Vayana - Wie schätzt ihr das ein?

  • Manchmal braucht es einen richtigen Mutausbruch, in dem man viel für sich riskiert und auch verletzt werden kann, damit sich alte Gewohnheiten und Muster verändern dürfen.

    Ich habe damals auch im Schritttempo versucht etwas zu verändern, was zur Folge hatte, das ich ein paar "Ehrenrunden" drehen durfte, bis ich doch das Ende mit Schrecken, Schmerz, Wut, Trauer, Zweifeln wählte. Daraus entstand jedoch in kürzester Zeit eine enorm starke Mauer gegen die Sucht und das Verhalten meines Ex Freundes. Ich wurde stark und folgte meiner inneren Intuition und meinen Bedürfnissen mehr als all dem was mich so lange in einer schlechten Beziehung festhielt. Der wirkliche Schritt in die Freiheit und zu sich selbst kommt erst, wenn man bereit ist Risiko einzugehen und wenn man für sich selbst zu 100% einsteht.

    Im Nachhinein wird es egal sein, ob er Alkoholiker ist oder nicht und es ist auch nicht entscheidend warum du die Beziehung beenden/verändern willst - es geht um Dich und deine Gesundheit, die in dieser Beziehung leidet und das du dir das gefallen lässt, obwohl es dich krank macht. Steh für dich ein und ziehe und zeig deine Grenzen, erst dann kommst du dahin wo du hin willst.

  • Komme gerade aus dem KH, weil es mit der Lunge nicht so klappt. Jetzt an Tag 8 bin ich mittlerweile ziemlich weichgespült von meinem Infekt. Wenn man bei dem psychosomatischen Bild von meinem hyperaktiven Bronchialsystem bleiben will, dann lass ich nicht los. Einatmen geht, raus kommt es nicht. Und Abgrenzung klappt auch schlecht. Diskurs beendet.

    Haben uns vorm Arzt zum ersten Mal kurz unterhalten. Fazit: er hat nie gesagt, dass er bis zum Lebensende kein einziges Bier mehr trinken wird. Er hat nichts „Schlimmes“ gemacht, (hört sich an wie ein Kind), sprich sich betrunken. er hat kein Bock mehr, dass immer nur auf ihm rumgehackt wird, wenn ich meine, dass ich mich trennen muss, soll ich das tun. Ausziehen und weiter Beziehung führen geht für ihn nicht. Er wird im Haus wohnen bleiben. Er sieht noch tausend andere Wege. Aber ich ja anscheinend nur den einen. Dann muss ich das machen .

  • Ich bin halt durch. Ich sammel mich erstmal. Und ich muss zwischen Gefühl und Verstand unterscheiden. Ich registriere diese ätzendem Zweifel(ist das wirklich ein Grund dich zu trennen? Geht es nicht auch ohne Trennung? Machst Du Dir damit nicht etwas vor? )

  • Lies Dir Deinen Thread nochmal in Ruhe durch. Du erwähntest auch andere Gründe, ausser dem Alkoholkonsum, für die Beziehungsprobleme.

    Alkohol und andere Probleme, was stört mich, was kann ich ändern, was kann ich nicht ändern und womit kann ich leben.

    Gute Besserung 💐

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hartmut, ich bin offen für deine Impulse. Und sie bringen mich zum Nachdenken. Aber mit meinem Schildkrötenweg bin ich fein. Es ist nicht der lahme-Enten-Weg. Ich bin im Prozess.

    Dein Thread Titel lautet

    Zitat

    .Wie schätzt ihr das ein?

    Meine Einschätzung bezog sich auf die Co-Abhängigkeit und das typische Zögern, Hadern und Nachdenken, bis man erkennt, dass man selbst für sich verantwortlich ist. Dies geschieht, bevor sich ein Co-Abhängiger auf den Weg der Veränderung begibt.

    Dazu werden Floskeln oder, wie ich es nenne, leere Worthülsen "in meinem Tempo" als eigene "Bremsen" benutzt

    Das Umdenken und die Planung einer neuen Zukunft mit Kindern beginnen natürlich erst nach der Erkenntnis, und dass dies nicht einfach ist, verstehe ich auch bei einem Tempo wie das einer Schildkröte.;)

    Übrigens behaupte ich nie, dass meine Einschätzungen richtig sind, aber sie basieren auf jahrelanger Erfahrung aus dem Forum.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • was stört mich, was kann ich ändern, was kann ich nicht ändern und womit kann ich leben.

    sorrowful oben, das war meine Aussage.
    Wie folgt hast Du mich zitiert:

    was stört mich, was kann ich nicht ändern und womit kann ich leben.“


    Vayana kann entscheiden, etwas zu ändern und damit den für sie richtigen Weg zu finden. Das ist ein entscheidender Unterschied.

    Ich gehe mal davon aus, dass das verkürzte Zitat ein Versehen war.

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Auch wenn es jetzt noch nicht der Schritt schlechthin ist(anschreiben ist nicht unterschreiben) habe ich eben auf ein Inserat geantwortet für eine Wohnung. Bzw. eine Anfrage verschickt(bibber). Wäre zwar nicht optimal aber ich dachte dann eben, sche… drauf, vielleicht erstmal machen und dann optimieren. Solange das für die Kinder aushaltbar wäre.

