• Heute mussten wir zum Glück gar nicht weit fahren, bis wir in der Sonne waren.

    Endlich!

    4 km mit Stöcken gelaufen, ohne geht nur manchmal.

    Endlich alle Unterlagen für meine Reha versandfertig.

    Entlassungsbericht aus dem Krankenhaus vor 4 Jahren, läuft mir seltsam den Buckel runter.
    Seit dem bin ich aus meiner eigenen Firma weitestgehend ausgestiegen, ich supporte mal was, mehr nicht.
    Ich bin dauerhaft arbeitsunfähig. Mal gucken, ob sie mir für das offizielle Jahr bis zu meiner Rente noch eine Erwerbsminderungsrente genehmigen.
    Zum Glück kann ich das entspannt sehen.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Hi LK,

    heute beneide ich um die Sonne!;)

    Zu der Reha und Deiner "eigenen" vorzeitigen Berentung, freue ich mich mit Dir. Und Du schreibst ja auch das Du mit Dir soweit fein bist.:thumbup:

    In Deinem Faden war in letzter Zeit ja ordentlich was los. Ich lese mit und nehme mit was passt. Und da war einiges dabei.;)

    Vielleicht schreibe ich irgendwann auch noch etwas. Das ist dann vielleicht nicht tagesaktuell, aber manche Themen sind ja auch zeitlos.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Kazik (4. Februar 2025 um 20:54)

  • AnnaBlume Ich habe nun Dein Thema gelesen und ich glaube zu verstehen, was Du bei mir vermutest. Da sind ein paar üble Dinge bei Dir passiert.

    Ich war sicher kein Engel und bis gut 20 hatte ich auch noch die 60er-Jahre-Sprüche im Ohr, dass ein Mann eine Frau erobern muss und Nein heisst eigentlich Ja.

    Das war mir nach ein paar eher unbefriedigenden Eroberungen und One-Night-Angelegenheiten aber ziemlich bald wurscht und Drogen und Alkohol machtem mir mehr Spaß als der Stress des seltsamen Verhaltens erwachsener Zweibeiner zur Paarungszeit.
    Weder machte mir das im Suff je Spaß, ich mochte das nur nüchtern, ausserdem habe ich auch keine Freude an Unzucht mit Abhängigen oder Unterlegenen.

    Bei mir mussten die Frauen schon überaus deutlich werden und dann konnte es noch leicht sein, dass ich mich als Kostverächter erwiesen habe. Ich bin einfach zu faul für diesen Stress.

    Du hast in Deinem Thema übrigens eine eindeutige Straftat gegen Dich beschrieben.

    LG Lk

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

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    Einmal editiert, zuletzt von Lebenskuenstler (5. Februar 2025 um 10:53)

  • Ach, und die Frage, ob ich auf den falschen Partys war.

    Eine Party, bei der ich mich am nächsten Morgen wohl fühle, ist für mich eine gute Party. Eine Party, nach der ich mir im Anschluss Selbstvorwürfe mache, ist keine gute Party.
    Ich bin dem Feiern nicht grundsätzlich abgeneigt und ich kann das nüchtern sehr gut. Oft mit anderen Nüchternen. Und mit viel Spaß und Genuss ohne Reue. Nur ist Party da vielleicht der falsche Ausdruck.

    Ab in die Sonne jetzt.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
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  • ich glaube zu verstehen, was Du bei mir vermutest

    Oh Gott nein! Ich unterstelle dir keine übergriffigkeit gegenüber Frauen- keine Sorge.
    Du wirkst manchmal etwas ‚selbstbesoffen‘ aber nicht immer. Wir haben hier alle unser Päckchen zu tragen und vielleicht ist das deine Strategie um durch Täler zu kommen. Immerhin bist du nüchtern und hier. Ganz falsch war diese Strategie dann ja wohl nicht.

    Ja mir ist viel passiert aber das ist lange her und ich will nach vorne schauen und ja, gewisse Dinge triggern mich noch, aber auch das wird besser.

  • AnnaBlume,

    Vielen Dank für die Klärung.

    Selbstbesoffen .... besser von mir selbst als von etwas Anderem besoffen. Sehe ich tatsächlich so.

