Beiträge von AnnaBlume

    Außerdem wirkte Sie etwas abgefressen

    Ich weiß dass das ein Tippfehler ist, aber ich hatte so einen Apfelbis am Kopf vor Augen 😂

    das Sie mir sagen wollte, was wollen Sie den hier, sie brauchen doch keine Beratung.

    Hast du das so wahrgenommen oder deine Gedanken auf sie übertragen?

    Jetzt ist es erst 1430 Uhr und ich habe das Gefühl ich habe einen Arbeitstag hinter mir.

    So ein Termin ist auch echt viel! So was ist anstrengender als ein ‚normaler Job‘. Gute Schritte sind das!

    Mensch, das ist ja mal ein wilder Ritt, aber gerade kommst du innerlich etwas zur Ruhe. Nimm alle Hilfe an die du bekommen kannst.

    Diese Rechnungen und Kram sind unterbewusst Ausreden, weil du Angst hast.

    Angst wirklich in dein inneres vorzudringen und mit deinen schmerzhaften Erinnerungen konfrontiert zu werden.

    Im Grunde hast du bei deinem Road Trip das kultiviert was eigentlich schmerzt. Einsamkeit. Innen. Öffne dich weiter und du wirst noch mehr von dieser Zuwendung bekommen, die dir so das Herz erwärmt.

    Und wenn du irgendwann die Kraft dazu hast dann sprich mit deinem Vater. Der wird schon ahnen warum du in der Klinik bist und offenbar liegt ihm viel an dir.

    Aus dem Bauch raus glaube ich, dass du lieber stationär entziehen solltest. Dann hast du auch Zugang zu Therapeuten, die ‚in der freien Wildbahn‘ keine Plätze mehr frei haben. Ich glaube Gespräche mit Therapeuten oder einer Gruppe wären gut. Kompromiss wäre eine Tagesklinik falls sie das anbieten.

    Ich wünsche dir von Herzen alles gute!

    Denn Sie ist eine gute Freundin die ich sehr mag. Und wir haben in der Zeit wo wir uns kennen, wechselseitig schon sehr schwere Stürme durchgestanden. Das werfe ich nicht einfach weg.

    Musst du ja nicht. In guten Freundschaften kann man ehrlich zueinander sein. Sag ihr offen und ehrlich dass du das Gefühl hast dass ihr gerade beide noch auf wackligen Füßen steht und du sie gerne wieder treffen möchtest wenn da ein wenig mehr Stabilität auf beiden Seiten ist. Wahrscheinlich geht es ihr gerade ähnlich und sie ist froh wenn sie weiß dass du sie langfristig nicht verlieren möchtest.

    Das war dann auch der Grund warum ich meinen Konsum fast nie eskaliert habe. Ich fühlte und wusste das ich mich bis zur Bewusstlosigkeit besaufen könnte und trotzdem bis dahin meine Depressionen fühlen würde.

    Ich wusste auch dass ich meine Probleme nicht wegsaufen kann- trotzdem habe ich mich bis zum Filmriss besoffen. Ab einem bestimmten Rausch-Punkt hatte ich gar keine Kontrolle mehr. Da trank ich auch immer plötzlich ganz schnell- das wurde mir berichtet, ich kann mich nicht erinnern.

    Alkohol habe ich mit Glücksgefühle verbunden.

    Mein Partner trinkt sein Bier in seinem Büro, dass er in der Garage lagert.

    Ich bin jetzt mehr zuhause und beschäftige mich mit häkeln und oder lesen.

    Ich bin 7 Monate nüchtern und ja es gab bei mir bis zum Schluss in Verbindung mit Alkohol ‚Glücksgefühle‘. Ich setze das in Anführungsstriche weil es eher komische manische Momente waren, in denen ich eine falsche Illusion von Freiheit und Allmacht hatte. In diese Momente fiel dann Risiko Verhalten.

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    Häkeln tu ich auch seit meiner Nüchternheit- Mengen! Da haben die Hände was zu tun, die früher ein Glas gehalten haben. Und es entstehen schöne Dinge.

