Beiträge von Kazik

    Hi Nayouk, jetzt hast Du mich ein wenig zum Lächeln gebracht, mit dem Ende Deines Beitrages.<3berührt. Das Problem, mit dem ich gerade zu tun habe, hat eine sehr alte Geschichte von mir berührt, weil dort eine toxische Person eine Hauptrolle spielt. Und diese toxische Person gerade eine sehr gute Freundin von mir angeht. Und da ich damit beschäftigt bin dieser Freundin so schnell es geht aus dieser Situation zu helfen, weil ich das kann, sind ein Teil von mir sehr verzweifelt und wütend.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hey Nayouk,

    ich muss gerade ob Deiner Nachricht weinen. Und auch Dir danken. Ich weiß gerade noch nicht ob ich schreiben kann was eigentlich wirklich los ist. Aber es ist trotzdem schön zu wissen das Du und andere mich lesen. Und jetzt weine ich richtig.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Robyn,

    lieb das Du nachfragst. Tatsächlich geht es mir ziemlich bescheiden. Warum und wieso werde ich Tage bestimmt noch in meinem Faden schreiben. Aber im Moment ist anderes vorrangig. Ich bin stabil abstinent.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Ihr,

    ich kann nicht sagen, dass ich bei einer Ärzt*in noch nie gelogen habe. Aber meiner jetzigen Hausärztin gegenüber bin ich, was Alkohol und auch Zigaretten angeht, auch vor meinem Alkoholentzug ehrlich gewesen. Was mich im Nachhinein etwas gewundert hat, dass Sie mich zwar auf eine Entwöhnungstherapie für Zigaretten angesprochen hat nicht aber auf eine für Alkohol. Nun, sie ist eine erfahrene Suchtmedizinerin und wird dafür Ihre Gründe gehabt haben. Vielleicht sind Ihre Erfahrungen das, wenn Sie Alkoholiker*innen darauf anspricht, diese dann das Weite suchen und Sie überhaupt keine Möglichkeit hat mehr zu intervenieren? Ich werde sie mal fragen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Perdita,

    herzlichen Glückwunsch und Respekt zu 5 Monaten Nüchternheit. Stay strong.

    Und super, wie Du gestern den Suchtdruck gemeistert hast. Wenn ich es richtig verstanden habe, geht bei Dir ja jetzt eine neue Saison mit Gästen los. Und dafür hast Du im Vorfeld scheinbar viel Arbeit gehabt, um alles auf Vordermann zu bringen. Und es ist Deine erste trockene Saison. Ich kann mir vorstellen, das Dein Suchtgedächtnis jetzt gerne mal aktiv wird. Die Frage ist, wie Du innerlich damit umgehst. Wenn mir das Suchtgedächtnis versucht einen Gedanken (an Alk) aufzudrängen, dann halte ich den nicht fest, ich konzentriere mich nicht auf ihn, sondern lasse ihn einfach kreisen. Und nach einer Weile geht er dann von alleine wieder weg.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Leonie,

    danke der Nachfrage. Bei mir ist es stimmungsmäßig gerade schwankend. Die letzten Tage waren gut, heute ist es nicht so gut. Hängt auch immer ein wenig damit zusammen, was so ansteht. Ich musste mich zusätzlich zu meinen Aufgaben noch mit meinem Computersystem auseinandersetzen, weil das seit ein paar Tagen Probleme macht. Ich habe noch ein zweites Backupsystem, aber das ist nicht so komfortabel eingerichtet wie mein Hauptsystem. Und das geht mir etwas auf die Nerven, weil ich ja auch noch anderes zu tun habe.;) Aber ich bin weiterhin ziemlich sicher, dass es keine echte Depression ist, sondern sich jetzt trocken, mein Gehirn noch dabei ist auf Normalbetrieb zu kommen. Und wie ich Dir ja vor ein paar Tagen geschrieben habe, ist das Gehirn sehr empfindlich und deshalb fühlt sich das eben manchmal echt unangenehm an.

