Beiträge von AnnaBlume

    Totalabsturz mit gravierenden Folgen!

    Wie kann ich mir das vorstellen? Wirst du aggressiv? Verletzt du dich selbst? Bist peinlich? Musst nicht antworten wenn das zu intim ist. Du hast das aber schon mehrfach geschrieben und die gravierenden Folgen scheinen ja das zu sein was dich am meisten belastet.

    Ich war z.B. peinlich, bin aber auch schon schwer gestürzt. Vor allem hab ich diesen ständigen Kater und diese Unausgeglichenheit gehasst. Ich hatte ein ständig schlechtes Gewissen, war immer irgendwie angespannt, als würde ich auf etwas warten - inzwischen weiß ich auf was- die nächste trinkgelegenheit!

    Oh, du nervst echt. Ich erkläre es doch nicht jedes Mal."

    Und genau das bewundere ich auch. Das schaff ich noch nicht zu sagen dass SIE nervt. Ich würde sofort denken ‚klar versteht sie das nicht ist ja auch bescheuert‘. Ich will auch da hin, mich als kranke Person zu sehen auf die man gefälligst Rücksicht nehmen soll. Auf eine Person mit gebrochenem Bein nehmen auch alle Rücksicht auch wenn sie ‚selber schuld‘ ist weil sie unvorsichtig oder dappisch war.

    Da bin ich ganz bei dir Rina - das will ich auch mehr üben.

    Manchmal verabrede ich mich mit Freunden weil ich eigentlich gern mit ihnen bin. Ich merke aber im Nachhinein, dass es mir gar nicht so gut tut wie erhofft

    kenn ich von mir auch. Manchmal ist es so ein ‚wasch mich aber mach mich nicht nass‘ Ding. Ich will irgendwie Gesellschaft aber gleichzeitig will ich alleine rumliegen.

    Ich glaube da hilft nur Geduld. Erst mal Akku aufladen und dann Freunde- vielleicht in kleinerer Dosis als gewohnt. Also vielleicht erst mal telefonieren oder nur recht kurze treffen. Meine Tochter sagt zu sowas ‚mein sozial Akku ist leer‘. Das finde ich ein gutes Bild.

    Fakt ist mein Verhalten bei einem Absturz oder Blackout ist für mich nicht mehr akzeptabel

    So war es bei mir auch. Ich war auch nicht körperlich abhängig- aber die psychische Abhängigkeit ist ja das was die größten Probleme bereitet. Ich konnte auch mal 4 Wochen ohne. Aber immer wenn ich einmal angefangen hatte wollte ich mehr- oft bis zum absoluten Blackout, gefährlichen Unfällen, peinlichen Auftritten.

    Ich glaube es bleibt auch für Quartalstrinker das selbe: keinen Alkohol und das Risiko minimieren.

    Du sagst du willst dich nicht zu sicher fühlen um fast im gleichen Satz zu sagen, dass es dir nix ausmacht dich mit Alkohol zu konfrontieren. Aber muss man das? Dir macht es 20x nix aus und dann, Peng, haste die 5. Flasche am Hals. Ist mir nicht unbekannt. Deshalb sich lieber mal selber in Watte packen. Kein Weinregal im Supermarkt, keine saufenden Kumpels auf dem Weihnachtsmarkt. In deinem Kopf hockt nämlich das fiese kleine Suchtgedächtnis, das jedes Mal genau mitzählt wenn du mit Alkohol konfrontiert wirst- ist die Zahl erreicht, biste dran. Dummerweise ist die Zahl nicht fest und vorher nicht bekannt- deshalb kannst du nicht einfach das 30. weinregal oder die 10. Weihnachtsfeier weglassen. Such dir Orte und Menschen, die dir auch ohne Alkohol Spaß bringen und dir gut tun. Teste nicht deine Widerstandskraft sondern sei mal ganz bewusst weichei.
    Risiko muss ja nicht sein, wenn man es vermeiden kann.

    Wir sind eine lustige Clique

    Da wurde zwar schon darauf hingewiesen, aber ich lege nochmal den Finger in die Wunde. Diese Denke ‚lustige Menschen saufen, nüchterne Menschen sind langweilig‘ oder ‚feiern=trinken‘. Sind Glaubenssätze die tolle Argumente für nasse Alkoholiker, aber auch bei Menschen die gerne Alkohol trinken aber (noch) nicht süchtig sind sehr beliebt.

