Beiträge von Bono59

    Die Entscheidung, nicht mehr zu trinken kann nur aus mir selbst erwachsen.Dann besteht allerdings ein neues Problem.,Kann ich oder will ich mit aller Konsequenz überhaupt aus der Suchtspirale aussteigen??

    Wie gesagt, die Entscheidung, nie wieder bis zum Lebensende keinen Alkohol mehr zu trinken, kann nur aus mir selbst entstehen.

    Mit oder ohne oder vielen kleinen Tiefpunkten ist völlig egal. Da hilft nur radikale Akzeptanz nie wieder Alkohol trinken zu können und alles zu tun um das auch konsequent umzusetzen.

    Mit dem Glück ist das so eine Sache.Da müste man erstmal klären, was Glück für jeden Einzelnen bedeutet?

    Ich war glücklich, als ich das erstemal verliebt war.Das ist ein Gefühl, bei dem ich vieles ausgeblendet habe.(wie im Rausch). Da übersieht man auch Fehler beim Partner/in, welche später stören Dieser Zustand ist nicht normal.Er löst sich dann meist recht schnell auf, wenn man den Partner/in irgendwann nicht mehr durch die rosarote Brille sieht.War das wirklich Glück?

    Ist es Glück, wenn ich 3 Millionen im Lotto gewinne? Ich glaube nicht. Nach der ersten Euphorie, kommt dann recht schnell die Ernüchterung. Viele Fallstricke.Die meisten können mit soviel Geld garnicht umgehen und sind nach einer gewissen Zeit pleite und verschuldet.Alles schonmal bei einem Bekannten erlebt! War das Glück? Ich denke eher, das war die Illusion von Glück.

    Also versuche ich Glück mal für mich zu definieren. Glück ist für mich, wenn die Familie,Kinder,Enkelkinder gesund sind und ihren Weg gehen.

    Glück ist für mich, wenn ich mit meiner Frau eine Beziehung auf Augenhöhe führe, welche von gegenseitigem Verständnis und Respekt,getragen wird.

    Das ist Glück, was einige garnicht sehen und auch das kann von einem auf den anderen Tag vorbei sein.Also ist das mit dem Glück so eine Sache.

    Mir reicht es, wenn ich zufrieden bin ( nicht zu verwechseln mit Selbstzufriedenheit!) und alles ohne große Probleme läuft.

    Ja und nun will ich den Kreis schließen.Die Frage war, ob ein Drogensüchtiger(Alkohol oder andere psychoaktive Substanzen), glücklich sein kann? Klar kann/macht das glücklich aber nur für den Kick und den Augenblick) , deswegen nehmen die Menschen ja Drogen um aus der realen, nüchternen Welt und ihren Problemen zu fliehen!! Das hält aber nicht allzulange an und die Sache kippt und endet in der Sucht.

    Hmm... also, wenn hier ein tatsächliches Mobbing nicht bewiesen werden kann, dann kann Übles drohen. Derartiges kann sich ein Unternehmen so nicht gefallen lassen.

    Da hast du auf alle Fälle recht. Das hat ein Bekannter von mir gemacht.Er hat mit Atest vom Arzt gekündigt.Ja und Mobbing zu beweisen ist sowieso nicht einfach.

    Das ist auch nur ein Gedanke gewesen.Eine einvernehmliche Lösung mit der Firma ist mit Sicherheit das Beste.So wird es auch keine Sperre geben.

    Ich denke Nika weis auch selbst, was zu tun ist.

    Das es nach einer Selbstkündigung nur eine Sperre von einem Monat anstatt 3, gibt, ist für mich neu, aber du als Personaler must es ja wissen. Thema durch Nika. Kümmer dich um deine Gesundheit.Alles weitere wird sich finden.LG

    Hallo Nika, die Gefühle nach einem Rückfall sind typisch und empfinden die Allermeisten so oder so ähnlich. Schön, das du jetzt wieder nüchtern bist, dir Hilfe holst und ärztliche Unterstützung hast.Ich hoffe, wenn ich irgendwann einen Rückfall haben sollte, was bei uns Alkoholikern leider niemals auszuschließen ist, ich genausoviel Mut habe wie du und mich so schnell wie du an einen Arzt wende und auch hier im Forum schreibe! Hut ab, das du deine Scham überwunden hast und die richtigen Schritte gehst.

