Beiträge von Kazik

    Hi LK,

    das ist gut, dass es gute Tage waren. Und ich kann mir vorstellen, dass die Tage für Deinen Freund und dessen Familie auch gut waren. Denn Traurigkeit und Trauer sind ja nicht schlecht, sondern notwendig und gut. Und die brauchen eben Ihre Zeit besonders, wenn es um einen guten Menschen geht.

    Ich schreibe gern bei Dir, weil ich mehrere Phasen hatte, in denen es mir äusserst beschissen ging. Von daher, und auch weil Du mich am Anfang ja auch mal angeschrieben hattest, empfinde ich eine innere Nähe zu Dir. Deine Depressionen sind mir nicht so fremd, wie das vielleicht manchmal aussieht. Ich versuche, Dich zu verstehen.

    Das mit der Nähe geht mir genauso. Wir haben aus meiner Sicht auch außer der Tatsache, das wir beide Alkoholiker sind, viele Gemeinsamkeiten. Auf jeden Fall biografische Gemeinsamkeiten. Aber die Hauptgründe warum Du mich von Anfang an mitgenommen hast, ist Deine Ehrlichkeit Dir selbst und auch mir gegenüber. Dass Du, auch wenn Du es öfters hinter der rauen Schale des Straßenköters verbergen möchtest, über Deine Gefühle sprichst oder sie zumindest durchscheinen lässt. Dass Du Gefühle von anderen wahrnimmst und da nicht einfach drüber wegtrampelst. Und ich kann mit Deiner Denke und der Art zu denken tatsächlich viel anfangen. Weil sie ergebnisorientiert, zielgerichtet und mit Dir selbst im Mittelpunkt ist, wenn es drauf ankommt und Du Dich aber auch selbst hinterfragst und wenn notwendig zu anderen Schlüssen kommst. Damit kann ich etwas anfangen. Und in bestimmten Teilen meines Lebens mache ich es ganz genauso, weil das der beste Weg ist, wie ich Dinge in meinem Sinne bewegt bekomme.

    Deine Depressionen sind mir nicht so fremd, wie das vielleicht manchmal aussieht. Ich versuche, Dich zu verstehen.

    Mach Dir da mal keinen Stress. Obwohl ich soviel über meine Depressionen weiß, verstehe ich sie auch nicht. Denn meine Depressionen sind auch nicht zu verstehen, weil sie eben eine Krankheit sind. Es gibt keine logische Erklärung dafür, warum ich innerhalb kürzester Zeit antriebslos, völlig erschöpft, schwermütig, pessimistisch und anderes bin. Ich habe Strategien erlernt, wie ich mir selbst helfen kann, dass ich eine Depression besser überstehe. Und ich kann inzwischen in einer Depression die meiste Zeit klar denken und vor allen Dingen klar handeln. Aber ich weiß inzwischen auch, wann es Zeit ist zu kapitulieren und mich in Sicherheit zu bringen. Und wenn ich hier über meine Depressionen schreibe, erkläre ich es mir ebenso wie Euch so gut wie ich kann, was in einer Depression in mir vorgeht. Aber eine wirkliche Erklärung für meine Depression ist das nicht.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Lebenskuenstler ,

    zunächst einmal hoffe ich das Du offline ein paar schöne Tage hattest. Und außerdem möchte ich mich dafür entschuldigen, dass wir Deinen Faden in Deiner Abwesenheit zugespammt haben.;)

    Zu beiden diesen Zitaten kann ich nur sagen, das kann ich so nicht wirklich nachvollziehen.

    Das glaube ich, dass Du das nicht nachvollziehen kannst, denn ich schreibe dort über meine Depressionen und die sind für mich auch weder rational noch emotional nachvollziehbar. Wären sie es, hätte ich keine Depression. Ich habe diese Scheissegalhaltung erlernt, um meine Depressionen besser aus halten zu können. Hätte ich es nicht erlernt, würde es mir in einer Depression noch wesentlich schlechter gehen. Und damit diese Selbstberuhigung funktioniert bezieht sich das egal wirklich auf alles. Egal ob ich es Morgens nicht geschafft habe mir nicht die Zähne zu putzen oder mir eine Buddel Schnaps reinhaue, um nichts mehr zu merken. Denn schlecht geht es mir ja so oder so und der Unterschied von einem schweren Kater, zu dem wie ich mich fühle, wenn ich eine schwere Depression habe, ist nur graduell. Aber zur Beruhigung, ich habe inzwischen auch gelernt, mich in einer Depression nicht noch zusätzlich selbst zu schädigen. Außerdem habe ich hier auch schon geschrieben, wenn eine Depression bei mir in full swing ist, habe ich bisher nie etwas getrunken. Weil mir selbst der graduelle Unterschied von Kater und Depression dann schon zu viel war.

