Beiträge von Sonnenschein CoA

    Hallo Anonyma,

    das Forum ist oft hart, aber dafür auch kritisch und unverblümt. Ich möchte mich an dieser Stelle auch mal outen.

    Ich selbst kann sehr gut auf Alkohol verzichten. Doch ein oder zwei Mal im Jahr, zu bestimmten Anlässen, würde ich gerne eine Party mit Freunden feiern, wo für mich Alkohol in Maßen dazu gehört. Einfach mal abschalten und Spaß haben.

    Sofern man mit einem trockenen Alkoholiker zusammen lebt, geht das natürlich nicht.
    Doch da fängt bei mir auch das Grübeln an, wie bei dir scheinbar auch.

    ER hat sich in diese Situation gebracht und mich mit hineingezogen, trotz unzähliger Warnungen. Soll ich nun wirklich den harten Weg der Entwöhnung mit ihm gehen, sofern er bereit dazu ist? Soll ich ewig Angst vor einem Rückfall haben? Soll ich nicht wieder auf mich achten? Soll ich auf Partys mit Freunden verzichten? Soll ich auf ein Glas Wein im besonderen Restaurant verzichten? Soll ich mich seinen Bedürfnisse anpassen? Habe ich das nicht in der „nassen Zeit“ schon viel zu lange gemacht und mich vernachlässigt? Jetzt einen steinigen Weg gehen und sich dann doch wieder zurück nehmen? Reicht dafür die Liebe noch aus oder ist der Zug schon abgefahren?

    Hallo Koda,

    wie geht es mir? Danke der Nachfrage und danke für dein Interesse.

    Tatsächlich weiß ich es grad nicht. Mmmhhh ……

    Ich habe eine Anlaufstelle für mich und die Kinder gefunden, allerdings haben wir das noch nicht in Anspruch genommen. Momentan ist jeder von uns dreien im Alltag voll eingespannt und wir geben uns gegenseitig viel Halt. Uns momentan mit Fremden zu diesem Thema auszutauschen, fehlt uns die Kraft. Es geht uns aber gut.

    Ich halte weiter an meiner Linie fest und gehe meinen Weg und mache Pläne für die Zukunft. Wir führen grad Parallelleben. Er war jetzt sehr oft die letzten 2 Wochen erst mitten in der Nacht daheim. Er scheint noch zu trinken, aber sehr viel weniger. Ich rieche es, würde es ihm aber nicht ansehen. Er versucht mich weiterhin zu manipulieren und vielleicht damit auch zu bestrafen. Kommt mitten in der Nacht heim, obwohl er schon Stunden früher da sein wollte und er weiß , dass ich mich sorge. Angeblich ist er arbeiten, aber ich weiß, dass das nicht stimmt. Anfangs habe ich geglaubt, dass er weg bleibt um ungestört trinken zu können. Daheim darf er es seit Jahren nicht mehr und betrunken darf er nach der letzten Auseinandersetzen auch nicht mehr nach Hause kommen. Das scheint er zumindest verstanden zu haben. Wenn er nun trinkt und nach Hause kommt, wenn ich schon schlafe, dann passt es wieder für ihn.

    Ich hingegen habe gute und schlechte Tage. An den schlechten Tage bin ich niedergeschlagen, kraftlos, traurig und liege nachts viel wach. Vorgestern hatte ich abends seit langem mal wieder eine Panikattacke. An guten Tagen finde ich in MEIN Leben zurück. Es tut mir gut, wenn er nicht da ist. Auch wenn ich ihn emotional sehr vermisse und manchmal einfach nur in den Arm genommen oder gekuschelt werden möchte. Ich bin mit Freunden weg gegangen ohne ihn einzuladen. Mir war klar, dass dort Alkohol getrunken wird und er deshalb nicht dabei sein kann und ich ihn nicht dabei haben will. Mein sich weiter veränderndes ICH verunsichert ihn immer mehr. Das ist ganz klar erkennbar. Er reitet immer noch darauf rum, dass alles andere Schuld daran ist, dass zwischen uns keine Nähe mehr statt findet. Natürlich aber nicht der Alkohol. Er hat seinen letzten Arzttermin nicht wahrgenommen und sich sonst auch keine weitere Hilfe gesucht. Ich denke, er versucht sich im kontrollierten Trinken.

