Beiträge von Bono59

    Da schließe ich mich als jetzt nüchterner Alkoholiker an.Beide Seiten, Co und nasser Alkoholiker haben die Verantwortung für ihr tun.

    Wenn der/die Co, das Verhalten des Alkoholikers nicht mehr mittragen bzw. verantworten kann, dann sollten sie eine Entscheidung treffen.

    Trage ich das weiter mit....oder treffe ich eine Entscheidung um das Geschehen zum Selbstschutz für mich und die Kinder zu beenden.

    Wenn der Alkoholiker keine Entscheidung gegen die Sucht trifft, wird sich nichts ändern.

    Beide Seiten müssen irgendwann so oder so eine Entscheidung für "sich persönlich"treffen.

    Alles andere wird eine "never ending story". Solche Entscheidungen gegen die Sucht oder den Süchtigen zu treffen ist natürlich nicht einfach., Das ist ganz klar. Wunder gibt es bei der Sucht aber nicht.

    Die Sucht ist der entscheidende Faktor um ins Handeln zu kommen. Ansonsten dreht sich das Karussel immer weiter.

    Hallo Pinguin.Du hast jetzt schon viele Antworten auf deine Fragen bekommen.Ich denke es ist besser, wenn sich jetzt ein Mod. um deine Fragen kümmert. Ich fürchte sonst, das dies eine Endlosdiskussion wird. Nicht böse sein.

    Gruß Bono

    Dem kann ich nur zustimmen.Alkohol belastet eine Beziehung immer.Eine Trennung wegen dem Alkohol kann immer passieren. Warum und weshalb ein Alkoholiker eine Trennung vollzieht wurde schon ausführlich beschrieben.

    Wenn der trockene Teil der Beziehung einer Trennung durch den nassen Partner verständnislos nachtrauert, steht wohl der Wunsch dahinter die Beziehung doch noch zu retten.

    Dem steht dann natürlich wieder der Alkohol im Weg.

    Verlassen zu werden, ist für den Verlassenen immer schmerzlicher als für denjenigen, welcher den Partner/Partnerin verläst. Das gilt für nass und trocken.

    Sollte die Entscheidung des Verlassers feststehen, ist es besser denjenigen ziehen zu lassen auch wenn es schmerzt.

    Der Schmerz vergeht irgendwann und ein Ende ist ja auch ein neuer Anfang.

    Einfacher gesagt als getan. Ich weis!

    aber ich weiß das ich niemals nie sagen darf. das kann ich tatsächlich erst behaupten wenn sie mir den deckel über der nase zuschrauben und ich bis dahin trocken geblieben bin.

    Moin Doro. So ist das. Richtig bewust ist mir das aber auch nur durch das Forum geworden.Also keine Angst vor dem Alkohol zu haben allerdings nie die Suchtmechanik zu unterschätzen.

    Das war für mich keine Option. "Heute trinke ich nicht", war für mich, von Anfang an ein "ich trinke nie wieder". Diese Selbstsuggestion ist aber für viele eine hilfreiche Option.

    Wichtig ist nur, das aus dem "heute trinke ich nicht', ein er/sie, "hat nie wieder getrunken" wird. Alles hat seine Berechtigung, wenn das Ergebnis eine lebenslange Abstinenz ist.

    Im Moment ist meine Euphorie riesig, es geht mir so gut!

    Hallo Bergfisch, schön das du da bist. Die Euphorie war bei mir zu Anfang und recht lange vorhanden. Mittlerweile ist meine Abstinenz recht unspäktakulär in mein Leben eingebaut.

    Die Anfangseuphorie läst irgendwann nach und wir sind wieder nüchtern im normale Leben angekommen.Ich vergleiche das gerne mit der Verliebtheut zum Anfang einer Beziehung.Die Arbeit beginnt, wenn die Schmetterlinge irgendwann verflogen sind.

    Das nur mal so nebenbei. Schön, das du hier bist. Ich finde gut, das du die Hinweise und Erfahrungen der anderen User ohne wenn und aber annimmst und auch umsetzt.

