Beiträge von Bono59

    Hallo Peter

    So wie Hartmut schreibt. Hop oder Top. Du hast festgestellt, das du das Trinken nicht mehr kontrollieren kannst. Das weist du und du weist auch was es für ein be****senes Gefühl ist,wenn du der Sucht nachgegeben hast. Ja und dann nochmal den Absprung zu schaffen klappt bei vielen nicht mehr.

    Zum Glück hatte ich noch keinen Saufdruck. Aber wer weiß. Bei mir waren es meist Situationen, in denen es mir "zu gut" ging , um dann zum Glas zu greifen. Wenn es dem Esel zu gut geht ......!! Mit den üblichen Folgen....Peinlchkeiten, Scham und am nächsten Tag Entzugserscheinungen und natürlich Enttäuschung über mich selbst.

    Wenn ich heute an Alkohol denke, dann fallen mir genau diese Erlebnisse und be.....enen Gefühle ein und ich weis genau, das ich das nicht mehr will.

    Das Forum gibt mir Stabilität um nicht zu vergessen das der Alkohol absolut keinen Platz mehr in meinem Leben hat. Im Nachhinein kann ich auch den "anscheinend" schönen, lockeren Alkoholabenden und Tagen nichts mehr abgewinnen. Zu oft endete es im Chaos.

    Du bist auf einem guten Weg und kannst hier mit den Erfahrungen der Forenteilnehmer viel für deine Abstinenz mitnehmen. Alles Gute für deinen nüchternen Weg. Es lohnt sich.

    Gruß Bono

    Ich glaube bei solch starkem Suchtdruck gibt es sowieso nur die konsequwente Beachtung der Grundbausteine. Weit weg zu bleiben von Alkohol.

    Allerdings ist der Alkohol überall präsent, so das ich ihm nicht immer ganz aus dem Weg gehen kann, z.B. im Supermarkt. Einkaufen müssen wir alle und ich kenne keinen Supermarkt in dem der Alkohol nicht in irgendeiner Weise meinen Weg kreuzt.

    Dann wär es wohl am besten, (wenn es möglich ist ), den Einkauf ganz zu delegieren . Partnerin, Freund, Familie, bis ich gefestigter bin und es mir zutraue.

    Warum? Ganz einfach. Wenn es mir schlecht geht, weiß ich meistens, dass ich aufpassen muss. Wenn es mir aber richtig gut geht, komme ich vielleicht auf die Idee, dass ich gar nicht mehr aufpassen muss. Und genau da kann es gefährlich werden. ;)

    Ja wir müssen immer wachsam sein. Die Rückfallquote sagt ja alles. Die Sucht schlummert in uns und wartet nur darauf wieder das Ruder zu übernehmen. Das begleitet uns bis zum Schluss.

    Glückwunsch zu 10 Monaten Kyra. Auch für mich bedeutet nüchtern zu sein keinen Verzicht und schon gar keinen Verlust. Wer dem Alkohol nachtrauert, hat es sicher schwer eine stabile Abstinenz aufzubauen. Ich finde deinen Beitrag sehr gut. Also weiter so.

    Es ist ganz klar, das besonders zum Anfang der Abstinenz die Risikominimierung wichtig ist.

    Deine Gedanken an einen Sonnenuntergang mit einem Glas Wein löst bei dir Verzichtgedanken aus. Solange das so präsent bei dir ist, ist der Weg zum ersten Glas nicht weit. Wenn sich deine Abstinenz irgendwann stabilisiert hat, wirst du erkennen was deine Abstinenz in Gefahr bringen kann.

    Ob du irgendwann mit trinkenden Menschen ausgehen kannst, weis niemand. Da kann dir keiner eine Vorhersage anbieten. Ein Risiko ist es allemal. Das sollte dir immer bewust sein.Es hilft nichts, das Leben wird anders, aber deswegen nicht schlechter. Ganz im Gegenteil.

    Du hast festgestellt, das du nicht im " normalen" Rahmen trinken kannst. Du bist süchtig geworden, wie wir alle hier. Das hast du erkannt und die ersten Schritte getan. Sehr gut. Gib dir Zeit und dann wirst du sehen wo der Weg hingeht. Deswegen brauchst du den Alkohol nicht verteufeln. Der ist halt da.

    Er kommt nicht allein in unseren Körper. Die Hand mit dem Glas führen wir selbst zum Mund.

    LG Bono

    Das ist tatsächlich eine sehr gefährliche Verknüpfung .Sonnenuntergang mit einem Sundowner. Ein besseres Beispiel für die Verknüpfung von Romantik Entspannung und Belohnung mit Alkohol gibt es kaum.