    Ich bin ihm jedoch schon viele Schritte voraus und bleibe bei meinen Vorsätzen. Ich habe die letzten Jahre und vor allem Monate mehr als genug klar gemacht, was ich fühle und wie sehr mich sein Verhalten verletzt und welche Konsequenzen ich daraus ziehen werde. Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

    Auch beruflich habe ich mir Gedanken gemacht und werde ab Januar einige Änderungen verkünden und durchziehen, damit ich mich besser fühle und nicht alle Kraft für die Arbeit drauf geht.


    Ich weiß, dass ich standhaft bleiben muss und versuche so viel wie möglich hier mitzulesen, um nicht vom Weg abzukommen.

    Vielleicht kann ich so gut ins neue Jahr starten.

    Liebe Grüße

    Hallo Jump,

    da muss ich dir entschieden widersprechen:

    Hmmm, ich hatte den Eindruck sie ist nicht "gerutscht", sondern wurde doch aufgefordert dem Vater einen Brief zu schreiben.

    Sonnenschein, ich bekomme das Gefühl nicht los, dass du deine Kinder zu sehr mit rein ziehst und hoffst sie könnten durchdringen zu deinem Partner. Um ihn doch noch zu einer Einsicht zu bewegen.

    Solange er nass ist sind solche Briefe sinnlos. Da lässt du deine Kinder doch ins offene Messer laufen.

    Wie ich erklärt habe, habe ich keines meiner Kinder zu irgendeinem Zeitpunkt gedrängt irgendwelche Briefe an Ihren Vater zu schreiben. Sie ist 17 Jahre alt und bekommt sehr viel mit, darauf habe ich keinen Einfluss. Und wenn ihr Vater seinen Alkoholismus vor ihr auslebt und seine Tasche vor den Augen der Kinder packt…. was soll ich dann sagen? „Alles wird gut. Es ist nicht so wie es scheint.“ Sie ist 17 und nicht 7. Wenn ich das Vertrauen meiner Tochter nicht verlieren möchte, dann muss ich für sie da sein, auch wenn es unangenehm ist. Und wenn sie Redebedarf hat, es aber nicht loswerden kann, weil er immer betrunken ist, dass soll sie doch lieber alles aufschreiben, als es in sich hinein zu fressen. Es gab nie den festen Plan, im den Brief zu geben. Das hat sie entschieden. Und das sie genauso Co-abhängig ist, haben wir bereits verstanden. Sie ist 17. Sie ruft auch ihren Vater an, wenn sie das möchte. Ich kann ihr nur einen Hinweis geben, wenn ich weiß, dass er bereits neben der Spur ist. In dem Alter kann ich das nicht mehr verhindern.

    Genau darüber ist es wichtig zu sprechen. Dass es absolut nichts gibt, was sie machen kann. Und ihr ganz klar vermitteln dass DU diejenige bist, die das jetzt händelt.

    Genau das tue ich. Und das wissen sie jetzt beide. Und trotzdem denkt sie zwischendurch immer wieder: „Doch, er wird sich an sein Versprechen halten, weil wir ihm wichtig sind.“

    Und dann liegt es an mir sie zu sensibilisieren und aufzufangen. Wenn du das deutest, dass ich meine Kinder zu sehr involviere, dann hast du recht.

    Sie sind Teenager und haben Gott sei Dank eine Mutter, die für sie da ist und nicht alles abtut und sie mit ihren Gedanken und Sorgen alleine lässt. Sie sind alt genug und wissen das ihre Hobbys und die Privatschule Geld kosten. Da kommen Fragen auf zur Finanzierung und worauf vielleicht zukünftig verzichtet werden muss. Soll ich dann Glitzer drauf streuen und ihre Sorge ignorieren oder versuchen zu erklären?

