Beiträge von Juno_Jupiter

    Gestern war ich irgendwie noch so gefestigt und froh über den Kontaktabbruch. Heute fühle ich mich nicht mehr gut.
    Meine Mutter ist der Meinung, dass er mein Handeln nicht versteht und ich sollte wenigstens die Gründe kommunizieren.
    Für mich sind die absolut klar. Für ihn nicht?
    Er schreibt jetzt immer meinem Mann. Der antwortet sehr selten. Aber das bedeutet, dass ich ihn automatisch zum Dreh- und Angelpunkt mache und das möchte ich keinesfalls.

    Soll ich ihm doch schreiben? Alles erklären? Klare Worte finden? Grenzen ziehen?
    Die Gefahr eingehen, dass es ein Hin- und Hergeschreibe gibt und ich mich wieder in die Gefahr der Manipulation begebe? Puuuuuh ich weiß es nicht!

    Long Story Short: Ich habe gehofft, gefleht, geweint, gemacht und getan und trotzdem, obwohl ich ihre einzige Tochter bin, sie alles verloren hat (Job, Mann, Haus, Auto), hatte sie kein einsehen. Die Krankheit ist so unglaublich schwer. Die Sucht ist früher oder später der Tod.

    Liebe Landliebe ,
    das denke ich leider auch! Traurig aber wahr… Meine Hoffnung ist inzwischen auch nahezu bei 0, dass es irgendwann eine Happy End geben könnte.

    Seepandarine

    Ich habe deine Antwort schon vor ein paar Tagen gelesen und musste ganz schön schlucken, denn du hast Recht! Bei genauerer Betrachtung gab es unzählige Situationen mit „schrägen“ Vibes. Manche davon sind mir im Gedächtnis als wäre es erst gestern gewesen und sie ploppen immer mal so auf. Vielleicht spielt mir da auch meine eigene Wahrnehmung einen Streich.

    Ich bin jetzt seit 2 Wochen ohne Kontakt und es tut schon jetzt so gut! Diese Baustelle belastete mich so dermaßen (das tut sie immer noch, aber im Vergleich zu vor 2 Wochen liegen hier Welten dazwischen.)
    Er hatte mir in dieser Woche noch eine WhatsApp geschrieben. Bis jetzt hatte er überhaupt kein WhatsApp, aber er hat sicher bemerkt, dass die SMS nicht mehr durchkamen. Auch hier habe ich konsequent blockiert.
    Meinem Mann hat er gestern eine Nachricht geschrieben, die an mich gerichtet war.
    Er entschuldigte sich. Wofür? Stand nicht drin. (Ich wüsste da so Einiges). Ich solle mich doch melden, alle seien traurig. Wer weiß, wie lange die Eltern noch leben werden.

    Und da ist er wieder. Dieser Druck, das Abwälzen der Verantwortung auf Andere, der Versuch, ein schlechtes Gewissen zu machen .


    Habe meinen Mann nun gebeten, mir sowas nicht mehr zu zeigen.

    Eigentlich wollte ich meinem Vater einen Brief schreiben, um meine Beweggründe nochmal zu erklären, aber dazu habe ich, ganz ehrlich, gerade überhaupt keine Lust. Ich hatte ihm vor 2 Jahren schon mal beim letzten Kontaktabbruch einen geschrieben. Das tat mir zwar gut, aber führte bekanntlich auch zu nichts.

    Hallo Landliebe ,

    darf ich fragen was letztes Jshr bei dir vorgefallen ist, dass das Konstrukt zusammengebrochen ist und was ist danach passiert?

    Was genau hindert dich den Kontakt zu deinem Vater komplett abzubrechen?

    Ich denke viel an früher und dass er mir trotz seiner Schwierigkeiten ein guter Vater gewesen ist, war immer für mich da und irgendwie ein richtiger Freund, nicht „nur“ eine Vaterfigur.

    Das was ich jetzt mache, kommt mir so undankbar vor.

