Hey Poni,
also trocken, so verstehe ich den Begriff zumindest, ist man nach einiger Zeit des Nichttrinkens, der Entzug aber stellt sich ja unmittelbar ein, wenn ein Alkoholiker, der täglich trinkt, seine gewohnte Dosis Alkohol nicht bekommt. Genau wie Du schreibst, kann so ein Entzug im Alleingang gefährlich werden, sofern nicht medikamentös unterstützt wird. Letzteres bieten deshalb Psychiatrien an, meist ist das erstmal nur für so ca zwei Wochen. Die hiesige Klinik zB verlangt nicht, dass man nüchtern dorthin kommt, das wäre ja eine gefährlich hohe Hürde (auch wenn man vermutlich nicht volltrunken dorthin kommen sollte). Die unterstützen die Leute während des Entzugs, geben Medis gegen die Symptome, und es gibt auch paar kurzfristige therapeutische Angebote.
Kann natürlich sein, dass jede Klinik das unterschiedlich handhabt. Wenn er längerfristig trocken bleiben will, sollte sich möglichst eine Entwöhnung in Form einer mehrwöchigen Reha anschließen. Da geht es dann auch um Perspektivklärung etc. Das muss aber etwas aufwendiger beantragt und auch genehmigt werden.
Ich hab mir sehr lange und sehr oft ein X für ein U vormachen lassen von meinem Freund. Will ich ihm gar nicht alleine vorwerfen , wie Du über Dich weiter vorne schriebst, wollte auch ich das Ausmaß der Probleme nicht sehen. Sucht hat viele Facetten, vor allem manipulatives Verhalten gehört leider dazu. Bei schnell präsentierten, irgendwie einfach klingenden Lösungen ist eine Grundskepsis immer angebracht...