    Ich bin mir dessen bewusst. Ja, und das gibt mir natürlich schon Power für meine Themen.
    Ausserdem habe ich immer noch die fachliche Rückmeldung. Momentan bin ich absolut im grünen Bereich (und nicht beratungsresistent)

    War lange in der Sonne wandern. Sehr gut, dass in meinem Arztbrief steht, dass Bewegungsmangel mein größtes Gesundheitsrisiko ist.

    LG LK

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  • Ich schreibe noch was zu dem Thema EKA.

    Ich bin eindeutig eins.

    Ich war ein zutiefst verunsicherter Mensch. Meine Mutter manipulativ und herrschsüchtig, mein Vater nicht auszuhalten. Wenn er heimkam, habe ich mich am liebsten verdrückt. Am meisten hatte ich Angst davor, wenn er Urlaub hatte, denn dann hatte er Zeit, mich zu bemerken. Und meine Mutter war da keine Hilfe, sie benutzte ihn dazu. mich zu kontrollieren. Und ihn natürlich auch. Aber bei allem ihrem Gejammer über ihn bei mir verliess sie ihn erst aus Eifersucht, weil er plötzlich eine Andere hatte.

    Auch das mit den Frauen begann damit, dass sie mich schon frühzeitig verkuppeln wollte. Und mich am liebsten so formen wollte, wie sie einen Mann am liebsten gehabt hätte. Und ich, naiv wie ich war, glaubte, toll ich darf schon lauter Sachen, die meine Gleichaltrigen noch nicht durften.

    Einerseits führte das dazu, dass es mir schon bald in der Kneipe weit besser gefiel als zu Hause. Saufen kannte ich schon von zu Hause, ab ging es. Hatte ausserdem den Nebeneffekt, dass ich andere Lebensentwürfe kennengelernt habe, als den meiner Eltern. Aber mit der Ablösung war meine Mutter dann doch nicht ganz einverstanden, die Kontrolle über mich hätte sie schon gerne behalten. Es war schwierig.

    Andererseits führte es dazu, dass ich ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber wirklich allen Leuten entwickelte. Dieses Misstrauen machte es mir lange sehr schwer, Hilfe anzunehmen, weil ich gar nicht daran glaubte, dass mit jemand uneigenützig helfen wollte. Ich war äusserst sensibel, wenn etwas auch nur von Ferne nach Manipulationsversuch roch. Dazu kam, dass ich selbst aufgrund von Hochbegabung auch selbst für viele nicht ganz einfach und auch nicht besonders sympathisch war. Das bedeutete, dass ich auch mit vielen Leuten in Kontakt kam, die mich gerne irgendwie geändert hätten, was wiederum meinen Widerstand dagegen befeuerte undsoweiterundsofort. Das wurde auch zu einem Teufelskreis.

    Ausserdem führte das Ganze auch dazu, dass ich lange keine wirkliche Nähe zulassen konnte.

    Ich war anfällig dafür, Führungsposten mit Expertenstatus zu übernehmen, weil ich dann in meiner Unsicherheit nicht angreifbar war (übrigens ein Problem, was viele Führungskräfte haben). Das findet erst einmal nicht so bewusst statt, erst im Rückblick auf Jahrzehnte meines Lebens erkenne ich das als meinen Stil.

    Und das Problem mit dem Podest war, dass viele Leute auch glaubten, ich sei so schlau, dass ich gar nicht hilfsbedürftig sein könnte, einige glaubten, wenn das einer hinkriegt, bin ich das. Und ich habe es ja sogar hingekriegt. So gesehen, war es gut, war es schlecht, oder war es einfach so wie es war, ein Lebensentwurf unter vielen? Ganz sicher weiss ich nicht, wie es anders gewesen wäre.

    Jedenfalls bin ich heute, über einen längeren Zeitraum, am Thema Freundschaften. Bin ich. Bin dabei auf Andere angewiesen, und darauf, ihnen zu vertrauen. Auch darauf zu vertrauen, dass sie mich akzeptieren, wie ich bin, auch wenn ich mal gar nichts bringe und nütze, sondern nur als Mensch irgendwo anwesend bin.