    Ich merke, dass ich super lustige Abende mit Freunden verbringen kann ohne jeden Alkohol. Aber nur mit Freunden die das ohne Alkohol schaffen. Die anderen waren saufkumpane und die habe ich seit Beginn meiner Nüchternheit nicht vermisst,

    Ich kenne so ‚lustige Cliquen‘. Da werden ‚lustige Sprüche‘ geklopft wie ‚kein Bier vor vier‘, ‚kein Alkohol ist auch keine Lösung‘ usw..

    Wenn man sich aber mal die ‚feucht fröhlichen‘ Abende verinnerlicht, verlaufen die alle nach einem festen und gar nicht mal so fröhlichen Schema ab. Ja zunächst ist die Stimmung aufgekratzt, es werden Sprüche gemacht, ‚lustige‘ Geschichten von Abstürzen erzählt, später wird es dann ‚deep‘- es wird auch geflirtet. Noch später, wenn die Amateure nach Hause gegangen sind und die Profis unter sich (spätestens jetzt kommt der Schnaps ins Spiel) ist eigentlich Schluss mit lustig. Die Gespräche drehen sich im Kreis, es kommt zu Missverständnissen bis hin zu sinnlosen Konflikten. Einige heulen oder knutschen, manche beides, irgendeiner macht dann was richtig peinliches (irgendwo hin pinkeln, Umfallen, kotzen usw.) was er dann auf der nächsten Party um es zu überspielen in eine Anekdote verpackt.

    Wer nicht trinkt ist entweder schwanger, muss fahren oder ist eben eine Spaßbremse. Punkt. Von außen betrachtet ist dieses Schauspiel nicht lustig. Trotzdem halten alle an diesem Verhalten fest. Man akzeptiert die Ausfälle der anderen- der Preis dafür ist die Zugehörigkeit.

    Wenn man versucht Teil einer solchen Clique zu bleiben und erhofft sich, dass man es weiterhin total lustig findet, bis zum Schluss diesem Beispiel mit einem Wasser in der Hand beizuwohnen, kann man nur scheitern. Vielleicht ist man 1-2 mal stolz und die anderen sagen: schau mal der trinkt nix mehr und ist trotzdem noch ‚so locker‘.
    Aber das ‚so locker‘ wird gar nicht locker sein und irgendwann versteht man nicht mehr, warum man da jetzt nur noch Zaungast ist. Schwupps, Rückfall.

    Zumindest ich habe es so erlebt. Meine versuche nicht zu trinken waren damals immer kurz. Erst als ich es wirklich nicht mehr wollte und ich auch keinen Bock mehr auf diese Dynamik hatte, fühlte sich das gut an.

    Ich habe meinen Freunden gesagt was los ist und die meisten verzichten von ganz alleine auf Alkohol wenn sie sich mit mir in kleinem Kreis treffen. Wenn es eine klare ‚saufveranstaltung‘ ist, sage ich das im Moment noch ab (bin auch erst 6 1/2 Monate nüchtern). Sogar den Geburtstag meiner Schwester hab ich abgesagt, weil sie sehr trinkfreudige Freunde hat, die mit ihr gefeiert haben. Sie hatte Verständnis- obwohl sie auch sehr viel trinkt.

    Ich glaube niemand aus dem engeren Umfeld wird sich weigern für dich - zumindest jetzt in der ersten sensiblen Zeit- auf Alkohol zu verzichten. Du musst nur offen sein und sie darum bitten. Viele Menschen verstehen nicht wie sehr es den alkoholiker gefährdet, wenn man vor seinen Augen trinkt- man muss da schon was sagen…

    da diese Diagnose wohl gerade angesagt wäre

    Genau das dachte ich beim Lesen auch gerade. Du hast eine schwere Zeit hinter dir, dein Mann ist jetzt trocken, aber natürlich bleibt da immer eine Rest-Anspannung. Ist es nicht völlig normal, dass du jetzt erst mal neben der Spur läufst und Symptome zeigst, die denen einer ADS ähneln?

