Beiträge von Kazik

    Hi Keke,

    zunächst einmal herzlich willkommen hier. Dann meinen Glückwunsch und Respekt zu sechs Wochen Abstinenz. Stay strong.

    Ansonsten liest Du Dich organisiert und entschlossen. Gute Voraussetzungen.

    Für mich ist diese SHG mit weitem Abstand der Hauptbestandteil meines Hilfesystems. Hier habe und lerne ich einen schlichten und einfachen Weg sowie das entsprechende Mindset. Ich mache keinerlei Experimente und will nicht das Rad neu erfinden. Dazu ist die Sucht zu tödlich. Und so mache ich etwas, was ich sonst in meinem Leben nicht so leicht tue. Ich folge der Herde der Menschen, die erfolgreich stabil abstinent sind und in den meisten Fällen zufrieden sind. Immer einen Schritt nach dem anderen.

    Hi LM,

    Die Welt ist sowieso nicht bereit dazu, mit einem trockenen Alkoholiker umzugehen.

    diese Aussage ist mir zu pauschal. Mein Umfeld privat und bei meinem Tagwerk weiß Bescheid. Und die allermeisten gehen mit mir ganz normal um. Mache ich ja auch. Klar gibt es jetzt die "neue" Spielregel, das nicht in meiner Gegenwart getrunken wird. Und ich treffe mich nicht an alkohollastigen Orten und fast immer tagsüber. Aber ich bin jetzt abstinent noch der gleiche Kazik.

    Es gibt nur ganz Wenige, die jetzt abstinent nicht mit mir umgehen können (oder wollen). Aber das sind Ausnahmen.

    dass die Sucht sich in meinem Hirn den Raum nimmt. Sie führt ein Eigenleben.

    Hallo Matcha,

    meine Sucht bedeutet nicht mehr als ich oben geschrieben habe. Darüber hinaus führt sie kein Eigenleben. Das lasse ich nicht zu, wie geschrieben, ich gebe Ihr nicht mehr Raum als ich unbedingt muss. Mein ganzes Ich ist so intakt, wie es immer war. Nur jetzt ohne Alkohol. Mein Leben geht ganz "normal" weiter.

    Hi Matcha,

    ich gehe nicht so weit, meinem Suchthirn, genauer dem dauerhaft geschädigtem Teil meines Hirns ein zweites Ich zuzuschreiben. Damit würde ich der Sucht viel zu viel Raum geben. Ein Teil meines Ichs ist süchtig nach Alkohol. Nicht mehr und nicht weniger. Ich gebe meiner Sucht nicht mehr Raum als ich unbedingt muss.

    Hallo Maraike,

    herzlich willkommen hier. Freut mich, dass Du die ersten Hürden geschafft hast. Wie willst Du denn jetzt weiter verfahren? Hast Du schon die Grundbausteine gelesen und soweit umgesetzt? Die waren für mich am Anfang ein sehr guter Halt und ich habe sie Schritt konsequent umgesetzt. Da konnte ich etwas tun, im wahrsten Sinne des Wortes. Außerdem habe ich in meinem Faden viel geschrieben über alles, was mich jetzt abstinent bewegt hat. Wichtig, unwichtig, egal. Hauptsache aufschreiben. Und mit der Zeit habe ich mich dann immer mehr sortiert.

    Zu dem Gedankenkreisen um Alkohol. Ich habe von Anfang an diese Gedanken (aktiv) nicht festgehalten oder mich darauf konzentriert. Dann gehen sie auch wieder nach einer Weile (eher in Minuten und nicht Stunden). Ansonsten habe ich mich auf die Dinge konzentriert, die in meinem Alltag so anstanden. Wichtig ist, geistig und körperlich in Bewegung zu bleiben.

    Unser erstes Ziel ist es, Selbstbeherrschung zu erlernen.

    Ich habe mich darauf nicht konzentriert. Ich betreibe maximale Risikovermeidung. Das heißt ich vermeide alles wo ich mich geistig, seelisch und körperlich auf Armlänge Alkohol nähere konsequent. Im Supermarkt gehe ich nicht in die Alkgänge und blende Alk woanders dort aus. Keine Feiern. Keine Orte an denen (vorrangig) Alkohol konsumiert wird. Wenn ich mich mit Menschen aus meinem Umfeld treffe, ist die Absprache, dass sie nicht in meiner Gegenwart Alkohol trinken. Usw.. All das führt dazu, dass selbst wenn ich Saufdruck habe, kein Alkohol in Griffnähe ist. Und ich mich erst aufmachen müsste welchen zu besorgen und ich dann Zeit hätte das Vorhaben abzubrechen. Letzteres ist mir bis jetzt allerdings bis jetzt noch nicht passiert.

