orangeblau - Partner Alkoholiker oder bilde ich es mir nur ein

  • Ja, plötzlich hatte ich Zeit für mich, die ich zuerst nicht füllen konnte.

    Mein erster Versuch war, nach dem Dienst nicht gleich nach Hause zu gehen, und mich gemütlich in ein Café zu setzen. Ich habe es keine 30 Minuten ausgehalten. Ich wurde so unruhig und musste nach Hause, weil tief in mir drin immer noch der Gedanke war dass ich seine Sauferei beeinflussen könnte.

    Es waren viele kleine Schritte. Hab Geduld mit dir, auch wenn es mal einen Schritt zurück geht.

    Kündige ihm gegenüber nur dass an, was du wirklich umsetzen kannst, sonst nimmt er dich nicht mehr ernst.


    Genau. Habe endlich Zeit für mich. Kinder weg übers Wochenende, beide Männer weg. Habe zum neuen Typen gar keine Kontakt mehr und zum Ex nur das nötigste.

    Ich lenke mich scho ab mit Gartenarbeit, Freundinnen, gerade miste ich aus….wahrscheinlich ist es ein Prozess. Will einfach dran bleiben und erstmal mit mir selbst glücklich werden.

  • Kennt jemand diese Angst, dass der Alkoholiker eine andere kennengelernt hat und für diese Frau alles ändert?

    Wenn er nicht den festen Willen hat mit dem Trinken aufzuhören wird er es auch bei einer neuen Partnerin nicht aufhören. Es liegt an ihm nur er kann seine Sucht beeinflussen.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Wenn er nicht den festen Willen hat mit dem Trinken aufzuhören wird er es auch bei einer neuen Partnerin nicht aufhören. Es liegt an ihm nur er kann seine Sucht beeinflussen.


    Weiß ich.

    Immer diese aufdrängenden Co-Gedanken. Versuche standhaft zu bleiben und ihnen keine Macht zu geben.


  • Absicht ist es keine. Ich bin nicht bewusst so. Für mich waren es bisher immer positive Eigenschaften. Ich leide aber selbst darunter. Ich merke, dass ich an mir arbeiten will damit es mir nicht wieder passiert.

    Das ist wohl mein Muster.

    Mir wurde von meinem Psychiater erklärt, dass jeder in einem Familiensystem aufwächst, dass ein gewisses Bindungsmuster hat.

    Oft spürt man, dass man sich bei jemandem erstmal besonders wohl fühlt. Oft, weil es einem vertraut ist, wie der andere sich verhält. Da kann man direkt hellhörig werden und dann schauen, ob es das ist, was man von zu Hause kennt.

    Jeder hat in seinem Zuhause seine "Rolle" gehabt (der, der immer nachgibt und schlichtet oder der, der eher den Ton angibt etc.). Was war deine Rolle und gerätst du in Beziehungen da auch hinein?-> würde ich mich hinterfragen.

    Aber das ist auch eher ein Thema in Richtung Therapie, denke ich.

  • Mir wurde von meinem Psychiater erklärt, dass jeder in einem Familiensystem aufwächst, dass ein gewisses Bindungsmuster hat.

    Oft spürt man, dass man sich bei jemandem erstmal besonders wohl fühlt. Oft, weil es einem vertraut ist, wie der andere sich verhält. Da kann man direkt hellhörig werden und dann schauen, ob es das ist, was man von zu Hause kennt.

    Jeder hat in seinem Zuhause seine "Rolle" gehabt (der, der immer nachgibt und schlichtet oder der, der eher den Ton angibt etc.). Was war deine Rolle und gerätst du in Beziehungen da auch hinein?-> würde ich mich hinterfragen.

    Aber das ist auch eher ein Thema in Richtung Therapie, denke ich.


    Habe ich auch schon alles hinterfragt.

    Bei mir überschlagen sich im Moment die Aha-Erlebnisse.
    Theraphie habe ich nächste Woche wieder. Könnte momentan täglich mit meiner Therapeutin sprechen so viel kommt mir in den Sinn.

