Beiträge von Sonnenschein CoA

    Hallo releaseme,

    Was war dann wirklich euer erster Schritt - wenn ich die Trennung ausspreche, wie ging es dann bei euch weiter? Ich sollte dann wahrscheinlich schon einen Plan haben bzgl Wohnen? Ward ihr vorher mal bei einem Anwalt?

    Mein erster Schritt war die Vorbereitung. Geld beiseite legen, Krankenkasse der Kinder auf mich umschreiben, Gehaltserhöhung durchgesetzt und anwaltliche Beratung eingeholt. Und immer Information und Daten gesammelt.

    Als es dann zum Rückfall kam, musste ich gar nicht mehr darüber nachdenken, was ich tun soll. Das kam ganz automatisch.

    Eine große Sorge ist auch, das Sorgerecht.. ich will ihn nicht mit den Kindern allein lassen 🫣

    Wie alt sind die Kinder? Da kannst du auch viel Hilfe vom Jugendamt bekommen, grad wenn das Kindeswohl gefährdet ist.

    Für mich stellt sich jetzt die Frage, wie weit ich ihn wieder in mein Leben lassen kann und will.


    Puhhhhh, ganz ehrlich?

    Ich würde nicht mal auf die Idee kommen, ihn noch einmal in mein Leben zu lassen, egal wie trocken und geläutert er ist. Lies dir bitte noch einmal durch, was du hier alles geschrieben hast. Ich hab das bei dir nur gelesen und mag mir gar nicht vorstellen, wie es sein muss, das tatsächlich erlebt zu haben. Meinst du, du kannst das vergessen und vergeben und einfach weitermachen?

    Und dann muss ich hier wieder an Hartmut denken. Er hat mir damals ganz klar zu verstehen gegeben, wie hoch die Rückfallquote im 1.Jahr ist. Willst du das alles noch einmal erleben und dann wieder mit der Entwöhnung von ihm von neuem beginnen?

    Da würde ich lieber den Mount Everest besteigen. Das klingt weniger anstrengend und riskant.

    Guten Morgen Simsalabim,

    mach das.

    Das sind so kleine versteckte fiese Botschaften, die einen an der eigenen Wahrnehmung zweifeln lassen.

    Mein Noch-Mann hat mir vor ein paar Tagen offenbart, dass er seinen letzten Klinikaufenthalt vorzeitig beendet hat, weil er Sorge hatte, dass ich mir einen anderen Mann suche, wenn er so lange weg ist.

    Die Wahrheit ist, dass er sein Problem nicht ernsthaft angegangen ist, sondern weiter Drogen konsumiert und die Regeln gebrochen hat und somit aus der Klinik geflogen ist. Ich kenne ihn seit 23 Jahren und habe ihm nie Grund zur Eifersucht gegeben. Selbst jetzt in der Trennung währe ein neuer Partner das letzte auf meiner Liste.

    Aber so hat er die Schuld für sein Scheitern auf mich abgewälzt und muss sich nicht weiterhin eingestehen, dass er krank ist oder sich damit auseinandersetzen. „Schließlich macht er das ja nur, weil ich einen anderen Mann habe.“ so einfach funktioniert sowas.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag.

    du meinst, anders übersetzt, derjenige der meint, wenn du das anders willst als ich mich verhalte kannst ja gehen… der macht sich’s leicht incl Schuldumkehr…?! ?

    Hallo Simsalabim,

    genau so ist es in den meisten Fällen. Die wenigsten hier haben ihren Partner als Alkoholiker kennenlernt. Man heiratet doch nicht einen Kompromiss. Im Laufe der Jahre verändert man sich und dann scheitern Beziehungen eben, ganz klar. Doch bei der Thematik Alkohol sehe ich das ganz anders. Da spielen ganz viele Gefühle und Manipulationen eine Rolle. Da wird jemand nicht abgelehnt, sondern so benutzt, wie man ihn braucht.

    Willkommen Universe,

    bitte nicht falsch verstehen……. aber ich möchte dir mal ein paar Denkanstöße geben.

    Ich habe mich von meinem Ehemann nach 22 Jahren getrennt und spüre endlich wieder was es heißt glücklich mit einem Mann zu sein.

    Bist du wirklich glücklich? Warum bist du dann hier? Deine Vorstellung hört sich für mich nicht nach Glück an, sondern sehr anstrengend. Warum tust du dir das an nachdem eine lange Ehe bereits gescheitert ist. Hast du nicht vielleicht höhere Ansprüche an eine Partnerschaft?