    Es geht in meinem Alter auch schon um das Thema Einsamkeit im Alter ... auch eine große Gefährdung in Punkto Trinken.

    Ich neige zumindest an vielen Punkten nicht zur Selbstüberschätzung und ausserdem möchte der gesunde Egoismus, den ich habe, schlicht, das es mir so lange wie möglich gut geht, und dazu sind für mich wirkliche Freunde wichtig.
    Dafür muss ich von der Selbstbeweihräucherung natürlich schon mal runter.

    Ich könnte jetzt mit dem Thema
    "Trockenheit als Selbst-Ermächtigung" weitermachen.
    Das würde sehr gut passen, aber ich habe noch was vor.

    LG LK

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  • Schön dich durch deine Beschreibung näher und besser kennen zu lernen. Ich habe mich zurückgezogen, weil es mich deine eigenen Interpretationen genervt haben. Manches kam sehr besserwisserisch und selbstverherrlichend rüber. Werde mal wieder mehr bei dir mitlesen. 😊

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Schön dich durch deine Beschreibung näher und besser kennen zu lernen. Ich habe mich zurückgezogen, weil es mich deine eigenen Interpretationen genervt haben. Manches kam sehr besserwisserisch und selbstverherrlichend rüber. Werde mal wieder mehr bei dir mitlesen. 😊

    Es ist eine Gratwanderung.

    Wenn ich mich blöd stelle, nimmt mir das auch keiner ab. Für einiges habe ich ja Arbeitszeugnisse und Testergebnisse.
    Ich hab mich damit ausgesöhnt. Es hat Vorteile, wenn ich nicht zu viele Fehler mache, und damit passt es für mich.

    Und ansonsten geht es mir genau wie Leonie, in erster Linie muss ich mit mir klar kommen, und nur mit mir.

    Ich bin der einzige Mensch, der mir 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr nicht aus dem Weg gehen kann. Alle anderen, selbst meine Frau, können sich eine Auszeit von mir gönnen.

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  • Ich empfinde dich auch ab und zu als hart überheblich, aber fange an zu verstehen was dahinter steckt. Schiebe es aber nicht auf deine hochbegabung- das ist wirklich kein Grund abzuheben. Vielleicht gibt es hier einen gewissen Gap zwischen EQ und IQ, aber das ist Spekulation.

    Hohe Intelligenz ist an sich kein Hindernis für soziales eingebunden sein. Hochbegabte sind nicht alle Asberger die sich übrigens auch nicht alle verhalten wie rainman.

    Begabung an sich macht nicht einsam- das ist eine romantisierte Darstellung von Menschen, die zwar erfolgreich auf irgendeinem Gebiet sind (Musik, Wissenschaft, Kunst, Literatur) aber sich zwischenmenschlich schwer tun.

    Die Gründe dafür sind individuell, aber es gibt auch sicher das Genie dem die eigene Begabung und vor allem die Bewunderung nicht so gut tut. Siehe durchdrehende Rockstars.

    Aber ‚ich bin so begabt, dass ich keinen Freund auf Augenhöhe finde‘ klingt oberflächlich besser als ‚Freundschaften Knüpfen und halten fällt mir schwer‘. Allerdings ist die Zustimmung zur ersten Frage auch im Diagnostik Fragebogen für narzisstische Persönlichkeitsstörung. Den kenne ich aus wenig schönen Gründen auswendig.

  • Aber ‚ich bin so begabt, dass ich keinen Freund auf Augenhöhe finde

    Das habe ich so nicht behauptet.
    Ich habe mich selbst schon als Sozialkrüppel bezeichnet.
    Und ich weiss auch einige harte Gründe, warum ich lange keine Freunde hatte.

    Das ist aber auch gut, dass ich diese harten Gründe weiss. So kann ich mir nämlich überlegen, was davon ich beibehalten will und was nicht.
    Und ansonsten sind Sympathien, die Grundvoraussetzung, für mich etwas, was ich so wenig steuern kann wie beispielsweise Verliebtheit. Irgendwo heisste es ja, das entscheidet sich in den ersten Bruchteilen einer Sekunde. Vielleicht können das manche steuern,ich kann es jedenfalls nicht. Das läuft bei mir über Masse, ich muss meinem Glück genügend Gelegenheit bieten, mich zu finden.
    Wenn ich genügend Leute kenne und mich entsprechend verhalte, dann passt es auch irgendwo. Und dann möglichst sagen, was Sache ist.

