Beiträge von Silberstreifen

    Heute Nacht hab ich wie jedes Jahr heimlich die Adventskette und den Schokokalender für meinen Sohn aufgehängt. Ex saß derweil in seinem Zimmer und hat getrunken.

    Danach lag ich wach und hab mich dabei ertappt, wie ich gegrübelt habe, ob Ex sich jetzt schlecht fühlt, weil er sich dieses Jahr um nichts dergleichen gekümmert hat.

    Was für ein Quatsch! Oder nein: Was für ein krankes Denkmuster!

    Lg

    Api

    Liebe API

    Es tut mir so leid. Das sind die ganz einsamen Nächte. Und doch bist du, wie du siehst, nicht ganz alleine. Ich danke dir fürs Teilen. In solchen Momenten sollten wir uns selber kneifen und unsere Gedanken ordnen. Und uns bewusst machen, dass die andere Person erwachsen ist. Und doch ist sie krank. Das macht es so schwer. Schauen wir gut auf uns. Ich drücke dich, dein Kalender ist bestimmt toll geworden...

    Man kann eben nur in den Denkmustern denken, welche man selbst für möglich hält. Die Bestätigung hast Du ja jetzt. Vermutlich war es eine Art Wunschdenken von ihm, um das eigene Verhalten zu entschuldigen.

    Ja, genau das Gleiche habe ich auch gedacht.

    Hatte mal eine sehr eifersüchtige Freundin. War meine erste Freundin. Hab ziemlich darunter gelitten.

    Das Ende von Lied war, dass sie irgendwann wegen einem anderen Schluss gemacht hat.

    Ich denke, dass sie ihre untreuen Gedanken auf mich projiziert hat.

    Guten Morgen

    Ich danke euch für eure Sichtweisen und das Teilen von Erfahrungen. Da könnte sehr gut was dran sein.... nein heisst sogar: "so muss es gewesen sein". Ich verstehe nicht warum, egal was er macht, ich ihm nicht böse sein kann. Das ärgert mich denn der Fokus ist immernoch bei ihm nicht bei mir. Ich sorge mich immernoch um ihn, als wär er ein Kind.

    Meine Mutter sagt ich hätte das schon als Kind gehabt, meinen Bruder behandelt als ob er mein Sohn sei. Später dann als meine Mutter sich jeweils betrunken hinter das Steuer setzen wollte hab ich ihr den Schlüssel weggenommen und sie nach Hause gefahren. Dieses (von mir aus gesehen) logische Verhalten zu ändern ist unheimlich schwierig.

    Hallo zusammen

    Heute melde ich mich mal wieder. Ziemlich verwirrt und immernoch mit einer Gleichgültigkeit die mich irritiert. Mein ExPartner hat mich vor der Trennung und auch Wochen danach immer wieder verdächtigt andere Männer zu haben obwohl ich mit gutem Gewissen sagen kann, dass ich nicht mal KONTAKT zu anderen Männern hatte/habe. Ich habe darauf geachtet ihn nicht zu verletzen, habe keine Männer getroffen (wollte/will ich auch nicht).

    Ich habe darauf geachtet ihn nicht finanziell zu fest zu belasten etc. (Er ist in unsere gemeinsamen Wohnung geblieben, ich musste mit unserer Tochter ausziehen). Bin ich immernoch in der Co-Abhängigkeit? Ist DAS Co-Abhängiges Verhalten? Er hat anscheinend schon länger eine neue Freundin und hat sie heute unserer Tochter vorgestellt. Ich wusste nichts davon, dass unsere Tochter sie heute kennenlernt. Sie hat sogar ein Geschenk von der neuen Freundin bekommen. Wäre das Szenario umgekehrt wäre die Hölle los. Ich komme mir so dumm vor. Wenn mein ExPartner aber vor mir steht bringe ich kein Wort raus. Eigentlich müsste ich doch zu ihm sagen: "hei mir hast du immer ein schlechtes Gewissen einreden wollen und du datest seit Wochen und Monaten andere Frauen!!!" Und das ist so, ich habe es von zwei Seiten bereits gehört.

