Denke ich auch Lebenskünstler. Alles braucht seine Zeit. Hab ja auch mehr als 20 Jahre getrunken, da kann ich nicht erwarten, dass das Thema in ein paar Monaten durch ist. Jetzt ist wieder Geduld angesagt, dazu auch eine Portion Demut und eine gute Prise Gelassenheit.
Langsam normalisiere ich mich wieder. Da werde ich mir Zeit nehmen und aufarbeiten. Hauptsache ist, dass ich nicht rückfällig geworden bin. Bin nach wie vor nüchtern. Habe auch was gelernt, nämlich, dass mein Notfallkoffer nicht Job geeignet ist. da ging weder Fahrrad fahren noch Liegestützen. Im Gegenteil ich musste mich Kollegen gegenüber so verhalten als wäre nichts. In der Firma weiß niemand was von meiner Abstinenz, also habe ich versucht mir nichts anmerken zu lassen. Bin mal auf Toilette geflüchtet, aber sonst gab es dort keine großen Möglichkeiten was zu tun.
Bin nun aber wieder innerlich ruhig. Werde mir noch überlegen ob ich morgen wieder zum Job gehe. Warte da bis morgen früh mal ab.
Ich habe mit so etwas nicht gerechnet, hoffe, dass es mich stärkt das überstanden zu haben. Jetzt setze ich auf Zeit.