Liebe Momo,
das klingt fast so. Aber ich führe keine Gespräche mit ihm, wenn er betrunken ist. Ich warte, bis er nüchtern ist oder zumindest für mich nur angetrunken wirkt.
Was tue ich für mich? Also gestern war ich seit langem wieder zur Massage. Ich musste meinen Körper wieder spüren und mir seelische Streicheleinheiten abholen. Zudem habe ich viele Gespräche über das Thema geführt und Klarheit für mich gewonnen. Ich habe endlich einen Weg vor Augen, den ich durchziehen möchte. Ich werde z.B. nicht mehr arbeiten gehen, wenn er da ist, bevor er sich nicht Hilfe geholt hat. Das habe ich dort und auch ihm gegenüber klar kommuniziert. Somit habe ich mir dort wieder einen emotional sicheren Raum geschaffen und andere müssen für ihn mitarbeiten. Es bleibt nicht alles an mir hängen.
Das klingt für einen Außenstehenden vielleicht nach nicht viel, aber für eine Woche fühlt es sich für mich wie ein Marathon an. Ich fühle mich müde und erschöpft. Dieser Kampf und die ganzen Emotionen haben mir viel Kraft abverlangt.
Er bleibt heute zu Hause, also in seiner sicheren Umgebung und tankt Kraft. Und ich kann auch runterkommen.
LG