    Liebe Linde66 ,

    Danke für deinen Zuspruch. Es fühlt sich tatsächlich nicht richtig an. Ich habe meinen Vater auf meinem Handy sogar blockiert, weil ich weiß, dass er mich sonst anruft. Einmal hat er mich vom Handy meiner Mutter angerufen und sich für Weihnachten entschuldigt. Er wolle sich mit mir treffen und das Kriegsbeil begraben. Aber so einfach ist das doch nicht!?!

    Hallo,

    ich bin Juno und ein EKA.
    Bei meiner Anmeldung habe ich einen sehr langen Text geschrieben, den ich dann bereut habe und deshalb hatte ich damals die Admins gebeten, diesen zu löschen. Irgendwie wollte ich mir wohl alles von der Seele schreiben.

    Seitdem lese ich mit und kommentiere manchmal was. Mir fehlte der Mut, einen eigenen Faden zu erstellen. Aber jetzt brauche ich euch.

    Mein Vater ist schon sehr lange alkoholabhängig (25-30 Jahre?) und meine Mutter eine Co.
    Ich habe meinen Vater sehr geliebt. Eine schlechte Kindheit hatte ich nicht. Seit ca. 4-5 Jahren ist es aber mit dem Alkohol sehr dramatisch geworden. Das volle Programm. Eine Langzeittherapie hat er auch gemacht, aber leider ohne Erfolg.
    Der Alkohol macht ihn zu einem ganz anderen Menschen. Er ist nicht mehr der, der er mal war. Ich hatte vor 2 Jahren für ca. 4 Monate keinen Kontakt, ihn aber dann wegen der Therapie wieder aufgenommen.
    Die EKAs kennen das sicherlich, dass man immer ein Stück hofft, das Vertrauen dann missbraucht wird und am Ende sowieso alles so bleibt wie es war.
    So langsam merken auch meine Kinder, dass mit ihrem Opa irgendwas nicht stimmt. Treffen müssen kurzfristig abgesagt werden, Verhalten muss erklärt werden und das immer mit einer Lüge. Die Kinder sind noch klein. Ich will sie nicht belasten.
    Weihnachten ist auch ins Wasser gefallen und nun habe ich erneut beschlossen, den Kontakt abzubrechen, weil ich hoffe, dass die Last dann von mir fällt.
    Mir fällt das viel schwerer als vor 2 Jahren. Keine Ahnung warum.
    Man leidet, man zittert, man bebt, man ist wütend und traurig, es ist ja der früher so liebe Papa und doch weiß man genau, dass man den Rücken kehren muss. Die Möglichkeit etwas zu ändern, existierte lange genug.
    Ich lese seit dem 24.12. jeden Tag mehrfach hier, um mich darin zu bestärken, dass es das richtige ist. Das kostet sehr viel Kraft und Zeit, die ich eigentlich im Hier und Jetzt sein will, aber mein Kopf ist ganz woanders.

    Liebe Grüße vom Jupiter.

    Heißt: Ich akzeptiere radikal, dass meine Mutter so ist wie sie ist und lasse die Verantwortung für ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen bei ihr.

    Danke für den Gedanken. Ich habe ihn jetzt eine Weile in mir getragen und bin damit auch ein Stück gegangen. Das hat tatsächlich geholfen auch weniger Wut in mir zu tragen und die Dinge gewissermaßen mit Abstand zu sehen.

    Und noch etwas:
    Nach einem Vorfall am 25. habe ich seine Nummer blockiert. Noch geht es mir nicht so gut damit wie ich es erhofft hatte, aber kommt Zeit, kommt Rat?

    Mir sind bei einem Treffen gestern wieder einmal die Gemeinsamkeiten von Verhaltensweisen von Abhängigen aufgefallen. In dem Fall habe ich die Verhaltensweisen meiner Mutter als Co- Abhängige erlebt.

    Würdest du dazu noch Näheres schreiben? Mich interessiert, was du beobachtet hast. Vielleicht hilft es mir ja auch.

