Beiträge von Robyn

    Hallo Schmidtty,

    ich hab mir deinen Faden noch nicht durch gelesen. Diese Art von Umgang ist schon heftig. Ich weiß nicht was bei euch vorgefallen ist. Grundsätzlich würde ich sagen, dass so eine Art von Kommunikation überhaupt nicht geht. Das ist einfach kein Umgang miteinander und es hört sich danach an, als hättet ihr beide keine gute Beziehung zu einander.

    Vielleicht wäre eine Mediation übers Jugendamt sinnvoll oder eine Familientherapie. Da steckt ja was hinter und oft kann Hilfe von außen gut sein und dabei helfen wieder aufeinander zuzugehen oder überhaupt erstmal das Problem erkennbar machen.

    Vielleicht ist es für dieses Alter jetzt auch erstmal gelaufen. Aber du musst dich nicht beleidigen lassen.

    Und wir sind doch hier in einer Selbsthilfergruppe wo jeder auf jeden aufpasst. Starallüren finde ich da unangebracht.

    Ich möchte auf niemanden aufpassen. Ich hab schon genug damit zu tun auf mich aufzupassen 🥲.

    Das ist ja jetzt ganz schön bei dir umgeschlagen. Du hast auch geschrieben, dass du Saufdruck hast. Vielleicht ist deine Fokussierung auf andere, so ne Art Ablenkung von dir selbst. Ist nur eine Vermutung.

    Hier kommen viele verschiedene Menschen zusammen, die Unterschiede muss man einfach akzeptieren. Manchmal lese ich auch Dinge, wo ich denke "hä" und andere denken das bestimmt auch bei mir. Aber das geht mich nichts an.

    Hallo Kazik,

    in dem Fall, meine ich mit Psyche Stimmungsschwankungen, manchmal extreme. Hormone haben aber auch schon meine Depressionen verstärkt. Das ist aber jetzt schon was länger her. Ich hab deswegen schon länger keine Hormone mehr genommen, mich aber jetzt wegen Schmerzen und der OP umentschieden.

    Ich habe selbst auch eine diagnostizierte Depression, aber im Moment geht's mir damit sehr gut. Ich konnte sogar mein Medikament absetzen. Ich muss auch sagen ich habe, die letzten Jahre, viel an mir gearbeitet. Im Dezember 24 habe ich meinen Lebensmut wieder gefunden und dann ging es immer positiver weiter und jetzt durch die Abstinenz kann ich wieder richtig positive Emotionen empfinden.

    Alkohol "hilft" überhaupt nicht gegen Depressionen, es "hilft" natürlich nie, bei nichts. Es übertüncht aber auch keine Symptome. Bei meiner PTBS sieht das schon ganz anders aus. Da hatte ich überhaupt keine Symptome, als ich noch gesoffen habe. Die sind natürlich jetzt da. Letzte Nacht konnte ich vor lauter Angst kaum Atmen. Da hat sich auch schon direkt die Suchtstimme gemeldet... einfach kurz zur Tanke und ich muss das nicht mehr ertragen... Ein gefundenes "Argument" zum Saufen. Hatte noch überlegt hier zu schreiben, hab's dann gelassen und hier gelesen, mich gedanklich damit beschäftigt und das hat dann schon gereicht.

    Es gibt nur zwei Optionen

    1. Saufen und langsam verrecken

    2. ein lebenswertes Leben aufbauen

    Ich wähle die Arbeit. Das bedeutet ich muss solche Nächte akzeptieren. Ich habe mittlerweile Ressourcen, um damit besser umzugehen und mit Therapie und Arbeit wird es besser werden. Zum Glück sind nicht alle Nächte so extrem, wie die letzte.

    Danke für deine Nachricht und es freut mich, dass dieses Forum dir halt gibt. Das ist so viel wert.

    Liebe Grüße

    Hast Du schon mit Deinem Arzt über die Nebenwirkungen der Medikation gesprochen und auch darüber, dass Du jetzt abstinent lebst?

    Vielleicht gibt es eine andere Lösung, Robyn?

    Ich habe auch Hormone genommen und nehme noch immer ein Hormon, aber das tut mir gut. Die Frage ist, warum es für Dich nicht positiv ist.

    Ja, meine Ärzte wissen grundsätzlich darüber bescheid, dass ich Alkoholiker bin.

    Ne, leider gibt es keine anderen Möglichkeiten. Ich hab auch schon einiges durch.

    Ich regiere schon immer nicht so gut auf Hormone. Aber dieses mal geht's tatsächlich es war schonmal viel schlimmer. Solange keine Depressionen kommen mit SM Gedanken ziehe ich durch und hoffe dass die Nebenwirkungen nach einiger Zeit verschwinden. Das könnte passieren. Hoffentlich 🍀

    Die letzten Tage waren bei mir schon ne Achterbahnfahrt. Ich nehme jetzt Hormone, damit ich nicht alle paar Jahre operiert werden muss (bis jetzt alle paar Jahre). Und naja, Hormone gehen bei mir schon ziemlich auf die Psyche, dadurch kommt auch öfters der Gedanke an Alk hoch, den ich dann wieder abwürgen muss. Es nervt. Aber ich wollte es ein paar Monate versuchen, bevor ich das Medikament aufgebe.

    Ich versuche weiterhin mein Gehirn neu zu strukturieren und zu verknüpfen, damit ich in bestimmten Situationen nicht immer so schnell an den Alkohol denke. Das klappt natürlich in solchen Zeiten am besten.

    Was genau fällt Dir schwer ?
    Hin und wieder etwas im Bezug auf Deine Abstinenz hier zu lassen?
    Wenn Dir dazu nichts zum Schreiben in den Schoß fällt dann vielleicht etwas anders aus dem Alltag.
    Ich selbst empfinde es als gut hier in Kommunikation zu bleiben. Manchmal auch wegen banaler Dinge.

    Es fühlt sich irgendwie falsch an, offen über sich zu schreiben. Ich muss da schon genau überlegen und mich überwinden.

    Ich versuche es zwischendurch einfach. Aber meistens werde ich wohl einfach lesen. Denke, das ist auch ok.

    Habt ihr eigentlich ein Mantra, Glaubenssatz oder wie man das sonst so nennt? Ein Satz, ein Wort oder so, der/das euch hilft, erdet oder sonst was.

    Bei mir ist es der Satz "Trinken ist keine Option". Der war plötzlich da und irgendwie tut er mir gut. Vielleicht ist es auch ne innere Einstellung die sich festigt. Viele Dinge, die ich gerne "weg" getrunken habe sind ja noch da und ich hab viel an meinem Mindset und vor allem Bewältigungsfähigkeiten gearbeitet und arbeite noch daran.

    Wollte einfach mal wieder was hier schreiben. Fällt mir irgendwie schwer :').

    Ich finde an dieser Diskussion hier sieht man wunderbar, dass das Leben nicht schwarz/weiß ist.

    Erziehung, Prägung, Trauma, kognitive Fähigkeiten, innere/äußere Einflüsse, Soziale usw. spielt alles eine Rolle. Nur weil es vielleicht für den Einen unverständlich ist, bedeutet es nicht, dass es nicht so sein kann.

    Und Nein, ich spreche hier niemanden seine kognitiven Fähigkeiten ab, hab nur eine Aufzählung gemacht.

    Danke, für die Besserungswünsche :).

    Ja, ich denke auch, dass das eher bei einem selbst so im Kopf ist. Ich will natürlich nicht ausschließen, dass das nicht passieren kann. Es wird bestimmt den ein oder anderen mit, einer oder mehr, negativen Erfahrung geben. Ich hab zum Glück keine gemacht. