Bono59 - Aufbruch in ein neues Leben

  • bin schon wieder am Schreiben hier im Forum.

    Dafür bist du hier und deine Gedanken haben einen Bogen gespannt zurück zu deiner Abstinenz.
    Immer und immer wieder, jeden Tag, dann funktioniert das Umprogrammieren, so ist es jedenfalls bei mir.
    Oft ist mir der direkte Zusammenhang gar nicht bewusst aber es hat seinen Anteil am Umprogrammieren.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Im Moment bin ich überzeugt, daß mir Alk nie geschmeckt hat

    Purer Alkohol schmeckt nicht, da er giftig ist. Die verschiedenen Zusätze in Getränken – wie Aromen, Zucker und andere Zutaten – machen ihn erst trinkbar.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hi Ihr,

    Ich bin Raucher. Habe zwischendurch aber auch jahrelang nicht geraucht. Ich bin aber irgendwann zu dem Schluss gekommen das ich Raucher bin und bleibe. Genauso wie ich Alkoholiker bin und bleibe. Das heißt nicht das ich ich mir nicht noch einmal das Rauchen abgewöhnen werde. Aber aktuell steht das nicht an.

    Hut ab Bono das Du das mit dem Rauchen machen konntest, wie Du es gemacht hast als Du geraucht hast. Und noch viel besser das jetzt nicht mehr rauchst. Klopf Dir deswegen auchmal auf die Schulter. Bei mir gibt es nur zwei Zustände entweder ich rauche oder ich rauche garnicht. Alles andere dazwischen bringt mich echt schlecht drauf.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Bono ich finde es sehr toll, dass deine Frau die Flaschen weggemacht hat.

    Erinnere dich doch mal an den letzten Tag an dem du noch getrunken hast. Kurz vor dem Entschluss nichts mehr zu trinken. Was waren da die Gründe? Wie ging es dir da. Oder erinnere dich an die ganzen negativen Seiten des Alk. Man stinkt, hat eine Fahne, was der Körper da gesundheitlich gelitten hat, der Kater, die fehlende Erinnerung, das Zittern, häßlicher dicker Bauch, die Gedanken nur auf die nächste Flasche fokussiert usw. Das hat bei mir Klick gemacht.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Hallo Kazik, ich seh das mit dem Rauchen nicht so eng,mit dem Schulterklopfen.Naja gut, so ein bißchen stolz bin ich denn doch:)! Mir geht es einzig um mein Suchtverhalten.Also so vor 3Jahren bin ich dann doch auf den Trichter gekommen mal eine Zigarette zu rauchen. Bewusstes Risiko!! Hab meinen Freund gefragt ob er mir eine Zigarette gibt.Er hatte mich freundschaftlich gewarnt Hab das denn doch gemacht,Hat nicht geschmeckt und das wars!Gott sei Dank! Um das gleich klarzustellen,so ein Risiko werde ich beim Alkohol nicht eingehen!! Da hört der Spaß jetzt tatsächlich auf! Das erste Glas stehen lassen, ist die beste Entscheidung! Ich möchte meine neue Lebensqualität nicht durch irgendwelche unnötigen Risiken gefährden.Ich zähle meine Abstinenz jetzt in Monaten und werde mich nach jedem Monat Abstinenz mit einem kleinen Geschenk belohnen( ein Essen mit meine Frau, ins Kino gehen,ein Buch kaufen u.s.w.)-Vielen Dank an das Forum,vor allem an die Moderatoren! Ohne euch wäre ich noch lange nicht so weit:!::thumbup:

  • Ich will so wie in meinen nassen Zeiten nicht mehr Leben

    Da hast du’s doch. Die Erinnerung an letzten Tag hat mich bis jetzt vor einem Rückfall bewahrt. Da möchte ich nie wieder hin, wo ich war. Wenn Ich mal Suchtdruck habe, dann ist diese Erinnerung meine stärkste Waffe.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Ich bin seit ca. 15 Jahren nikotinfrei. Ich hatte einfach die Schnauze gestrichen voll, um es einfach mal salopp zu formulieren. Es ist mir dasmals sehr leicht gefallen.


    Als ich die dämliche Quslmerei einstellte, ging ich davon aus, dass ich eines Tages das Saufen genau so leicht aufgeben könne, das erwies sich als fataler Irrtum. Meine Erkenntnis lautet: Die einzelnen Süchte haben zwar Ähnlichkeiten, sind jedoch zu verschieden, um von der einen auf die andere schlussfolgern zu können.


    Das Einzige was ich meiner Frau, die zum Glück nach jahrzehntelanger Qualmerei endlich frei von dem Dreck ist, mit auf den Weg geben konnte, wie ich Saufdruck ins Lerre laufen lasse. Daraus konnte sie etwas ableiten und für sich verwenden, nämlich Ablenken, Ortswechsel und Befassen mit Tätigkeiten, die Freude machen und der Druck ist nach einer Weile verschwunden.

    Daher Bono, bleib beim Nichtrauchen, es ist besser für alle.

