Beiträge von NovaSol

    Gute Frage Stern, ich habe da mal drauf rumgedacht. Ich denke ich habe gegen die Versuchung gekämpft, die ganzen Sorgen, die Ängste und den Druck mal für ein paar Stunden zu vergessen. Also wenn ich es umreißen müsste: pulle auf, Kopf aus! Es nicht zu tun, war eine rein rationale Entscheidung. Schöner wäre es natürlich gewesen, wenn dieser Gedanke als Bewältigungsstrategie gar nicht erst aufgekommen wäre. Wie ich da nun konkret rangehe, weiß ich noch nicht. Ich werde das Thema morgen mit in die Gruppe nehmen. Danke fürs draufstubsen, manchmal sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht und die Frage, warum mein Kopf diese Karte überhaupt wieder zieht und mir anbietet, ja da sollte ich nochmal ran.

    Hallo ihr Lieben, ich wollte mal wieder ein Lebenszeichen da lassen. Die letzten Wochen waren wild aber ich habe nicht getrunken. Nun ist erstmal alles organisiert und geregelt, was mit meiner Mutter zusammenhängt und ich komme zur Ruhe. Nicht zu trinken war meiner Meinung nach nicht nur hilfreich, sondern existenziell. Ich hätte meiner Mutter keine Stütze bei den diversen Terminen sein können, wenn ich die ganze Zeit verkatert gewesen wäre. Es gab zwei Situationen, in denen ich mir zu gerne eine Flasche „reingedreht“ hätte. Beide male habe ich den suchtdruck klar kommuniziert und mein Liebster war mir eine große Hilfe. Ein mal bat ich ihn, mich zu einer Gruppe zu fahren (nicht meine stammgruppe aber eine, die grade greifbar war) das andere mal hat es gereicht, mit ihm zusammen einen Spaziergang zu machen und uns danach mit Chips und Schokolade aufs Sofa zu kuscheln und zum 97.372 mal Harry Potter anzuschauen. Ich bleibe also am Ball, gehe inzwischen gern in meine Gruppe, kommuniziere, wenn ich kämpfe und probiere unterschiedliche Bewältigungsstrategien aus. Da habe ich festgestellt, dass -jedenfalls bei mir- nicht immer das gleiche hilft. Aber mein Werkzeugkoffer ist gut gefüllt und ich marschiere auf 80 nüchterne Tage zu.
    Habt alle einen schönen Abend 🌆

    Guten Abend ihr Lieben. Die letzten Tage waren die reinste Qual. Ich bin mit meiner Mama von Termin zu Termin gerammelt. Heute wurde der Port gelegt und in kürze startet die chemo. Morgen rasiere ich ihr den Kopf und es bricht mir das Herz. Ich habe solche Angst, kann kaum schlafen, von essen will ich gar nicht reden. Zum Glück hat der Krebs noch nicht gestreut aber mir kommen immer wieder satzfetzen der Ärzte in den Kopf. Schnell wachsend, sehr aggressiv, streut gern. Sie ist so tapfer und ich will es auch sein. Habe nur ein mal vor ihr geweint und ansonsten meine Tränen runtergeschluckt. Ich will nicht, dass sie MICH trösten muss. Die Selbsthilfegruppe letzte Woche hat mir gut getan. Habe sehr offen über die momentane Situation gesprochen. Was mir nicht klar war ist, dass es in meiner Stadt eine Anlaufstelle gibt zu der ich jederzeit gehen kann. 365 Tage im Jahr 24/7. Ich habe mir die Adresse mitgenommen und sie hängt am Kühlschrank und ich werde nicht zögern dort hinzugehen, wenn es notwendig ist. Mein Mann ist eine große Stütze. Redet mit mir, wenn ich möchte, lässt mich, wenn ich es brauche. Ich fühle mich traurig und ausgelaugt aber trotzdem stabil. Bald sind die zwei Monate voll und ich bin ein bisschen stolz, dass ich diese Katastrophe nicht als Rechtfertigung hergenommen habe, um alles wieder mit dem Hintern einzureißen, was ich die letzten zwei Monate in kleinen Schritten erreicht habe.