    Ich habe auch die ersten ca. 4 Monate alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Bin noch auf alle Veranstaltungen- hab sogar Alkohol für andere besorgt- und hab alkoholfreies Bier getrunken. Keine gute Idee. Dann bleibt das Suchthirn permanent aktiv und das ‚nasse Denken‘ bleibt.

    Ich hab zunächst so gar nicht verstanden, was dieses ‚nasse Denken‘ heißen soll.
    Für mich verstehe ich es so, dass ich immer noch dachte, das Leben findet da statt, wo getrunken wird und dabei sein heißt eigentlich saufen. Mit Ersatzgetränken konnte ich noch so tun als ob.

    Ich war stolz wenn keiner merkte, dass ich nur alkoholfrei trinke. Ein mal dachte einer auf einer Party ich sei betrunken. Das fand ich ganz toll- so wollte ich das.

    Blödsinn. Wenn man sich wirklich von dem Gedanken löst, Saufanlässe seien das echte Leben passiert was erstaunliches: Auf einmal ist Freitag Abend, man hat nichts vor und bekommt deshalb keine Unruhe sondern denkt ‚ach, stimmt- es ist ja Freitag Abend‘.

    Und man genießt die Entspannung eben nicht hektisch nach einem Saufanlass suchen zu müssen. Herrlich!

    Jetzt bin ein wenig erschöpft. Aber gut erschöpft.

    Kein Wunder. Was für eine tolle Leistung und top Reaktion von deiner Hausgemeinschaft!

    Das hast du extrem mutig gelöst- weiß nicht ob ich mich das getraut hätte- warte kurz- nein hätte ich nicht.

    Jetzt kannst du erschöpft sein wie ein Held eben so erschöpft ist. Ernsthaft: Respekt!

    Versuche mir eine Strategie für den Ernstfall vorzubereiten und möchte eure persönlichen Erfahrungen nutzen, um mir meine persönlichen

    Ich hab einfach auf mein Bauchgefühl gehört. Was von den Maßnahmen passt zu mir und was fühlt sich komisch an.
    Bin bei Zitronen-Limo, frische Luft und Wechselatmung gelandet (nicht immer alles auf ein mal). Hab immer Zitronen Limo im Kühlschrank (wichtig ist dass das Zeug so sauer ist dass es petzt).
    Kannst ja ein paar Sachen ohne Suchtdruck ausprobieren und sehen ob sich das gut anfühlt.

    Hier schreiben bei Suchtdruck ist übrigens immer gut!

    Ja, angetrunken E-Mails schreiben, das war auch so ein Highlight

    Besoffen peinliche WhatsApp verschicken kenne ich auch. Ein Mal hab ich einem Kollegen so peinliches Zeug geschickt, dass ich danach behauptet habe meine Teenager Tochter habe mein Handy geklaut und darauf geschrieben. Der hat das bestimmt nicht geglaubt aber höflich so getan.

    Dieses Seminar klingt gut! Hab auch schon überlegt so was zu machen.

    Ich habe zu Beginn meiner Nüchternheit überschlagen wie viel ich dadurch spare und hab mir das EBike gleich gekauft. Deine Idee ist besser. Allein- mir fehlt für so was die impulskontrolle…

    Gibt es einen Unterschied, von der Stärke der Sucht(kann man das so sagen?),

    Ich bin ein gutes Beispiel dafür dass es das eben nicht gibt. Ich hatte kein Problem mal ne Zeit lang nichts zu trinken. Dry January hab ich jahrelang gemacht. Von außen sah alles super gut geregelt aus. Guter Beruf, funktionierender Haushalt, alleinerziehend mit zwei Kindern, Sport, gesunde Ernährung (bis auf Alkohol). Meine eigene Mutter ist aus den Wolken gefallen als ich ihr gesagt habe dass ich Alkoholikerin bin. Dennoch hat sich mein Denken und fühlen durch den Verzicht auf Alkohol so stark verändert, dass mir jetzt erst klar wurde wie stark und prägend die Sucht war. Und Suchtdruck habe ich auch genauso wie alle anderen. Körperliche Entzugserscheinungen hatte ich keine. Dennoch bin ich eine genau so starke Alkoholikerin wie jemand der jeden Morgen zitternd eine Flasche Wodka getrunken hat .