    Die meisten meiner Freundschaften sind über gegenseitige Aufzählung der Kritikpunkte erst richtig gut geworden. Irgendwann kommt bei jedem der Punkt, wo er eine Aussprache braucht. Zumindest in meinem Umfeld.

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  • Zumindest denke ich über das nach, was Du sagst.

    Das Rockstarfeeling wurde mir mindestens zwei mal zu Teil. Zwar nicht mit Musik und auch eine oder zwei Nummern kleiner. Das erste Mal für vielleicht 4 Jahre und das zweite Mal fast 10.

    Beim ersten Mal passierte es, als ich es zu Hause nicht ausgehalten habe und dann in meiner Heimatstadt Mitbetreiber der ziemlich angesagtesten Location wurde. Ich habe da aus Langeweile und weil ich nicht wusste, wo hin, Boden verlegt, Theken gebaut, Bier gabs auch, und reden konnte ich auch. Mit 16. Irgendwann galt ich als der bestvernetzte Jugendliche meiner Stadt. Ob ich es war, keine Ahnung, jedenfalls wurden die Stadtvertreter zu mir geschickt. Und mit mir hat sich über Stadtrat bis Kultusministerium alles beschäftigt. Die Schule ausserdem auch, weil ich da unausgelastet war und eine sehr eigenartige Art hatte, das Abitur zu machen. Nicht mit Bestnoten, aber sehr ökonomisch.
    Das endete mit einem Absturz, weil ich irgendwann mehrere Monate auf eine Reise in eine sehr einsame Gegend, in eine Art Wüste, fuhr und danach damit nicht mehr klarkam. Ich lieferte nicht mehr und ich hatte auch keine Lust mehr, zu liefern. Ich hatte aber noch Verpflichtungen, aus denen ich ein Jahr lang nicht heraus konnte.

    Das stieg mir tatsächlich zu Kopf und der Absturz war sehr tief. Im Übrigen traf der Beatles-Song "Cab't buy me love" auf mich zu. Die Liebesbeziehungen waren ziemlich beknackt.

    Beim zweiten Mal ging es auch um ein paar tausend Leute, da habe ich die Kurve aber gekriegt. Und ich kenne meine Schwächen diesbezüglich, deswegen sorge ich heutzutage womöglich schon gleich dafür, dass mir das nicht noch mal passiert.

    Ja, und ich weiss ziemlich genau, wie sich das anhört.

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  • Ach ja, und beim zweiten Mal war ich bereits nüchtern. Das erscheint mir durchaus erwähnenswert.

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  • Hi LK,

    falls Du Dich über den Lachsmiley wunderst, ich hatte Auswahl zwischen drei Smileys, die alle in gewisser Weise für mich zugetroffen hätten.

    Aber jetzt bin ich Alle. Aber ich lese bei Dir mit, denn Du bist ja mein gewählter partner in crime.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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  • Wer sich noch wundern kann, wird jeden Tag reich beschenkt
    (Sprichwort unbekannter Herkunft)

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  • Dieses Forum ist wirklich gut für mich.
    Heute morgen hat sich der geistige Bogen von dem, was ich hier gestern geschrieben habe - und was Du, AnnaBlume aus mir heraus gekitzelt hast - zu meinem heutigen, aktuellen Leben geschlossen.

    Aber zuerst etwas für meinen selbsterwählten Partner in Crime.

    Wenn man mit dem Trinken aufhört, bringt das bei manchen Leuten das Unterste nach oben. Der Eintopf, aus dem man besteht, wird gründlichst durchgerührt. Ja, ich bin ein Küchentyp. Unten kommt das Dicke. Mich hat damals der Satz "wir machten eine furchtlose Revision in unserem Inneren" ähnlich bewegt wie der Begriff der Kapitulation vor dem Alkohol. Für mich fühlte sich das zwar durchaus an, wie wenn ich noch rechtzeitig aufgehört hätte, also nicht kapituliert im Sinne von mich völlig unterkriegen lassen, aber ich habe es verstanden.

