Beiträge von Kazik

    Hi lenvan ,

    zunächst einmal von mir verspätet hallo und herzlich willkommen hier in Deiner/Unserer SHG.;)

    Ich komme von der Alkoholikerseite bin aber auch EKA, auch wenn ich hier noch keinen Faden eröffnet habe und hier auch eher nur selten schreibe.

    Du schreibst das Du sehr schüchtern bist und trotzdem warst Du mutig und hast Dich hier angemeldet. Das finde ich sehr gut. Und Du wirst sehen das hier alle freundlich sind und Dir Hilfe in Form von eigenen Erfahrung für Deine eigene Selbsthilfe geben wollen. Dir will hier niemand etwas Böses. Vielleicht hilft Dir das etwas also nur Mut.

    Zu Deiner Schüchternheit. Ich hatte in meinem Leben schon einige meist schwere Depressionen. Mir hat dann vor einigen Jahrzehnten eine abgeschlossene Verhaltenstherapie geholfen das ich mir in einer Depression selbst helfen kann. Das Gute an einer Verhaltenstherapie war für mich, das diese sich kaum mit den Gründen für die Depression auseinandergesetzt hat, sondern sich darauf konzentriert hat wie ich mein Verhalten so ändere, dass ich aus der Depression herauskomme. Denn das ist ja das wichtigste.

    Vielleicht ist es ja auch für Dich eine Idee, das Du Dir eine Therapeut*in suchst, mit der zusammen Du Dich in der ganzen Therapie, hauptsächlich darauf konzentrierst, dass Du praktische Wege findest und lernst, wie Du aus Deiner Schüchternheit herauskommst. Das geht denn Deine Schüchternheit ist erlerntes Verhalten, die ist nicht in Stein gemeißelt.;)

    Nun zu Deinem EKA sein. Mir scheint das grundsätzliche Problem zu sein, das Du viel zu dicht an Deinem Alkoholikervater dran bist. Ihr seid zu dicht und es fehlt die Abgrenzung. Und da Du so schüchtern bist fällt es Dir eben auch schwer Deinem Vater zu sagen das er Abstand von Dir und Deinen Kindern halten soll und das auch durchzusetzen. Das Recht dazu hast Du.

    Aus diesem Grund ist es für Dich vielleicht wirklich eine gute Idee das Du praktischen Weg findest wie Du räumlich Distanz zwischen Dir und Deinen Vater/Eltern herstellst. Egal ob das Haus Dir gehört. Oder anders gesagt lieber eine Wohnung weiter weg als das Du weiter die ganze Zeit in den Alkoholikersumpf Deines trinkenden Vaters hineingezogen wirst.

    Ich glaube, das würde in einem Angang eine Reihe von Problemen von Dir, Deinen Kindern und Deiner eigenen Familie lösen oder entschärfen. Du bist schon lange erwachsen. Und es ist sehr wichtig, das Kinder sich irgendwann von Ihren Eltern lösen und Ihr eigenes Ding machen. Sehr wichtig.

    Ich selbst bin sehr früh zu Hause ausgezogen. Ich war gerade 19. Dafür gab es einige Gründe aber der Hauptgrund war das meine beiden Eltern in meiner Kindheit mir gegenüber gewalttätig waren. Das war dann zwar mit 14 vorbei, weil ich dann zuletzt meinem Vater klargemacht habe das ich mir das nicht mehr gefallen lasse und mich wehren werde. Aber nichtsdestotrotz war das ausziehen und wegziehen eine der besten Entscheidungen meines Lebens.;)

    Und noch kurz zum Fremdschämen. Heißt im Wortsinn das Du Dich für das Verhalten Deines Vaters schämst. Dein Vater ist erwachsen und für sein Verhalten einzig und alleine selbst verantwortlich. Eigenverantwortung nennt sich das. Und die kann kein erwachsener Mensch abgeben. Eigenverantwortung lässt sich auch nicht übertragen es sei denn Dein Vater wäre im gesetzlichen Sinne unmündig. Aber das ist vermutlich nicht der Fall.

    So vielleicht kannst Du mit dem was ich geschrieben habe ja etwas anfangen. Ich möchte Dich nur ermutigen hier weiterzuschreiben. Dies ist Deine SHG. Schreibe über das was Dich bewegt/beschäftigt. Habe ich auch gemacht und mache ich auch heute noch. Leicht, schwer, wichtig, unwichtig, egal, wenn es hier steht, ist es schonmal raus und damit ist schon viel getan.

