Beiträge von releaseme

    Mein Sohn hat sich zuerst geöffnet (8J) und mir gesagt, dass er letztens wie er bei Papa war ihn erwischt hat, dass er eine Sektflasche von draußen rein getragen hat- auf seine Frage was das sei meinte er "Kindersekt" 🫣

    Und er hat ihn 2 Bier trinken sehen- ich habe meinen Sohn gefragt ob er sich sicher sei, dass es nicht das alkoholfreie war - er meinte nur: mama ich kann lesen und ich kenne doch die Farbe der Etikette (alkoholfrei hat eine andere Farbe). Er wollte mich nicht noch trauriger machen.. Das hat richtig weg getan! Unfassbar wie tief unser großer da schon mitdrinnen steckt...:-(

    Ich bin so so so traurig, dass wir alles verlieren und mein Mann noch immer Spielchen spielt..

    Danke! Ja es war ein sehr schwerer Tag. Das erste Silvester alleine seit 20 Jahren. :(

    Und dann sind da die Gedanken, ob ich ich da was anders hätte machen sollen... Diese Nachricht die er mir geschickt hat, dass er so viel gemacht hat in den letzten Wochen für eine Veränderung, die geht mir ans Herz.. Und man fragt sich ob es anders ausgehen hätte können.. Ehe.. sollte eigentlich für immer sein.. Es tut gerade einfach weh...

    Jetzt ist es soweit - ich bin frei. Er hat sich getrennt. Und das noch im alten Jahr!

    Er hat mich heute am späten Nachmittag angerufen und mich erpresst - ich soll sofort die Kinder zusammenpacken und nach Hause kommen. Er lasse sich nicht mehr hinhalten und ansonsten ist es vorbei und alles is verloren.

    Mir hat es die Luft angeschnürrt, habe dann aber geantwortet, dass ich mich nicht erpressen lasse! Sogar in der Klinik haben sie ihm gesagt, dass wir erstmal räumlich getrennt bleiben sollen.

    Eine Stunde später kam dann die Nachricht, dass es vorbei ist. Dann ging es los- Nachrichten im Minutentakt.. er sperrt das Konto, kündigt den Kredit, sperrt mir die Tür ab, usw usw usw.. Ich weiß dass er rechtlich vieles nicht darf.

    Es war ein bisschen ein Schlag ins Gesicht seinen echten Charakter zu sehen. Kein Wort von Liebe, nur von Existenz und Geld..

    Nun ist der Kampf eröffnet - ums Haus und um Hab und Gut. Ich fühle mich gerade leer. Irgendwo leichter aber auch voller Angst und Sorgen , Trauer um die Jahre und ja ich vermisse meinen alten Mann.. aber den gibt es nicht mehr.

    Und keine Spur von Einsicht! Er hat alles versucht, mir die Hand entgegengestreckt, er war beim Arzt meinetwegen!!!!, hat sich bemüht und wäre für die Kinder da usw..Ich hoffe es war richtig.. aber ich will kein Leben mehr mit Alkohol!

    Ich schreibe euch mitten in der Nacht, weil ich heute keinen Schlaf finde - und weil ich hoffe, dass ich dieses Gefühl von jetzt gerade nicht so schnell wieder verliere.

    Heute haben sich die Ereignisse für mich wieder überschlagen. Ich hatte heute einen Termin bei der Krisenstelle und Beratung für Angehörige von Alkoholikern. Das Gespräch war gut- das Ergebnis war aber, dass ich nun endgültig den Entschluss gefasst habe zurückzukehren und schlimmstenfalls nochmal eine Runde Im Karussell zu drehen - in der Hoffnung, dass es diesmal doch ausbleibt. Der Druck und die innere Stimme fühlten sich zu groß an.

    Dann bin ich am späten Abend zu ihm gefahren- er hatte heute auch wieder ein Gespräch mit dem betreuenden Suchtmediziner und wir wollten uns über unsere Erkenntnisse oder wie auch immer austauschen.

    Dann passierten aber im Zuge dieses Gespräches Dinge, die mich unfassbar beschäftigen. Als ich ihm den Flyer von der Alkoholberatung hingelegt habe mit dem Angebot, dass er sich dort ja melden könne wenn er will, weil die sehr kompetent sind, ist er wieder laut geworden - da war wieder dieser böse Blick, denn ich sonst nur angetrunken von ihm kenne und es schockiert mich, dass er diesen auch nüchtern drauf hat- es ist schlimm was wir alle ihm die letzen Wochen angetan haben, alle haben wir ihn als Alkoholiker abgestempelt. Das ist er nicht. Alle Blutwerte seien gut etc. Aber er halte locker noch durch und in einem halben Jahr darf er dann wieder kontrolliert trinken. Und dann stellte er sein alkoholfreie Bier auf den Tisch und sagte, dass er das jetzt extra so mache, weil es nicht sein kann, dass ich austicke, wenn er alkoholfrei trinkt (ich hab ihm vor einigen Tagen gesagt, dass das nicht gut sei zum jetzigen Zeitpunkt) ...

    Dann waren da noch Dinge- nicht nur er müsse was ändern sondern ich auch. Er machte mir Vorschriften wann ich zu arbeiten hätte (bin selbstständig), bezüglich Haushalt kamen ansagen, und dann wieder fas Thema mit meinen Eltern, dass er nicht mehr will, dass sie in unserem Haus was angreifen (meine Mutter hat mich gerne Mal bei abendlichen Fertigmachen der Kinder unterstützt oder im Sommer mal die Wäsche im Garten von der Leine genommen, wenn ich noch arbeiten war und sowas eben) und wie er geredet hat, Diese Wörter, diese Lautstärke, diese aggressive Art. Und am Ende wieder der Zwang, dass wir endlich heim kommen sollen,.weil er jetzt schon 3 Wochen lang zu Kreuze kriecht..dann hat er mir noch aufgezwungen Silvester mit ihm zu feiern und nicht bei meinen Eltern , obwohl ich da mit den Kindern wohne. Dann bin ich ins Auto und fast wortlos gefahren.

    Erst bei meinen Eltern ist mir bewusst geworden, was da gerade wieder passiert ist.. Es hat sich angefühlt wie damals nur dass er heute nicht betrunken gewirkt hat und nicht so geschrieen hat wie sonst. Er versucht über mein Leben zu bestimmen..Mir alles vorzuschreiben,.von seinem Problem lenkt er völlig ab..also wenn ich meine Familie zurück möchte sieht das anders aus. Für ihn und seine Familie geht es nur um Imagerettung, damit die heile Familie nach außen wieder stimmt und ich sitze im goldenen Käfig. Und mir machen sie ein schlechtes Gewissen, wie ich nur unser Hab und Gut aufs Spiel setzen kann.

    Das war die "Ohrfeige" die ich vl noch gebraucht habe um wieder auf meinen Weg zu finden.. Jetzt fehlt nur noch der Mut den Schlussstrich auszusprechen.

    Ich bin gerade räumlich getrennt und mache täglich einen 1/4 Schritt vorwärts und kaum kommt ein Lebenszeichen von Ihm geht es sofort 2 Schritte rückwärts. Auch ich werde nervös, mir wird übel, usw. Ich bin bei Weitem noch nicht so weit wie du, aber diese Knöpfe und die Gefühle dazu sind erstaunlich- negativ leider. Dass das dann auch nach einer Trennung noch so sein darf ist gut für mich zu wissen. Wünsche dir weiterhin alles Gute und sei stolz, dass du diesen Schritt schon hinter dir hast!

    Kann mir bitte nochmal jemand helfen und mur folgende Fragen beantworten, damit ich es endlich kapiere:

    1. alkoholfreies Bier während der ersten Wochen Entzug - eigentlich nicht oder?
    2. Genuss trinken - wenn einem danach ist so 1 oder 2 nach ein paar Monaten? Das kann es nicht geben oder?
    4. Gibt es mehr oder weniger abhängig? Also ist ein Unterschiede ob z.b. nur Bier konsumiert wurde oder Schnaps, etc. Oder ist Sucht Sucht? Er redet sich immer drauf aus kein richtiger Alkohoiker zu sein, da er nur Bier trinkt .. usw

    Ich brauche diese Antworten bitte, weil er mich genau mit diesem Fragen konfrontieren wird 😪

    Danke!!

    Ich bin in exakt der gleichen Situation wie du Lake! Ich bin seit Anfang Dezember weg mit den Kinder und wa zieht mich so fürchterlich zurück.. zurück ins bekannte bequeme Leben.. aber dass es eigentlich schon lange nicht mehr aushaltbar war ignoriert mein Hirn gerade. Ich muss Tag für Tag kämpfen. Vor allem auch deshalb, weil er bettelnd , weinen vor mir steht, er könne nicht mehr, er hält es nicht mehr aus alleine usw..er hat wirklich keine Freunde und auch nicht wirklich Familie. .Und jetzt lockt er mich mit Entzug, den er begonnen hat.

    Es ist wirklich hart und ich möchte dir raten, bleib eisern. Aber mir selbst gelingt es auch kaum. Bei mir ist es die Angst alles aufzugeben. Finanzielle Sicherheit, das Zuhause, ein Leben alleine mit den Kindern... Ich verstehe dich!!

    Stromer

    Vielen vielen Dank für deinen Beitrag! So wertvoll für mich! Ich muss da noch viel mehr lesen davon, denn nur so kann man gewisse Dinge besser verstehen. Es ist so unfassbar schwer das alles zu verstehen und nachzufühlen auf der anderen Seite. Mich quält es wirklich, diese Hilflosigkeit daneben. Es is sehr schwer zu lernen.

    Ich wünsche dir alles alles Gute!

    Ich habe heute meinen Mut wieder zusammengefasst und ihm geschrieben, dass ich nicht komme, nicht zum Essen und auch nicht abends. Ich fühle mich so derart unter Druck gesetzt. Mich belastet das auch so, dass er sich so mit meinen Eltern zerworfen hat. Wie soll das gehen, soll ich mich dann zwischen ihm und meinen Eltern entscheiden?...Er hat mir sein Ziel heute geschrieben- vorerst 0,0 und dann möchte er Genusstrinken - vl mal nach 3 Monaten- zum Mittagessen z.b..🥺 Wenn das geklappt hätte, wäre ich doch gar nicht an dem Punkt.

    Ich habe das Gefühl es bleibt wirklich nur die Trennung oder ich lebe in seinem Spiel mit! Muss akzeptieren, dass er seine 1,2 Getränke trinkt, dass er mit meinen Eltern zerstritten ist usw..tolles Familienleben.

    Ich kann das nicht mit der Wohnung! Das stresste mich so derart, dass ich kein Auge mehr zu machen konnte. Lieber bleibe ich bei meinen Eltern.

    Naja.. für mich war es sooo ein Schritt räumlich getrennt zu sein. Und ich hab ihm wirklich geglaubt, dass er was ändert! Wirklich! Es ist unser Tiefpunkt! Aber es sieht nicht danach aus. Und ich denke die ganze Zeit, dass dann alles besser wird. Ich kann so schwer loslassen :(

    Heute habe ich einen Fehler gemacht- ich habe ihm den kleinen Finger entgegengestreckt und er hat die ganze Hand genommen oder noch blöder- mich bis zum Hals wieder in sein Spiel reingezogen.

    Er hat um einen gemeinsamen Tag gebeten - zusammen mit den Kindern. Da ich mich ja annähern wollte und ihm ja die Chance geben wollte habe ich zugestimmt. Die Stimmung war natürlich komisch zu Beginn. Niemand will was falsch machen, was Falsches sagen. Und ja, irgendwann redet man dann über die letzten Wochen und dann hat er angefangen: es ist so unfair, dass ihn alle als Alkoholiker abstempeln, mein Vater, mein Bruder alle dürfen was trinken nur er nicht. Aber es passt, er nimmt das so hin für die Familie. Er ist schuld, passt.. Auf meine Frage warum wir dann in Suchtklinik waren und warum er dann Medikamente nimmt meinte er, weil er alles ändert für unsere Familie. Er macht ja schon so viel und mir ist es nicht genug. Und dann hat er mich soo gedrängt, er hat für morgen eingekauft und wir sollen zum Essen kommen und endlich wieder zurückkommen. Er liebt uns, er kann nicht ohne uns, er schafft keinen Tag länger ohne uns im Haus. Er hat geweint und gefleht und ich komme einfach nicht aus diesen Fängen heraus... Es hat sich ja nichts geändert! Und er lockt mich damit welch ein schönes Leben wir haben könnten. Am liebsten würde ich ihm einen Kasten Bier hinstellen und die Tabletten mitnehmen und sagen- hier hast du, sorry, dass wir dich als Alkoholiker a gestempelt haben.