    Ich hoffe euch geht es gut, habt einen schönen Abend.

    Vielen Dank ihr Lieben. Davon werde ich ganz sicher Gebrauch machen. Spätestens wenn die chemo losgeht. Das war beim letzten Mal wirklich schlimm meine starke, fröhliche Mutti so zu sehen. Ich wurde gut aufgefangen und hoffe dann auch die stärke zu haben, um sie zu stützen, wenn sie mich braucht. Ich werde mit Argusaugen auf mich achten. Grade jetzt!

    Hallo zusammen, nur ganz kurz: ich bin weiter in der Spur, habe aber grade viel zu verdauen. Bei meiner Mutter wurde (wieder) Krebs diagnostiziert. Wir haben das als Familie vor einigen Jahren schon mal durchgestanden und werden es auch nochmal in Angriff nehmen müssen aber diesmal fühle ich mich besser „vorbereitet“. Ich weiß, was kommt, ich werde jederzeit fahrtüchtig sein, ich kann mich bei den Arztgesprächen besser konzentrieren. Letzte Woche Donnerstag kam das Ergebnis, der größte Schock hat sich gelegt. Ich freue mich, dass der erste Gedanke nicht war, dass ich sofort einen Drink will, sondern, dass ich auf der Stelle meinen Liebsten anrufe. Es geht mir den Umständen entsprechend gut und saufen würde an der Erkrankung meiner Mutter nichts ändern. Ich fühle mich stabil und werde das Thema heute mit in die Gruppe nehmen.

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    In deinem ‚naja‘ klingt Wehmut.
    Warum?
    Raclette ist toll. Spiele sind toll. Raketen sind toll.
    Und nüchtern ‚gute Nacht‘ ist der schönste Jahresabschluss, den es gibt.
    Freu dich drauf.

    Wehmut, Mhmmm ja vielleicht. Ich muss mal in mich gehen, wo dieses Gefühl des Mangels jetzt herkommt. Bisher war Silvester halt immer groß. Und ich habe insbesondere den Part VOR der Party total genossen. Das chic machen (lassen), die Vorfreude aufs Tanzen und ausgelassen sein. Auf der Party selbst, war es mir dann eigentlich fast immer schnell zu voll, zu laut, zu viele Gespräche mit fremden Menschen. Und dann ist etwas seltsames passiert. Nach den ersten paar Drinks, war ich plötzlich weniger empfindlich. Ich konnte mit fremden interagieren, die Lautstärke war erträglich, die Müdigkeit verschwand. Also wo ich jetzt so darüber nachdenke und es versuche in Worte zu fassen…ich glaub ich mochte es mich hübsch zu machen aber das Event an sich hab ich mir dann schön gesoffen. Ergibt das Sinn? Da muss ich mal ein bisschen drauf rumdenken.

    Danke für eure Gedanken zu der Thematik. Ich habe nun die Teilnahme abgesagt. Ich weiß, dass es auf der Basis von Vernunft richtig war und trotzdem bin ich -noch- traurig. Ich könnte es jetzt schönfärben aber das bringt mir nichts. Meine bessere Hälfte fragte, worum es mir jetzt genau leid tut. Zu meiner Überraschung fiel mir als erstes ein, dass ich mich gern wieder mal verkleidet hätte. Da spricht ja nichts gegen, sprach er und verschwand auf dem Dachboden. Er hat die Ganze Halloween Deko und unsere kostümkleidersäcke vom Dachboden geholt. Kommendes Wochenende dekorieren wir innen und außen und an Halloween öffnen wir den Kindern dann eben verkleidet, auch wenn wir nur für uns sind 🙂. Darauf freue mich mich schon. Wir haben bei der Gelegenheit jetzt auch über Silvester gesprochen. Wir haben mehrere Optionen besprochen und werden nun mit einem befreundeten Paar bei uns zuhause feiern. Ganz ohne tamtam, Raclette, spiele, Rakete, gute Nacht 😅 naja es ist jetzt wie es ist. Die letzten 6 Wochen haben mir einen Vorgeschmack auf mein Leben wie es sein kann gegeben und das will ich nicht aufs Spiel setzen, nicht für eine Party (egal welcher Natur) und auch sonst will mir nichts einfallen, was sich mit Alkohol besser angefühlt hat, als ohne.