    Hey iwona-w ,

    herzlichen Glückwunsch und meinen aufrichtigen Respekt zu 17 trockenen Jahren.<3

    Auch ich habe zu Anfang Deine Geschichte und Deinen Weg gelesen. Und er hat mich sehr beeindruckt und ich habe davon einiges für meinen Weg mitgenommen. Du gehst Deinen Weg ehrlich, aufrecht, konsequent, ohne Schnörkel aber mit Herz und Humor.

    Und wenn ich eine Empfehlung an alle neuen Nutzer*innen geben würde, dann die Deine Geschichte einmal zu lesen.

    Hey Leonie80 ,

    das von Dir zu lesen freut mich wirklich sehr für Dich.<3

    Vielleicht magst Du ja irgendwann noch einmal ausführlicher schreiben wie Du das alles hinbekommen hast.;)Natürlich nur, wenn Du magst. Aber mich würde es schon interessieren und vielleicht kann ich ja etwas von Dir lernen.

    Lass es Dir weiter gut gehen und wir lesen uns.

    Hi Abstinenzler ,

    ich habe Dir ja schon einmal geschrieben das es in den Jahrzehnten missbräuchlichen und dem Jahrzehnt abhängigen Trinkens praktisch nichts gibt, an dem ich nicht schon getrunken habe. Keinen Tag, keine Nacht, keinen Gefühlszustand, keinen Gedanken, keine Orte, keine Anlässe, keine Zusammenkunft, Alleine, mit Mehreren, mit oder ohne Bollerwagen ........ Heißt, wenn ich trinken wollte oder ab dem Zeitpunkt wo ich trinken musste habe ich Wege gefunden zu trinken. Davon hätte ich mich durch nichts und niemanden abhalten lassen. Ich hätte ganz sicher einen Weg gefunden.

    Worauf ich hinaus will habe ich Dir auch schon geschrieben. Ich habe mich mit dem Vatertag weder im Vorfeld, noch am Tag, noch danach was Alkohol angeht beschäftigt. Weil Alkohol keine Option mehr für mich ist. Folglich hatte ich gestern einen normalen Tag ohne irgendeinen Saufdruck. Natürlich habe ich mich auch keiner Bollerwagentruppe angeschlossen oder irgendwo hingeben, wo solche Truppen im Minutentakt vorbeiziehen.;)Aber das sollte eh klar sein. Heißt, wenn ich Alkohol innerlich und äußerlich keine Bühne gebe dann hat mein Saufgedächtnis keine Möglichkeit einzuhaken und bleibt ruhig. Gebe ich Alkohol eine Bühne, hakt es ein und ich bekomme Saufdruck.

    Und ich weiß auch warum ich heute hier in dem Forum bin.

    Das mag jetzt hart klingen aber bei dem, was Du schreibst, weißt Du nicht, warum Du in einer Alkoholiker SHG bist. Denn Du schreibst die ganze Zeit so als wärest Du kein Alkoholiker.

    Und Du hast offenbar auch nicht verstanden, was der Sinn und Zweck einer SHG ist. Hier geht es um den Austausch von Erfahrungen. Sicheren Erfahrungen um stabil abstinent zu werden und zu bleiben.

    Und die Betonung liegt auf Austausch. Du tauschst Dich hier nicht aus, Du schreibst von Beginn an nur über die endlose Dauerschleife, in der Du Dich befindest, weil Du eine Depression hast. Und Du hast die völlig irrige Annahme das Du Dich mit Willen, Auseinandersetzung mit Dir selbst und Erkenntnis in einen Zustand versetzen kannst, in dem Du nicht mehr süchtig bist. Aber dieser Zustand wird ganz sicher nie mehr eintreten, weil eine Sucht eine unheilbare Krankheit ist. Aber das kannst und/oder willst Du offenbar nicht akzeptieren. Aber ohne Akzeptanz Deiner Sucht und ohne das Du bereit bist konsequent Dich selbst und Deine Abstinenz zu schützen sind die Aussichten das Du stabil abstinent bleibst gleich null. Und das meine ich nicht als Kritik oder Bewertung, sondern als Feststellung.

