Ach und wenn ich schon dabei bin, wie gehts Dir denn, KaDett?
Kazik - Back to life
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Kazik -
26. Dezember 2024 um 18:52 -
Geschlossen
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Ach und wenn ich schon dabei bin, wie gehts Dir denn, KaDett?
Soweit gut. Heute sind es 333 Tage nüchtern 😄 Geht langsam aber sicher Richtung 1 Jahr.
Letzte Woche gab es einen Todesfall, an dem ich zu knabbern hatte.
Und mich beschäftigt dieser Rückfall von Aberwitz.
Überdenke da die Stabilität meiner eigenen Abstinenz.
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Todesfälle, ja, nicht zu ändern. Ich bin immer noch mit dem Freund in Kontakt, dessen auch mit mir befreundete Frau im Januar gestorben ist.
Bringt keiner wieder, läuft wie es läuft.
Es ist kein Schaden, die Stabilität der eigenen Abstinenz hin und wieder zu überdenken. Ich habe mich immer in der einen oder anderen Weise damit beschäftigt. Aber nicht, weil ich besonders Angst hätte, sondern weil es mir gut tut. Ist auch eine Art Selbstfürsorge, denn es geht immer um die Frage, was brauche ich gerade?
Ich nehms gern locker, aber trotzdem achte ich drauf, dass es auch so bleibt. Der ganze Krempel, den ich da so mache, hat ja nichts mit "kenne keinen Schmerz" zu tun, sondern mit dem Umgang damit.
Ich wünsche Dir, dass es gut läuft.
LG LK -
Hi LK,
first things first. Ich freue mich, dass es Dir psychomässig gut geht. Außerdem hat es mich gefreut, das Du nachgefragt hast und es freut mich auch von Dir zu lesen, was bei Dir so los ist. Auch wenn einiges was Du schreibst, nicht wirklich für Dich erfreulich sind. Aber das ist für mich im Guten der Sinn dieser SHG ich schreibe darüber, was jetzt trocken so bei mir los ist. Gutes und Schlechtes. Und vielleicht jammere ich hier auch mal rum, aber da werdet Ihr mir schon sagen, wann genug mit Gejammer ist. Da bin ich mir sicher.
Und ja, mir sind hier auch einige Menschen definitiv nicht egal, weil ich zu denen eine Verbindung spüre. Das sind Menschen, die einen Zugang zu mir gefunden haben und zu denen ich glaube, dass ich einen Zugang zu Ihnen gefunden habe. Und das ist bei mir gar nicht so leicht.
Und Du gehörst dazu.Zum Gejammer. Du bist für mich so überhaupt der Jammertyp. Ich persönlich würde mir für Dich wünschen, dass Du selbst etwas mitleidiger mit Dir selbst sein könntest. Denn immer die eisenharte Nummer ist ja auch irgendwie anstrengend. Und glaub mir ich weiß, wovon ich bei eisenhart mir selbst gegenüber spreche.

Und auch wenn Du es nicht möchtest, sage ich Dir das es mir leidtut, das Dich Deine Verletzungsfolgen so plagen. In Deinen Worten mach damit was Du willst.

Cool das es mit der Reha jetzt alles in Deinem Sinne klappt. Und der Ort hört sich schön an.
Und ich könnte da keine Sehnsucht oder Emotionen bezüglich Alkohol brauchen.
Ich will die Reha machen und mich darauf einlassen können.Nun ich als Frischling würde mir auf jeden Fall auch Gedanken darüber machen, was ich in Bezug auf Alkohol bedenken sollte. Und ich würde vorher auch mein Risikomanagement auf den neusten Stand bringen. Das ist eine komplett andere Umgebung und Menschen, die Du nicht kennst und die Dich nicht kennen. Allerdings glaube ich das Du ganz gut alleine klarkommst und das Du sehr gut auf Dich aufpassen kannst. Du hast ein Einzelzimmer, somit ist der Bereich schon einmal safe.
Aber ich kann Deine Bedenken auch auf einer anderen Ebene verstehen. Ich hatte hier ja schon einmal geschrieben, dass ich bezüglich meiner Depressionen und Alkohol besonders achtsam sein muss. Weil ich in einer Depression vulnerabler für Saufdruck bin. Und ich kann mir vorstellen das Dich Deine starken Schmerzen auch vulnerabler für Saufdruck machen. Noch dazu wenn Du bestimmte Medikamente aus Gründen nicht nehmen willst. Da hast Du Dir in Deiner Vergangenheit sozusagen doppelt die Karten gelegt. Ist mir bezüglich meiner Depressionen auch passiert, ich habe in 2005 innerhalb sechs Wochen eine Abhängigkeit von einem mir verschriebenen Beruhigungsmittel entwickelt. Seither habe ich mir ein solches Mittel nur dreimal einmalig geben lassen weil Holland wirklich in Not war.
Liebe Grüße
Kazik
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Ich persönlich würde mir für Dich wünschen, dass Du selbst etwas mitleidiger mit Dir selbst sein könntest. Denn immer die eisenharte Nummer ist ja auch irgendwie anstrengend.
Nur noch mal kurz, ich muss noch was tun.
Es ist nicht die eisenharte Nummer.
Wenn ich laufe, merke ich ganz genau, wie es mir geht. Jeder einzelne Schritt. Ich bin absolut nicht masochistisch veranlagt, ich fluche und ich hasse es.