    Ich frage mich wo mein Temperament geblieben ist und ob es irgendwann wieder zurückkehrt-wiedermal frage ich mich das. Ich kann es mir nur so erklären, dass die ganzen Jahre mich so zermürbt haben, dass ich egal in welcher Situation, keinen Widerstand mehr an den Tag lege, quasi mich ein Stück weit aufgegeben habe und überhaupt nicht mehr für mich einstehe. Ich rege mich innerlich wahnsinnig auf aber eine Konfrontation scheint mir unsinnig und das wiederum macht mich wahnsinnig traurig. Anstatt meinen Frust loszuwerden denke ich wie sich die andere Person denn dabei fühlen könnte-nämlich schlecht... und das will ich nicht. Kennt das jemand? Ich möchte nicht im Selbstmitleid zerfliessen aber ich frage mich was das für ein Verhalten ist. Vielen Dank fürs Lesen.

    Ich mag deine Beiträge sehr Jump. Sie sind einfach authentisch und voller Herz.

    Super wie du das machst, spazieren, Kaffee geniessen.. die kleinen Freuden im Alltag auskosten..

    Ich versuche mich auch hier am neuen Ort einzugewöhnen, noch habe ich ziemlich viel "Heimweh". Es ist gar nicht so einfach irgendwo neu anzufangen, vorallem wenn man doch gar nicht weggehen wollte. Aber wer weiss vielleicht tun sich ganz neue Wege auf. Ich hoffe deine Wohnungssituation entspannt sich bald. Schön ist, daß die Leute nett sind so dass du dich wohlfühlen kannst. Du hast recht, wieder umzuziehen wäre sehr verrückt und vorallem auch anstrengend. Die Daumen bleiben gedrückt. Alles Liebe für dich...

    Guten Morgen liebe Jump

    Irgendwo in die Ferien zu gehen wo man sich auskennt finde ich wichtig, wenn man dann alleine hinfährt. Man muss sich um nichts kümmern, kann einfach hin und sich auch alleine verweilen. Und das ganz ohne Baulärm :)

    Habe diese Woche auch Ferien für mich und meine Tochter gebucht. Wir sind jahrelang zu dritt hingefahren. Dort kenn ich mich aus und ich fühle mich sicher; das ist im mir Moment wichtig. Es wird schmerzen aber vielleicht hilft es mir auch zu verarbeiten. Und wenn nicht dann schmerzt es noch länger. Ich glaube nicht, dass sich eine Trennung und die Ängste "schneller" verarbeiten lassen. Ich glaube sie sind einfach da.. im Moment, vielleicht auch noch eine Weile. Eins nach dem Anderen. Wir müssen nicht immer stark sein.

    Ich bin gespannt ob du schon ganz bald am Meer liegst, die Sonnenbrille auf der Nase hast und die Füsse hochlegst ;)

    Ich drücke dich ganz fest aus der Ferne.

    Liebe API

    Ich habe mich in deinem Beitrag von heute Nacht wiedergefunden.

    Ich bin überzeugt, dass die Gedanken in der Nacht nicht die Gleichen sind wie die Gedanken während dem Tag oder sogar am Abend. Ich glaube Jump hat letztens geschrieben, dass sie sich Abends konsequent ablenkt weil sie am Abend einfach müde wird und auch ihr Denken nicht gleich positiv ist wie tagsüber. Ich finde das ein sehr interessanter Punkt und auch sehr hilfreich.

    Mein Ex-Partner und ich hatten vor einigen Jahren eine Wohnung gekauft. Als ich im Sommer die Trennung aussprach dachte ich natürlich, er würde sich eine Wohnung suchen, sodass unsere Tochter, die im Sommer erst eingeschult wurde, nicht aus ihrem gewohnten Umfeld rausgerissen wird. Leider weit gefehlt, er meinte ich würde die Beziehung beenden, also solle ich gehen. Mein Ex-Partner meinte auch, dass ich im gleichen Dorf bleiben könnte. Ich wollte aber mit seinen Eskapaden nichts mehr zu tun haben und bin mit meiner Tochter ins nächste Dorf gezogen.