    Die Entscheidung nicht mehr zu trinken war bei mir rational. Ist sie vermutlich bei Allen inklusive Dir so. Denn eine Sucht ist irrational. Es ging mir während der Sauferei nach den ersten Jahren täglich hundeelend. Aber das war nichts, was ich nicht schon kannte, den in einer schweren Depression ging es mir auch schon über Monate hundeelend. Wie geschrieben, der Unterschied ist nur graduell. Und in einer schweren Depression hält mich nur die bewusste, rationale Entscheidung am Leben. Würde ich dort auf ein mein Bauchgefühl hören, wäre ich schon längst nicht mehr am Leben. Allerdings hatte ich bis jetzt auch das Glück, dass mein Bauchgefühl bisher immer leben wollte. Und mein Bauchgefühl sagt mir jetzt auch, dass ich nicht mehr trinken will. Geist und Gefühl sind sich einig.

    Und noch einmal zu rational. Du bist offensichtlich sehr intelligent und rational, denn vieles was Du über Dich schreibst, liest sich so, dass Dein Bewusstsein ab einem bestimmten Zeitpunkt übernimmt und die unangefochtene Kontrolle über das Unterbewusstsein hat. Und ich kann mir vorstellen das dies Folge Deiner Geschichte ist. Nun ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in der Intelligenz oder der Beste zu sein keinen besonderen Wert hatte. Dort reichte es aus, mittelmäßig zu sein und sich unterzuordnen. Nun, ich wollte mich nicht unterordnen. Und wenn mich etwas wirklich interessierte, dann lernte ich so lange, bis ich es wirklich ganz verstanden hatte und wenn es um etwas Praktisches ging, lernte ich so lange bis ich es gut konnte. Damit machte ich in gewisser Weise unangreifbar, weil alle anderen "Experten" eben auf Augenhöhe waren. Und mir niemand ein X für ein U verkaufen konnte.;) Was ich von Beginn an hatte war eine ganz gute emotionale Intelligenz.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Hartmut ,

    Es wirkt auf mich im ersten Moment noch zu verkrampft.

    ich würde es vorsichtig nennen und ich bin im Moment lieber vorsichtig als zu lässig.

    Tatsächlich ist Alkohol für mich kein Mittel mehr für irgendetwas. Und ich werde Alkohol auch voerst nicht in irgendeiner anderen Verwendung beispielsweise Lacke oder als wirkliches Lösungsmittel zur Reinigung o.ä. verwenden. Das macht manches schwieriger, aber nicht unlösbar.;)

    Als Strafe empfinde ich irgendwelche Maßnahmen, die ich ergreife nicht. Liegt daran das ich mich was meine Sauferei angeht auch nicht schuldig fühle.

    Es sollte, so mein Denken auch ein Schalter im Kopf umgestellt werden, dass das jetzige Leben, wie es auch ist, nichts mit dem Saufen zu tun hat. Das Saufen hat mich nur jahrelang mit dahin geführt. Und wenn ich Krankheiten wie Depressionen und Alkohol nicht als eigenständige Krankheiten trenne, bleiben sie immer ein Bestandteil für einen Saufdruck.

    Das ist ein guter und richtiger Gedanke. Der allerdings ein hohes Abstraktionsdenken und die entsprechende Akzeptanz der beiden Krankheiten erfordert. Und da die Depressionen bei mir, wenn sie manifest sind, mein Denken und mein Fühlen verändern, ohne dass ich es unmittelbar, merke das, beispielsweise der von Dir genannte Schalter weiterhin umgestellt ist. Und das führt mich zu meinem Ausgangspunkt für diesen Teil meines Fadens zurück. Die Akzeptanz meiner Depression macht mich verletzlicher für Alkohol. Weil der Gedanke ich könnte in einer Depression einfach irgendetwas nehmen (Pille, Alkohol, etc.) und dann ginge es mir einfach wieder gut zwar irrational ist, der Wunsch danach aber trotzdem besteht.

