Hi StepByStep
was mach ich hier eigentlich, es gehört ja nicht mehr zu mir." ich meine wenn man hier im Alkoholforum unterwegs ist, triggert das nicht auch einen, wenn man ständig über Alkohol spricht?
Ich bin kein Sprecher für Andere, nur für mich. Ich bin etwas über 25 Jahre trocken.
Nein, es triggert mich nicht. Wenn es überhaupt wirkt, dann so, dass mir oft auffällt, dass ich eine Menge Probleme, die Frischlinge haben, für mich schon lange gelöst habe. Und ich bin auf niemanden neidisch, der das noch vor sich hat. Also es würde, wenn überhaupt, eher abschreckend wirken und es bestätigt mich auch auf meinem Weg.
Ansonsten ist das Reden oder Schreiben über Sucht für mich nach wie vor ein interessantes Thema, man kann es auch in Richtung Persönlichkeitsentwicklung ausdehnen und das passt für mich. Denn Alkoholiker beschäftigen sich nach meinem Empfinden beim Trockenwerden öfter als Andere, was für sie im Leben wirklich wichtig ist, gehen bewusster ran als viele Andere.
Trockene Alkoholiker sind für mich definitiv kein schlechterer sozialer Umgang als andere Leute. Bei Anderen steht mir auch oft der gewöhnliche Trinkumgang eher unangenehm im Weg.
Ich finde es gut, dass ich so relativ ungezwungen beim Thema bleibe, es ist kein Muss, sondern eher angenehm für mich, und hin und wieder bin ich auf diese Weise sogar manchmal nützlich, indem ich was weitergeben kann. Ich hab kein Bedürfnis, das unbedingt abzuschaffen.
LG LK