Beiträge von Robyn

    Vor ein paar Monaten konnte ich mir noch gar nicht vorstellen, so wenig an Alk zu denken, wie im Moment. Mal kommt noch der Gedanke daran hoch, in Situationen, in denen ich mir auf jeden Fall was geholt hätte. Wird aber immer weniger und leiser.

    Ich bin ziemlich mit mir beschäftigt. Therapie, EMDR, Sport, Ernährungsumstellung usw. Volle Sanierung. Gut geht's mir im Moment nicht, aber das ist normal. Es zieht mich nicht runter, kein Selbstmitleid und ich denke, nur so wird es mir irgendwann richtig gut gehen. Ich bin gespannt in einem Jahr auf diese Zeit zurückzublicken und festzustellen, wie gut es war diesen Weg zu gehen.

    Guten Morgen,

    so, letzte Nacht hatte ich auch meinen ersten Alk-Traum. Richtig unangenehm, als hätte ich was falsch gemacht. Den muss ich jetzt erst mal wieder abschütteln. Er verblasst auch schon, aber das Gefühl bleibt.

    Wünsche einen einen schönen trockenen Tag. Ich schaue jetzt, dass ich das schlechte Gefühl wieder loswerde.

    Wird mal Zeit wieder hier zu schreiben. Im Moment denke ich sehr wenig an Alkohol. Meistens vergesse ich den. War deswegen auch ein paar Tage nicht hier, sonst bin ich so gut wie jeden Tag hier. Es war mal schön sich damit nicht zu beschäftigen. Einfach so ein bisschen Kraft tanken für die Zeit in der er wieder präsenter wird.

    Vor ca 2 Wochen habe ich jemanden von einer Veranstaltung abgeholt. Ich dachte mir da nichts bei. Aber derjenige war betrunken und da schlug mir ne ziemliche Fahne entgegen. Hab ich so vorher noch nie wahrgenommen und das hat schon was mit mir gemacht. Ich hab dann gesagt, dass ich das nicht mehr machen werde. Aber es ist auch einfach mein Fehler gewesen, weil ich mich für den Notfall angeboten habe. Er hatte noch gesagt, er könnte ein Taxi rufen. Ich hab damit so nicht gerechnet.

    Auch als ich mal an eine Gruppe Rauchende vorbei ging, hab ich das noch meterweit gerochen. Roch so richtig nach Raucherbude an der frischen Luft.

    Naja und sonst gibt es nicht viel. Hormone sind wieder abgesetzt und ich hab meine Ernährung auf entzündungshemmende Lebensmittel umgestellt. Das tut mir sehr gut und gibt mir mehr Lebensqualität.

    Hallo Kazik,

    herzlichen Glückwunsch zu 5 Monaten ✨💐.

    Ich habe dich immer irgendwo gelesen und dann war da plötzlich Stille. Schön, dass du in einer Zeit, in der es dir nicht so gut geht, es schaffst deine Abstinenz zu sichern.

    Die Kliniken schreiben / sagen übrigens immer das man da nüchtern auftauchen soll. Täten sie das nicht, würden da nur noch auf der Trage liegende Schnapsleichen antreten.

    Bei mir wurde klar kommuniziert, dass ich zum stationären Entzug unter Alkoholeinfluss kommen darf. Ich sollte auch weiter trinken, aber am besten soweit reduzieren, wie ich kann. Aber die würden mich auch aufnehmen, wenn ich komplett voll wäre.

    Poni27 ich wünsche dir, dass du dich abgrenzen kannst. Du kannst da nicht helfen. Ich verstehe, dass man ein schlechtes Gewissen hat und einem der Mensch sehr leid tut. Aus eigener Erfahrung kann ich dir aber sagen, dass tief fallen oft der einzige Weg ist, um den persönlichen Tiefpunkt zu erreichen. Aber wenn sich das Umfeld weiterhin kümmert, dann kann es sein, dass man den nie erreicht.

    Mache gerade so ne Art Frühjahrsputz. Aussortieren usw. Hab ne leere Weinflasche gefunden.

    Als ich mit dem verstecken angefangen habe, war das für mich gedanklich einfach pragmatisch um heimlich zu trinken. Ich habe da noch gedacht, wenn ich mal das Problem und das Problem gelöst habe oder wenn dies und das nicht mehr ist, dann höre ich auf.

    Irgendwann habe ich mich total erschrocken, vor allem als ich gesehen habe, wie viel ich eigentlich verstecke. Was für ein scheiß mach ich da eigentlich und wie ignorant von mir. Ich bin süchtig. Ich war schon immer süchtig. Mit 12 Jahren fing ich an Drogen zu konsumieren. Alkohol mit ca. Anfang - Richtung Mitte zwanzig. Ich bin jetzt das erste Mal so richtig Konsumfrei. Also frei von Drogen, Alkohol und Zigaretten.

    Das erste Mal kann/muss ich mich mit mir selbst beschäftigen, habe jetzt die Möglichkeit meine Baustellen anzugehen. Fühle mich aber so, als würde ich auf Eierschalen laufen. Ich hab noch keine 4 Monate geschafft, gleichzeitig fühlt sich das schon so lange an.