  • Nicht für alle Carl Friedrich.Ganz schlecht für die Tabaklobby und unseren FInanzminister! ;):) LG

  • Moin, da bin ich schon wieder.Hab gestern was positives, interessantes erlebt.Es unterstreicht die Erfahrungen unserer Moderatoren bzw. Langzeitabstinenzler. War mit einem Freund in einem Bistro auf einen Kaffee verabredet. Er trinkt wenig Alkohol und hat sich auch bei unserer feuchtfröhlichen Clique immer zurückgehalten. Auch seine Lebensgefährtin hält sich sehr zurück. Also ich hab meinem Freund gesagt, das ich keinen Alkohol mehr trinke. Fand er gut und wir hatten einen schönen Vormittag. Jetzt kommt das Interessante Ahaerlebniss.Also meine Frau war am Nachmittag bei seiner Lebensgefährtin.Kam nach Hause und sagte,unsere Freundin hätte gefragt, ob wir zu viert mal essen gehen wollen.Ihr Freund hätte gesagt,das ich keinen Alkohol mehr trinke!! Bedeutet,daß ihr Freund, ihr das umgehend erzählt hat! Bedeutet, daß sie beide gerne was mit uns machen wollen! Super! Wie gesagt, in unserer Clique sind mindestens noch drei Kandidaten, welche mit tödlicher Sicherheit Alkoholiker sind! Jeder Alki, kann sich vorstellen,wie unsere Partys oftmals ausgegangen sind!!! Durch meine Abstinenz kommt sehr schnell was in Bewegung.Hätte ich so nicht erwartet!

    Fühlt sich gut an! LG Bono

  • Bedeutet,daß ihr Freund, ihr das umgehend erzählt hat! Bedeutet, daß sie beide gerne was mit uns machen wollen! Super! Wie

    Wie schön! Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Freunde, die eher mäßig trinken, meine Nähe jetzt mehr suchen. Eine hat sogar offen gesagt, dass sie jetzt lieber Zeit mit mir verbringt, weil es sonst ‚gegen Ende‘ immer sehr anstrengend wurde.

    Andere sehe ich gar nicht mehr, aber das waren auch keine richtigen Freunde sondern Saufkumpels.

    Es freut mich sehr, dass du gleich so gute Erfahrungen machst.

  • Hallo Bono

    Hallo Aurora,vielen Dank für deinen Thread.Ich bin wirklich viel am lesen und schreiben hier im Forum.Das hilft mir an meinem Thema (lebenslange Abstinenz) dran zu bleiben! Hab da mal eine Frage, ist das ein prozenttual vorwiegend weibliches Thema ( Helfen, Hoffen,nicht loslassen können,)? Vielleicht kannst du mir dazu was sagen, wenn du magst. Lieben Gruß Bono

    Meiner Meinung nach hat das auch viel mit dem weiblichen Rollenbild zu tun, nach dem wir, zumindest meine Generation, geprägt worden sind. Was heißt:

    Frau stellt sich zurück, wichtig sind berufstätigen Ehemann, Kinder. Die haben Vorrang und du musst sie gut versorgen. Eigene Bedürfnisse sind nicht so wichtig. Hoffen, weiß ich nicht. Loslassen... na ja, Frau hält die Familie zusammen. Sorgt für Harmonie und Wohlbefinden. Oft haben Frauen, die Kinder haben, Teilzeitjobs. Das macht oft auch finanziell abhängig. Das mal ganz kurz und knapp.

    Aber es gibt noch viele andere Faktoren. Die in der Persönlichkeit und Kindheit liegen. Egal ob Männlein oder Weiblein.

    Ob das nun prozentual messbar ist, in wieweit es da Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt, weiß ich nicht.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Bono59,

    so weit ich das richtig im Kopf habe, ist aber auch ein wesentlich höherer Anteil Männer alkoholabhängig, da sind Frauen als Co wohl einfach per se öfter betroffen. Wenn dann noch Kinder im Spiel sind und finanzielle Abhängigkeit macht es die Trennung noch schwieriger.

    Ich habe festgestellt, dass viele Männer auch gerne prahlen, wieviel sie vertragen und "coole", "lustige" Saufgeschichten miteinander haben, das finde ich unter Frauen weniger und ehrlich gesagt total befremdlich. Das regt mich jedes Mal auf, wie man das so auf die leichte Schulter nehmen kann.

    Ansonsten würde ich für mich persönlich sagen, ich bin weder verblendet (etwas erhoffen, was nie eintritt; es schaffen eben nur wenige abstinent zu leben, das war mir immer bewusst),noch habe ich ein ausgeprägtes Helfersyndrom. Ich glaube bei mir war eher das Problem, dass ich einen Menschen hätte verlassen müssen, den ich liebe, wenn er nicht trinkt. Auch betrunken war er immer friedlich und meistens lieb, aber schön war das nicht, zuzusehen, wie er sich kaputt macht.

    Ich fand es im Leben leichter sich zu trennen, wenn man sich einfach entliebt hatte. Du liebst ja deine Frau auch, wenn du dir jetzt vorstellst, sie wäre in die Alkoholsucht gerutscht und nicht du, da würde dir eine Trennung bestimmt auch schwer fallen, oder? Ich wusste ja, wenn es weiter in diesem Tempo abwärts geht, ist eine Trennung das einzig Richtige, aber es hätte mich sehr geschmerzt.

    Ansonsten lasse ich gerne mal da, dass ich es toll finde, wie du dein nüchternes Leben anpackst. Mach weiter so, ich freue mich total für jeden, der den Absprung schafft und wünsche mir, dass mein Partner auch auf seinem nüchternen Weg bleibt.

    Liebe Grüße

  • Das wünsche ich dir und deinem Parter auch. Das Leben kann so schön sein,ohne ALKOHOL! Zu dem Thema Männmlein und Weiblein, glaube ich dann aber doch, daß Männer ihre nassen Partnerinnen eher verlassen als Frauen ihre nassen Partner.Das hast du ja oben schon geschrieben, Rollenverteilung, Harmoniebestreben und ja ,auch Helfersyndrom und oftmals finanzielle Abhängigkeit vom Mann.Ok, das ist einfach meine Erklärung dazu und dann hör ich auch auf zu philosophieren,sonst werde ich gleich aus irgendeiner Ecke hier im Forum zusammengefaltet,wegen nicht zielführender Argumente! :) Muss man nicht überbewerte !! :) LG

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