    Es ist so furchtbar schwer da raus zu kommen- obwohl ich schon 3 Wochen weg bin. Ich weiß nicht wie er das macht, er fängt mich immer wieder ein und ich hatte die Hoffnung, dass er es ernst meint. Aber das hört sich ganz und gar nicht danach an!

    Das ist genau der Punkt. All die Monate war mein Wunsch, dass er das Trinken aufhört und wir unsere Familie wieder haben. Aber nun muss man feststellen, dass das eigentlich nicht mehr reicht. Es ist ja in all den Monaten so viel passiert. Diese verbalen Entgleisungen mir und den Kindern gegenüber. Er meint mit seiner Entschuldigung und Reue könne man das alles vergessen. Dann dieses uns Hängenlassen- sich nicht mehr um die Familie kümmern, alleinerziehend verheiratet zu sein, seine Macken - klar, die hat jeder- aber die durch den Konsum und das weniger Belastbarsein immer heftiger wurden.. all das sehe ich nun! Vl wollte ich es nie sehen, aber jetzt aus der Ferne betrachtet sehe ich all die Dinge. Und am Ende ist doch der springende Punkt, ob man Verzeihen kann und da noch Liebe und eine gemeinsame Basis ist.

    Aber was zerbreche ich mir den Kopf darüber- das ist doch alles noch längst nicht in greifbarer Nähe.. Am einfachsten wäre zu sagen "Danke und Tschüss" aber so leicht ist es nicht, weil Kinder und viel gemeinsamer Besitz und viel Lebenszeit und doch auch eine tiefe Verbindung da sind.

    Ich weiß nicht ob ein Plan was bringt - momentan lebe ich ja eher von Tag zu Tag und weil es sowieso nicht in meiner Hand liegt. Aber ich nehme mir jetzt Zeit für mich und dann denke ich gibt es folgende Ziele : 1. Keinen Alkohol , 2.Interesse und für die Kinder da sein, 3. schauen ob da noch was ist auf dem man eine Ehe aufbauen kann.

    Bis dahin bleibe ich realistisch und erwarte mir nicht zu viel.. kommt es anders , wäre es schön..

    Hallo ihr Lieben! Danke, dass ihr an mich denkt. Ich habe mich jetzt ein paar Tage nicht gemeldet, weil ich mich wirklich völlig zurückgezogen habe. Nur für mich und mit meinen Kindern. Ich hatte das Gefühl, dass mich der Druck erschlägt- aber nicht hier im Forum, das tut mir sehr gut und da bin ich um jede einzelne Antwort immer immer dankbar!! Es war eher bei mir daheim so schlimm...Mein Eltern, seine Eltern, Freunde.. jeder hat eine Meinung und ich weiß nicht mehr was mein Herz will.

    Ich habe aber die neue Wohnung abgesagt. Seither geht es mir besser! Dieser Druck ist weg! Ich kann mit den Kindern bei meinen Eltern bleiben so lange wir es brauchen. Und da geht es ihnen gut! Sie brauchen sich nicht neu eingewöhnen, und für mich ist es ausreichend.

    Ich hatte immer wieder Kontakt mit ihm die letzen Tage. Wir haben uns öfter kurz gesehen und anständig geredet. Und ja, es sind da noch Gefühle- aber ob die reichen und ob es eine Chance für uns gibt wird sich zeigen. Ich habe eins gelernt- es liegt nicht mehr in meiner Hand! Es liegt an ihm.Er war bei dem Termin in der Suchtklinik. Ich war bei der psychiatrischen Angehörenberatung dort. Ich habe jetzt verstanden- er hat seine Aufgabe, die ich nicht beeinflussen kann, ihm dabei nicht helfen kann! Er muss es selber machen und wollen! Und meine Aufgabe ist es, dass es den Kindern gut geht und dass ich lerne, nichts mehr zu kontrollieren. Es ist sehr schwer für mich. Aber ich muss loslassen. Ich habe jetzt auch Termine zur Psychotherapie bekommen- ich möchte da aufarbeiten was ich erlebt habe und wo ich mitten drinnen stecke. Ich bin hin und hergerissen wie es mit ihm und mir weitergeht. Für mich gibt es nur ein Zusammenleben ohne Alkohol. Wir sind räumlich getrennt, aber ich möchte ihm diese letzte Chance noch einräumen. Und es war nicht umsonst alles die letzen Wochen- ich habe ihm meinen Standpunkt aufgezeigt, er weiß nun , dass ich so nicht mehr weiterlebe, dass ich beim Rechtsanwalt war etc, das hätte er mir alles nicht zugetraut.