  • Super, das du einen neuen Schritt gegangen bist! Am Anfang fühlt sich Neues einfach auch oft falsch an, vorallem nach langer Zeit der Gewohnheit und des Misstrauens Neuem gegenüber.

    Es ist einfach wichtig, das du an deiner Situation, die für dich belastend ist Veränderung anstrebst und diese auch durchziehst. Du tust das für dich und gleichzeitig auch für deine Kinder, die sicherlich auch viel glücklicher wären, würde es ihrer Mama richtig gut gehen. Überlege dir mal ganz genau, was du dir vom Leben wünscht und wie es für dich (ohne deinen Partner und die Probleme) am aller Besten wäre. Einfach nur vorstellen - vielleicht ensteht dadurch eine ganz neue spannende Episode in deinem Film, von der du heute noch gar nichts weißt.

    Liebe Grüße & bleib dran! :)

  • sorrowful oben, das war meine Aussage.
    Wie folgt hast Du mich zitiert:

    was stört mich, was kann ich nicht ändern und womit kann ich leben.“


    Vayana kann entscheiden, etwas zu ändern und damit den für sie richtigen Weg zu finden. Das ist ein entscheidender Unterschied.

    Ich gehe mal davon aus, dass das verkürzte Zitat ein Versehen war.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Ups, ja entschuldige bitte, war ein Versehen.

  • Überlege dir mal ganz genau, was du dir vom Leben wünscht und wie es für dich (ohne deinen Partner und die Probleme) am aller Besten wäre. Einfach nur vorstellen - vielleicht ensteht dadurch eine ganz neue spannende Episode in deinem Film, von der du heute noch gar nichts weißt.

    Das werde ich nachher mal mit einem Tee in der Sonne machen. Darauf freue ich mich schon! Euch allen einen guten Start in eine zufriedene Woche 🌻

  • Hallo ihr Lieben, ich brauche mal eure Worte für etwas, was ich gerade nicht in eigene Worte bekomme. Hat jetzt nur am Rand mit meiner Geschichte zu tun.
    Meine enge und liebenswerte Freundin hat ein paar Aussagen gemacht, die ich für falsch halte. Sie meint, es gäbe so viele verschiedene Menschen, so viele verschiedene Arten von Sucht, dass es ihr zu schwarz weiß erscheint zu behaupten: nie wieder Alkohol ist das einzig richtige wenn man süchtig ist. Ihrer Meinung nach kann man das nicht so verallgemeinern, es gäbe auch bestimmt Menschen, die kontrolliert trinken können, mal ein Bier, ohne das das was macht. Und sie habe gelesen, dass man wissenschaftlich mittlerweile davon ab sei, zu behaupten, man sei Alkoholiker. Ich wollte mal eure Meinung wissen.
    LG

  • Aus welchem Grund ist denn Deine Freundin ein so großer Fan von "kontrolliertem Trinken"?

    Das scheint ihr ja immens wichtig zu sein.

    es gäbe auch bestimmt Menschen, die kontrolliert trinken können, mal ein Bier, ohne das das was macht.

    Ja, wenn sie keine Alkoholiker sind. :)

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Meine Meinung dazu ohne eigene Erfahrung zur Alkoholsucht ist, dass wenn jemand ab und zu trinken kann er nicht suchtkrank ist.

    Komische Meinung Deiner Freundin. Es sterben zig Menschen jedes Jahr auf Grund Ihrer Alkoholsucht .

    LG Momo

  • Es wird immer eine Gegenmeinung geben, die vorgibt wissenschaftlich belegt zu sein.

    Fakt ist aber auch, dass mit diesem „Programm“ sehr viel Geld verdient werden kann, denn es gibt viele Menschen, die gerne daran glauben möchten.

    Ich habe es über 10 Jahre probiert, immer und immer wieder. Bei mir ging es nicht.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Menschen, so viele verschiedene Arten von Sucht, dass es ihr zu schwarz weiß erscheint zu behaupten: nie wieder Alkohol ist das einzig richtige wenn man süchtig ist. Ihrer Meinung nach kann man das nicht so

    Die Schwierigkeit resultiert aus der Tatsache, dass es sich um Meinungen und nicht um fundierte Erfahrungen handelt, was häufig zu Argumentationen auf Basis von Halbwissen führt, die sich bei genauerer Prüfung als unhaltbar erweisen.

    Es ist nicht so, dass die betroffene Person böswillig denkt denn dieses Verhalten ist charakteristisch für co-abhängige Personen.

    Der einzige Weg aus der Sucht ist, clean zu leben, sonst verlängerst du dein Leiden nur.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

  • Ja, danke schon mal. Der Gedanke mit dem Halbwissen/ Gefühl vs Wissenschaft kam mir auch. Das kann man ja weit ausdehnen. Ich persönlich halte mich gerne an wissenschaftliche Fakten, die geben mir Sicherheit, die ich brauche. Schwierig finde ich es persönlich, wenn dann die Wissenschaft über den Haufen geworfen wird, weil jemand etwas anderes glaubt/meint/ fühlt. Da komme ich dann selbst an meine Toleranzgrenze.

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