Ich möchte nicht ohne Mann sein
Warum? Geh da mal rein.
Ich möchte nicht ohne Mann sein
Warum? Geh da mal rein.
Mimi Fiedler
Hab eine Reportage mit ihr gesehen. Da hat nicht mal der Partner gemerkt dass sie trinkt- wie krass man sich da verstellt. Danke für den Tipp!
Manche sagen auch: Der Dry January hat mir so gut getan, dass ich einfach dabei bleibe.
Genau so habe es ich das gerade einem Kollegen erzählt. Nur mit ‚dry June‘- der steht mir nicht nah und da reicht das. Ich find auch gut, wenn man keine Erklärung braucht. Meistens ‚braucht’ man die bei Leuten die selbst sehr viel trinken und selbst da ist man niemandem Rechenschaft schuldig. Nein Danke ich trinke keinen Alkohol und fertig.
Bei mir wissen es auch nur die engsten Personen. Auf der Arbeit will ich auf keinen Fall das es publik wird- da trinken aber auch viele keinen Alkohol und es fällt nicht auf.
Wichtig ist dass ich Orte meide, wo ich früher nur zum Trinken hin bin (Kneipen, bestimmte Treffen von Freunden).
Wenn ich an meiner ehemaligen Stammkneipe zufällig vorbei fahre und vor der Tür immer noch die selben betrunkenen Leute stehen sehe, mit denen ich vor noch gar nicht langer Zeit gesoffen habe, werde ich ganz und gar nicht wehmütig, sondern denke ‚den Mist hast du hinter dir‘.
Nach und nach wird sich der Alltag verändern. Jetzt aber erst mal atmen, viel Wasser trinken, dir gutes tun!
Und zuletzt: die Zwecksgemeinschaft ist alkoholfrei.
Das ist positiv.
Ich gehe mit besagter Freundin gerne mal Gassi usw., was ich jetzt natürlich erst mal nicht mehr kann.
Warum nicht? Klar völlig übergriffig, bescheuert und falsch von ihm, aber warum die Chance nicht nutzen und offen mit ihr reden? Vielleicht tut es gut!
Ich möchte aber tief in mir einfach RAUS!!!!
Das ist doch mal ne Aussage. Ich oute mich hier auch mal als Beziehungsgestörte. Jahrelang suchte ich nach einer guten Beziehung und lief einer Granate nach der anderen in die Arme.
Bis ich mich ernsthaft fragte, was genau eine Beziehung für mich besser machen sollte, was ich auch nicht alleine gut machen kann???
Heute kaufe ich mir z.B. regelmäßig schöne Blumen, statt vergeblich drauf zu warten dass irgendein Partner es tut.
Was steckt hinter dieser Vorstellung unbedingt einen Partner zu brauchen?
Bei uns Frauen wird von Teilen der Gesellschaft das verpartnert sein als Wertungsmerkmal gesehen. ‚Die hat keinen abgekriegt‘ ist ein verheerendes Urteil.
Ich habe großen Respekt vor Frauen, die sich dem widersetzen und einfach für sich sagen ‚schön, liebe Gesellschaft, ihr haltet mich ohne Mann für ein defizitäres Wesen, aber ich sehe das vollkommen anders und mach es mir schön‘.
Überleg mal für dich: Willst du echt diesen stressigen Typen oder willst du nur nicht ohne Mann sein? Und wenn, dann: Warum genau?
Das soll nicht despektierlich sein- ich habe mir genau diese Frage auch selbst schon gestellt und gemerkt dass ich nicht so unabhängig von dem Urteil der Gesellschaft bin wie ich das gerne wäre. Ich arbeite dran und lade dich herzlich ein, mitzumachen.
Herzlich willkommen auch von mir. Konsumiert die Person in deiner Zweckgemeinschaft Alkohol?
Klingt nicht optimal aber erst mal auf die Füße kommen. Mensch du hast ja schon einiges hinter dir. Bist du wegen der psychischen Erkrankung in Behandlung? Ich frage weil ja auch Therapeuten geeignete Ansprechpartner zur Begleitung der ersten Schritte in der Nüchternheit sind.
Wenn man Alkohol so wie du offenbar vor allem als Skill benutzt hat, ist ein guter Notfallkoffer Gold wert. Und der ist ja gepackt. Gut dass du es angehst- und ja, die ersten Schritte sind immer wackelig.
Gutes Ankommen hier!