    Meine Kinder vertrauen mir und wissen, dass ich für Sie das richtige tue und immer zuverlässig für sie da bin, auch wenn sie Mist gebaut haben oder nachts um 2 irgendwo abgeholt werden müssen. Und das lässt uns nah sein. Ich würde meine Kinder nie für irgendetwas benutzen.

    Vielleicht lieber keine details zu regionen hier posten? Die caritas hat doch sicher auch eine reale adresse oder telefonnummer. Alternativ gibt es auch malteser, das jugendamt, oder den sozialpsychiatrischen dienst.

    Ich hab doch gar keinen Ort genannt oder hab ich da was überlesen. Die Caritas gibt es doch überall. Ich muss doch aber erst einmal einen Termin machen. Und da es am Donnerstag Abend sehr spät war habe ich eine E-Mail geschrieben. Das heißt nicht, dass es das jetzt war, aber mein erster Versuch war gleich niederschmetternd und das hat mich zurückgeworfen.

    Ich habe bereits am Donnerstags im Internet gesucht nach Hilfe für mich und die Kinder. Ich weiß, dass früher die Caritas eine Anlaufstelle für Sucht bei uns in der Nähe hatte. Ich hab im Internet die E-Mail-Adresse rausgesucht und angeschrieben. Ist aber zurückgekommen, weil es die E-Mail-Adresse nicht mehr gibt. Das hat mich zurückgeworfen. Ich weiß grad nicht weiter.

    Ich habe gerade mal meinen ganzen Beitrag inklusive der Antworten durchgelesen. Unglaublich, wie ich mich bei fast jeder Antwort angegriffen fühlte und wie emotional ich reagiert habe. :oops: Und erstaunlich, dass sich die von mir Angegriffenen trotzdem noch die Mühe gemacht haben und machen, mir zu antworten und mir weiterzuhelfen.

    Das kenne ich auch! 😂🤪

    Aber wir mussten/müssen ja leider lernen, dass die wichtigste Person im Leben eines Alkoholikers Alkohol ist.

    So ist es. Er hat den Brief erst gestern oder heute gelesen und er konnte ihr grad kaum in die Augen sehen.
    Er war hier um mir zu sagen, dass er sich entschlossen hat im Januar zur Therapie in eine Klinik zu begeben. Im Moment kann er das nicht wegen der Arbeit….

    Sagt alles, oder?

    Ich bin sehr stolz auf meine beiden, auch wenn einen diese Teenager jeden Tag an seine Grenzen bringen können. 😮‍💨

    Sie wollten ihm soviel sagen und konnten es nicht, weil er immer betrunken war, wenn er abends kam. Dann hatte ich die Idee mit dem Brief, ohne Druck. Sie sollten sich alles von der Seele schreiben. Ob sie ihm den Brief dann irgendwann geben oder nicht war da noch offen. Die Kleine kann sich noch nicht so richtig formulieren und schreibt seither für sich Tagebuch. Die Große hat am selben Abend sieben Seiten geschrieben und ihm dann den Brief vor seinem Arztbesuch gegeben. Sie hatte die Hoffnung, dass es ihm hilft durchzuhalten. In der folgenden Realität war er dann nur 10 Tage nüchtern und hat den Brief auch erst Wochen später gelesen.

    Das klingt nach Rücksichtnahme auf ihn. Was muss denn zur Sprache kommen (möglichst sachlich natürlich), damit das Gespräch für DICH einen Sinn hat?

    Sind die Kinder bei dem Gespräch in Hörweite? Ich hoffe nicht ...

    Das ist genau das Thema. Rücksicht auf die Kinder.

    Meine Gefühle und Gedanken kann ich klar formulieren. Da werden ich auch keine Rücksicht auf ihn nehmen. Natürlich wird das unter 4 Augen stattfinden. Was ist mit den Kindern? Unsere Große hat ihm vor Wochen einen Brief geschrieben, den er bis gestern noch nicht gelesen hatte, weil er Angst davor hat. Ich erwarte von ihm, dass er sich damit auseinander setzt. Er hat sein Problem vor den Kindern ausgelebt und nun entzieht er sich der Verantwortung den Scherbenhaufen aufzuräumen. Seh ich das falsch? Was ist für die Kinder richtig? Ich möchte da nichts falsch machen? Sie sind Teenager und haben viele Fragen an ihn und viel Redebedarf.

