Beiträge von KaDett

    Heute bin ich richtig entspannt dank eurer Worte. Bin innerlich gelassen. Ich habe ja das Richtige getan, die Sache erkannt und geändert. Und es klappt wirklich gut. Bin positiv drauf , zufrieden und gut gelaunt. Werde einfach liebevoll und geduldig mit mir umgehen. Ich fange tatsächlich an auch stolz auf mich zu sein. Fühlt sich alles richtig und gut an so wie es ist. Bin auf nem guten Weg.

    Also heute bin ich euch sehr dankbar. Für mich hat sich beim Schreiben und Lesen bereits einiges zum positiven entwickelt. Habe mir jede Mengen Notizen gemacht und werde mich liebevoll mit Fürsorge und Güte mit mir auseinandersetzen. Glaube es braucht gar nicht soooo viel wie ich dachte um mich mit mir zu versöhnen. Sehe einiges jetzt ganz anders. Das wird richtig gut, das weiß ich genau. Fühle mich jetzt schon erleichtert und mit einer optimistischen, zuversichtlichen Stimmung.

    Thalia von der Seite habe ich das noch gar nicht gesehen. Das ist ja absolut interessant sich da mal genauer mit zu befassen. Ich hatte das nicht von Anfang an, dass ich mich mit dem eigenen Versöhnen auseinandersetze. Die ersten Wochen und Monate war ich mit meiner Gesundheit voll beschäftigt. Die rosa Wolke hatte ich auch, auch 2-3x massiven Suchtdruck. Habe aber alles geschafft und auf meinen ausgeprägten Willen gesetzt. Da hatte ich leider noch nichts von Notfallkoffer gehört. Aber jetzt bin ich mitten in der psychischen Trockenheitsarbeit. Da kommt wohl so manches zum Vorschein, wo ich am Anfang einfach keine Zeit hatte mich damit zu beschäftigen. Die allerersten Wochen und Monate meiner Abstinenz stand meine körperliche Gesundheit absolut im Vordergrund. Jetzt habe ich Zeit und Muse mich um mein Seelenleben zu kümmern und mir Gutes zu tun. Das darf auch in die Tiefe gehen. Auch Tränen sind willkommen, die reinigen und befreien. Ich nehme mir soviel Zeit wie ich brauche. Auch hier kreuz und quer lesen bringt Ideen und Anregungen. Ich notiere mir viel, damit mein Kopf frei bleibt und ich nichts vergesse was mir wichtig für mich erscheint. Ich sehe das als besondere Selbstfürsorge und gehe da mit einer positiven Einstellung dran.

    War bis gestern auch davon überzogen, dass das der richtige Weg ist für mich und jetzt mache ich mir gedanken darüber...

    Das weiß ich jetzt auch nicht. Vielleicht können da die Leute was zu sagen, die es schon jahrelang geschafft haben.

    Der Gedanke hat mich am Wochenende auch beschäftigt. Man muss ja auch mal loslassen können. Ist bei mir schnell passiert, dass ich mich in was reinsteigere. Du ja scheinbar auch. Wir können uns direkt mal die Hand geben 🤝

    Sue das mach zuversichtlich. Danke für deinen Beitrag.

    Es ist mir wichtig, mit mir selbst im Reinen zu sein, zu mir zu stehen. Jetzt habe ich viele gute Inspirationen und werde mich damit beschäftigen.

    Ich danke euch vielmals und glaube, dass ich ganz bald mich selbst umarme und mich annehme wie ich bin, da gehört dann die Vergangenheit auch dazu.

    Wenn ich damit durch bin, oder zum 1jährigen, werde ich mir etwas besonders schönes selbst schenken als Belohnung.

    Heuel hat auch sowas ähnliches in ihrem Tread geschrieben und sie hatte eine wunderschöne Idee. Einen Brief an sich selbst schreiben und dann verbrennen. Das werde ich ebenfalls tun. Nehme mir Zeit dafür und ich bin sicher, dass ein paar Tränen fließen werden. Das machen sie gerade auch.Die Tränen kullern und hab nen Kloß im Hals..