    Der körperliche Entzug ist schnell vorbei. Der seelische ist bei allen das was dauert.

    Da komme ich dann selbst an meine Toleranzgrenze

    Das klingt sehr nett. Ich komme in solchen Fällen weit darüber hinaus.

    Es gab und gibt auch unter Suchtmedizinern offenbar einige Anhänger des kontrollierten trinkens. Die Studienlage dazu ist schwierig, weil man die Endpunkte nicht vergleichen kann mit ganz abstinenten Alkoholikern. Außerdem ist schwer definierbar was ‚kontrolliertes Trinken‘ eigentlich heißt.

    Offenbar wird es in den Studien als Erfolg gewertet, dass die gesamtmenge an Alkohol reduziert wurde und laut Fragebogen sich auch die Lebensqualität etwas verbessert hat und - Überraschung- Rückfälle sind seltener, aber da beißt sich die Katze in den Schwanz.

    Ist zwar jetzt das was ich eigentlich ablehne, nämlich anekdotische Evidenz, aber bei mir persönlich funktioniert kontrolliertes Trinken nicht- wie viele hier hab ich das jahrelang versucht.
    Hier im Forum lässt sich dazu allerdings ganz und gar keine repräsentative Umfrage zu durchführen, weil wir uns alle klar als Alkoholiker bezeichnen und eine lebenslange Abstinenz anstreben.

    Wie gesagt es ist schwierig bei kontrolliertem Trinken den ‚Erfolg‘ zu messen. Ich würde es wirklich keinem Alkoliker raten. Aber ich bin ja auch keine Suchtmedizinerin sondern Alkoholikerin und gerade sehr glücklich nicht ‚kontrolliert‘ sondern gar nicht mehr zu trinken.

    Nur schon Szenen im TV können mich triggern

    Das hatte ich auch schon. Da hilft der Notfall Koffer.
    Ich glaube es ist sehr wichtig, dass du dir bewusst ein alkoholfreies Umfeld schaffst. Gibt es ein Angebot bei dir um die Ecke (Sport, Musik, Literatur, Kunst o.ä) bei dem Alkohol keine Rolle spielt? Ich meine jetzt nicht der Handball Verein wo alle nach dem Training Bier trinken. Aber eine Fitness Gruppe oder ein Chor oder so? Was machst du denn gerne und würdest gerne (wieder) öfter machen? Das Trinken, Ausgehen, Auskatern nimmt ja viel Raum in der Freizeit ein. Dieser Raum darf jetzt schön gefüllt werden und vielleicht springen dabei auch ein paar nüchterne Bekanntschaften raus!

    Dein Nachbar vielleicht?

    😂

    ich habe vorhin die Mail an meine Hausgemeinschaft geschrieben und bereits zwei positive Rückmeldung bekommen.

    Sau stark! Super gut und tolle Hausgemeinschaft.

    Deshalb glaube ich das mein Saufdruck von gestern auch mit diesen Schritten zu tun hat.

    Das kann gut sein. Du tust ja viel um nicht mehr rückfällig zu werden- da muss das Suchthirn ja durchdrehen- dem schwimmen die Felle davon.

    Und jetzt mal bitte selber stolz auf die Schulter klopfen!

    das Alle verantwortlich mit Informationen umgehen

    Das heißt aber für mich eher, dass man andere einweiht um dich zu schützen- hast es ja sogar erlaubt. Aber egal- super toll wenn du es ansprichst.

    Zitronensaft

    Da haben wir das gleiche im Köfferchen- hilft mir auch!

    Und zum Schluss haben wir dann noch eine ganze Weile Feuerwerk geschaut. Was ich gefühlt noch nie so intensiv gemacht habe

    Hör ich da Geigen? Wo kommen die Geigen her???


    Das hast du ja mal echt gut bewältigt. Silvester! Die Königsdisziplin! Sei mal stolz.
    Aber bleibe aufmerksam. Die Heftigkeit des Saufdrucks heißt ‚Achtung‘ Schütze dich gut! Sei vorbereitet dass das auch passieren kann wenn deine Freundin nicht dabei ist. Also sei stets vorbereitet!