mitten drin, denn es ging für mich nicht mehr anders

    Ich muss hart mit mir kämpfen um stark zu bleiben, um nicht wieder des lieben Friedens Willen nachzugeben. Geht es dir auch so ?
    LG

    Zabou

    Würde sein Motiv denn was ändern? Im Grund bleibt es doch so, dass DU unglücklich warst - reicht das nicht aus?

    Es geht mehr um seinen Zusammenbruch, den ich nicht erwartet habe. Ich habe ihm jetzt mehrfach klar gesagt, das es bei meiner Entscheidung bleibt und er sichum sein "Alkoholproblem" kümmern muss. Er will immer, dass ich alles rückgängig mache - aber das werde ich nicht tun.

    LG

    Zabou

    Ich denke, das war sein Ziel. Er weiß, wenn auch unterbewusst welche CO knöpfe zu drücken sind. Er kennt dich und weiß, was er auslöst.

    Ich weiß, was ich schreibe. Manipulationen in meiner nassen Zeit war an der Tagesordnung.

    Solange ich mich zu einem Spielball machen lasse, so lange wird mit mir gespielt. Und wenn ich mich immer wieder im Kreis drehe, ändere ich die Sichtweise auf das Problem.

    Hi Hartmut,

    ich klinke mich hier mal kurz ein, wenn das ok ist. Falls nicht, bitte löschen.

    Meinst du , das ist generell so ? Mein Freund weiss ja , dass ich mir eine Wohnung gesucht habe und ist regelrecht zusammen gebrochen und beteuert seitdem seine Liebe zu mir , die 1,5 Jahre nicht mehr zu spüren war. Da war ich nur noch die Haushälterin und alles andere war ihm egal, Hauptsache er hatte es bequem und konnte trinken.

    Ich habe nämlich ein bisschen das Gefühl, dass es gar nicht so sehr um mich geht, sondern um das bequeme Leben mit mir. Mir macht dieser Zusammenbruch gerade sehr zu schaffen.

    LG

    Zabou

    Danke ihr beiden. Nein ich will weder in diesen suchtsystem bleiben noch einen Rückzieher machen . Ich habe ihm gesagt wenn er aus der Sucht raus will , hat er meine Unterstützung, macht er so weiter bin ich aus seinen Leben komplett verschwunden. Meine Wohnung bleibt für mich . Ich gehe davon aus das er so weiter machen wird 🙈 und das finde ich traurig. Er wird nicht wach

    Hi zusammen,

    es hat sich einiges ereignet wo ich nicht mit gerechnet habe. Mein Freund ist nach 2 Tagen regelrecht zusammen gebrochen und war nur am weinen und hat Angst, endgültig abzustürzen und natürlich auch Angst vor allem neuen - neue Wohnung, alleine zu sein, finanzielle Sorgen etc. Er wollte das ich alles rückgängig mache und bei ihm bleibe , er würde sich ändern.

    Ich bin stark geblieben und habe ihm gesagt, dass es bei meiner Wohnung bleibt und ich das mit dem Alkohol nicht mehr kann. Trotzdem plagt mich das schlechte Gewissen und auch Mitgefühl. Ich sage mir immer wieder, ich muss mich um mich kümmern und darf mich nicht um ihn kümmern. Warum ist das so schwer ? Ist das jetzt wieder die Co-Abhängige in mir ?

    LG

    Zabou

    Ich halte davon nichts. Außerdem setzen sich in diese Saunen ständig Leute rein, die keine Ahnung haben und kein Handtuch unterlegen. Und wenn die dann aufstehen, ist das Holz von ihrem Schweiß vollgesaugt.