Säuferlaube" ein
Ging mir exakt genauso. Kannst du nicht vorübergehend wo anders unterkommen um mal Abstand zu gewinnen? Ich stelle mir eine Gartenlaube auch gerade nicht so gemütlich vor. Einfach mal Freunde besuchen und wenn es nur ein Wochenende ist? Du musst mal Abstand rein bekommen und vielleicht auch mal mit einem guten Freund über deine derzeitige Lage sprechen (ich glaube entgegen allen Klischees machen auch Männer sowas und das tut gut).
Ich finde das Zitat jetzt nicht mehr aber du bezeichnest dich als stark weil du deine Bedürfnisse nicht in den Mittelpunkt stellst. Ich finde aber du darfst deine Bedürfnisse ab und zu in den Mittelpunkt stellen- vor allem dein wichtigstes Bedürfnis nach einem alkoholfreien Umfeld. Vielleicht hilft da erst mal innere Klarheit zu bekommen und dann freundlich aber klar deine Wünsche an deine Frau zu formulieren. Irgendwie hab ich das Gefühl du lässt dich da schnell abwimmeln und ziehst dich in dein Schneckenhaus (=Laube) zurück. Aber das bringt ja auf Dauer Nix.
Hast du denn auch Freunde oder andere Bezugspersonen, die nicht trinken, bzw. die kein Problem damit haben, nicht zu trinken wenn sie mit dir zusammen sind?
Für mich war auch wichtig, dass ich meinen Fokus auf Unternehmungen lege, die nichts mit Alkohol zu tun haben. Früher fanden meine Wochenenden nur abends/nachts statt. Ich zog um die Häuser und schlief tagsüber den Kater aus.
Heute treffe ich mich am Wochenende tagsüber mit Freunden um Dinge zu unternehmen und bin früh im Bett.
Das war schon erst mal seltsam Freitag Abend um 23:00 Licht aus. Früher wäre das nicht passiert ist aber das neue normal.
So verändert sich eben richtig was im Alltag und in den Beziehungen.
Ich habe z.B. gemerkt, dass meine Beziehung ohne Alkohol irgendwie nicht mehr funktioniert- obwohl sie doch eigentlich hätte besser werden müssen (dachte ich).
Aber eben auch das kommt auf den Prüfstand- mit völlig offenem Ende.
Selbst Beziehungen bei denen sich der Partner ewig wünscht, dass der Angehörige endlich aufhört zu saufen, merken, wenn es dann echt so ist (eigentlich der 6er im Lotto), die Luft irgendwie raus ist.
Kann aber auch anders sein und nach einer Weile ‚zurecht ruckeln‘ läuft es besser denn je.
Offen reden ist da sehr wichtig.
Also wenn ihr im geschlossenen Bereich nicht schreiben könnt möchte ich nicht dahin verschoben werden
Du kannst in beiden Bereichen schreiben. Die meisten hier schreiben im Geschlossenen, so bald es möglich ist. Man muss bedenken, dass hier jeder mitlesen kann und man leicht identifizierbar ist, wenn man persönliches erzählt. Ich kann es dir nur empfehlen- gerade weil es auch um deine Partnerin geht, die ja nicht nach ihrem Einverständnis gefragt werden kann. Ich würde mich freuen dich im geschlossenen zu sehen!
Weggabelung und muß mich entscheiden wohin die Reise geht, darum geht es mir schlecht, wir haben ja beide einiges falsch gemacht.
Puh! Schwer. Denk daran, dass du diese Entscheidung nur nüchtern treffen kannst und vor allem die Entscheidung nur nüchtern gut aushalten wirst.
zur Entscheidung selbst kann ich dir nix raten, aber ich kenne einen Trick. Wirf eine Münze. Kopf ist Entscheidung A Zahl Entscheidung B. Wirf die Münze und achte auf deinen ersten Impuls, wenn du das Ergebnis siehst. Bist du enttäuscht? Wähle die andere Variante.
Klingt hart, weil es um eine Beziehung geht. Aber es geht darum eine Verbindung zu den eigenen Gefühlen einer Entscheidung gegenüber zu bekommen, die man schon sehr lange überdenkt.
ich merke das meine Abstinenz für viele ein großes Problem ist
Denke mal darüber nach für wen genau. Ich habe gemerkt, dass sich automatisch Menschen von mir entfernen, die sowieso nur mit mir trinken wollten.
Leute die ich in Kneipen getroffen hab z.B.
Ja das Umfeld verändert sich. Das kann schmerzhaft sein aber auch heilsam. Leicht ist es nicht, aber dafür bist du hier.