    Sie hat noch Mühe in der Schule Anschluss zu finden und vermisst ihr Freunde. Ich versuche sie so gut wie möglich zu unterstützen. Das wird schon werden.

    Rund um mich herum hat es geheissen "du musst nicht gehen, er soll gehen. Du musst das anfechten". Ich wusste aber, dass mein Ex-Partner sich bei der Wohnungssuche viel Zeit gelassen hätte. Oder sich sonst angestellt hätte und am Schluss gar nicht gegangen wäre. Auch fehlte mir die Energie zu streiten. Und ich wollte möglichst schnell weg. Mit einem nassen Alkoholiker finde ich persönlich, ist nicht zu spaßen. Man weiss nie wie er reagiert. Vielleich war das feige von mir, aber auf jeden Fall der sicherste Weg. Auch ich habe ihm jeweils das Schlafzimmer, ja sogar das Wohnzimmer überlassen wo er schon ab dem frühen Abend laut vor sich hingeschnarcht hat. Ich habe immer wieder versucht, ihn in sein Schlafzimmer zu verbannen, ohne Erfolg. Ich kann ihn ja schlecht tragen.

    Manchmal hat man keine Wahl wenn das Gegenüber sich so sperrt und egoistisch handelt. Auch ein Charakterzug der für mich für eine künftige (eventuelle :) Beziehung nicht mehr akzeptiert wird.

    Wie schätzt du das ein? Lässt der Vater deines Sohnes ev. nochmals mit sich reden?

    Es ist wirklich traurig zu hören, dass sich die Freundschaft deines Sohnes mit dem Nachbarsjungen ev. nicht fortführen lässt. Da der Junge wenig Unterstützung kriegt, könnt ihr vielleicht IHN besuchen gehen?

    Bitte hadere nicht zu fest mit dir, es ist eine sehr kräftezerrende Zeit die du da durchmachst. Du kannst nicht alles für alle stemmen. Ich drücke dir und deinem Sohn beide Daumen.

    Danke Feather, ich wünsche dir auch viel Kraft. Ich weiss genau was du meinst. Leider ist bei mir die Grenze erreicht. Ich kann einfach nicht helfen. Habe es etliche Male versucht. Schlussendlich (so schlimm es sich anhört) stehe ICH nicht mehr "zur Verfügung". Diese Vorfälle haben mich so traumatisiert, dass ich m7ch selber schützen muss. Mein ExPartner hat von mir einen kleinen Zettel mit Notrufnummern wo er sich Tag und Nacht melden kann. Ich finde die Idee mit dem Blockieren eine gute Idee.

    Bitte halte mich nicht für herzlos, aber bevor ich ganz ausbrenne muss ich einfach aufhören helfen zu wollen. Dort wo keine Hilfe gewollt ist....

    Hallo feather

    Mein Ex-Partner hat schon während unserer Beziehung von Selbstmord gesprochen-in seinen unzähligen Räus chen. Ich bin jedesmal mitten in der Nacht losgegangen, habe ihn abgeholt wo er sich in dem Moment auch befand, ihm stundenlang zugehört. Am nächsten Tag hat er das ganze ins Lächerliche gezogen. Das sei doch nicht ernst gemeint gewesen.

    Als unsere Tochter auf die Welt kam bin ich natürlich nicht mehr losgerannt. Ich kann ja unsere Tochter nicht alleine zu Hause lassen. Mittlerweile bin ich auf solche Aussagen richtig allergisch. Von mir aus gesehen ist das emotionale Erpressung. Oder der Wunsch umsorgt zu werden. Was hatte ich jedesmal eine Riesenangst...