    Du schreibst solange er "noch" "Nass". denkt.

    Wenn er Alkoholiker ist ordnet er das allem unter. Es ist wichtiger als alles andere. Leider...

    Hallo Korli,

    das ist richtig. Mittlerweile frag ich mich, ob ich überhaupt noch bereit bin, diesen Weg mit ihm zu gehen, selbst wenn er dazu plötzlich bereit sein sollte. Ob wir und unser Leben sich nicht schon zu sehr verändert haben?!
    Will ich mir das antun und ihn beim Entzug und der anschließenden Behandlung begleiten? Will ich mich ein Leben lang mit dem Thema auseinandersetzen? Will ich immer Angst vor einem Rückfall haben? Was dann? Will ich all das noch einmal durchmachen um mich abzunabeln?

    Die Antwort ist im Moment abhängig von meiner Tagesform. Aber vielleicht werd ich da im Laufe der Zeit auch noch klarer.

    Na du, wie war die Nacht und was habt ihr heute so vor, damit Du und die Kinder Kraft tanken können?

    Lg

    Hallo Api,

    die letzten beiden Nächte waren sehr unruhig. Ich muss das erst alles verarbeiten. Wir tanken Kraft im Miteinander. Wir reden darüber, sobald eines der Kinder das Bedürfnis hat. Es ist für alle nicht leicht.

    Er hat angekündigt heute auf ein Gespräch vorbei zu kommen. Ich frage mich wie schonungslos ich ihm gegenüber sein darf oder soll.

    Ansonsten ist in letzter Zeit viel Haushalt liegen geblieben. Und dann sind da noch die Kinder und die Hobbys, wo ich den Fahrdienst habe. Langweilig wird es bei uns nie. Wir funktionieren nicht mehr nur, sondern fangen wieder an zu leben und es uns gemütlich zu machen.

    Es geht bergauf….

    Danke, dass du da bist und dich nach mir erkundigst.

    Hallo Korli,

    willkommen.

    Ich bin süchtig nach ihr und sie nach ihrem Stoff.

    In meiner Abhängigkeit denke ich nicht mehr sachlich und klar.

    Genau das habe ich gestern in meinem Thread geschrieben.

    Als ich vor ein paar Wochen hier angekommen bin, ging es mir genauso. Nur ist meine Lage noch etwas verworrener weil lange verheiratet, 2 Kinder und geschäftlich verbunden. Ich habe mich die letzten Wochen JEDEN Tag mit dem Thema auseinandergesetzt. Immer und immer wieder, auch wenn es zwischendurch gut lief. Nur so kann man sein eigenes Handeln mit Abstand betrachten.

    Die Antworten, die du hier erhältst sind oft hart und schonungslos. Aber mit Abstand betrachtet, können sie helfen. Auf jeden Fall bist du nicht allein.

    Ich habe inzwischen Grenzen gesetzt und klar dem Gegenüber formuliert. Mein Mann wohnt seit Donnerstag Abend in einem Hotel, weil er hier nicht mehr betrunken rein darf.
    Für heute hat er sich zum Gespräch angekündigt. Mal schauen ob das was wird oder er sich erst Mut antrinken muss und dann eh wieder abtreten darf. Er war zwar inzwischen beim Arzt, sagt das er süchtig ist und es aber nicht schafft und damit ist für ihn dann alles gut. Aber nicht für MICH.

    Es ist ein harter Kampf, wegen den Emotionen. Aber ohne Kampf geht es nicht.
    Ich wünsche dir viel Kraft und einen guten Austausch.

    LG

    Hallo Williowtree,

    und herzlich willkommen. Ich bin da über ein paar Aussagen von dir gestolpert:

    Lange Zeit hatte ich immer den Glaubenssatz, dass Alkoholiker keine Trinkpausen einlegen können und auch noch mehr trinken müssten.

    Genau diesen Satz fast Wort für Wort habe ich hier vor nicht all zu langer Zeit auch geschrieben. Genau dieses Unwissen hat mich viel zu viele Jahre die Wahrheit nicht sehen lassen. Und trotzdem ist das Problem da.