    Liebe Grüße vom Jupiter

    Liebe Johanna89 ,

    ich habe deinen ganzen Faden gelesen und noch viele weitere von Co-Frauen. Ich bin eine EKA und das Thema spielt seit über 30 Jahren in meinem Leben eine Rolle. Ich lese viel bei den Co‘s, weil ich auch diese Seite gern verstehen möchte, verstehen möchte, warum meine Mutter die Sucht meines Vaters seit so langer Zeit trägt, was sie bei ihm hält, warum man die Erniedrigungen über sich ergehen lässt, ständig Hoffnung schöpft, Enttäuschungen überlebt, zwar weiß, dass jede Liebesbekundung Bull-shit ist und sie trotzdem in sich aufsaugt.

    Du hast ein Kind und am Anfang erwähnt, dass es den Papa sehr liebt. Ich habe meinen Vater abgöttisch geliebt. Ich würde sogar sagen, dass wir beste Freunde waren. Und doch habe ich erst jetzt als Erwachsene verstanden, welchem psychischen Druck er mich ausgesetzt hat. Beispiele dafür hätte ich genug. Als ich älter war, habe ich sein Problem erst erkannt und da war ich aber selbst schon in der Co-Abhängigkeit (glaube ich im Nachhinein) zumindest.

    Bitte stehe für dein Kind ein, denn was hat es denn in dem Zusrand von seinem Vater? Du kannst die Situation lenken und die Zukunft deines Kindes gestalten.

    Liebe Grüße

    Liebe releaseme meine Erfahrung aus 30 Jahren alkoholabhängigem Vater und Co-Abhängiger Mutter haben mich gelehrt, dass es für SEIN Schicksal keine Rolle spielt, ob du ihm da „beistehst“ und mitgehst oder nicht. Das Ergebnis wird kein anderes sein.
    Aber für DICH macht es einen Riesen Unterschied. Wenn du mitgehst, ziehst du dich erneut in eine Verantwortung, die du nicht tragen musst. Tu es nicht!

    Meine Mutter war überall dabei: Langzeittherapie, Krankenhausbesuche, endlose Listen irgendwelcher Besorgungen abgearbeitet… Ergebnis: alles beim Alten.

    Liebe Anthurie ,

    ich habe deinen Strang gelesen. Ich musste zwischendurch immer mal wieder aufhören. Es gibt sehr viele Gemeinsamkeiten mit meiner Geschichte.

    Du scheinst schon ein ganzes Stück weiter zu sein als ich. Herzlichen Glückwunsch dafür, auch wenn man immer denkt, dass man noch weiter sein könnte, aber Schritt für Schritt.

    In letzter Zeit habe ich mich sehr abgekapselt, aber trotzdem lese ich seit 1 Woche wieder im Forum. Das zeigt mir auch, dass wieder etwas nicht stimmt. Gestern kontaktierte mich mein Vater. Mein erster Gedanke beim Blick auf das klingelnde Telefon „Ach du sch…“

    Das Gespräch war nicht gut. Vorwürfe. Ich würde die Enkel entziehen. Diejenige, die ich bestrafe, sei meine Mutter. Sie weine nun. Manipulationen ohne Ende. Zwischendurch immer wieder wutentbrannt aufgelegt. Ich wollte es aber richten, damit meine Mutter am Abend nicht zu leiden hat. Also gute Miene zum bösen Spiel. Gezittert, Beleidigungen, Lügen gehört und … Der gesamte Gesprächsverlauf kam mir sehr bekannt vor. Als hätte ich ihn haarklein genauso schon einmal erlebt, vor ein paar Jahren. Er war seit Tagen nüchtern. Das hörte ich. Genau das macht mich aber irgendwie noch mehr fertig. Er tätigte seine Aussagen in vollem Bewusstsein. Unfassbar. Am Schluss wieder nur seine Sicht der Dinge. Wie er sich betrunken fühlt. Ein tolles Gefühl muss das sein. Es gab nur Positives, man sei so stark. Alle Probleme überwindbar. Aber jetzt sei er trocken, für uns! Ach nein, für sich (Das was Therapeuten eben hören wollen. Darin ist er ganz groß. Er verarscht alle.) Die Großspurigkeit, von der du schreibst, kenne ich auch. Er ist allwissend, alle Anderen dumme Lämmer. Und auch ich habe dieses Verhalten sehr lange als ganz normal empfunden und es auch teilw. adaptiert. Interessant, dass es bei dir genauso ist. Und erschreckend, dass es im Krankenhaus die anderen 3 Alkoholabhängigen auch zeigten. Das war mir vorher irgendwie nur am Rande bewusst und jetzt ergibt es ansatzweise einen Sinn, den ich für mich selbst auch noch weiter ergründen möchte.