    Ich wünsche dir alles Gute auf dem Weg zu einem zufriedenem Leben ohne Alkohol.

    LG Bono

    Ich konnte mir nicht vorstellen, das und wie es möglich ist, ein Leben ohne Alkohol zu führen.

    Aber im Grunde genommen, wollte ich so weitermachen, wie es war.

    Bis der Moment kam, als mir klar wurde, bis hier her und nicht weiter. Der viel zitierte Klick also.

    Deshalb gibt es für mich keine Gründe mehr zu saufen, aber wikliche viele Gründe, es nicht mehr zu tun.

    Nein, ich brauche auch keine Begründungen,Erkentnisse und Erklärungen mehr für meine Sucht. Verschenkte Zeit.

    Ich bin süchtig geworden, wie so viele, die mit Suchtmitteln experimentieren oder wie beim Alkohol langsam reinrutschen, weil Alkohl auch noch legal und gesellschaftlich akzeptiert ist. Ich bin süchtig geworden und bleibe es! Ein irreperabeler Schaden in meinem Gehirn.

    Ich lebe jetzt ohne das Suchtmittel. Ich bin jetzt trockener Alkoholiker mit allen Höhen und Tiefen, die das Leben bereit hält.

    Wie schon öfter von mir beschrieben, leide ich seit meiner frühesten Jugend unter wiederkehrenden schweren Depressionen.

    Später kam der Alkohol dazu und ich landete dann irgendwann in der Sucht. Die schweren Depressionen allein führten oft auf einen Weg, der tödlich enden kann.

    Durch die Depressionen allein, hätte es passieren können, das ich mein Leben beende. Alkohol kam dann recht schnell dazu und tat erstmal gut, um die Depris abzufedern, mit dem Ergebnis, das ich süchtig wurde.

    Der Alkohol, tat das, was er zu tun pflegt. Nach kurzen psychischen Entlastungen, hat er dann sein wahres Gesicht gezeigt und ich stand oft vor einem gefährlichen Abgrund.

    Ich kann Depressionen und Alkoholismus gut trennen, obwohl sie gut ineinander greifen.

    Übrigens erlebe ich jetzt wieder eine längere Zeit ohne Depressionen. Die Trockenheit ist dafür eine Grundvorraussetzung.

    Ich kann jeden verstehen, der durch die Qualen von schweren Depressionen sein Leben beendet,.

    Wie das dann oft passiert, ist allerdings zutiefst verwerflich und nochmal eine ganz andere Hausnummer. Andere emotional mit reinzuziehen, zeigt dann eine ganz hässliche Seite und sagt viel über den Charakter desjenigen aus. Feigheit, Bestrafung u.s.w. Als ob die demjenigen nahestehenden Menschen nicht schon genug leiden müssen.

    Durch den Alkohol potenziert sich die Gefahr eines Suizids um ein Vielfaches. Meine Abstinenz ist deshalb entscheidend für mein weiteres Leben.

    Allein durch diese Erkenntnis, fällt es mir bisher relativ leicht, den Alkohol dahin zu verweisen, wo er hingehört....in die Mülltonne!

    Nach zwanzig Jahren wundert mich diese Fluktuation deshalb nicht mehr. Natürlich geht nicht alles spurlos an mir vorbei. Aber ich kann niemandem hinterherlaufen und auch nicht jede verschwundene Geschichte mit nach Hause nehmen.

    Genau das nötigt mir allergrößten Respekt ab.Immerwieder von vorn, die Neulinge zu empfangen, zu erklären, was Sucht bedeutet, wie Sucht funktioniert und sich oft mit den Usern auseinander zu setzen, um falsche Vorstellungen von Sucht und Trockenheit zu korrigieren.

    Ich habe viel davon profitiert und tu es immernoch. Ich glaube nicht, das mein trockener Weg ansonsten bis hier her, so gut verlaufen wäre. Auch das Thema hier, ist sehr interessant und bringt mich zum Nachdenken. Ich sage mal wieder Danke ans Moderatorenteam für eure Arbeit.