Aber ich weiss trotzdem, dass es mir hinterher besser gehen wird. Und ich weiss, dass es mir auch bald schlechter gehen wird, wenn ich eben das nicht tue.
Da regiert in dem Moment schon der Verstand, aber mit dem Hinterdanken, dass die Emotionen davon auch besser werden.
Ich habe Mitgefühl mit mir und das kann ich dank Meditation sogar sehr gut. Mitleid würde mich aber selbstmitleidig machen und dann würde ich möglicherweise nicht so viel tun. Ich muss mich zum Loslaufen schon erst mal selbst bringen. Das kann schon sein, dass ich da lustlos anfange, aber ich machs trotzdem.
Ich kenne das Thema Belohnungsaufschub. Also erst mal durch die Scheixxe durch, damit es besser werden kann.
Und irgendwann ist eben der Punkt erreicht, in dem es nicht mehr auf Dauer besser wird, sondern nur noch die Verschlechterung verlangsamt wird.
Das ist für mich und meine Denke nicht so weit davon entfernt, einen Entzug zu durchleben, um hinterher freier zu sein.
Und auch davon, Machtlosigkeit gegenüber unumgänglichen Lebensumständen bedingungslos zu akzeptieren.
Ich akzeptiere, dass das bei mir niemand ändern können wird, denn ich habe schon 8 gute Arzte daran arbeiten lassen.
Aber ich sehe keinen Sinn darin, deswegen nun bis an mein Lebensende Trübsal zu blasen.
Deswegen mache ich das Beste draus, was ich machen kann.
Das, ähm, bin ich mir wert.
LG LK -
OK Lebenskuenstler ,
verstehe, was Du schreibst. Ich korrigiere mich und schreibe, dass ich Mitgefühl mit Dir bezüglich Deiner Schmerzen habe.
Liebe Grüße
Kazik
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Hallo Kazik,
wie geht's dir?
Liebe Grüße
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Hi Robyn,
lieb das Du nachfragst. Tatsächlich geht es mir ziemlich bescheiden. Warum und wieso werde ich Tage bestimmt noch in meinem Faden schreiben. Aber im Moment ist anderes vorrangig. Ich bin stabil abstinent.
Liebe Grüße
Kazik
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Tatsächlich geht es mir ziemlich bescheiden
Habe dich auch schon vermisst. Aber schon mal gut, dass du weiterhin stabil abstinent bist. 👍 Das ist am allerwichtigsten und freut mich. Wünsche dir, dass es dir wieder gut geht und sich alles gut entwickelt. 🍀
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Hi Kadett,
danke auch für Deine Nachricht. Ich fühl mich dadurch nicht so alleine.
Liebe Grüße
Kazik
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Hallo Kazik,
Warum schreibst du hier nicht, wenn du dich alleine fühlst?
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Hey Nayouk,
ich muss gerade ob Deiner Nachricht weinen. Und auch Dir danken. Ich weiß gerade noch nicht ob ich schreiben kann was eigentlich wirklich los ist. Aber es ist trotzdem schön zu wissen das Du und andere mich lesen. Und jetzt weine ich richtig.
Liebe Grüße
Kazik
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Ich schicke Dir eine virtuelle Umarmung, Kazik! 🤗
Hier kannst Du immer schreiben, Du wirst gelesen!
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Zum weinen wollte ich dich nicht bringen, aber vlt. Ist es einfach nötig.
Der Alkohol hat viel durcheinander gebracht und die Psyche braucht eine ganze Weile, bis sie sich davon erholt hat.Meine Tochter hat mir mal eine Playlist zum Geburtstag geschenkt. Ein Lied war „Dad“ von Neele Ternes.
Eine Textpassage ist „ you once told your little girl, you‘re unbreakable“.
Es war noch zu meiner nassen Zeit und ich habe das Lied im Auto gehört und dachte , Kind wenn du wüsstest, ich bin schon längst gebrochen…und ich habe bitterlich geweint. Wenn ich es heute höre, muss ich jedesmal mit den Tränen kämpfen, aber anders, weil ich es geschafft habe und wieder für sie da sein kann.
Manchmal lösen Dinge einfach starke Emotionen aus, auch positive. -
Weinen löst den Knoten. Hätte so gern richtig wie ein Schlosshund geheult in den letzten Monaten, aber es ging nicht ...
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Hi Nayouk, jetzt hast Du mich ein wenig zum Lächeln gebracht, mit dem Ende Deines Beitrages.
berührt. Das Problem, mit dem ich gerade zu tun habe, hat eine sehr alte Geschichte von mir berührt, weil dort eine toxische Person eine Hauptrolle spielt. Und diese toxische Person gerade eine sehr gute Freundin von mir angeht. Und da ich damit beschäftigt bin dieser Freundin so schnell es geht aus dieser Situation zu helfen, weil ich das kann, sind ein Teil von mir sehr verzweifelt und wütend.Liebe Grüße
Kazik
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Hey Kazik, noch da ?
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hat sich überschnitten.
Verstanden, nur achte trotz deinem „Können“ auch auf dich.
Stabile Abstinenz klingt jedenfalls gut👍 -
Auch verstanden Nayouk. Aber der Einschlag der Geschichte ist wortwörtlich so nahe, dass ich wegziehen müsste, um mich der Sache zu entziehen. Ich versuche einfach so gut ich kann meine Öhrchen oben zu behalten.
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Lieber kazik, ich sende dir auch einen lieben gruss. Bist nicht alleine!
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