    Diese ganzen Erkenntnisse haben mich so zurückgeworfen!!! Alles wurde gestern so präsent. Wie alles gewesen ist.

    Ziemlich genau vor einem Jahr hatte ich den Kontakt schon einmal abgebrochen, für ein halbes Jahr. Ich habe mich aber nicht so befreit gefühlt wie ich dachte. Habe auch immer wieder Infos von meiner Mutter bekommen, viel zu viele. Ich hatte ihr das auch mitgeteilt. Und so wie Seb25 habe ich es noch nie betrachtet. „… braucht der Co auch jemanden für seine emotionalen Bedürfnisse.“ Aber ja klar!

    Wie hast du geschafft, den Kontakt dauerhaft abzubrechen? Mir graut es vor dem Moment, wenn ich es aussprechen MUSS. Ich kann auflegen, wohne weit weg. Aber er stand auch schon betrunken vor meiner Tür. Ich musste ihn rauswerfen und 2h lang wieder nach Hause fahren. Ich weiß noch nicht mal wie er überhaupt ohne Auto kommen konnte. Und jetzt ist Weihnachten. Er wird sich nicht fern halten, wobei ich ihm schon gesagt habe, dass wir in den Urlaub fahren (was aber nicht so ist).

    Ich sehne mich so sehr nach emotionalem Abstand. Es klingt hart, aber ich wünschte er wäre tot. Dann hätte das Leiden für alle, auch für ihn endlich ein Ende. Und doch wäre es zu einfach.

    Ich habe noch keinen eigenen Faden, überlege aber einen zu eröffnen. Es kostet mich noch zu viel Überwindung einen zu eröffnen, weil man dann natrülich nochmal ganz anders im Fokus steht.

    Ich glaube du vergisst, dass es auch deren Beziehungskram ist. Eltern-Kind-Beziehung eben.
    Ich bin manchmal schockiert, verärgert, traurig, verständnislos (ab und zu auch alles gleichzeitig), dass der alkoholabhängige Partner, der allen so viel Leid bringt, noch immer an erster Stelle steht und sich Kinder und Enkel hinten an stellen müssen und man in Kauf nimmt, keine Beziehung zu diesen zu haben, obwohl man selber leidet wie ein Schwein (sorry für diesen Ausdruck) und eigentlich ganz genau weiß was Phase ist.

    Liebe releaseme , ich habe dir in einem anderen Verlauf eine Nachricht hinterlassen ohne zu wissen, dass du hier einen eigenen hast.
    Deshalb schreibe ich hier nochmal einen ähnlichen Inhalt.

    Ich bin eine EKA und kann dir nur dazu raten, schnell Nägel mit Köpfen zu machen. Deine Kinder leiden gerade und das ist nur der Anfang. Schütze sie und verlasse IHN besser gestern als morgen. Ich weiß selbst was es mit einem Kind macht, den Papa so zu sehen. Er spielt seine Psychospielchen mit ihnen und er wird es auch weiter tun.
    Obwohl ich weiß, dass es nicht richtig ist, so bin ich doch zunehmend zorniger auf meine Mutter geworden(30 Jahre sind vergangen). Die Schuldzuweisungen, die mein Vater einen Großteil meiner Kindheit gegenüber meiner Mutter getätigt hat, haben sich auch bei mir manifestiert. Ich war wirklich häufig der Ansicht, dass meine Mutter Schuld an allem ist. Ich war ein Kind. Ich wusste es nicht besser.

    Bleibst du bei ihm, wirst du irgendwann vielleicht allein sein, wenn sich deine Kinder VIELLEICHT von dir abwenden, weil sie erkennen, dass du ihnen hättest alles ersparen können, es aber nicht getan hast.

