Beiträge von Robyn

    Was genau fällt Dir schwer ?
    Hin und wieder etwas im Bezug auf Deine Abstinenz hier zu lassen?
    Wenn Dir dazu nichts zum Schreiben in den Schoß fällt dann vielleicht etwas anders aus dem Alltag.
    Ich selbst empfinde es als gut hier in Kommunikation zu bleiben. Manchmal auch wegen banaler Dinge.

    Es fühlt sich irgendwie falsch an, offen über sich zu schreiben. Ich muss da schon genau überlegen und mich überwinden.

    Ich versuche es zwischendurch einfach. Aber meistens werde ich wohl einfach lesen. Denke, das ist auch ok.

    Habt ihr eigentlich ein Mantra, Glaubenssatz oder wie man das sonst so nennt? Ein Satz, ein Wort oder so, der/das euch hilft, erdet oder sonst was.

    Bei mir ist es der Satz "Trinken ist keine Option". Der war plötzlich da und irgendwie tut er mir gut. Vielleicht ist es auch ne innere Einstellung die sich festigt. Viele Dinge, die ich gerne "weg" getrunken habe sind ja noch da und ich hab viel an meinem Mindset und vor allem Bewältigungsfähigkeiten gearbeitet und arbeite noch daran.

    Wollte einfach mal wieder was hier schreiben. Fällt mir irgendwie schwer :').

    Ich finde an dieser Diskussion hier sieht man wunderbar, dass das Leben nicht schwarz/weiß ist.

    Erziehung, Prägung, Trauma, kognitive Fähigkeiten, innere/äußere Einflüsse, Soziale usw. spielt alles eine Rolle. Nur weil es vielleicht für den Einen unverständlich ist, bedeutet es nicht, dass es nicht so sein kann.

    Und Nein, ich spreche hier niemanden seine kognitiven Fähigkeiten ab, hab nur eine Aufzählung gemacht.

    Danke, für die Besserungswünsche :).

    Ja, ich denke auch, dass das eher bei einem selbst so im Kopf ist. Ich will natürlich nicht ausschließen, dass das nicht passieren kann. Es wird bestimmt den ein oder anderen mit, einer oder mehr, negativen Erfahrung geben. Ich hab zum Glück keine gemacht. Denke auch, dass Alkoholimus nicht vom sozialen Status abhängig ist.

    AnnaBlume auf der Arbeit würde ich auch nichts sagen. Da wäre meine Hemmung zu groß. Medizinisch ist das etwas ganz anderes. Freunde und Familie wissen bei mir aber auch Bescheid, das macht es einfacher für mich und auch da war meine Erfahrung sehr gut.

    KaDett mich motiviert so was auch. Es ist schön Anerkennung zu bekommen. Es tut einfach gut.

    Hallo zusammen,

    ich wurde heute notoperiert. Ich musste seit gestern mehrmals, bei verschiedenen Ärzten und heute beim Anästhesisten erwähnen, dass ich Alkoholiker bin, einfach zur Sicherheit, weil auch immer die selben Fragen neu gestellt wurden.

    Ich habe da schon Angst als "Mensch zweiter Klasse" herabgestuft zu werden. Aber ich wurde nicht plötzlich anders behandelt oder so. Irgendwie ist das so in meinem Kopf, dass man dann als Assi usw. gesehen wird. Wird es wahrscheinlich auch geben. Aber bis jetzt sind meine Erfahrungen nicht negativ. Mehrmals hat man mir sogar gratuliert. Fühlte sich an, als hätte man Geburtstag :').

    Hallo Leonie,

    ich würde auch nichts sagen. Ich denke irgendwann ist vielleicht jeder mal an dem Punkt, an dem man merkt ein Problem mit Alkohol zu haben. Mir hätte es nicht geholfen. Der Wille muss eh von einem selbst kommen.

    Ich bin auch manchmal traurig, wenn ich Menschen sehe die ich von klein auf kenne und wie die sich verändert haben. Manche sind auch schon tot.

    Das mit der falschen Welt kann ich sehr gut nachvollziehen. So viel Gerede ohne Inhalt. Dieses Belügen und schön reden, vorgegaukelte Loyalität, Dramen und Selbstmitleid im Überfluss.