    Liebe Elara,

    Kaum einer kann nachempfinden, was in dir jezt vorgeht. Höchstens erahnen.

    Der Suizid eines Menschen, in deinem Fall sogar nahestehenden Menschen, ist ein schreckliches Erlebnis.

    ln deinem Fall, eine Ankündigung per Videoschalte, ist schwer zu verkraften.

    Mach dir bitte keine Vorwürfe. Du kannst niemanden, der ernsthaft aus dem Leben scheiden will, ständig überwachen und ihn von seinem Vorhaben abbringen. Das geht nicht.

    Ich hoffe, du kannst das Erlebte nach und nach verarbeiten. Du hast Familie und/ oder gute Freunde, die dich auffangen können. Auch eine Selbsthilfegruppe zur Trauerbewältigung wär eine gute Hilfe.

    Schreib hier im Forum deine Gedanken und Gefühle auf, die dich bedrücken. Das ist oft eine große Hilfe.

    Ich wünsche dir alles Gute.

    Hallo Jane1, ich glaube du interpretierst da zuviel rein.Ich weis nicht wie dein ex war.Anscheinend beschäftigt dich das Thema. Ich hab keinen Grund gesucht weiterzutrinkem. Ich habe damit auch keine Macht ausgeübt, denn meine Frau läst sich zum Glück nicht unterdrücken.

    Wenn ich gewust hätte, das es mir recht leicht fällt keinen Alkohol zu trinken, hätte ich es vielleicht schon eher getan. Aber bis zum Tag X wurde ich von der Sucht gesteuert und habe dadurch auch nicht logisch gehandelt.Ich sah keinen Grund mein Verhalten zu ändern. Demzufolge brauchte ich auch kein Hintertürchen.

    Jetzt frage ich dich einfach mal, warum beschäftigt dich das so. Hast du die Trennung von deinem Ex noch nicht verarbeitet??

    Hallo bono, interessanter Einwand.. eine Frage, wenn du damals so gescheit wie heute gewesen wärst, hätte eine Chance bestanden, dass du es einfach aus tiefer Liebe für deine Frau machst, oder warum ist der trotz stärker?

    Interessante Frage von dir. Damals war ich ja noch nicht so "gescheit" wie heute. Aber "gescheit" ist in Zusammenhang mit Sucht schonmal ein falscher Ausdruck.Ein Süchtiger kann in dem Zusammenhang garnicht gescheit sein, da die Sucht das Verhalten steuert.

    Allerdings, kann es sein, das es ein Anstoß hätte sein können, meinen Alkoholkonsum zu beenden. Wie gesagt hätte.... ! Ich weis es nicht. Vielleicht wär die Sucht aber auch stärker gewesen als die Liebe zu meiner Frau.

    Trotz bedeutet bei mir, das ich keine Meinung oder Druck von außen zulasse. Vielleicht ist Trotz auch der falsche Ausdruck. Auf alle Fälle lass ich mir keine Meinung oder Verhaltensweise aufzwingen. Ich hoffe. du kannst mit dieser Antwort was anfangen.:/

    Sagen wir mal so, mich hätte es schwer getroffen, wenn mich meine Frau wegen des Alkohols verlassen hätte. Vielleicht wäre es tatsächlich ein Anstoß gewesen aufzuhören. Allerdings ging es mir noch nicht schlecht genug und ich hätte dann weiter oder noch mehr gesoffen. Ich weis es nicht.

    Für mich ist ganz klar, das der Wunsch und die Umsetzung der lebenslangen Trockenheit aus mir selbst kommen muste! lch hätte ja so weitermachen können. Meine Frau hat das ja mitgemacht. Man weis natürlich nicht wie lange?

    Es war meine Entscheidung und irgendwelcher Druck von außen, wäre nicht imstande gewesen mich zu ändern. Auf Druck reagiere ich sowieso trotzig. Dann gerade nicht!! Ich lass mich nicht drücken! Nur aus Herzlichkeit. :)