    Solange solche Gedanken im Kopf rumgeistern ist gröste Vorsicht geboten.

    30 Tage. Der Anfang ist gemacht. Immer weiter Schritt für Schritt. Sehr schön, wie du hier am Ball bleibst. Es scheint so, als ob das Forum genau die richtige Wahl für dich ist, um durch Selbsthilfe deine Stabilität für ein nüchternes Leben aufzubauen und zu erhalten. Für mich war/ist es jedenfalls so. Ich freu mich für dich.

    Die besten Grüße und einen schönen Sonntag. Bono

    Ich seh keinen Sinn darin, meiner nassen Zeit nachzutrauern. Aber um die Frage zu präzisieren. Als ich endlich die Kurve gekriegt habe und den Alkohol abgewählt habe, waren schon Gedanken da, warum nicht schon eher??

    Was gewesen ist, ist gewesen. Das ist mein Leben. Ich denke nun, ich habe mächtig Glück gehabt, das ich mein Leben durch den Alkohol nicht völlig in den Sand gesetzt habe.

    Es ist einfach schön, nun mit klarem Kopf durch das Leben zu gehen.

    Das letzte Lebensdrittel ohne Alkohol, kann der beste Teil meines Lebens werden. Ich arbeite daran. Vor allen Dingen ist mir bewust geworden, das ein Leben ohne Alkohol möglich ist.

    Da schließe ich mich als jetzt nüchterner Alkoholiker an.Beide Seiten, Co und nasser Alkoholiker haben die Verantwortung für ihr tun.

    Wenn der/die Co, das Verhalten des Alkoholikers nicht mehr mittragen bzw. verantworten kann, dann sollten sie eine Entscheidung treffen.

    Trage ich das weiter mit....oder treffe ich eine Entscheidung um das Geschehen zum Selbstschutz für mich und die Kinder zu beenden.

    Wenn der Alkoholiker keine Entscheidung gegen die Sucht trifft, wird sich nichts ändern.

    Beide Seiten müssen irgendwann so oder so eine Entscheidung für "sich persönlich"treffen.

    Alles andere wird eine "never ending story". Solche Entscheidungen gegen die Sucht oder den Süchtigen zu treffen ist natürlich nicht einfach., Das ist ganz klar. Wunder gibt es bei der Sucht aber nicht.

    Die Sucht ist der entscheidende Faktor um ins Handeln zu kommen. Ansonsten dreht sich das Karussel immer weiter.

    Hallo Pinguin.Du hast jetzt schon viele Antworten auf deine Fragen bekommen.Ich denke es ist besser, wenn sich jetzt ein Mod. um deine Fragen kümmert. Ich fürchte sonst, das dies eine Endlosdiskussion wird. Nicht böse sein.

    Gruß Bono

    Dem kann ich nur zustimmen.Alkohol belastet eine Beziehung immer.Eine Trennung wegen dem Alkohol kann immer passieren. Warum und weshalb ein Alkoholiker eine Trennung vollzieht wurde schon ausführlich beschrieben.

    Wenn der trockene Teil der Beziehung einer Trennung durch den nassen Partner verständnislos nachtrauert, steht wohl der Wunsch dahinter die Beziehung doch noch zu retten.

    Dem steht dann natürlich wieder der Alkohol im Weg.

    Verlassen zu werden, ist für den Verlassenen immer schmerzlicher als für denjenigen, welcher den Partner/Partnerin verläst. Das gilt für nass und trocken.

    Sollte die Entscheidung des Verlassers feststehen, ist es besser denjenigen ziehen zu lassen auch wenn es schmerzt.

    Der Schmerz vergeht irgendwann und ein Ende ist ja auch ein neuer Anfang.

    Einfacher gesagt als getan. Ich weis!

    aber ich weiß das ich niemals nie sagen darf. das kann ich tatsächlich erst behaupten wenn sie mir den deckel über der nase zuschrauben und ich bis dahin trocken geblieben bin.

    Moin Doro. So ist das. Richtig bewust ist mir das aber auch nur durch das Forum geworden.Also keine Angst vor dem Alkohol zu haben allerdings nie die Suchtmechanik zu unterschätzen.

    Das war für mich keine Option. "Heute trinke ich nicht", war für mich, von Anfang an ein "ich trinke nie wieder". Diese Selbstsuggestion ist aber für viele eine hilfreiche Option.

    Wichtig ist nur, das aus dem "heute trinke ich nicht', ein er/sie, "hat nie wieder getrunken" wird. Alles hat seine Berechtigung, wenn das Ergebnis eine lebenslange Abstinenz ist.