    Vermutlich habt ihr recht und ich werde wohl absagen. Aber ich sag’s wie es ist, ich bin traurig darüber und auch etwas frustriert. Ich weiß, es ist die vernünftigste Entscheidung, es ändert aber nichts daran, dass ich mich ausgeschlossen fühle. Hilft alles Nix…Große mädchenschlüpper an und tun, was sicher ist.

    Das nächste nüchterne Wochenende ist rum und ich war richtig produktiv. Wir haben eine kleines Gartenhäuschen und ich hab es abgeschliffen und komplett neu gestrichen, nun ist es ein Traum in Eierschale und Salbei 🤗. Sonntag war ich noch auf dem Flohmarkt, bei dem ich neulich so aus der Bahn geflogen bin, dass ich lieber gegangen bin. Diesmal war es kein Problem und ich hab den Bummel sehr genossen. Gestern wurden wir noch zu einer Halloweenparty eingeladen. Ich würde da wirklich gern hingehen. Die Gastgeber werden dort auch alkoholische Getränke anbieten, aber es ist eine Gruppe, die eher wenig trinkt. Ich habe noch nicht zugesagt, muss da nochmal in mich gehen. Es ist keine Veranstaltung, bei der es vorrangig ums trinken geht, ich bin aber „erst“ knapp 6 Wochen nüchtern. Mein Liebster sagte, wir gehen nur hin, wenn ich mir das zutraue. Na mal schauen, ich habe noch bis Ende der Woche Zeit, um zuzusagen.

    Startet gut in die Woche ihr Lieben

    Seit Montag hat mich das Arbeitsleben wieder und ich übe fleißig weiter Abgrenzung. Ich muss nicht durch jeden Reifen springen, der mir hingehalten wird. Grad ist die Urlaubsplanung an der Reihe und ich weigere mich dieses Mal, die Konflikte bei Überschneidungen zu lösen. Ich begleite sie -falls gewünscht- ich setze mir diesen Affen aber nicht mehr auf die Schulter. Es ist nicht mein urlaubsplan, sondern der meiner Leute und sie dürfen mich gern hinzuziehen, einigen müssen sie sich aber selbst. Tut gut und nimmt mir eine enorme Last. Mein Holder war am Dienstag bei seiner ersten Selbsthilfegruppe. Wir haben miteinander vereinbart, dass wir uns nicht nach Inhalten aus unseren jeweiligen Gruppen ausfragen aber natürlich jeder teilen darf, wenn er möchte und der andere auch bereit dazu ist, die Inhalte anzuhören. Er sagte nun also, dass ihm der Kontakt mit anderen Angehörigen geholfen hat, bestimmte gefangen und Gefühle einzuordnen und das er sich vorstellen kann, sich dieser Gruppe dauerhaft anzuschließen. Ich freue mich für ihn. Ich war gestern in meiner Gruppe und es war diesmal schon deutlich entspannter. Ich habe mich diesmal auch getraut ein bisschen zu erzählen. Mir geht es wirklich wirklich gut und auch mein Liebster scheint ruhiger zu werden. Von einem kurzen Schreckmoment möchte ich euch noch berichten. Wir waren heute bei Freunden eingeladen. Ich habe mir zum essen Wasser einschenken lassen. Als ich kurz auf der Toilette war, wurde mir vom Gastgeber mein Becher aufgefüllt. Er war aber der Meinung ich hätte Apfelsaft gehabt, also goss er diesen ein. Als ich wieder am Tisch saß, nahm ich einen Schluck, erwartete also „wassergeschmack“ und als sich der nicht mit dem deckte, was ich dann wirklich schmeckte, gabs nen synapsenkollaps 😅 Gaumen meldete an Hirn „ist kein Wasser“ Hirn meldete „muss aber!“ Gaumen meldete „ja isses aber nicht“ und ich hab vor Schreck alles wieder zurück in den Becher gespuckt. Nicht ladylike aber ich konnte es absolut nicht verarbeiten, was da los ist. Naja…lieber so, als das ausversehen, etwas im Bauch landet, was da nichts verloren hat.