    😱 oh nein , jetzt hab ich Bilder im Kopf die niemand möchte .
    Memo an mich selbst , sollte ich in eine Sauna gehen - aufs Handtuch setzen 😀

    Nichts . Ignoranz tut am meisten weh , das lernst du ja gerade auf die harte Tour. Die Frist war 6 Monate richtig ? Dann gönn dir diese Zeit und dreh den Spieß um , auch wenn es nicht deine Art ist . Ignorier ihn genauso , wie er es mit dir macht.

    Ähm, ich glaube, es sind in erster Linie "gestorbene Hoffnungen " und diese eklige Hilflosigkeit weil der andere nicht reagiert oder ? Da ich gerade in einer ähnlichen Situation bin, kann ich die Emotionen wohl nachvollziehen. Diese Gefühlsachterbahn und Ohnmacht ist schon extrem. Obwohl ich gegangen bin, habe ich diese Achterbahn. Ich konnte mich aber ein bisschen darauf vorbereiten.

    Jana konnte das nicht, somit stelle ich mir das noch viel extremer vor. Und natürlich hofft man, dass noch Reaktionen kommen, Gefühle lassen sich nicht auf Knopfdruck abstellen. Jeder reagiert da verschieden. Die einen können sich selber besser steuern, die anderen weniger.

    Ich kann nur für mich sprechen, ich weiss mittlerweile auch, dass ich so ziemlich alles falsch gemacht habe, was man als Partner ( Co ) falsch machen konnte. Ich war die perfekte Co-Abhängige lange lange Jahre. Jana ist seit 4 Wochen in diesem Dilemma. Ich reflektiere mich schon seit mindestens einem Jahr ohne jemals den Begriff Co-Abhängigkeit gehört zu haben. Und wenn man dann als "Neuling" in diesem Forum liest , dann muss das auch erstmal alles verarbeitet und verstanden werden. Das ist schon krass.

    Ist es nicht der Sinn einer Online Selbsthilfegruppe, seine Emotionen ungefiltert rauszulassen um dann Meinungen zu hören, die einem weiterhelfen oder im Optimalfall die Sichtweise ändern ?

    LG

    Zabou

    Oh Gott, wie mutig. Ich bin ja keine Gazelle und von Model Maßen Lichtjahre entfernt, das würde ich mich nicht trauen. Aber vielleicht schwimmen gehen oder sowas, ins Fitness-Studio gehe ich ja schon, ich denke mal weiter nach. Das lenkt ja auch ab.

    Danke Momo :*

    Hi Momo,

    habe gerade mit meiner Ansprechpartnerin bei der Suchtberatung gesprochen,weil ich mich gar nicht mehr beruhigen konnte.

    Sie meint, das wäre völlig normal, innerhalb einen Jahres habe ich meinen Vater mit viel Stress und Theater an die Demenz verloren ( er ist jetzt im Pflegeheim) und den Mann den ich mal geliebt habe, an den Alkohol. Da darf ich auch trauern, auch wenn ich gegangen bin.

    Heute mache ich nicht mehr viel, morgen abend gehe ich mit einer Freundin essen und dann mal schauen wie es weitergeht. Am Wochenende trinkt er ja immer mehr, ich hoffe, er bleibt ruhig.

    LG

    Zabou

    Puh, heute geht es mir richtig schlecht und ich weine viel. Gott sei Dank bin ich alleine bei der Arbeit. Mich triggern gewisse Lieder , es kommen Erinnerungen hoch - natürlich nur die schönen - und ich mache mir große Sorgen, dass er untergeht. Ich komme aus diesem Gedankenkreisel nicht raus, egal wie ich versuche, mich abzulenken.

    Ich fühle mich so wertlos, weil er so eiskalt und abgezockt reagiert, als ich ihm gesagt habe, dass ich mit seinem Alkoholkonsum nicht mehr klar komme. Mein Verstand sagt mir das war die Sucht und nicht er, mein Herz weint.

    Ist das normal ? Ich habe ja die Trennung in die Wege geleitet und mir eine Wohnung gesucht - nicht er. Warum geht es mir dann schlechter als ihm ?