    Wie arbeitet man an Geduld? :saint: :whistling:

    Klar, ist das ein Widerspruch.;) Aber ich muss mich im Moment tatsächlich bewusst zur Ruhe bringen. Meine Hoffnung ist, dass es das bewusste irgendwann nicht mehr braucht.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Stern und Ihr,

    danke für Deinen Beitrag und den Begriff alkoholfreie Zone im Kopf finde ich super. Tatsächlich klappt dieser Teil meiner mentalen Aufstellung ganz gut. Und wie geschrieben habe ich keinen Saufdruck. Ich bin auch zuversichtlich, dass ich mir meine Stadt zurückerobern kann und Orte finden werde, wo ich mich mit Menschen treffen kann. Das klappt ja jetzt auch schon. Aber mein ganzes Leben hat sich eben verändert, ich bin jetzt ein Tagmensch. Heißt, ich habe überhaupt keine Lust mich Abends zu treffen. Auch am WE. Und mir fehlt deshalb auch nichts. Dadurch fallen aber alle Abendveranstaltungen und Lokalitäten weg. Dazu kommt, dass sich mein Tag-, Nachtrhythmus in einer für mich guten Weise verändert hat, dieses bei meinen Freund*innen und Bekannten aber nicht so ist. Und insofern ist, wenn ich vorschlage, lass uns doch zusammen Frühstücken oder Nachmittags einen schönen Spaziergang machen und danach einen Kaffee trinken erst mal ungewöhnlich. Dazu kommt, dass eine ganze Reihe von Ihnen Kinder hat und dann haben die eben auch gefühlt erst Abends "frei". Auch am WE. Und das kann ich auch verstehen. Ich bin aber zuversichtlich das sich das noch einspielen wird.

    diese Erschöpfung, begleitet mit einer melancholischen Traurigkeit.

    Das ist im Moment das Hauptproblem. Das kenne ich eben aus meinen Depressionszeiten und das führt bei mir zu einer gewissen Scheißegalhaltung. Und diese Haltung ist gut, weil sie mir während einer Depression den Stress nimmt alles schaffen zu müssen. Denn gegen eine Depression oder eine Erschöpfung kann ich nicht gegen anarbeiten. Da muss ich pfleglich mit mir sein, mich auf meine unbedingten Kernaufgaben konzentrieren und mir sowenig Druck wie möglich machen. Alles andere ist kontraproduktiv.

    Aber diese Scheißegalhaltung ist für mich gefährlich, wenn es um Alkohol geht. Denn es ist nicht scheißegal, ob ich Alkohol trinke. Und deshalb muss ich im Moment halt gut auf mich aufpassen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Ihr,

    noch ein kleiner Nachtrag zu meinem inneren Antreiber. Ich schicke den nicht in den Urlaub, das hat der gar nicht verdient. Meine Idee ist das wir beide zusammen lernen, was das richtige Tempo für uns ist. Und dass wir beide zusammen Geduld lernen. Wenn, das klappt, dann sollte unser Verhältnis ganz harmonisch werden.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Nayouk

    danke für Deine Nachricht.

    diese Erschöpfung, begleitet mit einer melancholischen Traurigkeit.

    Das ist eine ziemlich gute Beschreibung, wie ich mich gerade fühle. Wobei ich die Traurigkeit irgendwie unscharf spüre.

    Den inneren Antreiber habe ich auf Erlebnisurlaub geschickt, ohne mich und ich habe wieder Geduld erlernt.

    Ja, mein innerer Antreiber ist gerade extrem unzufrieden, weil ich Ihn ungefragt ausgebremst habe. Das ist mit meinem Antreiber immer eine schwierige Balance. Weil wenn ich eine richtige Depression habe, ist er absolut notwendig, um mich zumindest ein wenig am Laufen zu halten. Und im Normalbetrieb, wenn er und ich im gleichen Takt sind, dann macht es mir auch Spaß, weil ich es auch schön finde, wenn es richtig gut läuft. Wie gesagt, es ist eine delikate Balance.

    Und an meiner Geduld arbeite ich auch gerade. Weil mir natürlich auch klar ist, dass ich noch ganz am Anfang meines abstinenten Weges bin. Ich versuche gerade ein richtiges Tempo zu finden, also nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam. Das Gute ist, dass ich nicht zurückgehen will. Da will ich nicht wieder hin.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Ihr,

    ich möchte heute über meine derzeitige Geisteshaltung aka Mindset schreiben. Seit ungefähr drei Wochen ist meine Stimmung nicht so gut, ein bisschen niedergeschlagen und pessimistisch. Außerdem bin ich ständig müde und energie- und antriebslos. Ich bekomme meine Aufgaben schon noch geregelt, aber ich muss mich schon disziplinieren.

    Obwohl einige Symptome passen ist es, glaube ich keine richtige Depression. Eher so gefühlt ein paar depressive Symptome und Frühjahrsmüdigkeit.

