Beiträge von Cat-Mom

    Sich "reinwaschen", um Bestätigung für etwas zu erlangen, das noch nicht als gravierend ansieht. Er ist eben noch nicht so weit.

    Ironischerweise bezeichnet er sich selbst schon seit über 20 Jahren als Alkoholiker. Ich glaube er wird leider nie so weit sein, wirklich trocken zu bleiben. Ich werde diese Hoffnung wohl begraben müssen.

    Viele Alkoholiker werden auch dazu ermutigt, eine Suchtberatung aufzusuchen.

    Ja, es ist im Anschluss an die Entgiftung vom Krankenhaus angeleiert worden.

    Ja natürlich. Wieso (für wen) ist er dort eigentlich hingegangen? Mit seiner Einstellung hätte er sich das sparen können.

    Das frage ich mich auch, warum sich die Mühe machen und den Leuten dort Märchen erzählen?

    Ich hoffe jetzt gerade er packt diese OP in zwei Wochen, gleich danach ist bereits eine Reha angesetzt.

    Das Problem ist nämlich, ohne die OP kann er nicht mehr in seinem Beruf arbeiten, und arbeitslos bekommt er keine Wohnung.

    Ich dachte eigentlich, ich komme noch etwas mit der Situation zurecht, aber gerade bin ich so wütend!

    Mein Arbeitstag heute war ziemlich anstrengend, ich kam um halb acht nach Hause und er war schon wieder merkbar angetrunken. Die Küche ein Saustall, er hat nur Dreck gemacht den ganzen Tag, und getrunken.

    Der Hammer ist noch, er hatte morgens einen Termin bei der Suchtberatung, der Frau dort hat er das Blaue vom Himmel vorgelogen.

    In zwei Wochen hat er eigentlich einen OP-Termin mit anschließender Reha, ich dachte er schafft es wenigstens bis dahin, aber ich bezweifle das gerade.

    Das klingt bei dir so einfach. Ich will es nicht eskalieren lassen, da ich nicht weiß wie er reagieren wird. Ich muss einen Schritt nach dem anderen machen.

    Da ich Spezialistin darin bin, Schritte vor und wieder zurück zu machen, kann ich dass total verstehen.

    Auf alle Fälle solltest du nicht denken dass du dumm warst. Ich war auch wütend auf mich selbst, wegen der schlimmen Zeiten, vor allem wegen meiner Töchter.

    Aber wir gehen es jetzt an, in welchem Tempo auch immer, und das zählt jetzt.

    Ich weiß warum er so ist wie er ist und du wirst das bei deinem Mann auch wissen. Und das macht es so schwer. Ich habe erst vor einigen Monaten wirklich begriffen, dass mein Mann Alkoholiker ist, aber es bis heute nach außen hin nie ausgesprochen.

    Liebe Sonnenschein,

    das ist bei mir anders, ich sehe zwar den Zusammenhang mit der Kindheit meines Partners. Er bekam z.B. schon als Kind Alkohol zu trinken. Aber er hatte jetzt 25 Jahre lang ein stabiles schönes Zuhause bei mir, und darum gab es alle Möglichkeiten für ihn aufzuhören.

    Er hat sich schon seit vielen Jahren eingestanden, Alkoholiker zu sein, hatte Therapien, aber hat es nie wirklich durchgezogen.

    Das werfe ich ihm vor.

    Vielen Dank euch allen für die Unterstützung.

    Eure Sicht ist für mich sehr wichtig, auch wenn ich jetzt noch anders handele. Das ist jetzt schwierig zu erklären, ich handele im Augenblick wider besseren Wissens.

    Die letzten drei Monate waren das Leben, das ich mir mit ihm wünsche. Im Augenblick geht es mir darum auch noch ganz gut. Ich bin jetzt gerade noch nicht bereit, die Hoffnung ganz aufzugeben, dass er das weiterhin schaffen kann.

    Ich bin selbst auch ziemlich skeptisch. Zu seinen Gunsten rechne ich nur die Tatsache, dass er es bisher noch nie drei Monate geschafft hat trocken zu bleiben.

    Im Augenblick schau ich mir die Sache jetzt noch an. Da er seine Arbeit durch den Alk verloren hat wird es gerade kaum möglich sein eine Wohnung zu mieten. Ich hab aber eine Telefonnummer im Internet gefunden, für ein Übergangswohnheim. Ich weiß aber nicht ob das in Frage kommt, oder das Angebot nur für Obdachlose ist. Ich werde mich da aber nächste Woche erkundigen.