    Ich würde mir immer vorwerfen , unserer Familie diese letzte Chance verwehrt zu haben. Ich weiß, dass es nicht an mir lag und auch nicht in meiner Hand liegt.

    Was mich momentan beschäftigt ist, wie man es schafft sich wieder anzunähern. Er würde uns am liebsten ja wieder bei sich haben. Aber meine Sorge ist, dass dann alles beim alten ist. Ich fühle mich auch wie in ständiger Alarmbereitschaft. Und ich werde mich nie mehr so verletzen lassen wie die letzen Monate. Die räumliche Trennung ist gut! Es sind da nämlich ein paar Dinge, die mich an seiner Entschlossenheit trotzdem zweifeln lassen: er trinkt alkoholfreies Bier und ist der Meinung dass ihm das nichts ausmacht, er hat eine Aussage getätigt "alle stempeln mich als Säufer ab und sind der Meinung dass ich Alkoholiker bin" - doch nicht seine Meinung?, und er hat mit der 2.Sorte Tabletten noch nicht begonnen (diese wo man dann wirklich keinen Alkohol trinken darf, weil man dann körperliche schwere Folgen hat)- er redet sich auf die Feiertage aus! Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber ich bin sicher nicht mehr so leichtgläubig wie die Zeit zuvor. Ich muss mich eigentlich jetzt zurücklehnen und schauen was passiert.. viel leichter gesagt als getan 🥺🫣

    Jetzt hat mein Mann tatsächlich über unsere medizinischen Connections einen Beratungstermin noch für diese Woche in der Suchtklinik bekommen. Wie ihr euch denken könnt wirft mich das gerade zusätzlich aus der Bahn! Ich habe ihn heute gesehen, weil wir was wegen den Kindern und Weihnachten besprochen haben und jetzt dürfte er an seinem Tiefpunkt angekommen sein. Jedenfalls habe ich ihn in 20 Jahren so wirklich noch nicht gesehen. Und ja.. Ich weiß nicht was ich tun soll.. So lange habe ich gewartet darauf dass es mal klick macht bei ihm. Jetzt traue ich mir aber kaum ihm zu glauben.. naja, bis jetzt hat er ja nur geredet und war noch nicht bei dem Termin. Er will mich unbedingt dabei haben. Zuerst habe ich abgelehnt- aber jetzt denke ich mir, dann hat er keine Ausrede mehr und ich höre alles und kann mich nicht mehr manipulieren lassen.

    Und dann ist ja noch immer nicht gesagt ob er es durchzieht und ob er es schafft und ob mir das dann überhaupt noch reicht!

    Andererseits wird einem da jetzt so ein Hoffnungsschimmer gegeben, auf das Leben das man so gerne haben wollte. Und ich denke mir vorsichtig- was wenn er es jetzt wirklich verstanden hat? .. Ich war schon weiter.. nur der Schmerz ist gerade ein bisschen weniger , aber ich habe Angst vor einem bösen Erwachen.

    Ich kämpfe... Ich würde so gerne zurück gehen.. in unser Zuhause und dort zu 4.weiterleben.. Er fehlt mir, unser Leben fehlt mir, oder ist es nur die Gewohnheit die fehlt oder die Angst vor dem unbekannten was jetzt kommt?

    Dieses Wochenende hätten wir ausgemacht, dass wir nochmal reden - darüber reden wie es weitergeht, ich möchte ihm sagen, dass ich ab Jänner eine Wohnung habe. Je näher das rückt umso verrückter spielt mein Körper. Es ist einfach nicht wie bei einer normalen Trennung- denn so sehr ich es mir auch wünsche- die Sucht verschwindet nicht einfach und sobald ich zurück bin wird es in kurzer Zeit wieder los gehen... Bislang habe ich von ihm noch keine Veränderungen gehört - außer dass er den Alkohol entsorgt hat und Tabletten nimmt. Aber einen Dauererfolg wird es nicht bringen. Es ist so so schwer dieses Familienbild aus dem Kopf zu streichen :(