    Das Problem, wenn ich mich auf meine Selbstbeherrschung verlassen würde und Alkohol in Griffnähe ist das es eine gute Wahrscheinlichkeit gibt, dass ich zugreifen würde. Ich bin süchtig. Also ist maximale Risikovermeidung der sicherste Weg.

    Hi ST,

    dass Du jetzt abstinent bist, ist offensichtlich für Dein Bewusstsein und Unterbewusstsein ein ganz schöner Brocken zu verarbeiten. Das ist und war bei uns allen so. Und weil dem so ist, wird ein Teil der Verarbeitung eben auch in die Träume verlegt. Ich hatte und habe auch immer mal wieder Alkoholträume. Zum Teil wirr, zum Teil real. Bedeuten tun sie nicht mehr als dass ich sie hatte.;)

    Hi Michl,

    finde ich gut, dass Du Dich um Deine Hilfe kümmerst. Und Du kannst dann ja schauen, was für Dich passt. Heißt, es steht Dir ja frei auch nicht mehr teilzunehmen, wenn es Dir nicht hilft.

    Mir wurde hier auch am Anfang geraten, jede Hilfe anzunehmen, die ich kriegen kann. Mein Hilfesystem besteht allen voran aus dieser SHG, meiner Hausärztin und der Suchtberatung.

    Hi Mattie,

    eine Alkoholiker*in trinkt ja nur aus einem Grund, weil Sie süchtig ist. Es gibt keinen weiteren Grund. Aber es gibt natürlich Umstände, die trinken begünstigen. Und ich frage mich, ob es diese Umstände bei Dir gibt? Du schreibst einmal von einem Sumpf. Aber darüber hinaus klingt bei Dir alles geschmeidig. So geschmeidig, dass Du scheinbar überhaupt nichts in Deinem Leben ändern möchtest. Das wiederum finde ich sehr ungewöhnlich, denn ich wäre nicht mehr abstinent, wenn ich nicht einiges in meinem Leben geändert hätte. Und ich lese hier auch bei keiner Anderen das Sie abstinent bleiben, ohne einiges in Ihrem Leben zu ändern. Und die, bei denen ich das Gleiche wie bei Dir gelesen habe, sind eher früher als später in Schwierigkeiten geraten.

    Hi Janine,

    warum wirfst Du jetzt gleich die Flinte ins Korn. Du hast offenbar die richtigen Schlüsse aus den Antworten gezogen und fährst nicht zu dem Freund. Aller Anfang ist schwer. Also ruhig Blut und einen Schritt nach dem anderen. Mir hat diese SHG mit Abstand am meisten geholfen abstinent zu werden und zu bleiben. Und es kann Dir auch helfen.

    Dieser Freund ist Alkoholiker vom Feinsten, keine Diskussion, er bekennt sich auch dazz.

    Nun, das ist eine Flasche Jägermeister, die ich hier, wo ich bin, billig , im duty free, besorgen kann. Das ist ok, kann ich machen Schnaps hat mich hie interessiert.

    Was tue ich an seinem Geburtstag?? Nichts trinken fällt schwer, wie Ihr wisst. Nicht kommen, geht gar nicht.

    Hi Janine,

    Du musst jetzt ganz stark sein, aber meine Antwort ist, dass hinfahren gar nicht geht. Schon gar nicht, wenn ich das alles zusammen lese. Hier wird aus guten Grund mindestens innerhalb des ersten Jahres von Urlauben und alkohollastigen Feiern abgeraten. Ziel ist es im ersten Jahr erst mal die Abstinenz zu stabilisieren. Ich fürchte, Du wirst jetzt gleich Gründe und Erklärungen vortragen, warum Du doch fahren musst. Aber es ist und bleibt ein großes Risiko, egal was Du schreibst und Dir selbst erzählen möchtest.