    Hört sich böse an.

    Finde ich gar nicht. Finde dein Denken eher gesund und verantwortungsvoll dir selbst gegenüber.

    Hallo Topfmann,

    tatsächlich hätte ich jetzt auch gedacht, dass du mal zur Ruhe kommst, wenn deine Frau und eure Kinder nicht da sind. Endlich alles Alkoholfrei machen und Zeit für sich selbst haben. Ich finde es krass, wie du das alles durch hälst. Meine größte Gefahr wäre, Zuhause Alkohol zu haben.

    Nun nicht jeder verbringt seine Zeit gerne alleine, die Frage ist warum. Die Gründe dafür können ja ganz individuell sein.

    Ich persönlich kann mir nicht schöneres vorstellen :'), ich bin aber auch gerne alleine und unternehme gerne Dinge alleine. Alleinsein und Einsamkeit ist ja auch nicht das Gleiche. Ich finde es schlimmer einsam unter Menschen zu sein und wäre auch davon ausgegangen, dies wäre im Moment bei dir so. Es liest sich so für mich. Aber ich hab jetzt auch nicht mehr alles im Kopf was du hier geschrieben hast.

    Wenn du jetzt die größte Gefahr in deiner Abstinenz das Alleinsein siehst, dann würde ich den kompletten Alkohol entsorgen lassen.

    Zwischendurch kam in schwierigen Situationen bei mir der Gedanke, dass ich das Gefühl vermisse, das ich beim Trinken habe. Obwohl das letzte Jahr zum Teil eher von Angst und Panikattacken geprägt war wenn ich getrunken habe. Gut, ich lasse mich auf solche Gedanken nicht ein und die sind dann auch schnell wieder weg.

    Und naja, seit gestern habe ich das erste Mal wieder das Gefühl, dass es mir gut gehen wird. Auch wenn es jetzt noch schwierig ist, wegen dies und jenem, es wird mir wieder gut gehen und ich hab jetzt schon lange nicht mehr sowas wie Hoffnung, ein richtiges Glücksgefühl, Zuversicht und Tatendrang gespürt. Einfach mal wieder so richtig echte positive Emotionen. Da waren die einfach plötzlich wieder da. Das fühlt sich so gut an. Ich hab fast geheult 😂

    Die Nachteule bin ich aber nicht immer ganz freiwillig :'). Mittlerweile gefällt mir der frühe Morgen besser. Ich war aber mal passionierte Nachteule.

    Ich habe das Gefühl, dass ich das Lesen hier brauche, um mir die Tragweite des Alkoholismus im Bewusstsein zu halten. Ich habe mir fest vorgenommen es dieses mal anders zu machen und es hilft tatsächlich. Und ja, man fühlt sich nicht so alleine. Manches, das man liest, hätte man auch selbst schreiben können. Wie sich manches einfach so gleicht, bei so vielen unterschiedlichen Menschen.

    Hallo Stern,


    ich gucke eigentlich, dass ich hier regelmäßig lese. Hilft mir, wenn mal die Gedanken Richtung Alkohol gehen. Schreiben fällt mir schon etwas schwerer. Bin generell einfach introvertiert. Jetzt ging es mir die letzte Zeit ziemlich schlecht und Alkohol spielte keine Rolle, auch gedanklich nicht. Ich war zu sehr mit mir und ein paar Problemen beschäftigt. Heute war der erste Tag, an dem es wieder etwas bergauf ging. Naja, wenn ich auf die Uhr schaue hat der zweite schon begonnen.

    Ich genieße es, nicht besoffen zu sein und den Tag voll mitzubekommen, versuche Hobbys wieder aufleben zu lassen und bin damit beschäftigt gesund zu werden. Damit ist meine Zeit schon sehr gefüllt. Es dreht sich nicht mehr alles um den Alkohol und ich bin viel freier. Ich bin aber trotzdem sehr vorsichtig und wo es jetzt wieder geht, werde ich hier wieder mehr lesen und vielleicht auch mal schreiben.

    Danke für deine Nachricht :).