    Diese Woche war ich in unserer alten Wohnung einige Sachen holen, die Flaschen vom Vorabend standen herum. Es waren sehr viele. Ich war wieder versucht ihn anzurufen und ihm zu raten, Hilfe zu holen. Aber eigentlich habe ich das schon getan. Gefühlt 100 mal. Ich habe ihm immer wieder gesagt, dass ich ihm nicht helfen kann. Er soll sich professionelle Hilfe suchen und ich fahre ihn gerne hin.

    Zu deiner Frage. Ich reagiere gar nicht mehr. Wenn er, wie letztes Wochenende, mich mitten in der Nacht anruft gehe ich nicht ran. Es gibt bestimmt noch Andere Leute die er anrufen kann.

    Wenn ich merke dass mein Ex-Partner sich wirklich helfen lassen will, dann bin ich da.

    Seltsam, oder? Ich schreibe auch lieber hier als dass ich zb mit meiner besten Freundin meine Gedanken und Gefühle so ausführlich teile. Hab sie nichtmal gefragt, ob sie sich mit mir die Wohnung ansieht - sowas hätten wir sonst auf jeden Fall gegenseitig gemacht! Aber irgendwie hab ich das Gefühl, es ist besser, das alles alleine zu machen... finde es seltsam aber nicht schlimm. Daher passt es.

    Leidest Du denn darunter?

    Liebe Api

    Danke fürs Teilen. Vielleicht weil wir uns hier im Forum verstanden fühlen. Meine Familie/Freunde verstehen mich zwar auch aber ich schäme mich "alles" zu erzählen. Ich bekam viel Hilfe angeboten für den Umzug. Trotzdem wollte ich den größten Teil alleine machen (ausser die grossen Sachen natürlich). Dann höre ich immer "warum sagst du denn nichts, ich hätte doch geholfen" aber irgendwie wollte ich alleine sein. "Und jetzt ab auf die Piste, neue Leute kennenlernen".. Als gäbe es was zu feiern... Ich denke ich bin im Moment kein guter Gesprächspartner, daher ist es besser sich ein Buch zu schnappen, spazieren zu gehen und Tee zu trinken.

    Ich leide eigentlich nur darunter, dass ich mich selber nicht mehr erkenne. Wie du auch hatte ich doch immer meine Freunde gerne um Rat gefragt. Wenn ich hier lese hängt das aber sicher damit zusammen, dass die Trennung noch nicht lange her ist. Oder es ist das "Alter" :)

    Kennt jemand von Euch das Thema Victim Blaming? Genau das habe ich heute mal wieder erfahren. Es zieht mir jegliche Energie. Mein Ex ist ein bekannter Musiker hier im Raum und jetzt stimmt ja was mit mir nicht. Weil es muss ja ein Grund gegeben haben, dass er gewalttätig wurde und ich soll mich nicht so anstellen... Und hey der Alkohol gehört dazu S..., Drugs und Rock n Roll.

    Ich bin einfach nach Hause. Habe im Auto Rotz und Wasser geheult. Es tut unglaublich weh...

    Für meinen Ex... tolle Freunde... Seine Gesundheit ist am Ende egal... Hauptsache sie werden unterhalten..

    Ihr seht...Ein Auf und ein Ab. Mit vielen tiefen Tälern. Das sind die Momente in denen ich völlig überfordert bin und nich nicht genug innere Stärke habe um darüber zu stehen.

    Liebe Momo

    Es tut mir leid, dass du do etwas erleben musstest heute Nacht. Dann sollen dein Ex und seine Freunde mal schön weiterfeiern. Diese Aussage ist einfach nur bekloppt!! Unglaublich... sie bringt dich dazu an dir zu zweifeln und zu verzweifeln. Ich schließe mich Lananana an: bleibe bei dir und kümmere dich gut um dich. Ich drücke dich aus der Ferne.

    Schwer zu sagen. Ich denke an erster Stelle an die Kinder. Angst habe ich nicht vor ihm aber es ist sooo anstrengend und macht müde.


    Am meisten ärgert mich das ich nicht gehe. Es klingt so einfach...