    Aber noch einmal zurück zu Dir, uns und diese SHG. Was Du schreibst, kann uns nicht erreichen, weil Du Dich in einer inneren Welt befindest, in der sich außer Dir niemand anderes hier befindet. Und wir können Dich nicht erreichen und Dir hilfreiche (praktische) Erfahrungen mitteilen, weil Du das in Deiner inneren Welt nicht zulassen kannst und/oder willst. Damit sind die Grenzen dieser SHG nicht nur erreicht, sondern weit überschritten. Und das wird sich nicht ändern so lange Du nicht einen Weg findest das zu ändern. Und deshalb bist Du hier in dieser SHG nicht richtig, sondern in meinen Augen völlig falsch.

    Wie geschrieben das mag sich für Dich hart anhören, aber Alkoholsucht ist eine sehr schwere Erkrankung die ungestoppt zu massiven Leiden und einem grauenhaften Tod führen. Und solange das bei Dir und vielleicht auch anderen nicht in aller Konsequenz eingeschlagen ist, bist Du hier völlig falsch. Du bist hier sogar eine Gefahr, weil Andere auf die Idee kommen könnten es Dir nachzumachen. Mit der gleichen Konsequenz das Ihre Aussichten stabil abstinent zu bleiben gen Null gehen.

    Und ganz zum Schluss. Das Thema Eigenverantwortung ist beim Stoppen der eigenen Sucht zentral und unabdingbar. Und so leid es mir tut ich kann bei Dir noch nicht einmal im Ansatz erkennen, dass Du Verantwortung für Deine Sucht übernommen hast. Und deshalb macht ein weiterer Austausch für mich tatsächlich keinen Sinn.

    In diesem Sinne alles Gute Dir.

    Hey Angler ,

    hast Du dieses Fremdheitsgefühl mal bei Deinem Therapeuten oder Ärzten angesprochen?

    In meiner letzten schweren Depression habe ich über Monate nix gefühlt und in gewisser weise gedacht. Absolut nix. Mir wurde aber von Ärzten und Therapeuten gleich zu Beginn eines Klinikaufenthaltes erklärt und versichert das dies eine Schutzfunktion der Psyche ist und das sich das wieder gibt. Die Psyche hat einfach abgeschaltet, weil überladen. Ich hätte in diesem Zustand vor ein fahrendes Auto laufen können. Aber nach ein paar Monaten als die Depression langsam ging, kamen auch die Gefühle und Gedanken zurück.:)

    Warum schreibe ich Dir das? Ich habe schon vor Jahrzehnten in einer abgeschlossenen Verhaltenstherapie gelernt das ich die Gedanken und Gefühle in einer Depression nicht für bare Münze nehmen sollte. Und deshalb konnte ich dieses Fremdheitsgefühl auch als Teil der Depression einordnen. Eben als nicht bare Münze.

    Worauf ich hinaus will. Du schreibst die ganze Zeit es das Dir als Alkoholiker nichts ausmacht, wenn Du mit Alkohol konfrontiert bist. Dass Du eigentlich jedes Risiko eingehen kannst. Das ist aber faktisch für einen Alkoholiker unmöglich.

    Gleichzeitig beschreibst Du das Du in einer ziemlich heftigen Depression befindest und Du Deinen eigenen Gedanken und Gefühlen nicht trauen kannst. Weil sie eben keine bare Münze sind. Und deshalb wäre ich an Deiner Stelle sehr, sehr vorsichtig mit Konfrontationen und Risiken bezüglich Alkohol.

    Weil es nämlich eine sehr, sehr gute Wahrscheinlichkeit gibt das, wenn Deine Depression sich lichtet oder auch das, wenn diese noch eine Weile andauert, dass Du wieder säufst egal, was Du jetzt denkst oder fühlst.

    Du hast sozusagen ein doppeltes Risiko. Denn, obwohl meine Depressionen überhaupt nichts mit meiner Sucht zu tun haben. Haben sich Depressionen und Saufen auch vor meiner Abhängigkeit gegenseitig begünstigt. Und aus diesem Grund war es auch für mich so wichtig, dass ich hier auch nochmal gelernt habe das dies zwei unterschiedliche, schwere Erkrankungen von mir sind, die ich strikt auseinander halten muss.