    Ich beachte so gut ich kann die HALT Regel. Aber speziell bei tired ist das gerade schwierig. Mein Schlaf ist in letzter Zeit auch nicht so gut, heißt, dass ich öfters schlechter einschlafe und/oder öfters aufwache.

    Es gibt keinen konkreten Anlass. Ich habe mich, was meine notwendigen Aufgaben angeht, sehr weitreichend entlastet. Und bin, was diese angeht, jetzt gut im grünen Bereich. Alles Weitere wäre Arbeitsverweigerung.;) Allerdings bin ich noch erschöpft, weil die letzte große Aufgabe sich leider doch bis Mitte/Ende nächster Woche hinzieht. Und mir fällt es auch nicht so leicht, die Systeme herunterzufahren und mich im Mittelmaß einzurichten.

    Auf jeden Fall merke ich, dass ich Moment gut auf mich aufpassen muss. Weil ich in so einer Stimmungslage gerne mal gesoffen habe. Ich habe keine konkreten Saufdruck. Aber da ich körperlich und mental einfach nicht so gut aufgestellt bin, vermeide ich gerade noch einmal extra jedes Risiko. Und bin, wenn ich Einkaufen gehe der einzige Ort, wo ich in die Nähe von Alkohol komme besonders wachsam.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Ich schreibe hier gerne auch wieder öfter, möchte nur nicht Gefahr laufen, dass mich jemand erkennt.

    Hey Schmidtty , das ist natürlich schwierig in Deiner scheinbar eh schon schwierigen Situation. Ist es nicht möglich so zu neutral schreiben, dass Du Dich sicher fühlst? Ich habe bisher in Deinen Beiträgen keine besonderen Wiedererkennungsmerkmale ausgemacht.

    Und ich glaube es würde Dir bestimmt helfen Dich hier aus zu tauschen.


    Liebe Grüße

    Kazik

    Guten Morgen,

    ich glaube das Du ein toller liebenswerter Mensch bist. Und ich würde mir für Dich wünschen, dass Du das nicht aus den Augen verlierst.

    Du hast in dieser Beziehung alles gegeben und mehr konntest Du nicht tun.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Ich finde an dieser Diskussion hier sieht man wunderbar, dass das Leben nicht schwarz/weiß ist.

    Erziehung, Prägung, Trauma, kognitive Fähigkeiten, innere/äußere Einflüsse, Soziale usw. spielt alles eine Rolle. Nur weil es vielleicht für den Einen unverständlich ist, bedeutet es nicht, dass es nicht so sein kann.

    Und Nein, ich spreche hier niemanden seine kognitiven Fähigkeiten ab, hab nur eine Aufzählung gemacht.

    Hi Robyn und Ihr,

    das, was Du schreibst, unterschreibe ich sofort, weil ich so eigentlich auch meine Welt betrachte. Und doch brauchte ich eine Weile bis das, was Bono59 und AnnaBlume über die Gefahr einer Alkoholsucht schreiben, erstens bei mir angekommen ist und ich das zweitens so akzeptieren konnte. Vorher habe ich eher so wie Hartmut schrieb gedacht. Interessant.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Okay AnnaBlume , das überrascht mich trotzdem. Ich hatte speziell als junger Erwachsener zwar ein viel unbedachteres Risikoverhalten und das gilt für Vieles. Aber dass ich ein Risiko eingehe, war mir auf einer bestimmten Ebene meines Bewusstseins schon bewusst. Und das gilt auch für Alkohol. Zumal ich auch Menschen zum Teil gut kannte, die schon Ende Ihrer Jugend schwer in eine Alkoholsucht gerauscht sind und in einzelnen Fällen daran gestorben sind.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Whitewolf und Alle,

    ich glaube die Annahme das virtuelle Kommunikation tatsächlich virtuell, also nur theoretisch existent ist von Anfang an falsch war. Niemand stellt infrage, dass ein Telefonanruf oder ein wirklicher Brief keine Kommunikation oder nur theoretisch ist. Und die heutige Technik kann nicht nur beides, beides gleichzeitig und beides plus noch weiteres. Worauf ich hinaus will ist, dass moderne Kommunikation persönlich und intim sein kann. Und da ist ein Kontaktabbruch eben genauso schwierig wie in einer "realen" persönlichen Kommunikation aus dem Kontakt zu gehen. Oder kann es zumindest sein.

