Hallo Kazik, das mit den Depressionen ging bei mir schon in frühester Jugend los. So mit 13/14. Mein Vater meinte zu mir dann, also ich solle mich zusammenreißen und es gäbe ja im Garten und am Haus genug zutun um mich abzulenken, Das Übliche halt.Diese Generation wuste es ja nicht besser.Mein Vater lebt seit 20 Jahren nicht mehr und ich habe meinen Frieden mit ihm gemacht! Also stand ich als Jugendicher allein mit meinem Problem da! Auf dem Dorf aufgewachsen und durch die Dorfjugend sehr zeitig mit Alkohol in Berührung gekommen! Damals merkte ich dann sehr schnell, daß ich mit Alkohol ganz gut meine Depressionen bekämpfen konnte.(Selbstmedikation).Also waren die Depressionen zuerst da und dann der Alkohol. Zu den Depressionen gibt es eine genetische Disposition in unserer Familie.Allerdings bin ich der Einzige, der dann Alkoholauffällig geworden ist! Ich hatte dann in den ganzen Jahren, bei schweren Depressionen, keinen Appetit auf Alkohol.Eher dann,wenn die Episoden nach Wochen oder Monaten wieder weggingen! Das war dann insofern ein Entlastungstrinken, diese schlimme Zeit wieder überstanden zu haben!! Ich sehe schon einen Vorteil darin Quartalstrinker zu sein,da ich nie körperlich abhängig war und bin!Deswegen bin ich kein besserer Alkoholiker als Alpha,Beta,Gamma und.s.w.Ich trinke nur anders! Dennoch haben mich die Alkoholabstürze in gefährliche Situationen gebracht! Da ich jetzt nichts mehr trinke und das bis zu meinem Ende auch nicht mehr tun werde (Depressionen,sind durch meine Ärzte gut im Griff )bin ich mit mir im Reinen.Eine bewusste Entscheidung! Mir fehlt nichts und ich glaube Alkohol hat mir in Form von Bier,Wein, Cocktail u.s.w. nie geschmeckt. Es ging einzig und allein um die Wirkung! Wenn mich ein Bekannter von früher fragt, warum ich nicht mehr trinke, sage ich.Ich vertrage keinen Alkohol und so ist es ja auch. Bisher haben das alle akzeptiert.Das habe ich auch so erwartet.Das zeigt mir dann doch,daß wir uns einen sehr guten kleinen Freundeskreis aufgebaut haben. Ausnahmen bestätigen die Regel.Sollte jemand damit nicht klarkommen, dann kann ich es nicht ändern.Sein Problem!
Natürlich muss ich aufpassen.Ich darf nicht leichtsinnig werden! Deswegen hat mich dein Satz, jetzt kommt was Neues angeregt, diese Zeilen zu schreiben.So sehe ich das auch! Ich möchte auf alle Fälle kein verbitterter trockener Alkoholiker werden,dem man sein liebstes Spielzeug weggenommen hat!Das Leben hat soviel zu bieten, gerade wenn man nüchtern ist! Ich kann auch ohne Alkohol Spaß haben! Das ist mir in den letzten Monaten bewußt gewordene!..... Ein paar Gedanken von mir zum Them Depressionen und Alkohol Gruß Bono