    Vielleicht kannst Du ja mit dem, was ich schreibe irgendetwas anfangen.

    Wie geht das? Drogen sind Teil deines Umfelds aber du betreibst Risikominimierung?

    Mein Umfeld besteht doch weiter aus ganz "normalen" Menschen. Es gibt einige trockene Alkoholiker*innen, auch welche die von anderen Drogen weg sind und auch welche die schlicht Alk oder Drogen nicht vertragen. Aber der Rest ist eben nicht süchtig.

    Heißt die trinken oder nehmen auch mal etwas anderes, wenn Ihnen danach ist. Nur das machen sie eben, wenn wir verabredet sind nicht in meiner Gegenwart. So die Absprache (Regel). Und natürlich treffe ich mich nicht mit Ihnen an Orten, Veranstaltungen, Feiern, etc. bei denen Saufen oder konsumieren im Vordergrund steht oder dazu gehört. Aber ich denke, das sollte klar sein.

    Heißt, ich bekomme nicht unmittelbar mit, wenn sie saufen oder konsumieren. Und damit bin ich safe. Die Welt ist ja nicht trockener geworden dadurch das ich nicht mehr trinke. Und es wäre für mich auch ein Risiko, wenn ich mir das einreden würde. Also ändere oder beeinflusse ich nur das, was ich tatsächlich in der Hand habe. Denn das ist Selbstschutz.

    Ich genauso aber die Gefühle triggern und schwierig Gefühlen aus dem Weg zu gehen.

    Wie geschrieben ich verknüpfe nix mehr mit Saufen (Sucht). Keine Gefühle, keine Situationen, keine Gedanken, keine Handlungen, keine Umgebung, etc.. Und wenn ich doch feststelle das irgendetwas dieser Dinge ein Problem (Risiko) darstellt dann ändere ich mein Verhalten so lange bis es kein Problem mehr darstellt.

    Ich muss mit meiner Sucht den Rest meines Lebens leben. Also muss ich jetzt abstinent mein Leben so ändern, dass ich gut den Rest meines Lebens abstinent leben kann. Und zwar ganz konkret und praktisch und nicht nur in meinem Kopf. Weil es eine Notwendigkeit ist. Und weil ich mich im Zweifelsfall eben nicht darauf verlassen kann das mein Kopf immer mitspielt, denn ich bin ja weiter süchtig.

    Nehme es dir nicht übel. Richtig, bei Langeweile, Stress, Erschöpfung, Streit, schlechte Laune, Bombenwetter, Sonne, gute Laune, Geburtsatg, Weihnachten, Wochenende, Feierabend, Urlaub

    Hi Absti,

    bei mir gab es vor den 10 Jahren abhängigen Trinkens, ja Jahrzehnte in denen ich in Zeiten schwer missbräuchlich und riskant getrunken und mir auch manchmal alles Mögliche andere gegeben habe. Meinen ersten Vollrausch hatte ich mit 14. Alkohol und Drogen waren und sind bis heute Teil meines Umfelds.

    Heißt, wenn ich mich mit meiner Vergangenheit was trinken angeht beschäftigen würde dann gibt es wahrscheinlich kaum eine Situation, einen Gefühlszustand, einen äußeren Umstand oder einen Ort an dem ich noch nicht getrunken habe.;)

    Aber seit ich abstinent bin, beschäftige ich mich nicht mit meiner Trinkgeschichte. Nicht im Negativen und auch nicht im Positiven. Die blende ich komplett aus. Jetzt bin ich abstinent, weil das eine Notwendigkeit ist. Deshalb beschäftige ich nur mit dem Hier und Jetzt und dem was vor mir liegt. Und da ist Alkohol schlicht keine Option mehr. Niemals. Egal was ist oder kommt.

    Ich habe die Grundbausteine verinnerlicht und vor allem praktisch umgesetzt. Und betreibe konsequente Risikominimierung.

    Um nur ein Beispiel für Risikominimierung von mir zu nennen. Ich habe mich meinem Umfeld privat und beruflich als jetzt abstinenter Alkoholiker zu erkennen gegeben.

    Heißt bei mir auf der Arbeit und bei berufsbedingten Treffen wir in meiner Gegenwart kein Alkohol getrunken das ist die Vereinbarung.