    Nimm einen Schritt nach dem Anderen. Zuerst mal in Ruhe ankommen. Ich bin sicher dieses Forum wird dir viel Klarheit und Unterstützung bringen. Zu gehen ist sehr schwer, vorallem mit Kindern. Eine Freundin von mir sagte mal (ich war mal wieder völlig verzweifelt und nur noch müde): "eines Tages kommt dein persönlicher Tiefpunkt und dann packst du deine Sachen und schaust nicht mehr zurück. Ich glaube fest an dich". Das war vor 2 Jahren.

    Hallo Silberstreifen,

    ja vor seiner Reaktion habe ich am meisten Angst. Wenn er getrunken hat wird er ausfallend und sehr beleidigend. Ich frag mich selbst jeden Tag warum ich das mit mir machen lasse und fühl mich dann noch schlechter.

    Ich kann auch null Nähe zulassen und das macht ihn nur noch wütender, da ich in seinen Augen ein Problem habe. Es ist echt verzwickt.

    Aber umso mehr ich hier lese umso mehr glaube ich, dass ich tiefer drin stecken als gedacht. Wie oft habe ich ihm versucht zu erklären, dass ich das nicht für unsere Kinder möchte ( sein Vater war starker Alkoholiker und ist daran verstorben). Habe ich Mitleid, Hoffnung das sich was ändert? Ich weiß nur das ich zurzeit überfordert bin und froh, dieses Forum gefunden zu haben.

    Wie geht es dir seit dem Auszug wenn ich fragen darf?

    ... das verstehe ich total. Ich habe auch immer wieder augehorcht wenn er in der Nähe meines Zimmers war. War immer total nervös.

    Er konnte es nicht nachvollziehen warum ich in einem anderen Zimmer schlief. Irgendwann dachte er ich hätte einen Anderen. Wenn ich alle paar Wochen mit Freundinnen ausging stand er mitten am Abend in meiner Lieblingsbar in die er sonst nie ging. Dieses Stalken hat mir am meisten Angst gemacht.

    Mir geht es seit dem Auszug besser. Weniger Ängste, weniger innerlichen Stress. Bin immernoch ziemlich geschafft vom Umzug und allem Drum und Dran. Aber es war für mich und meine Tochter die richtige Entscheidung. Ich hatte auch sehr lange Hoffnung.... und Mitleid habe ich immer noch. Aber mein Seelenfrieden ist wichtiger.

    Gib gut auf dich und die Kinder acht. Dass du im Notfall zu deinen Eltern könntest ist toll. Wissen deine Eltern was bei euch los ist und wie es dir geht?

    Vor zwei Tagen ist es Abends wieder eskaliert, da er mich erst beschimpft und runter macht und dann Zärtlichkeiten austauschen möchte. Das ich das überhaupt nicht will weil er getrunken hat, versteht er nicht. Seit Monaten Versuche ich ihm zu erklären, dass mich das getrinke immer mehr abstößt und ich immer mehr auf Abstand gehe. Psychisch sowie auch körperlich. Er ist im Glauben ich hätte Affären usw. Vernünftige Gespräche sind gar nicht mehr möglich und ich solle mich erstmal entschuldigen (kam gerade erst). Ich habe halt Angst, dass wenn ich die Trennung ausspreche, hier alles eskaliert.....

    Liebe Becca

    Ich war 10 Jahre mit meinem ExPartner zusammen. Vor 2 Monatenbin ich mit unserer 6-jährigen Tochter ausgezogen.

    Auch ich stand ganz alleine da mit Haushalt, Kinderbetreuung, Kindererziehung, Verantwortung... einfach wirklich alles. Dazu habe ich noch Teilzeit gearbeitet. Das schlimmste war aber die psychische Belastung durch die Trunkerei. Diese Unsicherheit, was kommt als nächste? Um so mehr mein ExMann getrunken hat, umso mehr hat er mich abgestoßen. Er hat das auch überhaupt nicht verstanden. Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Er meinte sogar, dass mit meinen Hormonen etwas nicht stimmte. Die habe ich untersuchen lassen- keine Auffälligkeiten. In diesem Forum habe ich gelernt, dass es sich hierbei um eine Manipulation handelte. Ich war wiedermal mit Grübeln beschäftigt fühlte mich schuldig, er konnte weiter konsumieren.