    Jetzt nochmal zu deiner Arbeitssitouation. Du willst deinen Job kündigen bzw. Du wirst wahrscheinlich gekündigt. So, oder so wird es dann mit hoher Wahrscheinlichkeit eine 3'monatige Sperre geben. Lass dir ein Attest ausstellen, das du aus gesundheitlichen Gründen kündigst( Sucht ist eine Krankheit!! mit dem Hinweis Arbeitsüberforderung, Mobbing??.

    Wenn du das beim Arbeitsamt vorlegst kommst du um die 3' montige Sperre rum !! Also ich wünsch dir alles Gute, so das du nüchtern wieder ein erfülltes Leben führen kannst.Du kennst das ja, denn du warst ja schon mal 3 Jahre trocken!

    LG von mir

    Tag 25 ohne geschafft. Kein Verlangen nach dem Satan.

    Hallo Hope, habe gerade deinen Faden quer gelesen. Da ich auch Quartalstrinker bin, will ich auch mal meinen Senf dazu geben. Ich kenne das, was du schreibst. Auch ich bin Quartalstrinker und auch ich habe ähnliche Erfahrungen wie du gemacht.

    Bis ich vor eineinhalb Jahren endlich den "ernsthaften" Entschluß gefasst habe, nie mehr Alkohol zu trinken, war es auch bei mir ein auf und ab. Ich konnte ja immer aufhören und für längere Zeit keinen Alkohol trinken. So habe ich mir immer wieder vorgemacht, ist alles nicht so schlimm. Ich bin ja kein richtiger Alkoholiker. Irgendwann habe ich dann begriffen, daß es schlichtweg egal ist, ob Alfha,Beta,Gamma,Delta..und wir "Epsilon Trinker"

    Das Grundprinzip ist Sucht und hat immer wieder ein ähnliches Muster! Für mich war dann vor eineinhalb Jahren nach einem heftigen Absturz klar, jetzt ist Schluss und das nicht halbherzig sondern konsequent!! Habe dann ganz schnell hier ins Forum gefunden. Hier habe ich dann erfahren, wo die Fallstricke liegen. Risikominimierung ist ein ganz wichtiger Punkt für Frischlinge. So kannst du am besten die alten Verhaltensmuster durchbrechen.

    Wie das am besten geht, kannst du hier im Forum von den Langjährigen erfahren . Mir gibt das Forum Sicherheit und erinnert mich ständig daran, wo die Fallstricke für eine lebenslange Abstinenz liegen. Also bleib am Ball. Viel Erfolg auf deinem nüchternen Weg. Keiner sagt, das es einfach ist,

    aber es lohnt sich!!! Grüße von mir.

    Der Alkoholiker kann sich nur selbst retten.Er weiß ja meist, das was nicht stimmt. Aber die Sucht gibt den Ton an. Er muss selbst den Weg wollen und gehen, den jeder Süchtige gehen muss. Sich eingestehen, das er ein großes Problem hat und von sich aus was ändern will.

    Entgiftung,Therapie,Fachpersonal, Grundbausteine und letztendlich auch die Einsicht, nie wieder Alkohol trinken zu können. Oft ist dafür ein persönlicher Tiefpunkt nötig. Job weg, Familie weg, Geld weg, Gesundheit kaputt. Dann gibt es nur noch zwei Möglichkeiten. Ich will leben und hol mir Hilfe, oder ich sauf mich tot. Nur ein bischen Alkoholiker ist für mich nicht möglich. Familie,Partner/Partnerin können den Alkoholiker nicht trocken machen, das muss er schon selbst tun. Die Sucht ist verankert und kann nicht geheilt werden, aber sie kann gestoppt werden!