Deine Nüchternheit ist so wertvoll dass sie über Kontakten zu Menschen steht, die nicht aushalten, in deiner Gegenwart nicht zu trinken. Und ja, du hast ein gutes Recht darauf, das unangenehm zu finden.
übertriebe ich oder hat er wirklich eine Sucht?
Diese Frage findest du bei Angehörigen hier sehr sehr oft. Wir Alkoholiker haben die Regel: Wenn man sich fragt ob man ein Alkoholproblem hat, liegt die Antwort schon auf der Hand.
Vielleicht ist es ja bei Angehörigen genauso? Warum solltest du dir das ausdenken? Und selbst wenn- denken wir diesen Gedanken mal radikal zu Ende- dann suchst du ja einen Grund für die Abgrenzung. Heißt aber auch dass du in dieser Beziehung unglücklich bist.
Meine Cousine trennte sich vor 10 Jahren von ihrem Mann. Sie sagte er sei Alkoholiker- alle kannten ihn als netten Familienvater und viele unterstellten ihr, dass der wahre Grund ihr Neuer sei. Auch ich, denn ich war nasse Alkoholikerin und fand sie übertreibt maßlos.
Bis ich mitbekam, dass die Tochter nicht mehr zu ihm will, weil er ab 18:00 Uhr immer total besoffen ist und sie das abstoßend findet.
Die Menschen wollen nicht sehen, wenn jemand im Umfeld Alkoholiker ist. Weil sie sonst ihr eigenes Trinkverhalten überdenken müssten. Ein Alkoholiker, das ist man erst, wenn man schon morgens Schnaps trinkt, in die Hose macht und randaliert.
Die große Gruppe der Alkoholiker, die täglich ihrer Arbeit nach geht, Kinder betreut, gepflegt aussieht und nach außen unauffällig sind, wird gerne ignoriert. Da ‚übertreibt‘ die Ehefrau- und der Alkoholiker freut sich- ein Argument mehr für die Sucht.
Ich gehörte auch lange zu dieser Gruppe der funktionalen Alkoholiker. Ich habe meiner damals 16 jährigen Tochter unterstellt zu übertreiben, als sie endlich den Mut fasste mich mit meiner Sucht zu konfrontieren.
Dafür schäme ich mich bis heute zu Tode und habe mich 1000 mal entschuldigt. In der Seele verletzt hab ich sie trotzdem.
Ich glaube nicht, dass du übertreibst.
Liebe Natascha,
Offensichtlich bist du zu uns gekommen, weil da eine Rest-Sorge in dir ist, dass du mit deiner Trennung zu überstürzt gehandelt oder sogar den falschen Zeitpunkt gewählt hast- denn er ist ja jetzt ‚trocken‘.
Ich als Alkoholikerin kann dir dazu folgendes sagen: nichts aber auch gar nichts hat sich verändert. Er hängt mit den selben Leuten an den selben ‚nassen Orten‘ ab. Selbst wenn er wirklich bei seinen ‚alkoholfreien Alternativen‘ bleiben würde (und das glaube ich nach deinen Schilderungen nicht!!!) wäre es eine Frage der Zeit.
Du hast alles getan was möglich war, ihn bis zum Entzug begleitet und sicher hart gelitten. Das willst du nicht mehr und das ist gesund und richtig.
Du hast für dich die Konsequenz gezogen und ihn verlassen- alles richtig gemacht.
Echt blöd dass er dein Nachbar ist/ eigentlich wäre es besser ‚aus den Augen aus dem Sinn‘. Wäre Umziehen langfristig eine Option?
Aber das ist eine andere Baustelle. Erst mal Glückwunsch zur richtigen und einzig vernünftigen Entscheidung zur Trennung!
einem dann hoffentlich geholfen wird (passiv).
Da muss ich dir ein wenig widersprechen. Psychotherapie ist nicht passiv sondern aktive Arbeit an sich selbst- der Therapeut ist nur begleitend dabei und lenkt den Blick in die richtige Richtung.
Aber wenn es ohne für dich besser funktioniert ist das absolut fein und gut so.
Für mich war der Alkohol, wie ein guter Freund.