    Ich hatte grosse Angst ihm zu sagen, dass ich mich trenne. Seine Reaktion ist nicht halb so schlimm ausgefallen wie ich dachte. Natürlich wurde er beleidigend und wollte uns zuerst nicht aufgeben, aber es ist zum Glück im Rahmen geblieben. Ich hatte vor dem Gespräch einen Koffer bei einer Freundin abgestellt, nur im Fall der Fälle.

    Ich drücke dir beide Daumen. Du darfst dich nicht schlecht fühlen. Du bist nur für dich verantwortlich- für dich und eure Kinder aber keinesfalls für ihn.

    Guten Abend Silberstreifen,

    wie wäre es, wenn Du diese Frau triffst, wenn es Dir besser geht?

    Vielleicht kannst Du dann den Austausch besser genießen, wenn Du den Kopf wieder freier hast?

    Du kannst ihr immer noch absagen. Wenn Dein Bauchgefühl dagegen spricht, dann verschiebe das Treffen!

    Liebe Elly

    Ich habe es nicht geschafft abzusagen :-/ ich habe lediglich die Zeit verkürzt. Habe gesagt ich hätte nur kurz Zeit. Das hat sie akzeptiert. Aber du hast absolut recht. Ich müsste einfach nur absagen... Verstehe mich selber nicht.

    Ich weiss nicht ob mir diese Person überhaupt noch gut tut. Im Moment tut mir niemand so richtig gut wenn ich auf mein Bauchgefühl höre. Ich möchte Kontakte pflegen aber gleichzeitig laugt es mich aus. Ich mag auch nicht mit meinen Freunden über meine Probleme reden, ganz seltsam. Bin total verschlossen geworden. Viel lieber schreibe ich in dieses Forum hier..

    Vor 2 Wochen habe ich angefangen Tropfen gegen depressive Verstimmungen zu nehmen, diese müssten bald wirken. Dann bin ich vielleicht auch wieder ausgeglichener.

    Wenn Du so darüber nachdenkst, wie und womit hast Du Dich damals identifiziert, was hat Dich aus Deiner Sicht ausgemacht? Was ist jetzt anders als früher und wie lässt sich das ausfüllen?

    lG WW

    Lieber Whitewolf

    Gute Frage.... Ich habe heute immer wieder darüber nachgedacht. Was hat mich ausgemacht? Ich war schon immer hilfsbereit, anpassungsfähig, vielseitig... mehr fällt mir im Moment nicht ein.

    Als ich klein sind wir innerhalb 3 Jahren 2 mal ausgewandert. Danach sind wir in dem Land geblieben wo ich jetzt wohne und auch hier sind wir mehrmals umgezogen. Das kann ein Grund für meine Vielseitigkeit sein. Dafür fehlt die Stetigkeit. Ständig habe ich einen neuen Sport oder ein Hobby angefangen und dann wieder aufgehört. Wie ich diese innere Unruhe, diese Leere ausfüllen kann muss ich noch herausfinden. Was ist anders als früher? Ich habe gelernt Verantwortung zu übernehmen. Vorallem für unsere Tochter, und langsam aber sicher auch für mich. Auch ein grosser Fortschritt ... Danke für die Fragen, sie bringen mich zum Nachdenken..

    Der Grund warum ein Co-Abhängiger im Suchtsystem verharrt, ist ja der, dass er mehr beim anderen ist als bei sich selbst. Ich hab mich im Suchtsystem auch komplett verloren. Das ist unbeschreiblich kräftezehrend. Ich find es völlig normal, dass das Zeit braucht. Aber das wird, wenn Du Dich wieder liebevoll um DICH kümmerst - vertrau darauf.