    Hallo MoniSi.Wenn ein Partner/Partnerin abhängig trinkt, verändert sich seine Persönlichkeit. Je länger die Abhängigkeit besteht, umso schlimmer wird es für dich werden. Enttäuschungen, Lügen,Verharmlosungen sind vorprogrammiert. Das ist dann kein Partnerschaft mehr, sondern ein Gefühlschaos deinerseits von Hoffnung über Wut.Hilflosigkeit,Fehlersuche bei dir selbst. Der oder die Alkoholikerin muss klar erkennen, das das Problem bei ihm/ihr liegt, er sich Hilfe von außen holt und begreift, nie wieder Alkohol trinken zu können.Trennung auf Zeit ist schonmal ein guter Anfang, um deinen Kopf freizukriegen. Das Forum hier ist eine gute Hilfe. Du wirst viele Geschichten lesen,welche ähnlich verlaufen wie deine. Ich wünsche dir, das du deinen Weg findest und irgendwann wieder frei durchatmen kannst.

    Ich habe in den letzten ein, zwei Jahren meine Einstellung geändert: Mir sind Menschen (und deren Schicksale) inzwischen sehr wichtig geworden. Und ich werde, so weit es geht, deren Bedürfnisse, die Lebensumstände, so weit es geht, berücksichtigen

    Hi stef, das finde ich gut. Die Menschlichkeit bleibt viel zu oft auf der Strecke. Schön, das es Menschen gibt, denen das Schicksal und die Lebensumstände der Mitarbeiter nicht egal sind.

    Was würde dein Kopf dann erzählen? „War doch gar nicht so schlimm.“ „Vielleicht war ich gar kein richtiger Alkoholiker.“ Genau diese Nummer laufen bei anderen ab

    Das zu glauben, wäre ein schlimmer Fehler.Genau diese Aussagen von dir helfen mir, meinen Kompass zu überprüfen und zu schauen ob die Richtung noch stimmt. Genau deshalb bleibe ich hier im Forum.Ich bin froh hier her gefunden zu haben. Komischerweise fiel mir das jetzt schwer, das so zu schreiben? Gruß Bono

    . Ich wäre auch ohne sie trocken geblieben. Weil ich wegen mir aufgehört habe.

    Das ist für mich der Dreh und Angelpunkt.

    Ein Trugschluss ist. das ein Alkoholiker dankbar sein soll/muss. Das ist eine Erwartungshaltung von einem/einer Co.die am Thema vorbeigeht.

    Der Alkoholiker ist mit seiner Unfreiheit durch seine Sucht überfordert.

    Die Dankbarkeitserwartung vom Co, ist in dem Fall ein frommer Wunsch. Die Einsicht muss vom Alkoholiker kommen, das er selbst für sich etwas ändern will/muss.Alles andere ist zweitrangig.

    Wenn der Alkoholiker dann trocken wird, hat er ein anderes Selbstbewustsein, womit der Co dann Probleme hat.Wo bleibt die Dankbarkeit? Ich habe im doch den Rücken freigehalten!🤔

    An das heiße Eisen wird sich die große Politik nicht machen. Das ist für die geradezu toxisch.

    Hast du etwas anderes erwartet.Das Alkoholproblem ist als solches noch lange nicht im Bewustsein angekommen.

    In meiner Generation wird sich da auch nicht allzuviel ändern.

    Solange Bier als Kulturgut angepriesen wird, wird das Problem weiter verharmlost und Alkoholismus als Schwäche abgetan.

    Und dann war alles so leicht. Das war mir so unheimlich, dass ich richtig auf den ‚großen Knall‘ gewartet habe. Sehr lange sogar. Er kam bis heute nicht.

    Hallo Stern, bei mir fühlt sich bis jetzt auch alles ganz leicht an. Ich warte auch auf den großen Knall. Das werde ich jetzt abstellen und einfach genießen,das es bis jetzt so ist. Ich will damit auch nicht trommeln, weil ich jeden Tag lese, wie schwer es für die meisten hier ist.