Hallo zusammen,
ich möchte dazu noch etwas loswerden.
Mein Mann ist nur Biertrinker. Seine Aussage dazu ist immer was ich denn hätte er trinkt doch nur Bier und keine Kurzen oder ähnliches. Wenn ich aber sehe dass es im Durschnitt 6 Bier/Tag sind und sm Wochenende sogar bis zu 10 dann sage ich dazu nur Alkohol ist Alkohol. Er ist so garnicht einsichtig. Normale Getränke sind es kaum, die kann ich an einer Hand abzählen die er in der Woche trinkt. Da kommt er vll auf 2 Liter alkoholfreies.
Ironie an:
Also mein Mann ist „nur“ Vodka-Lemon-Trinker. Und auch nur 1-2 Dosen am Tag.
Ironie aus !
Meiner Erfahrung nach ist alles „nur“ und tatsächlich sieht es anders aus oder ist bedeutend mehr oder andere Substanzen kommen mit der Zeit dazu (weil die kann man nicht riechen).
Noch kann ich es nicht lassen ihn zu kontrollieren.
Das solltest du dringend einstellen. Es ändert nichts an seinem Trinkverhalten und es stresst DICH. Seit ich damit aufgehört habe, geht es mir viel besser. Ich bin befreit, als hätte jemand eine Last von mir genommen.
Es ist so zermürbend, aber ich liebe ihn über alles und möchte ihn auf keinen Fall verlieren.
Sorry, aber du hast ihn schon verloren. Sein Herz gehört dem Alkohol. Du bist nur praktisch, solange du nicht störst in der Beziehung zwischen ihm und dem Bier.
Hat von euch schon mal jemand den Hausarzt eures Mannes darüber informiert welche Vermutung ihr habt?
Das finde ich übergriffig und bringt doch nichts. Was soll der Hausarzt machen, wenn er nicht hingeht und sich nicht helfen lassen will? Er ist noch nicht bereit zur Einsicht und wird es vielleicht nie werden.
Dann habe ich noch eine Frage. Gibt es denn auch Fälle die Positiv ausgegangen sind. Man liest hier oft dass das kämpfen gegen den Alkohol oftmals doch nur der Alkohol gewinnt und alles kaputt gegangen ist.
Die gibt es wohl schon. Einige wenige. Wenn du dich bei den Co‘s mal durchliest wirst du feststellen, dass das eine sehr kleine Minderheit ist. Ich habe auch immer geglaubt, dass ich und die Kinder alles für meinen Mann sind. Und schließlich sind wir beste Freunde und Seelenverwandte, einfach ein besonderes Paar, dass durch viele schwere Zeiten gegangen ist. Aber die Realität ist anders: Er trinkt weiter, obwohl er weiß, dass er mich verliert. Er trinkt weiter, obwohl er weiß, wie er den Kindern weh tut und das sie ihn inzwischen hassen. Er trinkt weiter, obwohl er gerade seinen Job verliert und seine Geschäftsanteile an Wert verlieren. Er trinkt weiter, obwohl er körperlich ein totales Wrack ist und auch sein Hirn merklich Schaden genommen hat.
Mittlerweile bin ich so weit dass wenn ich der Meinung bin dass ich nach Hause möchte einfach gehe und nicht warte ob er noch eins trinkt oder nicht. Somit gebe ich die Verantwortung an ihn ab.
Sehr gut. Ich habe das damals auch gemacht. Und genauso musst du die Verantwortung beim Flaschenzählen abgeben. Ich mache inzwischen alle Aktivitäten ohne ihn oder sage ab, wenn er vor hat hinzugehen. Das meiste kann er aufgrund des schlechten gesundheitlichen Zustandes eh nicht mehr machen.
Hast du Kinder? Das ist, wie ich finde auch immer noch einmal ein anderes Thema. Ich kann mir Zeit lassen und mich demnächst nur auf mich konzentrieren
Gerade wenn du Kinder hast, solltest du einen Gang höher schalten. Bis vor 5 Monaten habe ich noch geglaubt, dass meine Kinder das nicht so mitbekommen bzw. nicht so darunter leiden. Jetzt sehe und höre ich, welchen Schaden sie bereit erlitten haben.
Befreie dich. Du verlierst nur wertvolle Zeit. Die Schritte dürfen winzig sein und du darfst auch mal verharren und trauern , aber geh weiter, wenn die Kraft es zulässt. Wenn er dann zur Einsicht kommt und noch nicht so kaputt ist, dass er ein Pflegefall ist oder eine andere Persönlichkeit angenommen hat, dann kann man auch ein Paar mit getrennten Haushalten sein. Das gibt es hier auch mehrfach.
Bleib stark. Ich denk an dich.
Liebe Grüße