    Das spannende ist, dass ich grundsätzlich eine sehr unabhängige, selbstständige Frau bin. Gut gebildet, Sehr guter Job, gute finanzielle Situation, toll Wohnsituation, toller Freundeskreis, viele Interessen. Ich bekomme ne Menge Anerkennung und Bewunderung. Habe alles, außer mit Paar-Beziehungen klappt es nicht.

    sehr verantwortungsbewusst, Hang zur Perfektion, sehr leistungsstark…

    Doch in Paar-Beziehungen verhalte ich mich abhängig und unterwürfig, obwohl ich grundsätzlich oft „die Stärkere“ bin.


    als Kind war ich definitiv die Problemlöserin und Macherin, das Vorbild für meine Geschwister, die, die immer den Durchblick hat, die Starke eben.

    Naja, ich bleibe dran und halte euch auf dem Laufenden. Bin aktuell glaube ich an einem wichtigen Punkt in meinem Leben angekommen.

  • Irgendwie ist es falsch gelaufen. orangeblau 🤭. Nun kommt mein Text.

    Das Gefühl, dass der Kopf fast platzt, weil so viele Gedanken vorhanden sind, das kenne ich. Das sind auch meist die Zeiten, in denen man gut voran kommt.

    Tipp von mir -> schreib dir im Vorfeld am besten alle Gesprächsthemen und Fragen auf. Zumindest ergeht es mir dann so, dass ich vor lauter Aufregung ansonsten die Hälfte vergesse.

    Mit Perfektion und Leistungsstärke konnte ich auch gut glänzen. Aber das lag auch am Elternhaus, dass ich Angst vor Abwertung hatte.

    Kann es sein, dass dein Wunsch groß ist, nicht allein sein zu müssen, jemanden an deiner Seite zu haben bzw. Alleinsein sich nicht gut anfühlt?

  • Kann es sein, dass dein Wunsch groß ist, nicht allein sein zu müssen, jemanden an deiner Seite zu haben bzw. Alleinsein sich nicht gut anfühlt?


    Ich bin es gewohnt allein zu sein, war auch in meiner langjährigen Beziehung allein.

    Ich hatte noch nie einen Partner, der wirklich für mich da sein konnte. (Logisch wenn man sich immer Alkoholiker aussucht).
    Dabei ist es grundsätzlich kein Problem für mich Männer kennenzulernen, ich fühle mich nun mal eben unbewusst (in Zukunft versuche ich bewusster zu sein) immer zu denen hingezogen die besagtes Problem haben.
    Natürlich wünsche ich es mir sehr eines Tages einen Partner zu wählen mit dem ich eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen kann, der emotional verfügbar ist, auch für mich da sein kann, wer denn nicht?

  • orangeblau Es gibt auch Menschen, die nicht alleine sein können und deshalb auch in ungesunden Beziehungen bleiben. Deshalb hatte ich gefragt 🙂

    Auf jeden Fall scheinst du dir Partner zu suchen, die nicht verfügbar sind. Vielleicht wäre es hilfreich mit deinem Psychologen nach dem Grund zu schauen. Das Thema beschäftigt dich ja sehr (zu recht natürlich).

    Wünsche es dir, einen Partner zu finden, der zu dir passt. Ich finde, jeder hat es verdient irgendwann im sicheren Hafen anzukommen.

    Drücke dir auf jeden Fall die Daumen für deinen weiteren Weg!

  • orangeblau Es gibt auch Menschen, die nicht alleine sein können und deshalb auch in ungesunden Beziehungen bleiben. Deshalb hatte ich gefragt 🙂

    Auf jeden Fall scheinst du dir Partner zu suchen, die nicht verfügbar sind. Vielleicht wäre es hilfreich mit deinem Psychologen nach dem Grund zu schauen. Das Thema beschäftigt dich ja sehr (zu recht natürlich).

    Wünsche es dir, einen Partner zu finden, der zu dir passt. Ich finde, jeder hat es verdient irgendwann im sicheren Hafen anzukommen.

    Drücke dir auf jeden Fall die Daumen für deinen weiteren Weg!


    Danke dir!


    Da kann man jetzt sehr in die Tiefe gehen. Es gibt ja auch diese Bindungsstile. Ich bin mir relativ sicher, dass ich einen unsicher-ängstlichen Bindungsstil habe. klammere gerne, ständig Angst verlassen zu werden, ganz sensible Antennen für abweichendes Verhalten, reagiere emotional über, wenn etwas nicht nach Plan läuft etc...