    Da es alles schon so lange geht suche ich den Fehler bzw. Was war zuerst diese Abneigung gegen ihn und dann hat mich der Alkohol erst gestört und mein Unterbewusstsein sucht einen Grund um es zu begründen. Oder ist es wirklich der Alkohol welcher die ganze Zeit die Ursache ist und war. Da bin ich mir so unsicher.

    Spielt das eine Rolle? Das ist wie die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Kaputt ist kaputt. Du bist einsam und unglücklich. Er hat ein Problem und sieht es nicht. Sein Problem hat aber nichts mit dir zutun. Das habe ich hier lernen dürfen. Du bist hier goldrichtig und du wirst Klarheit finden. Hier gibt es unzählige Geschichten, wie deine und meine.

    Heute habe ich ihm auch wieder einmal gesagt wie sehr mich das alles belastet er sieht aber kein Problem und sagt so Sachen wie "auch wenn ich mal ein paar Tage nicht trinke, willst du keine Nähe. Also egal was ich tue es ändert sich ja nichts" dann sagte ich ihm "ja weil es halt immer nur bei ein paar Tagen bleibt

    Ach, diese Vorwürfe kenne ich zur Genüge. Auch ich will keine Nähe mehr mit einem nassen Alkoholiker. Mein Mann wurde nicht müde dieses Thema immer wieder vor anderen aufzuwerfen und mich damit zu demütigen. Irgendwann hab ich zum Gegenschlag ausgeholt und geantwortet: „wenn du nicht immer betrunken und stinkend nach Hause kommen würdest …. und außerdem habe ich keine Lust mich ewig abzumühen, bis du mal einen …. kriegt. Du brauchst nicht glauben, dass ich nicht auch Bedürfnisse habe, die DU mir nicht erfüllen kannst.“ Seither ist er still.

    Ich sehe mich nicht als süchtig an nach meinem Mann. Die Gründe, die mich halten sind andere. Es käme mir (mir!) wie eine Ausrede vor, das als Sucht zu bezeichnen. Es gibt viele, auch beschämende Gründe, weshalb ich geblieben bin. Aber ich war nicht krank.

    Das sehe ich z.B ganz anders. Für mich gibt es außer Liebe aktuell keinen Grund mehr bei ihm zu bleiben oder der Beziehung nachzutrauern. Also kann es in meinen Augen nur eine Sucht sein. Etwas, dass ich über viele Jahre durch mein Verhalten so in mein Leben integriert habe, dass ich mich erst lossagen und entwöhnen muss.

    Ich bezeichne meinen Prozess auch nicht als nüchtern werden. Sondern durch das Forum habe ich Klarheit gewonnen. Darüber wie Sucht funktioniert. Was meine Rolle ist. Wie realistisch oder unrealistisch meine Gedanken und Hoffnungen sind.

    Auch ich habe erst hier begriffen, wie tief die ganze Familie in der Sucht-Thematik drinnen stecken und was das all die Jahre mit uns gemacht hat und wie es soweit gekommen ist. Wie man jedoch so tief abstürzen kann, dass man alles opfert für die Sucht, werde ich wohl nie begreifen können.

    Bei mir genau so, Sonnenschein CoA .

    Und genau dieses "Schauen Sie dass sie jetzt nüchtern bleiben!" Hat mir meine Therapeutin letzte Woche noch gesagt. Ich musste kurz überlegen, ob sie sich versprochen hat, dann habe ich verstanden. Für mich war das ein gute Bild.

    Danke Api,

    ich habe manchmal das Gefühl missverstanden zu werden. Du verstehst mich glaub ich am ehesten, weil sich unsere Geschichten ähneln.

    Ich weiß, ich bin Co Abhängig und ich versuche nüchtern zu werden. Und das stellt mein komplettes Leben auf den Kopf und tut im Herzen sch…. weh. Ich weiß nicht, wie lange ich dafür brauche und ob ich es Rückfallfrei schaffe. Mir ist das alles bewusst. Und doch bin ich ein Mensch mit Gefühlen.