    Haha du gibst keine Tipps und ich soll dich nicht ernst nehmen. Nicht böse sein und bitte keine Tipps mehr für mich. :')

    Hi Janine ,

    ich weiß nicht, wie Du dazu kommst, hier einen anderen Nutzer auszulachen? Und es ist bestimmt keine besonders erfolgreiche Strategie, wenn Du etwas von einem anderen Nutzer nicht mitnehmen möchtest, gleich noch jede weitere Hilfe von diesem Nutzer auch abzulehnen. Riskant.

    Hi Janine,

    steile These, in Anbetracht der Tatsache, dass viele Destinationen weltweit in der Hauptsache deswegen bekannt geworden sind, weil dort, was auch immer, gut konsumiert werden kann.;) Und der Preis ist für Bewohner*innen der Industrienationen in der Regel kein Problem.

    Aber Du hast bestimmt damit Recht das Alkoholiker*innen auch in Deutschland billig saufen können.;) Irgendwo muss das Ranking ja ersoffen werden.

    In Kerala oder überhaupt in Indien (ich war überall in Indien) kann man sehr sehr leicht an Alkohol kommen, nicht zuletzt an den fürchterlichen TODDY, der alle blind macht.

    Es gibt Alkohlshops, die jeden Abend offen haben. Das Zeug ist etwas teuer, jedenfalls mehr als in

    Hi Janine,

    das ist doch mal ein echt guter Reisetipp für alle abstinenten Alkoholiker*innen. Gut zu Wissen.;)

    Ich möchte dauerhaft abstinent leben. Der größte Hinderungsgrund dabei ist: sobald während der Abstinenz der Saufdruck aufkommt, blinkt in meinem Kopf DU KANNST JA JEDERZEIT WIEDER AUFHÖREN auf. Und dann ziehe ich los und besorge mir die nächste Flasche Wein.

    die Mauer zwischen mir und dem Alk ist einfach schon zu undurchdringlich geworden.

    Hi Mattie,

    immer wieder schön von einer Blitztrocknung zu lesen.;) Ironie aus.

    Abgesehen davon das ich mir relativ sicher bin, das es eine solche nicht gibt. Sollte Dir das erste Zitat zu denken geben.

    Zum zweiten Zitat. Ich persönlich gehe davon aus, dass es zwischen mir und Alkohol, seit ich Alkoholiker bin, keine Mauer gibt. Nie wieder gibt. Insofern mache ich das, was ich sicher tun kann, ich sorge dafür, dass ich mich nicht geistig, seelisch und körperlich auf Armlänge Alkohol nähere. Wenn ich das mache, brauche ich mir überhaupt keine Gedanken um einen Mauerbau zu machen, der nicht funktionieren wird.

    abgesehen von tropischer Umgebung und viel Abenteuer kommt man hier fast schwerer an Stoff als am Golf.....ich meine nur - da ja hier von Reisen im Anfangsstadium oft abgeraten wird.

    Hi 45,

    nun am Ende des Tages ist für einen Alkoholiker mit Saufdruck im Urlaub egal, ob er schwer an Alk herankommt und dann säuft. Oder ob er mit Saufdruck aus dem Urlaub kommt und dann bei der erstbesten Gelegenheit säuft. Das Ergebnis ist das gleiche, ein Rückfall. Insofern behält das Abraten von einem Urlaub innerhalb des ersten Jahres durchaus seine Berechtigung

    Hi Janine,

    wie Du das für hältst, ist Dein Ding. Und auch ob Du daran festhält das Harald böse ist. Ich persönlich weiß, dass dem nicht so ist.

    Und Du kannst Dich auch weiter daran aufhalten das die hier dieses und jenes nicht passt. Anstatt mal in die Puschen zu kommen und Dich darüber auszutauschen, wie Du abstinent bleiben willst. Wenn Du die Zeit dafür hast. Ich hätte und habe sie nicht gehabt. Und ich bezweifele auch, dass ich heute noch abstinent wäre, wenn ich mir diese genommen hätte. Meine Sucht verzeiht nichts. Und soweit ich verstanden habe, hat dieses Vorgehen von Dir bis jetzt auch nicht geholfen abstinent zu werden. Aber vielleicht brauchst Du einfach auch noch ein paar Anläufe. Auch diesen Luxus habe ich mir nicht gegönnt.