    Selbstwertgefühl ist sehr instabil und abhängig von Außen. Eigentlich völlig grundlos, ich habe ne Menge Gründe einen starken Selbstwert zu haben, erreiche ja viel in meinem Leben. Trotzdem habe ich dass Gefühl, dass es nie reicht, ich nie genug bin, ich immer noch mehr machen muss, mich noch mehr anstrengen muss, mich noch mehr kümmern muss…

    Selbstwert muss von innen kommen lese ich immer wieder, nicht von außen. Ich habe keine Ahnung wie das geht.


    Habe wirklich ne Menge Persönlichkeitsarbeit vor mir…

    Einmal editiert, zuletzt von orangeblau (16. Mai 2026 um 09:15)

  • Wenn Du in Deinen Zweiten noch verliebt bist, spielt da eventuell auch Eifersucht mit rein bei der Vorstellung?

    Die Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft...

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Wenn Du in Deinen Zweiten noch verliebt bist, spielt da eventuell auch Eifersucht mit rein bei der Vorstellung?

    Die Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft...


    Eifersüchtig bin ich tatsächlich nicht. Würde dazu passen, aber das bin ich nicht.

    Es schmerzt eher, dass ich es ihm nicht wert war, dass er aufhört zu trinken.


    Das war ja bei meinem Exmann schon so. Jetzt mach und tue ich so viel, wir haben ein perfektes Leben könnten so glücklich sein und er zieht den Alkohol denn ganzen vor….das schmerzt sehr.

    Könnte sein, dass ich unbewusst denke, dass alle gut ist, wenn ich es endlich mal schaffe, dass ich wertvoller bin als als der Alkohol. Völliger Quatsch, aber ich glaube, ich probiere mit diesen Männern meine Kindheitswunden zu heilen.

    Einmal editiert, zuletzt von orangeblau (16. Mai 2026 um 09:37)

  • orangeblau

    Deinen Text finde ich super. Wenn ich du wäre, dann würde ich mir den Text kopieren und der Therapeutin zeigen. Daraus kann sie bestimmt viel sehen.

    ÄVPS->Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung ist ähnlich wie soziale Phobie.

    Für Persönlichkeitsstörungen gibt es Tests, die durchgeführt werden können. Daran kann es dann beurteilt werden.

    Persönlichkeitsstörungen sind chronische Erkrankungen, aber die Symptome können abgemildert werden.

    Viel Erfolg bei der Eigenarbeit 🍀

  • Wenn Du Deinen Wert aus dem Vergleich ziehen willst, musst Du bedenken, dass Drogen wie Alkohol auf die gleichen Hirnregionen einwirken wie Sex, Liebe und alles, was mit Belohnungen zu tun hat. Und diese Stoffe wirken viel stärker als das, was der Körper selbst produzieren kann. Das ist rational betrachtet völlig klar, dass Du dagegen nicht ankommen kannst.

    Und Du musst ja hier nur bei den neuankommenden Alkoholikern lesen, die Allermeisten sind dann erst mal so mit sich selbst beschäftigt, dass sie ihre Sucht überwinden, da hättest Du möglicherweise längere Zeit erst recht keinen Platz drin. Genau diese Probleme hatte meine Frau auch, dass ja deswegen noch lange nicht sie die Hauptperson war, denn erst mal musste ich mich ja selbst nüchtern auszuhalten lernen. Der Partner mit seinen Bedürfnissen ist da anfangs ja eher eine Belastung als eine Hilfe. Alleine wärs oft einfacher.

    Erst wenn die stabile und zufriedene Trockenheit erreicht ist, wo sehr viele ja gar nie hinkommen, könnte es ja erst werden, wie Deine Bedürfnisse sind.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:


  • Persönlichkeitsstörung denke ich jetzt nicht.

    Ich habe keine Schwierigkeiten im Leben, kann gut auf andere zugehen, habe einen stabilen und großen Freundeskreis.

    Es ist nur mein Muster bei der Partnerwahl, welches mich stark belastet.