    Zu Deinen Ängsten. Habe ich Dir ja schon geschrieben, die sind nicht bescheuert, sondern Dein Anspannungslevel ist so hoch, dass Dein Angstprogramm beim kleinsten Anlass anspringt. Und der Klinikaufenthalt ist kein kleiner Anlass.;) Aber dort bist Du in Sicherheit und kannst dort Deine Ängste ansprechen und mitteilen, wie sehr sich Dich quälen. Dann können Dir die Profis in der Klinik helfen, da bin ich mir sicher. Sei einfach offen und teil Dich mit über alles, was Dir in der letzten Zeit Schwierigkeiten bereitet hat. Ich kann Dir versichern, die Profis dort werden Dich ernst nehmen und Dir helfen. Das sind Profis, die kennen sich mit Deinen Ängsten und Depressionen aus, da brauchst Du nichts zu verheimlichen. Du bist Ihre Patientin und Du wirst dort behandelt.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hey Leonie,

    das wie es Dir geht, hört sich doch besser an. Schon einige Schritte weiter. Geduld. Ich freue mich für Dich.

    Und bald schon geht es in die Klinik. Super, darüber freue ich mich auch für Dich. Ein bisschen Aufregung ist doch okay, Du bleibst da ja wahrscheinlich auch ein paar Tage.;) Aber wie schon geschrieben meine Erfahrungen bei meinen Klinikaufenthalten waren immer gut. Mach es wie hier am Anfang geraten wird, bleib bei Dir, sei offen und nehme mit, was für Dich passt. Ich bin mir sicher, Dir wird dort geholfen.

    Und wenn Dir mal langweilig ist, kannst Du ja hier lesen und schreiben.;)

    Ich drücke Dir alle meine Daumen.

    Liebe Grüße Kazik

    Hi Perdita,

    ich hatte und habe auch schon Situationen in denen mich Menschen aus meinem Umfeld gefühlt "schützen" wollten und wollen. Ich habe in diesen Fällen das Gespräch gesucht und explizit deutlich gemacht, dass ich alleine die Verantwortung für meine Nüchternheit trage. Dass sie mich, wenn sie wollen, gerne unterstützen können, aber das davon nichts für mich abhängt. Und seitdem ist es für mich okay. Jetzt gibt es in der großen Hausgemeinschaft, in der ich wohne, weiterhin keine leichte Verfügbarkeit von Alkohol. Einige Veranstaltungen sind alkoholfrei. Und Teile meines Umfeldes sind bewusster, was Alkohol angeht. Das alles zusammen finde ich gut, aber davon hängt meine Nüchternheit nicht ab.

    Und ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Menschen unsicher sind, wie sie sich jetzt bezüglich Alkoholkonsum mir gegenüber verhalten sollen. Wäre ich an Ihrer Stelle wäre ich das ziemlich sicher auch. Aber solange sie mich nicht zum Mitkonsumieren auffordern oder in einer Situation vor mir konsumieren, auch wenn ich sie bitte dies nicht zu tun ist für mich alles gut.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Robyn,

    wenn eine User*in hier aufschlägt und erwartet, dass sie professionelle Hilfe bekommt oder dass dieses Forum professionell begleitet wird, dann ist das in sich selbst schon ein Riesenproblem. Besonders wenn es sich um Themen dreht, die nur mittelbar etwas mit Alkoholsucht zu tun haben. Und das Ganze wird zu einer Unmöglichkeit, wenn ihr im- oder explizit deutlich gemacht wird, dass es sich nicht um professionelle Hilfe handelt. Und dass es hier im Forum auch immer betont wird, dass es sich hier nicht um professionelle Hilfe handelt, die User*in dies aber nicht annehmen kann. Dann kann das für eine User*in hier natürlich nicht funktionieren, weil von falschen Voraussetzungen ausgegangen wird und die Erwartungen niemals erfüllt werden.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Anouk,

    ich finde das, was Du schreibst, liest sich sehr reflektiert und motiviert. Da kannst Du auch stolz auf Dich sein, wie zielstrebig Du Deine Nüchternheit angehst.

