Nehme es dir nicht übel. Richtig, bei Langeweile, Stress, Erschöpfung, Streit, schlechte Laune, Bombenwetter, Sonne, gute Laune, Geburtsatg, Weihnachten, Wochenende, Feierabend, Urlaub
Hi Absti,
bei mir gab es vor den 10 Jahren abhängigen Trinkens, ja Jahrzehnte in denen ich in Zeiten schwer missbräuchlich und riskant getrunken und mir auch manchmal alles Mögliche andere gegeben habe. Meinen ersten Vollrausch hatte ich mit 14. Alkohol und Drogen waren und sind bis heute Teil meines Umfelds.
Heißt, wenn ich mich mit meiner Vergangenheit was trinken angeht beschäftigen würde dann gibt es wahrscheinlich kaum eine Situation, einen Gefühlszustand, einen äußeren Umstand oder einen Ort an dem ich noch nicht getrunken habe.![]()
Aber seit ich abstinent bin, beschäftige ich mich nicht mit meiner Trinkgeschichte. Nicht im Negativen und auch nicht im Positiven. Die blende ich komplett aus. Jetzt bin ich abstinent, weil das eine Notwendigkeit ist. Deshalb beschäftige ich nur mit dem Hier und Jetzt und dem was vor mir liegt. Und da ist Alkohol schlicht keine Option mehr. Niemals. Egal was ist oder kommt.
Ich habe die Grundbausteine verinnerlicht und vor allem praktisch umgesetzt. Und betreibe konsequente Risikominimierung.
Um nur ein Beispiel für Risikominimierung von mir zu nennen. Ich habe mich meinem Umfeld privat und beruflich als jetzt abstinenter Alkoholiker zu erkennen gegeben.
Heißt bei mir auf der Arbeit und bei berufsbedingten Treffen wir in meiner Gegenwart kein Alkohol getrunken das ist die Vereinbarung.
Und wenn ich mit Menschen aus meinem privaten verabredet bin bei Ihnen, auswärts oder bei mir ist die Vereinbarung das in meiner Gegenwart kein Alkohol getrunken wird.
Wenn ich von meinem Umfeld eingeladen werde und dort wird Alkohol getrunken (Menge ist egal) dann habe ich abgesagt, weil ich keinen Alkohol trinke.
All das gab bisher mit meinem Umfeld überhaupt keine Probleme. Hätte es die gegeben, hätte ich die Konsequenzen gezogen.
Heißt ich nähere mich weder in meinem Kopf noch tatsächlich auf Armlänge oder näher Alkohol. Deshalb gibt es auch keine Trigger. Heißt, wenn ich sonst im Alltag auf Alkohol stoße, trinkende Menschen, Alkregal, Kneipen, Außengastro dann blende ich das aus. Und wenn das nicht ausreicht, entferne ich mich. Und damit bin ich da Alkohol mich nicht anspringt safe. ![]()
All das führt dazu, das ich den 16 Monaten bisher kaum jemals Saufdruck hatte. Wenn dann hatte ich die HALT Regel nicht beachtet. Und wenn Saufgedanken kamen, dann ignoriere ich diese konsequent und konzentriere mich wie oben geschrieben auf das Hier und Jetzt und das was vor mir liegt. Und dann verschwinden die schnell, weil ich Ihnen keine Bühne gebe. Niemals.
Vielleicht kannst Du mit den Erfahrungen und meinen Weg ja etwas anfangen?