    Liebe Lananana

    Das hast du super beschrieben und genau deshalb weiss man irgendwann nicht mehr wer man ist. Ich habe mich nur noch auf meinen Ex-Partner konzentriert. Ihn hat das aber nie gestört. Er hat die Aufmerksamkeit sogar sehr genossen. Nur ich bekam keine Aufmerksamkeit zurück. Das schmerzt und es laugt aus. Dieses "noch mehr bemühen". Was habe ich Stunden und ganze Abende damit verbracht in Therapien zu gehen und nachzulesen wie ich meinen Teil der Beziehung verbessern könnte....

    Mir geht es absolut genauso. Ich bin sogar noch ein bisschen länger weg. Aber dein letzter Absatz (den ich auch echt unterschreiben kann!) ist entscheidend! Das andere kommt denke ich (hoffentlich!), wenn wir es wirklich mal schaffen, auf uns zu schauen und darauf, was tut MIR gut. Ohne schlechtes Gewissen. Und ich glaube auch, Zeit ist ein Faktor. So viele Jahre… so schnell lässt sich das nicht abschütteln.

    Danke Franzi

    Ich bin sehr froh, dass ich nicht alleine bin. Ich schwanke immer hin- und her. Morgen zb. treffe ich und meine Tochter uns mit einer Kollegin von mir zum Kaffee trinken. Eigentlich mag ich die Person und doch finde ich sie anstrengend. Trotzdem hab ich zugesagt, weil diese Person mich gefragt hat. Weil ich ja schlecht "nein" sagen kann. Ich glaube, dass ich noch viel zu tun habe von wegen "was tut mir gut". Grrr ich ärgere mich in diesem Moment selber über mich...

    Liebe Silberstreifen,

    Ich kann Dir nur von meiner Seite sagen, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie so viel Schlaf gebraucht habe, wie in den letzten Monaten. Ich war auch ständig erschöpft. Aber, es wird immer besser. Ich achte derzeit extrem auf meine Ernährung und trinke viel Wasser. Ich gönne mir kleine Auszeiten, ich gehe viel an die frische Luft, etc.

    Das Grenzen setzen und für mich einstehen übe ich immer noch.

    Gebe Dir Zeit. Schritt für Schritt und einen Fortschritt hast Du ja schon erkannt, nämlich dass Du keine Angst mehr hast.

    LG Momo

    Liebe Momo

    Ich danke dir. Du sprichst von Monaten... das heißt ich brauche wirklich mehr Geduld. Ich bin früher wirklich gern unter Leute gegangen, jetzt brauche ich sehr viel Ruhe und meine Rückzugsmöglichkeiten. Schwierig mit einem kleinen Kind das natürlich gerne draussen unter anderen Kindern ist und auch jedes Recht drauf hat. Dieses Wochenende geht sie einen Nachmittag lang zu einer Freundin die ein gleichaltrigen Kind hat und ich werde mich für einen Spaziergang aufraffen. Das tut wirklich gut, da hast du recht. In den Auszeiten schaffe ich es noch nicht mich zu entspannen. Zwar bin ich dauermüde, aber entspannen ist eben schwierig. Mein Gedanken geben keine Ruhe. Ich werde mir vornehmen mich selber nicht zu hetzen und darauf zu vertrauen, dass die Erschöpfung mit der Zeit nachlässt. Danke nochmals fürs Teilen :-).

    ...Das kann natürlich sein. Vielleicht hatte ich mich an diesen Zustand gewöhnt gehabt. Ich dachte einfach, dass ich mich schneller "erhole". Ich versuche ein wenig Energie zu tanken mit Spaziergängen. Ausserdem nehme ich seit 2 Wochen Tropfen gegen depressive Verstimmungen. Geduld war noch nie meins... hoffe einfach, dass ich mich "überhaupt" erhole. Ich kenne Leute die aus verschiedene Gründen "ausgebrannt" waren und sich auch nach Jahren nicht mehr richtig erholen konnten. Das finde ich ziemlich erschreckend :-/