  • Und Du musst ja hier nur bei den neuankommenden Alkoholikern lesen, die Allermeisten sind dann erst mal so mit sich selbst beschäftigt, dass sie ihre Sucht überwinden, da hättest Du möglicherweise längere Zeit erst recht keinen Platz drin. Genau diese Probleme hatte meine Frau auch, dass ja deswegen noch lange nicht sie die Hauptperson war, denn erst mal musste ich mich ja selbst nüchtern auszuhalten lernen. Der Partner mit seinen Bedürfnissen ist da anfangs ja eher eine Belastung als eine Hilfe. Alleine wärs oft einfacher.

    Erst wenn die stabile und zufriedene Trockenheit erreicht ist, wo sehr viele ja gar nie hinkommen, könnte es ja erst werden, wie Deine Bedürfnisse sind.


    Das ist es.

    Ich habe immer gedacht, dass mich die Suchterkrankung meiner Mutter nicht geprägt hat.

    Sie hat ja aufgehört als ich noch klein war und ist schon sehr lange trocken.
    Die Realität ist, dass sie noch Jahre stark mit sich selbst beschäftigt war um überhaupt stabil zu bleiben.

    Da kamen nun mal eben meine Bedürfnisse zu kurz.

    Der Entzug ist ja nicht die Lösung aller Probleme (wie viele Co‘s) denken, sondern erstmal nur der Anfang.

    Böse bin ich ihr nicht, war ja keine Absicht und ich bin stolz auf sie, dass sie es geschafft hat. Aber gemacht hat es etwas mit mir, das wird mir momentan richtig bewusst.

  • Ich habe sicher auch auf eine gewisse Art und Weise die Mutterrolle übernommen damals, ihr gegenüber, meinen Geschwistern gegenüber, auch als sie schon trocken war.


    „Ich muss ganz toll und brav sein und mich sehr bemühen, dass Mama keinen Stress hat, trocken bleibt und nicht mehr krank wird‘.“


    Man versteht als Kind ja nicht, dass man keine Schuld hat, nicht verantwortlich ist und keine Einfluss hat.

    UND Kinder können nicht einfach gehen, sich abgrenzen, auf sich schauen, wie ein Partner, Kinder sind abhängig von den Eltern.


    Oh Gott, ich bin so froh, dass ich mich von meinem Exmann getrennt habe. Muss schauen, dass meiner Tochter nicht das gleiche Schicksal blüht.


    Ich merke gerade, dass ich wirklich mein Kindheitsmuster in meinen Beziehungen wiederhole….

    Aber ich bin erwachsen, kein Kind mehr. mein Überleben ist nicht mehr abhängig von den Launen eines Alkoholikers, Selbstschutz heißt nicht mehr den Alkoholiker zu stabilisieren. Ich brauche ihn nicht wie ich ihn als Kind gebraucht habe.

    Als erwachsene Frau ist Abgrenzung und Selbstfürsorge gesundes Überleben und Selbstschutz.

    5 Mal editiert, zuletzt von orangeblau (16. Mai 2026 um 10:44)

  • Hallo orangeblau,

    ich glaube, man kann das nur bedingt verallgemeinern mit den Gründen für die Partnerwahl. Eigene Familiengeschichte spielt bestimmt eine Rolle, klar. Aber eben auf vielfältige Art und bei jedem anders. In meiner Familie zB gab es keine offensichtliche Suchtproblematik, und doch war ich in jungen Jahren mit Männern mit entsprechenden Tendenzen zusammen. Ich hab damals selbst gerne gefeiert, und im Umfeld gab es kaum jemanden, der ständig nüchtern durchs Leben ging - also auch die Männer nicht, die ich so kennengelernt habe. Ich bin auf dem Land groß geworden. Alle haben gerne gesoffen und Viele auch andere Drogen konsumiert. Hinzu kam bei mir so eine Affinität zu Männern, die nicht so straight waren, die fand ich einfach interessanter. Vielleicht war das auch eine Abgrenzung von meinen Eltern, die sich immer irgendwie für was Besseres hielten.