    Mein Partner ist schon älter und ist vor 5 Jahren noch mal Vater geworden (die Mutter des Kindes ist schwere Alkoholikerin und das Kind muss da raus) Ich bemühe mich gerade mit meinem Partner um einen Termin bei einer Beratungsstelle bzgl der Mutter und am wichtigsten des Kindes.

    Meinst du, dass er der richtige Ersatz für das Kind ist? Ist er nicht genauso krank wie die Mutter? Nach deinen Beschreibungen würde ich ihn nicht die Verantwortung für ein Kind übergeben.

    Das hört sich nach einer Co-Falle an, also einem Spruch eines Alkoholikers, um den Angehörigen an sich zu binden. Falle nicht darauf rein.

    Da bin ich ganz bei Linde. Er hat eine neue Co gefunden und dich wahrscheinlich da, wo er dich haben will.

    Pass auf dich auf!!!

    Hallo Foxi,

    es tut mir leid, was du ertragen musst. Löse dich. Er ist erwachsen!!!! Du darfst aufhören ihn zu bemuttern.

    Vor ungefähr einem Jahr, als der körperliche Verfall meines Nochmannes nicht mehr zu übersehen und für mich einfach nur noch unerträglich war, habe ich zu ihm folgendes gesagt: „Du siehst aus wie ein fast 90 Jähriger Pflegefall. Ich bin Anfang 40 und ich werde dich nicht für den Rest meines Lebens pflegen. Du hast es selbst in der Hand etwas zu ändern. Ich stecke dich in ein Heim.“

    Mich haben danach lange Schuldgefühle geplagt, aber ich konnte auch das ablegen. Jetzt ist er noch mehr eingeschränkt und krank und ich bin diese Last los.

    Bleib bei dir und deinen Lieben um dich herum. Du hast eh schon sooo viel zu tragen. Verschwende nicht deine kostbare Energie an ihn.

    Hallo Tumaini,

    ich möchte mich gerne Aurora anschließen. Das ist mir beim Lesen deiner Vorstellung gleich aufgefallen:

    und aus meinem Freundeskreis erhalte ich nur den Ratschlag, es "die paar Jahre" doch noch auszuhalten, ich würde doch nicht geschlagen und fremdgehen würde doch auch fast jeder.

    Häää? Wie bitte? Das sollen Freunde sein? Meine Freunde würden mir sowas nie sagen. Es ist vollkommen egal, wie alt du bist. Dann erst recht…! Willst du den Rest deines Lebens so verbringen? Unglücklich und gedemütigt?

    Wenn du meine Mutter wärst, würde ich dich ermutigen und unterstützen. Und als Freundin mindestens genauso.

    Gehe ich, erwartet mich vermutlich die Altersarmut, trotz Zugewinn- und Versorgungsausgleich.

    Hast du keine Familie, die dich unterstützen kann auf deinem Weg?

    Gib nicht so leicht auf! Man lebt nur einmal und jeder Tag ist vergänglich und kommt nicht zurück.

    Du bist wertvoll und wichtig. Stell dich nicht hinten an!!!

    Bei ist die erste volle Schulwoche schon fast rum und wir bemühen uns noch in den Alltag reinzufinden, das frühe Aufstehen schlaucht sehr. Ansonsten gehts uns ganz gut, jetzt jagt wieder ein Termin den nächsten, ich sag nur, 5 Elternabende in 14 Tagen :lol: ;(

    Ohh, ich fühle mit dir. Das ist immer der Horror… da fällt mir grad ein, dass ich noch ein paar Schulbücher bestellen muss 🫣🤣

    Wie lässt man eine Gewohnheit los und ein Leben, wenn man es nicht anders kennt? Für mich ist leider schon Vieles normal, wo eine andere schon längst reißaus genommen hätte.

    Hallo Releaseme,

    Du spürst doch, dass es nur noch Gewohnheit ist und die Realität sich für dich verschoben hat. Also stimmt das Gleichgewicht nicht mehr.

    man sieht den Menschen hinter dem Alkoholiker, den es aber so nicht mehr gibt.

    Und das ist dein Schlüssel da heraus zu kommen.

    klar sag ich mir, dass er nicht mehr der is, der er war, er hat sich auch optisch extrem verändert.. starke Gewichtsabnahme, er sieht abgeschlagen aus, er hat außerdem ein burnout..

    Ich habe meinen Nochmann in meinem Herzen beerdigt. Ich habe schöne Erinnerungen, aber IHN gibt es nicht mehr. Er ist jetzt jemand anderes und er wird nie mehr der alte werden, und er hat viel Unheil über sich und seine Familie gebracht. Er ist Ballast und kann sich nur selbst aus der Situation befreien. Bis dahin wird manipuliert und eine Scheinwelt aufgebaut.