    Kleiner Funfact mein mobiles Handtelefon aka Smartphone ist mindestens 15 Jahre alt. Und mein letztes Telefonat damit ist ca. drei Jahre her.:shock: Das Handtelefon habe mir nur angeschafft, weil ich eine Mobilfunknummer brauchte. Ich habe noch ein Festnetztelefon, über das ich in bestimmten Zeiten notwendigerweise erreichbar bin. Ich selber telefoniere nur, wenn es notwendig ist.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Wichtelmama,

    ich freue mich für Dich, dass es für Dich und Deine Kinder in eine gute Richtung weitergeht. Du hast meinen Respekt für Deine Stärke.

    Wenn die Mama dann auch wieder entspannter ist, wird es sicherlich gut werden. Es muss einfach!

    Manchmal ist es ja auch eine Frage der Sichtweise. Ich würde sagen die Wahrscheinlichkeit das es schlechter wird geht gegen Null und die Wahrscheinlichkeit das es gut wird gegen Einhundert Prozent.;)

    Und ich kann Dir auch sagen das mein inneres Kind sich über Deine Nachrichten gereut hat.;)

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi Bono,

    das würde jetzt ein riesiges Fass werden und ich möchte hier auch nicht gegen die Forenregeln verstoßen. Deshalb schreibe ich auch nur noch dazu. Für mich ist eine/die Gesellschaft für Alle zuständig. Diejenigen die kein Problem haben und Diejenigen die Probleme haben. Und um diese Zuständigkeit zu organisieren hat eine/die Gesellschaft sich den Staat geschaffen. Was in meinen Augen nicht geht ist das Teile der Gesellschaft oder der Staat sich für etwas nicht zuständig erklären. Denn das würde wiederum Teile der Gesellschaft ausschließen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Manchmal muss ich bei Deinen Depressionen und deiner häufigen Erwähnung, dass sie keine Macht mehr über Dich hatten, dran denken, ob das wirklich so ist wie Du das sicher so siehst.

    Hi LK,

    speziell was meine Depressionen angeht, bin ich sicher, das ich die Macht meiner Eltern, besonders die meiner Mutter gebrochen habe. Wäre dem nicht so wäre ich nicht in dieser SHG und vermutlich nicht mehr auf dieser Welt.

    Ich habe die körperliche und seelische Gewalt meiner Eltern als Kind und Jugendlicher überstanden und ich habe weiter so gut ich konnte gegen sie gekämpft.

    Und ich habe als Erwachsener meine Depressionen, die eine Folge dieser Gewalt waren, überstanden und um mein Leben gekämpft.

    Und ich kann mit einigermaßen guten Gewissen sagen, dass ich nicht wie meine Eltern andere Menschen, besonders Hilflose grundlos körperlich und seelisch angegriffen habe.

    Alles andere, was meine Eltern mir "anerziehen" wollten und was ich aus guten Gründen nicht angenommen habe und in meinem Leben so gut ich konnte anders gemacht habe, ist im Grunde zweitrangig. Hätten sie mich gebrochen, hätte ich nichts anders machen können.

    Ich konnte bis jetzt nicht mit meinen Traumata abschließen. Ich würde mir das aber für die Zukunft wünschen.Und ich habe mit meinen Eltern keinen Frieden gemacht und werde das auch nicht machen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hi LK,

    ich habe geschrieben, das ich mit Ende 48 angefangen habe ernsthaft zu saufen, das heißt ich habe mit einer bestimmten Menge Alkohol angefangen und diese in meinem Rhythmus an den jeweiligen Wochentagen "planmäßig" gesoffen. Die Menge und der Rhythmus haben sich in den neun Jahren nicht verändert.

    Von meinem 14 Lebensjahr hatte ich ein riskantes Trinkverhalten, was Menge und Häufigkeit angeht. Ich hatte dabei nach der Jugend nur zwei Grenzen. Ich habe während des Trinkens aufgehört, wenn ich merkte, dass ich die Kontrolle über mich verlor. Weil ich keinen Bock darauf hatte, besoffen irgendeinen Scheiß zu machen, den ich nicht gewollt habe. Und ich habe, was die Häufigkeit angeht, aufgehört, wenn ich das Gefühl bekam, ich nähere mich der Grenze, wo ich, das nicht mehr unter Kontrolle habe. Dann habe ich wochenlang, monatelang und mindestens einmal über Jahr nichts getrunken. Und mir hat nichts gefehlt.

    Worauf ich eigentlich hinauswollte ist, dass meine Geschichte und mein Trinkverhalten im Hier und Jetzt überhaupt keine Relevanz mehr hat. Ich kann da was meinen Konsum angeht, nichts mehr ändern und auch nichts für die (alkoholfreie) Zukunft von lernen.

    Liebe Grüße

    Kazik