    Ich will dir das nicht ausreden aber ich habe so den Verdacht dass ab und zu nach einem Etikett gesucht wird hinter dem Probleme gebündelt werden können. Auch an deinem Sohn ist die Sucht des Vaters nicht spurlos vorbeigegangen. Ein Happy End wie im Film gibt es nicht. Er ist trocken und nicht alles ist sofort gut. Ihr werdet langsam lernen müssen aus dieser ständigen Hab-Acht-Stellung raus zu kommen. Das braucht Zeit und im Idealfall auch professionelle Begleitung.

    Das hier im Forum zu schreiben war meiner Meinung nach genau richtig. Dein Mann ist trocken aber bleibt Alkoholiker und aich ihr bleibt Angehörige eines Alkoholikers - jetzt Gott sei dank trocken.

    Ich würde eher in diese Richtung schauen. Übrigens habe ich noch niemanden (niemanden!) getroffen, der einen Test auf AD(H)S gemacht hat und die Diagnose nicht bekommen hat. Die überdiagnostik von AD(H)S ist Gegenstand aktueller Forschung.
    Verstehe mich nicht falsch- ich leugne die Existenz der Erkrankung nicht, aber wundere mich dass ausgerechnet Menschen in sehr belastenden Situationen (Trennung/ Tod oder Erkrankung eines engen Angehörigen usw.) ausgerechnet in dieser Situation AD(H)S diagnostiziert bekommen.

    Also: ich prophezeie, dass du und dein Sohn die Diagnose bekommt, sobald jemand drauf schaut. Dann bekommt ihr beide Medikamente aber das eigentliche Problem ist damit nicht gelöst.

    den ich lieb(t)e

    Sie ist nicht nur deine Mitbewohnerin. Ich nehme große Verzweiflung wahr. Statt zu weinen wirst du sauer oder sarkastisch. Ich kann das emotional natürlich nachvollziehen. Aber ein Fake it till you make it funktioniert ja jetzt schon länger nicht- übersetzt: du versuchst so zu tun als wäre sie dir egal und hoffst dass das dann irgendwann wirklich passiert. Die räumliche Trennung würde auch dir helfen die Trauer über diese verlorene Liebe mal richtig ausleben zu können. Mit der besoffenen Ex im Zimmer nebenan stelle ich mir das fast unmöglich vor. Und sie kann auch nicht loslassen. Sie wird trotz sauferei ja auch merken dass da noch mehr ist als ein wenig Mitbewohner. Trennt euch. So richtig.
    Hilft keinem diese Konstellation.

    Du findest also, dass dieser Mann dein absoluter Traummann ist- nur in ohne Alkohol. Dummerweise gibt es ihn im Moment in ohne Alkohol leider nicht.
    Bitte mach nicht den Fehler und ziehe sehenden Auges mit zwei Kindern (!!!!) mit einem nassen Alkoholiker zusammen.

    Klar können die auch manchmal aufhören- dieses Forum ist voll von uns. Aber bitte schreit ‚hier‘ wenn auch nur einer hier aufgehört hat, weil der Partner gesagt hat ‚der Alkohol oder ich?‘. Egal wie toll ich meinen Partner gefunden habe, ich hätte mich in nassen Zeiten 100% gegen den Partner und für den Alkohol entschieden. Natürlich hätte ich es mir selbst verkauft als Befreiungsschlag von einer Spaßbremse, einem Kontrolletti, der nicht weiß wie man feiert und 5e nicht gerade sein lassen kann.

    Aufhören muss von einem selber kommen. Und damit ist es auch noch nicht getan. Die Nüchternheit muss gefestigt werden, das Umfeld verändert usw. Erst dann kann man langsam Vertrauen fassen, dass das was wird mit der Zukunft als neuer Familie ohne Alkohol als heimlichen Mittelpunkt. Und Garantie gibt es auch dann keine. Aber ohne das gibt es eine Garantie: dass die Nummer krachend scheitert und zwei Kinder Schaden nehmen.

    Aber wenn ich mich an meinen und eigentlich alle anderen 18. Geburtstage erinnere, geht es da alkoholtechnisch mächtig zur Sache.

    erstaunlicherweise ist das in diesem Freundeskreis nicht so- sie war schon auf einigen 18. Geburtstagen wo es erstaunlich gesittet zuging- zumindest Alkohol technisch. Ich sehe mich auch eher häkelnd im Eingang sitzen als im Getümmel. Quasi Türsteherin. Ich denke es nochmal durch.