    Mit dem Trinken aufzuhören, bedeutet oft auch so etwas wie einen Nachreifungsprozess. Verantwortung für sich selbst übernehmen lese ich hier im Forum öfters. Die furchtlose Innenrevision kann aber auch in die nun besser gelungene Ablösung von etwas Altem münden. Oder von alten Beziehungen.

    Du hast Dich an mich gebunden. Freiwillig. Und ich gehe da hin, wo ich hin gehe. Partner in Crime, mit gegangen, mit gehangen. Im Zweifel ..... Ablösung. Du kannst aber auch weiter mitgehen, wir mögen noch so verschieden sein, es passt für mich.

    Ich dachte bei Deinem Namen übrigens an einen Kaziken, einen südamerikanischen Indianerhäuptling. Du hast mich dazu veranlasst, eine Bildungslücke zu schliessen, es gibt auch andere Möglichkeiten, wie ich nun weiss. Vielleicht gefiel Dir auch nur der Klang, aber mein Nick sagt ja auch etwas aus. Warum also Deiner nicht?

    Was die Aktualität dieses Themas hier betrifft....

    Ich bin vor wenigen Jahren in meine alte Heimatstadt zurückgezogen. Eine schöne Stadt in einer schönen Gegend, und es ergab sich eine Gelegenheit für eine Wohnsituation, die meiner Frau und mir sehr entgegen kam. Und zwar gerade im Hinblick darauf, wie wir alt werden möchten. Also ich bin wieder genau da, wo diese Geschichte von gestern einschliesslich des tiefen Absturzes statt fand. Wenn ich viel Mist über meine Vergangenheit erzählt hätte, dann wüsste das meine Frau inzwischen, so viel dazu.

    Ich hatte keine Lust, an die alten Zeiten anzuknüpfen, und habe mir gezielt etwas völlig Anderes für meinen Wiedereinstieg gesucht. Früher hing ich in der Kneipe bis sich irgendwas ergab, heute bin ich Trockener Alkoholiker. Bin zwei Gruppierungen beigetreten, die eine passt zu meinen inzwischen drei Berufen und die Andere war fürs Eingemachte, persönliche Gespräche, ähnlich einer Selbsthilfegruppe aber anders.

    Die eine Gruppierung ist die mit den gestandenen Mannsbildern. Aus der bin ich nach zwei Jahren auch schon mal wieder raus, weil mir der Stil nicht gepasst hatte, aber zwei Gruppenmitglieder hielten Kontakt zu mir und umgekehrt, und inzwischen läuft dese Gruppe anders und im Moment passt das für mich. Da bin ich gleichberechtigt Einer von Mehreren. Demnächst gehen einer von den alten Männnern und ich auf ein richtig gutes Rock-Konzert der nächsten Generation, die Tickets und das Hotel sind gebucht, passt so. Der Herr Universitätspipapo und der Altfreak, der inzwischen auch etwas völlig Anderes ist. Wir fahren in eine Millionenstadt, da kennt uns keiner. Obwohl, ich habe da auch schon einige Jahre gelebt....Scherz beiseite.

    Die Gruppierung, die zu meinen Berufen passt, flog bei Corona auseinander. Damals war es schon so, dass ich die Fachartikel geschrieben habe, aber ich beliess es lieber bei einer Nebenrolle. Es gab da dann aber einen Ober-Vorstand, der irgendwie Kontakt zu mir hielt. Mich auf externe Verantstaltungen in anderen Städten aufmerksam machte etc.

    Inzwischen habe ich diese Gruppierung wieder zusammengeführt, und es wurde mir zugesichert, dass die Zusammenkünfte ausschliesslich zu meinen Bedingungen stattfinden. Sie sagen schon wieder Chef zu mir, Graue Eminenz habe ich auch schon gehört. Ich bin auch schon wieder eine Person ders öffentlichen Lebens. Und einer meiner ältesten Freunde ist auch wieder dabei.
    Und heute, im Gegensatz zu früher, sage ich zu den an mich herangetragenen Ansinnen, noch eine größere Rolle zu spielen, konsequent "Nein".