    Mene letzte Beziehung, die mich hierher geführt hat, war eine "Neuauflage" nach über 20 Jahren. Mit ihm war ich trotz Alk und Drogen zusammen, weil ich in ihm schon in jungen Jahren irgendwas gesehen habe, das sich dann immer mehr verflüchtigt hat. Ich könnte auch nicht sagen, dass ich dauernd dem Mantra folgte "Ich will/muss helfen!". Aber ihn als Person wollte ich viele Jahre nicht aufgeben. Ich bin da so ner Art luftschloss hinterher gejagt. Aber klar, kann auch pure Co-Abhängigkeit gewesen sein. Die ist ja gerade deshalb so tückisch, weil sie eng mit Gefühlen für die Person verwoben ist.

    Jetzt hab ich mich damit abgefunden, dass er nix dauerhaft ändern konnte. Für mich musste ich vor allem lernen, Zeit alleine zu genießen. Ich war immer irgendwie in Beziehungen, Freunde-Cliquen, hab ein Kind großgezogen, und dann ist man auf einmal alleine und muss Zeit für sich gestalten. Irgendwann schaffst Du das. Die Gedanken kreisen weniger, wenn man mal bei sich selbst ankommt. Du hast von Garten geschrieben - super Sache, das erdet mich total. Und mit dem Hund im Wald unterwegs sein. Was machst Du gerne?

    Liebe Grüße

  • Ich habe einen großen Garten und beschäftige mich gerne mit Gartenarbeit. Auch lange vernachlässigt dieses Jahr will ich damit wieder richtig durchstarten.

    Habe Blumen, Gemüse, viele Beeren, alles. Mache gerne Marmelade, Sirup.

    Ich koche und backe sehr gerne. Dieses Wochenende seit langem wieder mal ein leckeres Brot gebacken.

    Abends habe ich wieder angefangen zu Stricken. Auch lange vernachlässigt. Puzzeln, gestern mir mal ein Malbuch für erwachsen gekauft. Lesen habe ich früher auch gern gemacht.

    Frisör, Fußpflege, Bad nehmen, bisschen Beauty-Programm, wobei ich es in der Badewanne (noch) nicht lange aushalte. „nichts tun“, entspannen fällt mir schwer.


    Gehe gerne spazieren, Rad fahren. natürlich Freunde treffen wobei ich momentan das starke Bedürfnis habe allein zu sein. Ich habe genug davon mich in Bars oder auf Festen rumzutreiben. Ist bei mir genauso, habe schon als Jugendliche einen Feier- und trinkfreudigen Freundeskreis gehabt (eig. Immer noch), selbst auch viel Feiern gewesen und natürlich auch gerne gesoffen. Logisch, kommt man dann mit solchen Männern verstärkt in Kontakt.


    Ich habe lange Zeit Selbstfürsorge und Interessen vernachlässigt. Immer mit den beiden Männern beschäftigt, kleine Kindwr gehabt, viel gearbeitet, Haushalt usw. Versuche mich da gerade wieder heranzutasten meine Zeit für mich alleine zu genießen. Klappt noch nicht immer, aber ich bleibe dran.

    Einmal editiert, zuletzt von orangeblau (16. Mai 2026 um 11:46)

  • Deinen Text finde ich super. Wenn ich du wäre, dann würde ich mir den Text kopieren und der Therapeutin zeigen. Daraus kann sie bestimmt viel sehen.

    ÄVPS->Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung ist ähnlich wie soziale Phobie.

    Für Persönlichkeitsstörungen gibt es Tests, die durchgeführt werden können. Daran kann es dann beurteilt werden.

    Persönlichkeitsstörungen sind chronische Erkrankungen, aber die Symptome können abgemildert werden.

    Nur zur Einordnung. Das hier ist Selbsthilfe, keine Diagnosenstelle und keine Therapie‑Erweiterung. Diagnosen, Tests und Persönlichkeitsstörungen sind nicht unser Bereich und schon gar nicht Ferndiagnosen.

    Dafür ist das Thema zu ernst. Wir tasuchen Erfahrungen, mehr nicht.

    Alles, was fachliche Abklärung braucht, gehört zwischen die Person und ihre Therapeutin. Und wenn keine Therapeutin da ist, bleibt es trotzdem dabei.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

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