    Ich habe mir für Januar einen Termin bei der Suchtberatung als Angehörige gemacht.

    Das ist eine sehr gute Idee. Ich weiß wie schlimm es sich anfühlt, wenn man sieht wie eine nachstehende Person sich zu Grunde richtet und man kann nichts tun.

    Dich kann ich nur bestärken absoluten Kontaktabbruch beizubehalten. Das ist genau der richtige Weg. So viele Klinikaufenthalte und Pofis die es versucht haben. Was willst du als Angehörige, die auch noch emotional verstrickt ist, tun? Du kannst nur für dich sorgen und das tust du ja offenbar.

    Ich will auch hier im offenen Bereich mal ein Update da lassen. Ich bin jetzt 6 1/2 Monate nüchtern und fühle mich sehr gut damit. Manchmal habe ich noch suchtdruck in sehr stressigen Situationen oder wenn mich ein Eindruck triggert. Aber nie wirklich stark und sehr kurz. Ich trinke dann sehr saure Zitronenlimo und/oder mache wechselatmung oder gehe mit dem Hund raus.
    Weihnachten rückt näher und das ist bestimmt für alle, für die es auch das erste nüchterne Weihnachten ist, ein Thema.

    Meine Familie habe ich mehrfach gebrieft, dass ich an Weihnachten Saft trinke und früher gehe wenn ich merke dass es mir zu viel wird. Es kann sein dass ich sehr früh gehe aber hier geht es ja um meine Nüchternheit und nicht um irgendwelche Befindlichkeiten.

    Mir hat dieses Forum bis jetzt total geholfen- wenn ich mir gerade diesen Thread nochmal durchlese merke ich, dass das so wie es am Anfang versucht habe, nicht dauerhaft funktioniert hätte. Wichtig war für mich den Satz ‚ich bin Alkoholikerin‘ hier das erste mal zu formulieren. Hier fällt es mir inzwischen leicht- ‚draußen‘ ist es immer noch schwer und ich verwende dort oft ausweichende Formulierungen wie ‚Ich habe ein Problem mit Alkohol‘ oder ‚Ich trinke nicht mehr- es war zu viel‘. Wichtig war auch zu begreifen, dass das Leben nicht dort stattfindet wo viel getrunken wird, sondern dass ich auf Grund meiner Sucht immer auf der Suche nach Trinkanlässen war und dann wurden die Trinkanlässe der Mittelpunkt. Ich musste im Kopf umswitchen von ‚ach ich kann ja noch auf jede Party und muss nur eben alkoholfreies Bier trinken‘ zu ‚was soll ich eigentlich da- ich stehe zwischen besoffenen und halte mich an alkoholfreiem Bier fest‘. Meine Freizeit hat sich total verändert. Statt Freitag Nacht durchzusaufen und den Samstag im Bett zu verbringen - vielleicht abends noch ne Runde und den Sonntag wieder zu verpennen, sind die Wochenenden plötzlich total lang.
    Ich treffe Freunde, gehe in die Therme, mache Sport oder hänge auch einfach mal rum- das musste ich ohne Kater erst lernen.

    Meine Probleme sind nicht alle plötzlich weg aber ich sehe sie klarer und gehe sie an.

    Das allerschönste ist aber, dass meine Jüngste mir immer wieder sagt, wie toll sie es findet, dass ich geschafft habe nüchtern zu werden und wie viel besser ihr diese nüchterne Mutter gefällt.

    Als große Ehre darf ich sogar als ‚Begleitperson‘ auf ihrem 18. Geburtstag sein (der Raum darf nur angemietet werden wenn eine Person über xy Jahre anwesend ist). Das wäre in der nassen Zeit nie passiert (sie hätte Angst gehabt dass ich mich betrinke und peinlich werde) und macht mich sehr stolz.

    Guten Morgen Joryn,

    auch von mir herzlich willkommen und toll dass du hergefunden hast. Ich habe auch trotz Alkohol im Alltag mit Job und zwei Kindern gut funktioniert und in einer sehr belastenden Lebenssituation aufgehört. Jetzt bin ich seit etwas mehr als 6 Monaten nüchtern und die Klarheit hilft auch meine Probleme strukturierter anzugehen.