    Der Narzisst in mir weiss, dass eine größere öffentliche Rolle zwar mit Anerkennung, aber auch mit viel Arbeit verbunden wäre. Mehr als derjenige in mir, der sich damals in die Einsamkeit verzog, machen möchte. Der Einsamkeitsfreund und Naturbursch möchte nämlich auch seinen Anteil an meinem Leben. Ausserdem argumentiere ich mit meinem Gesundheitszustand. Und im übrigen sieht die andere Seite der Medaille auch so aus, dass man einen Dummen finden muss, der die Arbeit macht. Da bleibe ich lieber bei meinem kleinen, feinen Bereich und kann Wandern gehen oder im Garten liegen, wann mir danach ist.

    Und das Ganze hat durchaus etwas mit dem Erhalt meiner zufriedenen Trockenheit zu tun. Ja, Schreiben hilft beim Sortieren.

    LG LK

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  • Aber zuerst etwas für meinen selbsterwählten Partner in Crime.

    Hi LK,

    habe ich das jetzt richtig verstanden, ich bin auch Dein selbsterwählter partner in crime. Wow! Lass mal verabreden und ein paar crimes verüben. In Echtzeit.;)

    Loslösen. Keine Sorge ich lasse Dich nicht so nah heran das loslösen eine "Schwierigkeit" wird. Es gibt tatsächlich ein paar Menschen die ich so dicht heranlasse aber von denen wollte ich mich bis jetzt nicht lösen und die auch nicht von mir. Auch wenn ich mit einigen fast gar keinen Kontakt mehr habe.

    Nein ich habe meinen Nicknamen nicht wegen seinem schönen Klang gewählt. Auch wenn er für mich sehr schön klingt. Er hat mit einem sehr ernsten Thema zu tun mit dem ich mich schon Jahrzehnte auseinandersetze. Und zu dem ich eine sehr klare Position habe. Die ich ähnlich wie mein inneres Kind mit allen Mitteln verteidige. Aber das Thema gehört hier nicht her.

    Ich habe tatsächlich auch schon ein paar Mal darüber nachgedacht ob ich mich Mal auf die Suche nach Dir machen sollte. Und ich könnte mir vielleicht sogar vorstellen das wenn ich alle meine Register ziehe und eine wenig Glück habe das ich Dich finden würde. Aber ich bin kein Stalker und es gibt für mich keinen Grund warum ich das herausfinden sollte.

    Zu dem Rest was Du schreibst schreibe ich nichts und nehme nur mit was für mich passt. Ich freue mich nur darüber das diese SHG für Dich und mich gut ist.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Noch eine kurze Ergänzung zu Kaziken. Ich habe diesbezüglich meine Bildungslücke nicht geschlossen. Und dachte nur die ganze Zeit wtf meint er mit Indianerhäuptling. Ich dachte schon will er jetzt mit der ollen Kamelle "Indianerherz kennt kein Schmerz" kommen. Das hätte aber zu Dir in meiner Wahrnehmung nicht gepasst. Danke für die Aufklärung.

    LG

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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  • habe ich das jetzt richtig verstanden, ich bin auch Dein selbsterwählter partner in crime. Wow! Lass mal verabreden und ein paar crimes verüben. In Echtzeit. ;)

    möglicherweise nicht. Ich bin ein Typ, der sich nicht so schnell bindet. Wenn, dann dauert das ein paar Jahre, bis ich mich auf jemanden verlasse. Dafür braucht es gewisse Voraussetzungen, die ich nur während verschiedener Begebenheiten erleben kann. Was Zeit braucht.

    Ich bezog mich auf das, was Du selbst geschrieben hattest.

    Und wenn wir beim Thema des Aufhörens sind, ich bin überhaupt nicht Co. Und ich sitze allein in meinem Boot, da ich mit niemand Anderem untergehe. Vielleicht werfe ich mal einen Rettungsring, ansonsten Eigensicherung. Ja, auch deswegen bin ich ein Überlebender. Ich habe da gewisse Erfahrungen gemacht.

    Und Stalker hatte ich schon, brauche ich nicht.

    Ich glaube, in diesem Rahmen sind wir uns durchaus einig. Sonst korrigiere mich.

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
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