    Simsalabim

    releaseme

    Ich habe eure Beiträge gelesen.

    Ich bin eine EKA.

    Simsalabim

    Mich würde interessieren, ob du Kontakt zu deinen erwachsenen Kindern bzw. den Enkeln hast? Ich habe sehr oft darüber nachgedacht, zu meinen Eltern den Kontakt abzubrechen. Zu meinem Vater hatte ich ihn auch kurzzeitig abgebrochen. Mit meiner Mutter hatte ich regen Kontakt, der ab nun sehr wenig vorhanden ist. Grund ist der Alkoholkonsum meines Vaters. Ich habe das Gefühl, dass sie den Kontakt zu mir einschlafen lassen, zumindest melden sie sich sehr wenig. Ich finde es paradox, dass man den alkoholabhängigen Partner dem Rest der Familie vorzieht (bin Einzelkind). Man nimmt in Kauf, zu seinen Enkeln keine Beziehung aufzubauen, weil man es nicht schafft, sich vom Partner zu lösen.


    @realeasme

    Weil du hier auch geschrieben hast, möchte ich dir aus der Sicht eines EKAs etwas auf den Weg mitgeben.
    Ich habe meinen Papa als Kind geliebt und doch wünschte ich im Nachhinein, dass ich diese nasse Phase nie hätte miterleben wollen. Rette deine Kinder, erspare ihnen das ganze Leid. Sie werden es später verstehen.

    Ich weiß, dass ich vielleicht leicht reden habe, schließlich muss ich keine langjährige Partnerschaft beenden, aber jemand schrieb in diesem Verlauf, dass man den einst geliebten Menschen irgendwo in seinem Kopf beerdigen muss. Ich hab das mit meinem Papa auch gemacht. Früher war früher und heute ist er eben ein anderer Mensch, den ich so in meinem Leben nicht haben möchte, obwohl man sich wünscht, dass die Tür aufgeht und der Frühere vor einem steht. Aber das wird nicht passieren!!!!! Ich für meinen Teil kann das, was innerhalb der letzten 30 Jahre passiert ist, nie mehr vergessen.

    Ich wollte noch was ergänzen:

    Wut habe/hatte ich auch nicht. Ich weiß nicht, ob es Verzweiflung, Machtlosigkeit oder vielleicht sogar Erschöpftsein besser trifft. Momentan ist es sicherlich Erschöpftsein. Manchmal stelle ich mir vor wie ich einfach wegziehe und niemandem sage wohin. Meine Kinder würde ich mitnehmen.
    Ich glaube aber, dass selbst dann das Familientrauma nicht überwunden wäre. Obwohl ich kaum darüber rede, gebe ich meinen Kindern diese Bürde mit. Das macht mich total fertig…

    Traumatisiert ist doch am Ende jedes EKA, oder?

    Diese Frage beschäftigt mich schon seit längerer Zeit.

    Hallo Pia, deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor. Mein Papa hat sich während meiner Kindheit viel um mich gekümmert, aber sein Wohlergehen war stets (laut ihm) abhängig von meinem Handeln. Das ging soweit, dass er sich die Pulsadern aufgeschnitten hat als ich meinen ersten richtigen Freund hatte.

    Nach Jahren hatte ich den Kontakt abgebrochen. In dieser Zeit war er stationär. 3 Wochen nach Entlassung wieder getrunken. Dann Monate schlimmer denn je. Dann unbegleiteter Entzug. 3 Monate später wieder getrunken und da stehe ich jetzt.

    Man hofft eben immer, aber letztendlich glaube ich nicht, dass er es jemals schaffen wird.

    Dieses Thema hat einen so großen Raum in meinem Leben, obwohl ich das nicht möchte. Ich komme auch nicht raus.
    Habe mir fest vorgenommen, Weihnachten nicht zuhause zu sein, damit kein Besuch stattfindet. Das ist wirklich traurig, dass man flüchten muss, obwohl ich auch eigene Kinder habe und ihnen damit kein Weihnachten zuhause ermöglichen kann. Aber das letzte Osterfest, bei dem er auch ungeplant auftauchte, veranlasst mich dazu.