    Habt einen ruhigen Abend 🤗

    Hallo zusammen,
    Ich bin nun einen knappen Monat nüchtern und auch gesundheitlich wieder auf dem Damm. Am Montag gehe ich also wirklich auskuriert wieder zur Arbeit. Heute arbeiten mein Liebster und ich noch ein bisschen im Garten und heute Abend haben wir Besuch zum grillen. Darauf freue ich mich schon. Mittwoch geht’s dann wieder in die Selbsthilfegruppe vor Ort und mein Mann hat auch eine Gruppe für Angehörige gefunden, die er sich kommende Woche ansehen will. Wir haben in den letzten Tagen viel gesprochen, er hat versucht seine Gedanken und Ängste für mich etwas greifbarer zu machen aber wir sind beide zu der Einsicht gekommen, dass wir zwar schnittmengen haben, was die Bewältigung angeht, wir aber auch wenigstens gleichgroße Bereiche haben, wo der andere keinen Einfluss hat. Er kann mich unterstützen, indem er dieses Haus weiter alkoholfrei hält aber er kann mich nicht kontrollieren. Wenn ich saufen wollte, würde ich eine Gelegenheit finden. Die Motivation es nicht zu tun, kann nur aus mir selbst kommen. Rational versteht er das, er braucht aber dafür Unterstützung von „Seinesgleichen“ die kann ich nicht leisten. Wir werden das alles hinbekommen, solange wir jeder unseren Solotanz üben und darüber den Weg zum Paartanz nicht vernachlässigen. Habt alle eine tolles Wochenende

    Natürlich fühle ich mich unwohl damit, das ändert aber nichts daran, dass ich verstehe woher dieses -sein Bedürfnis herkommt. Das das so nicht bleiben kann, darüber wurden wir uns gestern in dem Telefonat schon einig. Jetzt heißt es Wege finden. Morgen ist er erstmal wieder zu Hause und dann schaut er, welche Angebote es gibt und was ihn anspricht. Wir sind grade am Anfang dieser riesigen Veränderung und da gehört es vielleicht auch dazu hier und da über das Ziel hinauszuschießen, mal einen falschen Abzweig zu nutzen und das ist für mich okay, solange meine Abstinenz dadurch nicht aufs Spiel gesetzt wird. Das liegt aber in meiner Hand allein. Ich gestehe es ihm zu nicht alles sofort „richtig“ zu machen und solange wir im Gespräch bleiben und einen Konsens finden, ist alles für mich so ok, wie es ist.