    Obwohl man es dir im Alltag nicht offensichtlich angemerkt hat, wirst du sehen, dass deine Kinder mit ihren feinen Antennen nach und nach einen Unterschied merken werden. Das ist eine der vielen schönen Auswirkungen deiner Nüchternheit.

    Am Anfang meiner Nüchternheit habe ich noch viele Fehler gemacht - z.B. war ich noch auf Veranstaltungen wo Alkohol im Fokus stand und habe einfach das übliche Bier durch alkoholfreies ersetzt, was für mich als Alkoholikerin gar nicht geht.

    Hier hat man mir geholfen umzudenken. Es geht nicht darum den Alkohol einfach zu ersetzen sondern das Verhalten wirklich zu verändern. War schwer für mich, weil ich dachte ‚ich mach doch schon alles und jetzt warnen die hier rum‘, aber recht hatten sie- na klar, sind ja auch erfolgreich trocken geblieben- manche schon Jahrzehnte.

    Warum ich dir das schreibe? Weil dein Punsch auf dem Weihnachtsmarkt mich an mein alkoholfreies Bier zu Beginn erinnert hat. Solche Ersatzgetränke, die alkoholischen Getränken in Geschmack und Aussehen ähneln, dann noch in einer Runde getrunken, in der alle das ‚Original‘ in der Hand halten, macht was mit unseren Sucht-Hirnen- auch wenn man das zunächst vielleicht gar nicht bewusst wahrnimmt und erst mal der Stolz, nicht das ‚Original‘ zu trinken überwiegt.

    Deshalb: Grundbausteine lesen und wirklich zu Herzen nehmen.

    Schön dass du da bist!

    Deine Anna

    Unsere regelmäßigen Streits gingen durch die Decke, von Gläser zerbrechen bis übelste Beschimpfungen, es war alles dabei, von beiden Seiten.

    Und am nächsten Tag war er dann meist aggressiv, schlecht gelaunt wenn ich keine Lust auf Sex hatte und schnell gereizt, wenn er sich eingeengt oder bevormundet gefühlt hat.

    Das klingt nicht nach einer schönen Beziehung. Du sagtest es wäre anders wenn er nicht so viel trinken würde, aber du kennst ihn ja nur so.
    Er leugnet sein Problem und möchte nicht aufhören zu trinken. Also wird es nicht besser werden sondern eher schlimmer. Versuche nicht mehr seinen Konsum zu überwachen und ängstlich zu beobachten, sondern schau was du für dich tun kannst. Du sprichst schon von Trennung. Was hält dich - außer der vagen Hoffnung darauf, dass es so schön wird wie es nie war, aber wie du es dir mit 16 erträumt hast? Zeit aufzuwachen. So schmerzhaft es ist.

    Ok die Antworten hier sind eindeutig. Von einem Besuch an Weihnachten würde auch ich ganz dringend abraten! Du hast es sogar von hochoffizieller Stelle- ihr Verhalten ist Kindeswohl gefährdend. Ich gehe sogar noch weiter. Ist sie weit genug weg, dass du ausschließen kannst, dass sie plötzlich bei euren Feierlichkeiten auftaucht und das Weihnachtsfest für die Kinder in einen Albtraum verwandelt? Oder übers Telefon versucht doch noch dabei zu sein?

    Weihnachten ist emotional sehr aufgeladen. Für sie, die sich wahrscheinlich ausgeschlossen fühlt, wird das ein Anlass zur Eskalation sein. Seid weit weg. Türen abschließen, Klingel und Handy aus.

    Ich muss es an Weihnachten ähnlich machen. Nicht schön aber notwendig.

    Hab mir ‚Rückfälle’ gestern spät noch angeschaut. Wirklich bedrückend. Man wird so wütend auf dieses bekloppte Umfeld. Diese Mutter!

    Aber natürlich auch auf ihn. Traurig. Und schlimm dass es so alt ist und trotzdem vieles noch genau so. Das bleibt hängen- auch wenn ich sehr weit weg von seinem Stadium war bin ich heilfroh lange vorher ausgestiegen zu sein!