Mache gerade so ne Art Frühjahrsputz. Aussortieren usw. Hab ne leere Weinflasche gefunden.
Als ich mit dem verstecken angefangen habe, war das für mich gedanklich einfach pragmatisch um heimlich zu trinken. Ich habe da noch gedacht, wenn ich mal das Problem und das Problem gelöst habe oder wenn dies und das nicht mehr ist, dann höre ich auf.
Irgendwann habe ich mich total erschrocken, vor allem als ich gesehen habe, wie viel ich eigentlich verstecke. Was für ein scheiß mach ich da eigentlich und wie ignorant von mir. Ich bin süchtig. Ich war schon immer süchtig. Mit 12 Jahren fing ich an Drogen zu konsumieren. Alkohol mit ca. Anfang - Richtung Mitte zwanzig. Ich bin jetzt das erste Mal so richtig Konsumfrei. Also frei von Drogen, Alkohol und Zigaretten.
Das erste Mal kann/muss ich mich mit mir selbst beschäftigen, habe jetzt die Möglichkeit meine Baustellen anzugehen. Fühle mich aber so, als würde ich auf Eierschalen laufen. Ich hab noch keine 4 Monate geschafft, gleichzeitig fühlt sich das schon so lange an.
Ich wusste das ich vom Alkohol abhängig werden kann. Trotzdem dachte ich, ich kann aufhören, nur das ich nicht aufhören will und irgendwann merkt man, man kann nicht aufhören zu saufen. Trotz gesundheitlichen Problemen, trotz Panikattacken, den ganzen Tag habe ich mich damit beschäftigt.
Ein bisschen ärgere ich mich über die Flasche. Ich wollte mich im Moment gar nicht damit beschäftigen.
So eine blöde Zigarette vermisse ich gerade sehr🥲 Drogen sind schon lange kein Thema mehr und ich will das beim Alkohol auch haben, aber der ist ganz anders Präsent.
Naja, ich mach mal weiter, bleibe in der Gegenwart und baue weiter an meine Zukunft.