Ich glaube ich weiß was du meinst. Natürlich hat Alkohol unsere Lebenszeit gefüllt- vielleicht auch nur Zeit gefressen. Aber jetzt nüchtern ist diese gewonnene Zeit nicht nur Segen. Man muss sich ganz neu aushalten, fühlt sich etwas verletzlicher und irgendwie wund. Und man hat plötzlich Zeit- viiiel Zeit. Und da muss man sich auch vom allgemeinen Druck lösen immer nur ‚sinnvolles‘ zu tun. Ich liebe genauso wie Alex_aufdemweg yoga und ziehe da viel raus.
Mich auspowern, auf Berge steigen, mit der Mannschaft ‚raufen‘- das ist toll.
Aber jeder findet anders sein Glück. Der eine häkelt, der andere kocht, die nächste schaut gerne Tiere an oder hört Vogelstimmen. Manche malen, lesen oder schreiben sogar.
Probiere aus was dir gut tut. Und wenn es Schund- Liebesromane oder Line-Dance ist- so what? Schau bei welcher Tätigkeit oder Situation du echt entspannen kannst, die Zeit vergisst und dich wirklich wohl fühlst. Und dann hol dir das so oft es geht.
Ich hatte meinen letzten großen Glücksmoment letzten Sonntag ganz oben auf dem Spitz Stein Gipfel in Tirol. Es war kalt und sonnig- ich konnte rundum über Alpengipfel schauen und fühlte mich auf einmal großartig. Fast so schön selbstbesoffen, wie ich das dem guten Lebenskuenstler so um die Ohren gehauen hab, dem ich hiermit fürs rüberziehen in deinen interessanten Faden herzlich Danke.
Die meisten meiner Freundschaften sind über gegenseitige Aufzählung der Kritikpunkte erst richtig gut geworden
Dann sind wir zwei ja auf einem guten Weg 😇
Ich empfinde dich auch ab und zu als hart überheblich, aber fange an zu verstehen was dahinter steckt. Schiebe es aber nicht auf deine hochbegabung- das ist wirklich kein Grund abzuheben. Vielleicht gibt es hier einen gewissen Gap zwischen EQ und IQ, aber das ist Spekulation.
Hohe Intelligenz ist an sich kein Hindernis für soziales eingebunden sein. Hochbegabte sind nicht alle Asberger die sich übrigens auch nicht alle verhalten wie rainman.
Begabung an sich macht nicht einsam- das ist eine romantisierte Darstellung von Menschen, die zwar erfolgreich auf irgendeinem Gebiet sind (Musik, Wissenschaft, Kunst, Literatur) aber sich zwischenmenschlich schwer tun.
Die Gründe dafür sind individuell, aber es gibt auch sicher das Genie dem die eigene Begabung und vor allem die Bewunderung nicht so gut tut. Siehe durchdrehende Rockstars.
Aber ‚ich bin so begabt, dass ich keinen Freund auf Augenhöhe finde‘ klingt oberflächlich besser als ‚Freundschaften Knüpfen und halten fällt mir schwer‘. Allerdings ist die Zustimmung zur ersten Frage auch im Diagnostik Fragebogen für narzisstische Persönlichkeitsstörung. Den kenne ich aus wenig schönen Gründen auswendig.
ich glaube zu verstehen, was Du bei mir vermutest
Oh Gott nein! Ich unterstelle dir keine übergriffigkeit gegenüber Frauen- keine Sorge.
Du wirkst manchmal etwas ‚selbstbesoffen‘ aber nicht immer. Wir haben hier alle unser Päckchen zu tragen und vielleicht ist das deine Strategie um durch Täler zu kommen. Immerhin bist du nüchtern und hier. Ganz falsch war diese Strategie dann ja wohl nicht.
Ja mir ist viel passiert aber das ist lange her und ich will nach vorne schauen und ja, gewisse Dinge triggern mich noch, aber auch das wird besser.
Aber es passieren auch mysteriöse Dinge die ich wahrnehme. Vielleicht werde ich jetzt verrückt wegen dieser Sehnsucht.
Nein das ist in der Trauer ganz normal. Man sieht Zeichen des Verstorbenen. Ob das jetzt wirklich Zeichen sind oder die Trauer aus dir spricht ist allein deine Interpretationssache.
In einer solchen Situation darf man auch ein wenig verrückt sein. Eine Freundin fragt seit Jahren vor wichtigen Entscheidungen ihren Vater um Rat. Der ist schon viele Jahre tot. Das ist ok und jeder findet seinen eigenen Weg.
Sorgen um meine Mutter
Bleib bei dir. Klar könnt ihr gemeinsam trauern aber gehe jetzt nicht zu tief in die Betreuung. Das müssen andere machen. Das ist auch deine Trauer.