    Ich fühle mich nicht mehr wie ich selbst. Ich bin jetzt fast 2 Wochen weg - es ist bei ihm noch nicht angekommen, dass es vorbei ist und je mehr Zeit vergeht umso unsicherer bin ich. Ich weiß selber nicht mehr was ich will. Ich kann nicht mehr essen , nicht mehr schlafen,...Ich bewundere alle, die diesen Absprung geschafft haben ;(

    Danke für eure Antworten! Es tut so so so weh, vor diesem Trümmerhaufen zu stehen. Und ich weiß nicht was ich mir erhofft habe- dachte vl wenn ich erstmal weg bin wird alles viel viel leichter...aber ich merke leider von dieser Erleichterung noch nichts.. Es ist so schwer auszuhalten und jetzt steht auch noch Weihnachten vor der Tür :( ich möchte mich nur noch verkriechen...


    Jump! Darf ich fragen wie ihr das mit der Wohnungssituation gelöst habt? Du bist also in die Wohnung und er lebt in eurem Haus? Hast du auch Kinder? Ich bin mir nicht mehr sicher ob du das schon mal geschrieben hast...Danke dir!

    So und jetzt habe ich die schwerste Phase in dem Kampf erreicht.

    Er steht täglich vor mir, er schwört auf Biegen und Brechen, dass es diesmal wirklich ernst ist, dass er es nun endlich erkannt hat. Er hat den Alkohol entsorgt, er steht mit seinem Alkomat mit 0,0 vor mir und er nimmt Entzugstabletten.

    Und er hat damit den Teufel auf meiner Schulter geweckt, der lauter als ke zuvor schreit - jetzt hast du was du wolltest, du kannst dein Leben behalten...

    Jetzt bin ich sooo weit und ich weiß wenn ich umkehre, komme ich da nicht mehr weg..denn ein zweites Mal schaffe ich es nicht. Nun ist es offiziell, das ganze Dorf redet jetzt über uns;-/, und meine Eltern haben gesagt, dass er aber nicht mehr bei ihnen willkommen ist,.wenn ich jetz zurück gehe- sie haben seine Spielchen durchschaut, meinen sie.

    Und ich weiß nichts mehr. Ich war mir sicher keine Gefühle mehr zu haben, jetzt bilde ich mir die vl einfach ein, aus Angst vor den nächsten Schritten. Und gleichzeitig habe ich Angst, jetzt zu schnell aufzugeben. Was wenn er es wirklich schafft? Ich schiebe diesen Gedanken, weil ich weiß, dass das niemand weiß und dass die Chancen eher gering sind.. Er will es alleine nur mit den Tabletten.. aber was wenn die aus sind?

    Es ist als würde mich da irgendeine Versuchung locken - immer und immer wieder um von dem so mutig begonnen Weg abzukommen.


    Bitte helft mir, die in dieser Situation waren! Was ist richtig? Wie habt ihr das gemacht? Ich lese mir sogar Immer meinen Faden und erinnere mich wieder an die seelischen Verletzungne aber mein Gehirn spielt mir einen Streich - es ist als wäre das alles gar nicht so schlimm gewesen.. Das ist glaub ich seine Manipulation, weil er sich 1000 mal entschuldigt hat die letzten Tage.. Man kann 1 Fehlverhalten entschuldigen, aber doch nicht fast 3 Jahre Psychoterror.. Und er bombardiert mich mit Fotos aus früheren Zeiten und spielt nun Superdaddy für die Kinder.

    Wie schaffe ich es weiterzugehen? Ist von euch wer gegangen trotz Liebe? Mit wäre es lieber er würde mir Rechtsanwälte auf den Hals hetzen als so vor mir zu stehen.

    Ich hätte ab Anfang Jänner eine Wohnung - das war furchtbares Glück!! Es ist massiv schwierig was zu finden.. Und das setzt mich unter Druck! Ich habe nicht viel Zeit für Entscheidungen :(


    Ich freue mich über jede Hilfe !!!!!