    Heute starte ich in Tag 29, ich laufe also mit großen Schritten in den ersten nüchternen Monat ein. Gestern Abend ergab sich eine gute Gelegenheit mit meiner besseren Hälfte über das Hinterhertelefonieren zu sprechen. Wir haben gestern bis zum gute Nacht sagen 5 mal telefoniert, dann gute Nacht gesagt und 21:30 Uhr rief er dann nochmal an um zu fragen, ob ich auch die Haustür abgeschlossen habe und die Alarmanlage aktiviert ist. Ich habe ein paar Sekunden gar nichts gesagt und ihn dann vorsichtig gefragt, ob es wirklich um die Tür, die Alarmanlage, den Rasendünger, oder den Wartungsvertrag für unsere Haustechnik geht oder ob ihn etwas anderes antreibt. Tja…da ist er dann mit der Sprache rausgerückt. Er hat Angst. Natürlich arbeitet das ganze auch in ihm und er meinte, dass sich grade viele Kreise schließen und er nun viele Situationen, in denen ich „seltsam“ war, ganz anders einsortieren kann. Der knappe Monat in dem ich nun nicht mehr trinke war für ihn so schön, weil ich wieder so nahbar war, weniger verschlossen. Er hat solche Angst, dass das einfach wieder weg ist. Ich habe ihm ja erzählt, dass ich vorwiegend so viel zu viel getrunken habe, wenn ich allein war und die Anrufe sind grad für ihn das einzige Mittel, um irgendwie das Gefühl zu haben, die Situation kontrollieren zu können. Das kann ich nachvollziehen. Morgen ist er wieder da und wir haben uns jetzt darauf geeinigt, dass er heute weiter so anruft, wie er es braucht. Wenn er morgen wieder hier ist loten wir mal aus, welche Hilfsangebote es für Angehörige hier in der Gegend gibt. Eine Selbsthilfegruppe hielt er für eine gute Idee. Auf Dauer möchte ich mich nicht auf die Stufe eines Kleinkindes, welches stetiger Überwachung bedarf“ setzen lassen. Ich weiß, dass ich schuld an seinen Ängsten bin aber er muss wege für sich finden, ich welche für mich und wir welche als paar. Das sieht er genauso, also haben wir da schon mal einen Konsens. Ich bin guter Dinge, dass wir einen Weg finden, um uns da durchzunavigieren, wenn wir aufrichtig miteinander umgehen. Ich werde die eingerosteten Knochen jetzt mal ein bisschen in Bewegung bringen und eine Runde spazieren gehen. Die Sonne scheint grad noch so schön. Habt einen guten Start in die Woche.

    Ja. Als ich es ihm gebeichtet habe, sagte er, dass er bereits die Vermutung hatte, dass da etwas außer Kontrolle geraten ist ist. Es ist ja nicht so, dass ich seine Ängste nicht verstehen kann aber ich kann auch nicht mehr machen, als einzusehen, dass ich Alkoholikerin bin und alles dafür zu tun, dass ich stabil werde/bleibe. Vermutlich werden wir mal in Ruhe darüber sprechen müssen, wenn er wieder da ist. Ich bin nämlich mit meinem Handy auch nicht so verwachsen. Wenn ich weiß, dass wir sonst morgens und abends telefonieren, kann es eben sein, dass ich nach dem guten Morgen sagen das Telefon bis abends nicht mehr in der Hand habe. Ich möchte dann nicht, dass er achten läuft vor Sorge.

    Guten morgen, auch der zweite Abend allein lief gut. Ich habe gestern zwar nur Mist gegessen 😅 (Schokolade, Chips, tiefkühlgericht) aber es gibt schlimmeres. Ich bin grad vom Spaziergang mit meiner Hündin zurück und froh, dass ich kommende Woche noch nicht wieder arbeiten muss. Bin noch sehr kurzatmig. Zum Glück ist meine Hündin sehr genügsam und gab sich mit den minispaziergängen zufrieden. Nun liegt sie hier an meiner Seite und lässt sich den Bauch kraulen…wenigstens dazu ist ihr Personal noch in der Lage ☺️. Heute steht also weiterhin schonprogramm auf der Agenda.was mich ein bisschen beschäftigt, ist das meldeverhalten meiner besseren Hälfte. Normalerweise war es zu den Kinderbesuchen so, dass wir morgens und abends kurz telefoniert haben. Freitag ist er ja gefahren. Die letzten beiden Tage rief er deutlich häufiger an (statt wie sonst 2 höchstens 3 mal sind es nun doppelt soviel Anrufe), erkundigte sich nach meinem befinden (klar, kann ich nachvollziehen) aber rief dann 2 Stunden später gleich nochmal an unter irgendeinem (wie ich finde) Vorwand. Gestern haben wir gegen 20 Uhr telefoniert und uns für den Tag verabschiedet und 21:30 rief er nochmal an um zu fragen, ob ich den Ofen anbekommen habe (hä? Den hab ich schon 100 mal allein angefeuert). Ich habe den Verdacht, dass es kontrollieren will, ob ich betrunken bin. Und irgendwie piekst mich das. Ich werde ihm seine Angst nicht nehmen können aber ich fühle mich überwacht. Ich beobachte das mal die kommenden zwei Tage und werde dann wohl mal das Gespräch suchen. Und wenn er anruft um zu prüfen, ob ich nüchtern bin, dann soll er es so sagen aber mir nicht mit so komischen Zeugs um die Ecke kommen (a la…und sonst so? Steht der Kühlschrank noch in der Küche?). Vertraut er mir nicht? Gnaaaah blöd

