Hi Angler,
Du nervst Dich ja ein bisschen über das "beschäftigen-müssen"
Kein Mensch zwingt Dich dazu, wenn Du das nicht willst.
Und wenn Du dazu entspannt Dein wie auch immer geartetes vorhandenes oder nicht vorhandenes Alkoholproblem so leben kannst, wie Du das willst, wird Dich garantiert niemand dran hindern.
Ich hab grad mal Deine Vorstellung gelesen, scheint nicht so. Und ein paar Monate sind für mich dabei eher nix, das hab ich geschafft, so oft ich wollte. Immer mit der Aussicht, sobalds was zu feiern gibt, hab ich mir was verdient. Das war sogar meine Möhre mit der ich mich Esel zur Leistung angetrieben habe. Und dann immer wieder volle Kanne. Whisky literweise.
Bei mir war der Druck im Prinzip vorbei, bis auf Anfangs ein paar Sekunden, als ich die Schnauze voll hatte.
Mir gings davor schlecht genug, dass ich es auch kapiert habe.
Ich hab mir nur deswegen Hilfe geholt, weil meine Erfahrung bis dahin war, dass ich immer wieder Gründe fand, wieder anzufangen.
Das reine Aufhören konnte ich immer alleine. Aber ich hab halt gemerkt, ich sollte das wohl richtig angehen, wenn es von Dauer sein soll.
Dann gings mir mal drum, was Andere trockene Alkoholiker eigentlich machen, um von Stress wieder runterzukommen oder auch zu feiern.
Und irgendwann wurde die Auseinandersetzung damit auch interessant. Ich lernte interssante Leute dabei kennen, das gab mir irgendwann mal auch nen Sinn, mich mit Rückfälligen zu beschäftigen und nebenbei habe ich dadurch eine ganz andere Sicht auf das bekommen, was da laufen kann. Ausserdem konnte man sich da herrlich rumstreiten, und ich hatte da ein Bedürfnis, hähä
Ich habe dabei auch sehr viel über Menschen gelernt und meine sozialen Kompetenzen ausgebaut.
Irgendwann bin ich dann auch ruhiger geworden.
Aber von "beschäftigen müssen" ist bei mir wenig. Ich verbinde höchstens das Angenehme mit dem Nützlichen.
Und wie gesagt, wenn Du die Auseinandersetzung als Zwang empfindest, dann lass es einfach bleiben.
LG Lk