Heute im Spiegel ist ein alter Artikel von Januar 2023 über Alkoholismus bei Frauen. Er ist etwas oberflächlich geraten, aber in dieser pseudo feministischen Attitüde ‚schicker Wein am Feierabend‘ erkenne ich mein saufendes ich in manchen Phasen schon wieder.
Nur weil der Wein teuer, das Glas hübsch ist und dabei noch ein Buch auf dem Tisch liegt, ist das Trinken ja nicht plötzlich was völlig anderes. Das waren meine Versuche ‚kultiviert‘ zu trinken. Die Flasche war am Ende auch mit Chichi leer und wenn ich dann nicht genug hatte bin ich in die Kneipe weiter gezogen. Das war so weit weg von Chichi wie nur was, aber im Kern ging es um das selbe- Alkohol.
Ich bin eine überzeugte Feministin, aber das heißt nicht dass man dringend den statistischen Gap zwischen Männern und Frauen in selbstschädigenden Verhalteb ausgleichen muss. Aber irgendwie schwebte diese Idee in mir. So ein Quatsch.
Dass man ‚nüchtern die bessere Feministin‘ sei- wie im Text so schön gespreizt formuliert wird, kann ich nicht beurteilen.
Nüchtern ist man halt eine nüchterne Feministin. Klingt nach Crazy Cat Lady- fühlt sich aber gut an!