    Und ich kann jetzt diesen schlechten Film aus meinem Leben verbannen. Ich muss mir das nicht mehr mitansehen. Und wenn ich nun mit etwas Abstand mitbekomme, wie sein Weg immer weiter bergab geht….dann kenne ich ihn noch weniger. Das es so einmal kommen würde, hätte ich NIEMALS gedacht. Und hätte ich es früher gewusst, wäre ich früher ausgestiegen. Ich hatte auch immer die Hoffnung, dass er die Kurve kriegt.

    Am Ende habe ich mit mir meinen inneren Frieden geschlossen. Alles musste so kommen, wie es gelaufen ist. Sonst hätte ich es nicht verstanden und den Absprung nicht geschafft. Irgendwann war der richtige Moment für jeden kleinen Schritt da. Ich habe wieder meiner Wahrnehmung und meiner Intuition getraut. Und davon haben wir Frauen reichlich.

    Mach kleine Schritte. Du musst nicht gleich die Zugspitze bezwingen. „Der Weg ist das Ziel“

    Fühl dich gedrückt!

    Hallo Panama,

    die Kinder sind wieder zurück und meine Mutter bleibt noch ein paar Tage hier. Die nächsten Tage sind bei uns einige Geburtstage und ich hab mir die Woche frei genommen. Wir haben Spaß, genießen noch die Ferien und kommen zur Ruhe.
    Mein Nochmann meldet sich alle 2-3 Tage und die Spirale dreht sich für ihn weiter nach unten. Nur jetzt ohne uns. Das tut gut.

    Wie geht es dir Panama?

    Guten Morgen Roser,

    Aber du hast es zum Schluss geschafft und das zählt.
    Warscheinlich ist die Schwierigkeit auch, weil es eben auch so vergesellschaftet ist…. Das Bier zum Feierabend oder der Sekt zu Silvester…

    Wie reagiert das Umfeld, wenn ich nein sage und auch dabei bleibe.

    Das ist großer Mist. Ich bin auch mit 2-3 Feierabendbieren meines Vaters aufgewachsen. Aber das ist nicht die NORM. Das ist es nur in deinem Leben. Dir wurde das weiß gemacht. Ich brauche so etwas nicht und sonst auch niemand. Und deine Tochter schon gar nicht. Was soll ihr das für ihr Leben mitgeben?

    Komm ins Handeln. Fang an. Mach den ersten Schritt. Du hast hier so viele Anregungen bekommen, aber du musst auch bereit dafür sein. Das ist wie für den Alkoholiker, der zum Arzt gehen und sich öffnen muss. Und wenn du erst einmal mit jemanden außenstehenden gesprochen hast, z.B beim Amt, dann wirst du überrascht sein, wie viel Mitgefühl und Unterstützung du bekommst. Und dann fällt ein Stein nach dem anderen.

    Hallo Alex2120,

    Ich habe bei dir mitgelesen und möchte dir kurz etwas dazu schreiben. Das ist meine Erfahrung und muss bei dir nicht auch so sein, aber vielleicht findest du Parallelen.

    Auch wenn meine Partnerin noch nicht doe mega Mengen trinkt, betrunken redet oder hin und her wankt, so wie manche diese ganzen Erfahrungen hier im Forum schildern, so habe ich die Befürchtung, dass es mehr werden könnte und dieses Vorstadium irgendwann nahtlos in etwas Schlimmeres übergeht.

    Worauf sie meinte, ich würde damit den bitter Lemon "verschwenden" und überhaupt vom Alkohol sowieso nichts schmecken.

    Als langjährige Co schrillen bei mir im Kopf so viele Alarmglocken, dass kannst du dir nicht vorstellen.

    Mein Nochmann hat auch immer gerne Alkohol getrunken, keine großen Mengen, und wir waren damals noch sehr jung als wir uns verliebten. Ich dachte immer er wird ruhiger im Alter. Aber in der Rückschau war es anders.