    Ich sehe das Ziel, meine Füße, machen aber nicht mit :(

    Ich habe ihm die Kinder gebracht. Er kocht für sie und der Große kann mich mit seiner Uhr jederzeit anrufen, wenn er zu mir will. Ich habe es den Kindern überlassen und sie wollten hin. Klar, ich hab kein besonders glückliches Gefühl, aber es wird sowieso schwierig werden die Kinder dann öfter loszulassen. Er hat mir seinen Alkoholtester hingelegt mit 0,0 und er nimmt seine Tabletten. Ja mir ist unwohl aber meine Schwägerin schaut nsch dem Essen bei ihnen vorbei und ich hole sie dann bald wieder ab.

    Er hat das ganze Lager leer geräumt. Der Alkohol ist vorerst entsorgt. Aber an dem Punkt waren wir schon. Und es war immer nur eine Trinkpause. Zuerst hat gesagt schau ich hab alles entsorgt und im nächsten Augenblick sagt er "ich bin kein alkoholiker, ich hab das gesagt, weil das alle hören wollen"... also so widersprüchlich.. Und ich habe ständig die Angst, was dann in 1 Jahr, in 2 Jahren , in 5 Jahren wird...nochmal dieses Theater? Die ständige Angst! Lieber jetzt dieses Ende mit Schrecken und dafür die Chance wieder glücklich zu werden?

    Und überhaupt braucht es für eine Ehe auch Gefühle! Aber ich weiß nicht ob da welche sind.

    Er hat mir gestern Abend noch geschrieben, er will heute die Kinder sehen. Und er hat versucht mir ein massiv schlechtes Gewissen zu machen- er könne das Haus nicht alleine behalten (ich kenne sein Einkommen und es würde leicht gehen) und wir werden alle alles verlieren, wenn ich nicht zurück komme. Wir haben dann beide nichts mehr, die Kinder haben nichts mehr und alles wofür wir und damals unsere Familien gearbeitet haben ist weg.. So Sachen halt!

    Ja das weiß ich selber..Und diese Gedanken tun so so weh, aber von einem Haus kann ich nicht leben und die Kinder haben dem bislang noch nie nachgefragt..

    Was er dann noch schrieb ließ meine Alamrglocken läuten: er hat sich einen Plan gemacht,wie wir die Kinderbetreuung alleine schaffen können (es passt ihm nicht, dass meine Eltern so viel die Kindern haben- da ist aber deshalb so entstanden, weil er sich nie gekümmert hat und ich sonst immer alleine mit ihnen war. Sogar an seinem freien Nachmittag jede Woch war er nicht fähig sich um sie zu kümmern und sie waren da bei meinen Eltern, weil ich da arbeite bin. Er wollte sie jedem Urlaub dabei haben usw weil er dann einen Babysitter hatte..)..plötzlich hat er ein Problem mit meiner Familie.

    Ich habe darüber nachgedacht, warum er so gegen meine Eltern schießt! Und vl macht er das damit er uns noch mehr isolieren kann! Damit die Kinder ihnen nicht mehr erzählen können, wenn er mit mir schreit, wenn er betrunken ist, denn das haben sie gemacht! Und dass meine Eltern nicht mehr sehen wie er drauf ist. Wie oft war er angetrunken, wenn sie abends die Kinder gebracht haben, wenn sie aufpassten, weil ich arbeiten war. Das würde den Kindern das Herz brechen wenn sie nicht mehr zu den Großeltern dürften und meinen Eltern gegenüber ist es so unfair - sie haben sich aufgeopfert die letzten Jahre für die Kinder. Meine Mama hat sogar Stunden reduziert.

    Über unser eigentliches Problem- den Alkohol - hat er aber noch kein Wort verloren! Beim letzten Gespräch hat er mir nur gesagt, dass er jetzt die alten Tabletten, die edit jetzt wieder nimmt. Aber alles auf Eigenregie- ich sagte er muss zum Arzt und meine Forderung war begleiteter Entzug- für die Kinder. Aber davon hat er nichts gesagt..also denke ich, dass er am eigentlichen Problem nichts ändern wird?! Und es is sehr schwer für mich zu erkennen ob er da was macht, ich sehe da jetzt nicht mehr rein...Und ich habe aber die Verantwortung wegen den Kindern.. Ich weiß nicht wie ich das machen soll.

    Also ich glaube mit Liebe hat das nichts zu tun. Er will sein System nach außen hin aufrecht erhalten!

    Jedesmal wenn ich ihn höre oder sehe geht es mir schlecht danach 😪