Hallo releaseme,
Die räumliche Trennung ist gut!
Das ist ganz, ganz wichtig! Du empfindest es so und dann ist es auch richtig so. Jetzt.
Was mich halt auch stutzig macht ist seine Aussage:
er trinkt alkoholfreies Bier und ist der Meinung dass ihm das nichts ausmacht, er hat eine Aussage getätigt "alle stempeln mich als Säufer ab und sind der Meinung dass ich Alkoholiker bin"
Das sagt doch nichts anderes aus als dass er nix begriffen hat, dass er im Grunde genommen jetzt all diese Dinge macht wie zum Beispiel zum Termin in die Suchtklinik geht, gesprächsbereit ist. Dass er freundlich ist. Weil er will, dass du zurückkommt. Und dann... ?
Mein erster Mann war ähnlich drauf nachdem ich mich getrennt hatte. Und ich war auch hin- und hergerissen. Aber eben auch weil er mit seiner Suchterkrankung ganz anders umging als die Alkoholiker, die ich hier im Forum sah.
Er ist zu allen Familienfeiern mit angedackelt und hat sich direkt unter die Kampftrinker gesetzt, ihnen sogar eingegossen. Wenn sie getrunken haben ist seine Gurgel mitgehopst als wenn er es selbst schlucken würde.
Er hat zwar an einer Gruppe teilgenommen die sich 10 Mal getroffen hat, danach hat er nichts mehr für sich gemacht. Irgendwann hat er wieder angefangen zu trinken als er merkte, dass ich nicht zurückkomme. Und er eine neue Partnerin hatte, die gerne einen soff.
Es ist gut, dass du bei deinen Eltern bleiben kannst. Bitte nutze das und lass dich nicht erweichen, zurückzugeben. Natürlich ist das im Endeffekt deine eigene Entscheidung, ich empfehle es dir nur, weil ich eigene Erfahrungen damit gemacht habe und es hier schon viele, viele Male bei den Cos gelesen habe. Dass, wenn alles wieder für den Alkoholiker nach Wunsch läuft, er bald wieder sein altes Leben mit Alkohol aufnimmt.
Liebe Grüße Aurora