    Hallo ihr Lieben,

    habe den ersten Abend gut gemeistert. Ich hab’s mir richtig gemütlich gemacht, ein kleines Abendessen, öfchen an, aufs Sofa gekuschelt und Pater Brown geschaut ☺️. Schön war’s. Heute Morgen bin ich eine Runde mit meinem Hund spazieren gewesen, hab gefrühstückt und nun wird wieder geruht. Bisher ist alles ruhig in mir aber ich weiß, dass sich das aus den seltsamsten Situationen heraus ändern kann. Mein Notfallköfferchen ist griffbereit und ich habe keine Angst, sos zu funken, wenn etwas sein sollte. Heute Nachmittag gehe ich nochmal ein kleines Stück spazieren und mehr wird sich heute nicht abspielen. Habt einen schönen Tag 😀

    Mein Liebster hat mir grad nochmal den Kühlschrank vollgepackt und ist nun für 4 Tage zu Besuch bei seinen Kindern. Eigentlich wollten wir zusammen fahren aber das geht ja nun nicht. So lange war ich noch nicht allein, seit ich aufgehört habe zu trinken.
    Ich hoffe, dass es in mir ruhig bleibt. Es waren ja bisher genau solche Tage, die total eskaliert sind. Unbeobachtet trinken, keiner sieht die Konsequenzen, am letzten Tag Spuren beseitigen und auf die nächste Gelegenheit warten. Mein Mann hat mir ein Häkelset vom einkaufen mitgebracht 😅, zur Ablenkung. Na mal sehen, ob er mich am Dienstag mit verknotetem Körper am Fuße der Treppe vorfindet.

    Danke für eure Sicht der Dinge. Ich muss einfach noch lernen, dass es mir eigentlich egal sein kann, was/ob jemand was auch immer in diesem Kontext von mir denkt. Jeder ist für sich verantwortlich und wie ihr schon sagtest, vermutlich ist es ihnen am Ende des Tages „egal“, da mein Thema.
    Meine Krankschreibung geht nun noch bis nächste Woche Freitag. Und das ist ok, ich habe kein schlechtes Gewissen und merke, dass ich diese Erholung dringend brauche. Ich steuere langsam auf meinen ersten nüchternen Monat zu und muss weiter bei mir bleiben und damit aufhören mich für Gott und die Welt verantwortlich zu fühlen. Ich war noch nie 2 Wochen krankgeschrieben. Ich glaube in den letzten 17 Jahren waren es insgesamt nicht so viele Tage. Aber das ist nichts, was ich mir wie einen Orden an die Beist heften sollte, denn ich bin mehr als einmal wirklich doll krank ins Büro. Da wirste alt wie ne Kuh und lernst immernoch dazu 😜. Mir gehts jedenfalls soweit gut. Ich wurde übernächstes Wochenende zum Oktoberfest eingeladen…Habe abgelehnt, auch wenn ich noch nie dort war und es mir gern einmal angesehen hätte aber das ist mir zu heiß und ich habe mir die Empfehlungen hier aus dem Forum zu Herzen genommen. Das Oktoberfest ist nun mal eine Veranstaltung auf der hauptsächlich getrunken wird, also bin ich raus. Habt alle einen schönen Tag und ein tolles Wochenende