    Und wenn ich mit Menschen aus meinem privaten verabredet bin bei Ihnen, auswärts oder bei mir ist die Vereinbarung das in meiner Gegenwart kein Alkohol getrunken wird.

    Wenn ich von meinem Umfeld eingeladen werde und dort wird Alkohol getrunken (Menge ist egal) dann habe ich abgesagt, weil ich keinen Alkohol trinke.

    All das gab bisher mit meinem Umfeld überhaupt keine Probleme. Hätte es die gegeben, hätte ich die Konsequenzen gezogen.

    Heißt ich nähere mich weder in meinem Kopf noch tatsächlich auf Armlänge oder näher Alkohol. Deshalb gibt es auch keine Trigger. Heißt, wenn ich sonst im Alltag auf Alkohol stoße, trinkende Menschen, Alkregal, Kneipen, Außengastro dann blende ich das aus. Und wenn das nicht ausreicht, entferne ich mich. Und damit bin ich da Alkohol mich nicht anspringt safe. ;)

    All das führt dazu, das ich den 16 Monaten bisher kaum jemals Saufdruck hatte. Wenn dann hatte ich die HALT Regel nicht beachtet. Und wenn Saufgedanken kamen, dann ignoriere ich diese konsequent und konzentriere mich wie oben geschrieben auf das Hier und Jetzt und das was vor mir liegt. Und dann verschwinden die schnell, weil ich Ihnen keine Bühne gebe. Niemals.

    Vielleicht kannst Du mit den Erfahrungen und meinen Weg ja etwas anfangen?

    Hi Steevie ,

    dies ist jetzt Deine und unsere SHG und Du kannst Dir sicher sein ich denke nichts über Dich, vor allem nichts Schlechtes. Und Du kannst Dir auch sehr sicher sein das ich Dich nicht verurteile. Aber vor allem solltest Du auch nicht das Gefühl haben Du müsstest Dich rechtfertigen oder erklären. Du bist so wie Du bist okay.;)

    Wenn ich Dir meine Erfahrungen schreibe oder wie ich etwas machen würde dann ist das ein Angebot. Ein Angebot von dem Du Dir etwas für Deine Selbsthilfe mitnehmen kannst. Denn dazu sind wir hier. Und wie geschrieben ich bin überhaupt nicht in Deiner Situation.

    Und zum Schluss noch zwei Gedanken von mir. Du bist noch relativ jung, das ist in sich selbst schon etwas Gutes.;) Aber woraus ich hinaus will ist, das Du jetzt schon erkannt, hast das, Du Alkoholikerin bist. Und nicht erst nach 40 Jahren abhängigen Trinkens. Und zweitens bist Du in einem Alter in dem viele Menschen lernen Selbstständig zu werden. Es braucht nur ein bisschen Mut. Und ich kann Dir verraten es ist gar nicht so schwer. Und Du könntest Dir, falls benötigt auch Hilfe dafür holen.;)

    Hi Steevie ,

    ich bin jetzt seit 16 Monaten stabil abstinent. Ohne größere Probleme. Ich habe einfach die Grundbausteine praktisch umgesetzt und im Kopf verinnerlicht. Und ansonsten betreibe ich konsequente Risikominimierung/Vermeidung. Allerdings lebe ich alleine. Heißt, ich treffe nicht auf Menschen aus meinem Umfeld die in meiner Gegenwart Alkohol trinken (schon gar nicht in meiner Wohnung). Denn meine Regel ist das, wenn ich mich Menschen aus meinem Umfeld treffe, egal wo, das diese in meiner Gegenwart keinen Alk trinken.

    Heißt, ich bin niemals in Deiner Situation. Wäre ich in Deiner Situation, würde ich mir ganz schnell etwas überlegen und dann auch durchziehen, weil mir das ein viel zu großes Risiko wäre. In einem ersten Schritt würde ich mir eine eigene Unterkunft suchen. Dort wäre ich dann jedenfalls erstmal sicher und könnte mit Abstand überlegen wie und ob es mit der Beziehung weiter gehen kann. Das mag sich für Dich vielleicht etwas hart anhören. Aber ich habe von Anfang an meine Abstinenz an die erste Stelle gestellt. Und deshalb steht für mich Selbstschutz auch an erster Stelle. Keine Kompromisse, die meine Abstinenz gefährden.:)