    Top Arzt. Mit einer realen SHG halte ich es bis jetzt wie Nayouk. Bei der Suchtberatung habe ich regelmäßige vier wöchentliche Termine, die ich dazu nutze, um zu reflektieren, wo ich bezüglich meiner Nüchternheit so stehe. Bei meiner Hausärztin habe ich auch regelmäßige monatliche Termine, wo ich neben medizinischen Fragen auch immer den aktuellen Stand meiner Abstinenz bespreche. Die Termine bei Beiden werde ich mindestens ein Jahr beibehalten. Und zusammen mit der SHG hier fühle ich mich gut aufgestellt, um stabil trocken zu werden.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Entgegen aller Empfehlungen hilft es mir persönlich zu wissen, dass was da ist. Dieses Wissen von „nix da“ bereitet mir Angst und triggert mich mehr. Dann gehe ich wie ferngesteuert los und kaufe mir eine kleine Flasche Wein. Und habe ich sie gekauft, dann denke ich nicht nach, dann trinke ich sie auch. Das habe ich mehrfach durch. War kein Wein am Abend da, bin ich losgezogen mir welchen zu kaufen u zu trinken (Tankstelle am Sonntag abend, Supermarkt der bis 23 Uhr offen hat).

    Hi Anouk,

    zunächst einmal herzlich willkommen hier.

    Wenn ich hier über etwas schreiben würde, was meine Abstinenz betrifft und ich würde einheitlich eine Empfehlung bekommen, dann wäre das für mich ein No-Brainer und ich würde machen, was mir geraten wird.;)

    Deine Begründung kann ich auch nicht nachvollziehen. Für mich klingt das danach, dass Du Dir denn Stoff für einen Rückfall bunkerst und Dir beweisen willst das Du die Willensstärke hast zu widerstehen. Nun Momente wo Du widerstehen musst, werden schon noch kommen. Gerade am Anfang war jedenfalls bei mir so, weil mein Suchtprogramm ja noch voll aktiv war und ich erst angefangen hatte ein Alternativprogramm zu schreiben. Und da bin ich nach 4 Monaten Abstinenz immer noch dabei dieses Alternativprogramm zu schreiben und ich rechne auch noch mit weiteren Monaten, die ich brauche, damit das Programm stabil läuft. Und bis dahin setze ich auf maximal Risikominimierung. Wie es hier geraten wird.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Leonie,

    gut das Du mit Deinem Arzt eine Lösung gefunden hast, mit der Du jetzt erst mal bis zu Deinem Klinikaufenthalt so gut es geht, durchkommst. Ich drück Dir alle meine Daumen.;)

    Und super das Dein Kopf weiß das keine Tiger da sind und Du nicht tot umfällst. Das ist ein Riesenschritt. Dein Anspannungslevel ist im Moment so hoch, dass Dein uraltes Angstprogramm beim geringsten Anlass anspringt und dann wird Dein Körper sofort in den Zustand kämpfen oder fliehen versetzt wird. Eben als ob doch ein Tiger da wäre. Und weil das eben ein so wichtiges Programm ist, das ganz tief verankert. Und es ist eben auch sehr wichtig, weil wenn Du doch mal in einer für Dich gefährlichen Situation bist, der Körper sofort auf einhundert Prozent Leistung sein muss, damit Du mit maximaler Kraft kämpfen oder fliehen kannst.

    Und um dieses Anspannungslevel wieder herunterzubekommen, dauert es eine Zeit. Ich bin in 2005 zum Teil jeden Tag stundenlang spazieren gegangen, um mich auszupowern. Allein. In Begleitung. Egal.

    Zur Empfindlichkeit. Diese Medikamente versuchen einer oder zwei Botenstoffe im Gehirn auf ein normales Maß zur regulieren. Mehr machen die nicht. Aber da das Gehirn mit Abstand das empfindlichste Organ in unserem Körper, ist es von den kleinsten Veränderungen irritiert. Und da das Gehirn den ganzen Körper steuert, sind solche Irritationen (in diesem Fall Wirkungen und Nebenwirkungen eines Medikaments) auch so stark spürbar. Und manchmal eben auch sehr unangenehm. Insofern ist es, glaube ich, eine gute Entscheidung, dass Du Dich in der Klinik einstellen lässt.

    Liebe Grüße

    Kazik