    Ich habe ihm zur Einleitung des Gesprächs gesagt, dass wir also jetzt nach einem Zimmer für ihn schauen müssen.

    Er sagt, es wäre ein Ausrutscher gewesen, darum müsste ich ihn doch nicht gleich rauswerfen. Ich hab gesagt, er muss sich überlegen wie er weitermachen will, er kann gerne trinken, aber nicht hier. Ich war ziemlich energisch, denke ich.

    Er hat sich dann bedankt, und hat gesagt ich hätte ihm jetzt sehr geholfen, und er will den Rückfall überwinden und trocken werden. Ich soll ihm bitte noch eine Chance geben.

    Wir haben noch darüber gesprochen, was der Auslöser gewesen sein könnte, und wie er sowas vermeiden kann.

    Hallo Sonnenschein,

    ich war eine Weile nicht im Forum da mein Partner tatsächlich 3 Monate lang trocken war.

    Deine Situation erinnert an meine, bei mir sind es 25 Jahre und die Kinder inzwischen erwachsen. Mit seelischen Narben, weil ich sie jahrelang nicht aus der Situation geholt habe.

    Bei dir wird die Sache durch den Job ja noch belastender, ich bin dort wenigstens raus aus der Situation.

    Kannst du dort nicht erstmal irgendwie raus kommen? Du findest doch sicher einen anderen Job.

    Liebe Grüße

    Cat-Mom

    Hallo Cat-Mom,

    das tut mir leid.

    Was sagt er denn dazu? Redet Ihr darüber?

    Denke daran die Sachen welche Du androhst und beschliesst auch durchzuziehen. Sonst nimmt er das nicht mehr ernst.

    lG WW

    Ich hab noch nicht mit ihm geredet, die letzte Woche hatte ich selbst viel Stress und keine Kraft für weitere Dramen.

    Darum hab ich mein Bauchgefühl erst mal weggeschoben, und nichts gesagt.

    Das Gespräch steht heute an, puh. :(

    Vielen Dank <3

    Hallo ihr Lieben,

    da bin ich wieder, leider ist der schöne Traum vorbei.

    Er trinkt wieder.

    Ich hab schon seit ein paar Tagen eine Wesensänderung bei ihm bemerkt, seit heute abend bin ich sicher.

    Sitze hier und kann nicht schlafen.

    Muss jetzt konkret überlegen wie ich die Trennung hinbekomme, ich kann ja nicht gehen, da er bei mir wohnt.

    Mag sein dass es da eine Verschiebung der Suchtmittel gibt bei den Süchtigen.

    Aber süchtig ist ja nur ein Teil der Menschen, nach verschiedenen Suchtmitteln.

    Alkohol aber wird ja allgemein nicht als Droge angesehen, er ist gesellschaftlich ja vollkommen anerkannt. Im Gegenteil, wer nicht trinkt muss sich ja in Gesellschaft noch rechtfertigen.

    Wenn sich an dieser Einstellung bei den jungen Menschen was ändert, wäre das richtig super!

    Ich hab mich neulich bei der Arbeit total gefreut.

    Der Abschluss unserer Azubis wurde geplant, und selbstverständlich wurde Sekt eingeplant. Ich habe zugegebenermaßen nichts gesagt, da ich die einzige gewesen wäre, dabei hatte ich ein ganz blödes Gefühl.

    Als dann die kleine Feier in der Mittagspause stattfand, lehnten alle Azubis den Alkohol ab, und tranken Saft. :)

    Vielleicht tut sich ja langsam was in den Ansichten.

    Wenn dein Bauchgefühl sagt, es hat keinen Nutzen für dich, ist das sicher richtig.

    Ich hab damals mit den Schwiegereltern auch nicht geredet, die hatten auch Redeverbot von meinem Ex.

    Interessanterweise war meine Ex-Schwiegermutter aber später immer sehr gut auf mich zu sprechen. :)

    Das war mutig von dir Cat-Mom, dass du dich bei der neuen Frau vorgestellt hast - Hut ab!

    Danke dir! :)

    Ich denke es ist wichtig auf dein Bauchgefühl zu hören.

    Leuten die dir unwichtig sind brauchst du gar nichts zu erklären.

    Aber wenn du das Gefühl hast ein Gespräch führen zu wollen, tu es einfach.

    Schlimmstenfalls glaubt dir deine Schwiegermutter nicht, aber dann hast du nichts verloren.

    Und wenn das Gespräch gut läuft, fühlst du dich besser.