    Ich wusste das ich vom Alkohol abhängig werden kann. Trotzdem dachte ich, ich kann aufhören, nur das ich nicht aufhören will und irgendwann merkt man, man kann nicht aufhören zu saufen. Trotz gesundheitlichen Problemen, trotz Panikattacken, den ganzen Tag habe ich mich damit beschäftigt.

    Ein bisschen ärgere ich mich über die Flasche. Ich wollte mich im Moment gar nicht damit beschäftigen.

    So eine blöde Zigarette vermisse ich gerade sehr🥲 Drogen sind schon lange kein Thema mehr und ich will das beim Alkohol auch haben, aber der ist ganz anders Präsent.

    Naja, ich mach mal weiter, bleibe in der Gegenwart und baue weiter an meine Zukunft.

    Ich hab da jetzt für mich mit abgeschlossen. Habe mir jetzt lange Gedanken dazu gemacht und das Ergebnis daraus steht oben. Mir war einfach wichtig etwas dazu zu schreiben.

    Das jemand vielleicht zu hohe Erwartungen an das Forum hat finde ich legitim. Ich selbst bin auch sehr oft auf die Nase gefallen und jeder Aufschlag war ein learning. Ich wollte auch mit meinem Beitrag niemanden an den Pranger stellen. Da braucht jemand Hilfe, aber ich bin nicht der geeignete Ansprechpartner.

    Heute geht's mir auch wieder besser. Gestern kam der Gedanke an Alk immer und immer wieder, störend und irgendwann bin ich dann auch ziemlich genervt.

    War das erste Mal heute beim Glascontainer, ohne irgendein Glas zu entsorgen, wo Alkohol drin war. Super belanglos, aber das wurde mir halt während dessen bewusst, weil es vorher für mich immer ziemlich unangenehm war, die gefühlt 1000 Flaschen Wein zu entsorgen.

    Es tut mir leid, wenn ich so (zu) viel über ihn geschrieben habe. Will niemanden nerven damit. Ich wollte mich erklären und meine Gedanken ordnen. Aber vielleicht verstricke ich mich damit auch nur noch mehr.

    Ich glaube nicht, dass hier jemand genervt ist und wenn dann muss er ja deinen Thread nicht beachten. Gerade hier kannst du deine Gedanken lassen und manche sortieren mit dir zusammen oder geben Denkanstöße.

    Die Wege beim Denken können manchmal kein Ende nehmen, wenn man das alleine macht und hier findest du Menschen, die verstehen was du durchmachst.

    Hey aennie ,

    du hattest mich privat angeschrieben und kurz danach deinen Thread schließen lassen. Ich hab mir darüber jetzt einige Tage den Kopf zerbrochen (bin ein Overthinker), ob ich daran ein Anteil hatte und wenn dann tut es mir leid. Mein Fehler war überhaupt darauf zu antworten, mein Gefühl dazu war schon nicht gut und darauf hätte ich hören sollen.

    Dazu würde ich mich gerne allgemein äußern:

    Also ich möchte nur öffentlich angeschrieben werden und nicht privat. Außerdem bin ich nicht qualifiziert irgend jemanden zu zeigen, wie man etwas lernen kann oder sonst was. Wenn es Probleme gibt, aus denen man nicht mit eigener Kraft rauskommt oder Dinge nicht verändern kann, dann sollte man sich professionelle Hilfe suchen.

    Oder man benutzt Google, man kann auch Bücher zu bestimmten Themen kaufen. Ich würde dazu auch gerne mal die konzeptuelle Faulheit in den Raum werfen.

    Hier öffentlich über etwas diskutieren würde meiner Meinung nach auch einen Mehrwert bringen.

    Das was mir hilft oder geholfen hat, kann für jemand anderen der größte Scheiß sein. Auf so eine Verantwortung habe ich keine Lust.

    Das wollte ich einfach mal loswerden.

    Ich würde jetzt behaupten dein Suchthirn ist ein Teil von dir, ohne eigene Persönlichkeit. Die Argumente zum trinken, die es bringt sind bei jedem anders. Die Antwort warum es wie reagiert kannst auch nur du beantworten. Wenn es nicht will, dass es dir gut geht, dann willst du im Prinzip ja nicht das es dir gut geht.

    Ich hatte ganz lange ein Problem mit negativen Denken. Das hat auch alles seinen Grund gehabt. Manchmal hilft es sehr erlernte Gedankenstrukturen zu ändern. Zumindest mir hat es geholfen.

    Ja sei stolz. Aber versuche trotzdem dich von solchen Situationen fern zu halten und setze dich nicht unnötigen Risiken aus. Gerade am Anfang ist es schwer und die Suchtstimme stark.

    Viele müssen ja auch erst lernen Situationen, Gefühle, Gedanken usw nicht mehr mit Alkohol zu verbinden.

    Das sich die Suchtstimme meldet ist ganz normal und kein Grund sich selbst schlecht zu machen. Sei besser gut zu dir. Du und dein Körper leisten jetzt viel.