    Es ist ja die Erinnerung an das eigene Handeln in der nassen Zeit, bei mir war es überwiegend das eigene Unvermögen, dass ich nicht gehandelt habe um mich aus der Suchtspirale (früher) zu befreien.

    Es ist wie es war und ich kann es nicht mehr ändern und mir ist der Ausstieg zum Schluss gelungen.
    Jeder Alkoholiker, der sich auf den nüchternen Weg macht und sich ein abstinentes Leben aufbauen kann, dem zolle ich großen Respekt, denn es ist eine enorme physische und psychische Leistung und manch Nicht-Alkoholiker würde an einer vergleichbaren Herausforderung scheitern. Diesen Respekt erbringe ich mir selbst gegenüber auch und wer es möchte kann auch stolz auf sich sein.
    Diese Erkenntnis steigert das Selbstwertgefühl und mit der Zeit wich meine Scham einer gesunden Selbstachtung.

    Kennst du den Text vom Mitbegründer der AAs ? „Wenn du einem geretteten Trinker begegnest…..“

    Du musst nur die Sichtweise ändern.

    Nayouk vielen Dank, das ist ein Ansatz.

    Kenne diesen Text von dem Mitbegründer der AAs nicht. werde einfach mal googeln ob ich sowas finde. Aber mit deinen Worten werde ich mich mal auseinandersetzten.

    bei mir ist es glücklicherweise so das ich mich gegenüber besonders mir nahestehenden Menschen nicht schämen muss. Heisst ich habe im Suff nichts getan weswegen ich mich schämen sollte oder müsste

    Kazik danke dir, ich muss mich nicht vor anderen schämen, habe niemandem geschadet.

    Ich schäme mich selbst vor mir. Dass ich so viel getrunken habe. Ich habe das nicht als Krankheit gesehen, sondern als erbärmliche Sauferei. Im Alltag habe ich trotzdem funktioniert, auch im Job. Aber auch darum geht’s mir nicht. Vielleicht habe ich es als Willensschwäche gesehen, oder mich als jämmerliche Person, die heimlich säuft. Also es geht um den Respekt, die Achtung vor mir selbst. Sowas in der Richtung. Ich habe mich während ich noch trank gar nicht mit dem Thema beschäftigt. Dass es eine Krankheit ist, war mich nicht bekannt. Las ich erst hier. Irgendwie bin ich mit mir zu dem Thema nicht im Reinen. Weiß auch nicht wie ich es besser beschreiben könnte. Ich gehe wohl zu sehr mit mir selbst ins Gericht. Oder mein Anspruch an mich selbst hat einen auf den Deckel bekommen durch den dunklen Fleck auf der weißen Weste. Ich glaube ich sehe das zu verbissen. Irgendwie werfe ich mir es vor, Alkoholikerin geworden zu sein.

    Doch jetzt wo ich das so schreibe, fällt mir aber auch auf, dass ich soviel Gutes getan und vieles richtig gemacht habe in meinem Leben. Möglicherweise bin ich zu engstirnig. Niemand ist perfekt. Im Grunde habe mir gar nichts vorzuwerfen. Das muss ich mir selbst klar machen und mich mit mir versöhnen.

    Ansonsten bin ich selbstbewusst, meinen Alltag bekomme ich gut hin, Job und auch Haushalt, kümmere mich um kranke Familienmitglieder. Bin recht beschäftigt und zufrieden. Ich muss das einfach akzeptieren, dass ich getrunken hatte, aber inzwischen die Trinkerei abgelegt habe. Einfach erleichtert sein und nach vorne schauen.

    Irgendwie ist das verzwickt, so hin und her gerissen. Einerseits bin ich auch stolz auf mich, dass ich es geschafft habe aufzuhören.

    Ich meine Alkoholismus.

    Mir ist es peinlich wenn ich mir manches wieder ins Gedächtnis rufe. Mit höherer Macht hat das für mich nichts zu tun. Mir geht’s drum mit mir selbst ins Reine zu kommen. Ich merke irgendwie, dass ich mir die Sauferei nicht verziehen habe. Das hat auch nichts mir anderen zu tun. Es geht für mich nur um mich. Vielleicht bin ich auch zu hart oder streng zu mir selbst, ich weiß es nicht. Aber das Thema nagt in mir und ich will es angehen.