akila Mein erwachsener Sohn ist Alkoholiker

  • Hallo, hab mich hier gerade angemeldet. Mein erw. Sohn ist 46 Jahre und seit ein paar Jahren alkoholabhängig. Er hat außer mir keine weiteren Kontakte und lebt allein in seiner Wohnung. Seit der Scheidung ist es viel schlimmer mit dem Trinken geworden. Er schafft mal ein paar Tage nicht zu trinken,was aber nie mehr als ein paar Tage anhält. Beteuerungen höre ich dann oft,wenn es ihm schlecht geht." Ich höre jetzt auf,versprochen" schafft es aber immer nur bis zum nächsten Absturz. Hat 3 Entgiftungen hinter sich aber nie eine Langzeittherapie gemacht nach der Entgiftung wieder hoffnungsvoll nach Hause und eine zeitlang durch gehalten um wieder anzufangen. Seit ein paar Tagen ist er wieder am Trinken, versucht es zu verheimlichen,was er mir gegenüber natürlich nicht schafft. War heute bei ihm,er sah sehr schlecht aus. Habe ihm gesagt, das wenn er weiter Trinken will,dann muss er das ohne mich machen,weil es mir das Herz zerreißt zu schauen zu müssen, wie er wegen der Trinkerei sein Leben immer mehr und in jeder Hinsicht zerstört. Habe ihm Telefonnummern von Entzugskliniken hingelegt und ihm gesagt,das er sich bei mir melden soll wenn er einen Termin für den Entzug hat und direkt eine Reha nach dem Entzug macht. Ich weiß nicht ob das richtig war:?:Aber ich kann einfach nicht mehr.

  • Hallo akila,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Für die Angehörigen ist es schlimm, wenn sie bei der Selbstzerstörung ihrer Lieben zusehen müssen.

    Aber es ist so, wie Du schon erkannt hast, Du kannst Deinem Sohn nicht helfen. Nur er allein kann seine Alkoholsucht zum Stoppen bringen, wenn er das wirklich will.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern hier im Forum klicke den folgenden Link an und schreibe einen kurzen Satz.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema zu "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo akila,

    Willkommen.

    Ich selbst bin erst seit wenigen Tagen hier und mir geht es schon viel besser. Hier kann man sich unabhängig von irgendwelchen Zeiten einfach alles von der Seele reden und erhält Feedback von ganz unterschiedlichen Betroffenen und Angehörigen. Die verschiedenen Perspektiven helfen mir zu Klarheit in meinem Handeln.

  • Auch ich sehe seit Jahren zu wie mein Mann und Vater meiner Kinder sich zerstört. Der Körperliche Verfall ist unübersehbare. Und mittlerweile befürchte ich geistige Schäden. Es hat mir lange das Herz zerrissen und ich konnte diese Gleichgültigkeit gegenüber der eigenen Gesundheit nicht nachvollziehen. Wie will er für seine Kinder sorgen, wenn mal was mit mir sein sollte?

    Inzwischen ist mir seine Gesundheit egal. Es ist sein Leben. Ich bin nur noch wütend.

    Ich wünsche dir ganz viel Stärke. 😊

  • Hallo akila,


    Ich habe dich freigeschaltet und an die richtige Stelle verschoben. Du kannst dich nun überall austauschen, aber bitte meide den Vorstellungsbereich in den ersten vier Wochen.

    Dann hast du dich auch für den geschlossenen Bereich beworben, der jedoch bestimmte Voraussetzungen hat, die noch nicht erfüllt sind.

    Diese findest du unter den Regeln.

    Das Forenteam
    14. Oktober 2023 um 12:27

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Habe ihm gesagt, das wenn er weiter Trinken will,dann muss er das ohne mich machen,weil es mir das Herz zerreißt zu schauen zu müssen, wie er wegen der Trinkerei sein Leben immer mehr und in jeder Hinsicht zerstört. Habe ihm Telefonnummern von Entzugskliniken hingelegt und ihm gesagt,das er sich bei mir melden soll wenn er einen Termin für den Entzug hat und direkt eine Reha nach dem Entzug macht.

    Akila, auch von meiner Seite willkommen im Forum! Ich schließe mich Sonnenschein an. Es ist erleichternd, seine Sorgen und Gedanken teilen zu können und Perspektiven anderer Betroffener zu erfahren oder sich den Rücken stärken zu lassen!

    Ich finde, dass du es gut gemacht hast. Du hast von deinen Gefühlen gesprochen, dich abgegrenzt und ihm klar den Weg gezeigt. Nun ist es an ihm, sich zu entscheiden. Bleib dabei!

    Ich stelle mir das sehr schwer vor, wenn es um das eigenen Kind geht. Das ist nochmal emotionaler, als wenn es, wie bei mir, um den Partner geht. Ich kann es mir ein wenig vorstellen, da der Sohn meines Ex-Partners auch von einer Suchterkrankung betroffen ist. Er ist nach einer Entgiftung und vielen Wochen stationärer Therapie auf einem guten Weg. Es ist so schön, das zu erleben. Ich hoffe so sehr, das er dabei bleibt.

    Liebe Grüße

  • Danke, ich hoffe so sehr das er sich einen Termin für den Entzug geben läßt. Habe nur Angst, daß etwas schlimmes passiert. Er sah so schrecklich gestern aus. Habe Angst um ihn.

  • Liebe Akila, ich kann deine Sorge so gut verstehen! Ich hatte auch viel Angst um die Gesundheit meines alkoholkranken Partners. Akut und auch auf lange Sicht!
    Das hat sogar nach seinem Auszug noch lange angehalten.

    Wichtig ist nur, dass wir weder Verantwortung für die Konsequenzen des Konsums tragen, noch können wir das Trinkverhalten beeinflussen oder kontrollieren. Wir können uns nur mit Klarheit und konsequentem Handeln schützen. Und bei manchen Alkoholikern hilft ja genau das, den richtigen Schritt zu tun.

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