    Er war viel mit Freunden weg und ich viel Alleine. Dann kamen die Kinder. Er ging weiterhin weg und ich war immer noch alleine. Dann habe ich angefangen ihn auf seine Trinkmengen aufmerksam zu machen und dann sogar dokumentiert, damit er es SIEHT. Alles Quatsch. Er hat geleugnet und wir haben uns gestritten und er hat gedroht mich zu verlassen. Dann hat er erst recht getrunken, um mir zu zeigen, dass er machen kann was er will. Also habe ich angefangen das Problem zu ignorieren. Aber auch das hat nichts geändert. Er hat weiter getrunken. Dann kam von mir die Ansage, dass er nichts mehr mit nach Hause bringen darf nach der Arbeit. Also kam er weniger Heim und blieb irgendwann die ganze Nacht weg. Es folgten Autounfälle und immer auffälligere Probleme in der Arbeit. Also nahm er zusätzlich Kokain. Nun ist er von beidem abhängig. Er hat Job, Führerschein, Gesundheit, viel Geld und letztendlich Frau und Kinder verloren. Und er macht weiter!!!!!!

    Und in all der Zeit hat er es immer wieder geschafft Trinkpausen (einmal sogar 14 Wochen) hinzulegen, in denen er sich besser gefühlt hat und angeblich sein Problem VERSTANDEN hat. In all der Zeit hat er auf Festen immer wieder mal gar nichts getrunken und am Wochenende daheim grundsätzlich nicht. Daher hat das Umfeld kein Problem erkannt. Er hat 5 oder 6 Jahre lang eine Traumatherapie gemacht und trotzdem…. Er ist zum Meister der Täuschung und Manipulationen geworden. Letztes Jahr im Herbst mit meiner Anmeldung hier bin ich Stück für Stück aus dem System ausgestiegen. Und er ist innerhalb weniger Monate untergegangen.

    Möchtest du so eine Zukunft?

    Also „Typ“ ist in meinem Wortschatz auch eine abwertende Bezeichnung. Ich würde mich freuen, wenn diese unsinnige Diskussion aufhören würde. Ich möchte dem nicht eine Bühne in meinem Faden geben. Dann tut das bitte bei euch.

    Jeder darf seine Meinung sagen und man muss das nicht gut finden. Aber wenn man nichts konstruktives beizutragen hat, muss man sich auch nicht äußern.

    Und dann im Co-Faden die Co‘s als empfindlich abzustempeln ist auch nicht okay. Ich als Co denke mir bei vielen Alkoholikern auch meinen Teil und würde es mir niemals wagen auch nur eine Wertung oder einen Kommentar abzugeben, es sei den es ist hilfreich. Begegnet euch mit Respekt und provoziert nicht. Jeder von uns ist hier, weil er Hilfe braucht.

    Ich für mich könnte meinen Mann aktuell alles heißen, tue ich aber nicht. Er ist krank und hat keine Einsicht sich helfen zu lassen. Und oben drein macht er mir und den Kindern das Leben zur Hölle. Selbst die Anwältin hat lediglich auf eine Entscheidung des Richters bis zum Wochenende gehofft. Auch sie war überrascht, dass es so schnell ging. Und ja, es war ein Richter und keine Richterin. Ich schreibe hier schließlich nicht über alles im Detail. Scheinbar waren die Vorkommnisse und die Textnachrichren für das Gericht mehr als Grund für die Entscheidung. Und vielleicht bin ich in der Hinsicht nicht empfindlich, sondern abgestumpft, um das eigentliche Ausmaß dessen ich ausgesetzt war greifende zu können.

    Gegenfrage: Woraus schließt du, dass ich glaube, man hätte ihn anhören müssen.
    Ob und was eine Anhörung hätte bewirken können, bin ich nicht in der Lage zu beurteilen.

    Natürlich darf eine Frage auch NUR eine Frage sein. In deiner NUR Frage lässt mich das Wort „DURFTE“ stutzig werden. Das hat schon an sich eine Wertung abgegeben.

    Ich hab ein paar unschöne Erinnerungen an dich aus der Anfangszeit als ich hier aufgeschlagen bin. Aber das lässt mich jetzt nicht mehr straucheln.

    Schade, dass ich keine richtige Antwort von dir erhalten habe. Es hätte mich schon interessiert wie „die andere Seite der Macht“ das wahrnimmt.

    Eine Frage noch, wie läuft das denn jetzt beruflich bei dir, hast du nicht mit ihm zusammen gearbeitet?

    Beruflich läuft es für mich ganz gut. Er wurde inzwischen gekündigt zum Jahresende und ist seit Mitte Mai krankgeschrieben. Ich hab also in der Arbeit meine Ruhe vor ihm. Nur muss ich immer noch tagtäglich seine Fehler, Lügen und Schäden aufgrund nicht geleisteter Arbeit ausmerzen. Ich habe viel Rückenstärkung, aber an manchen Tagen belastet mich das. Dann schäme ich mich für ihn und als Ehefrau wird man da von Kunden natürlich in die Verantwortung genommen.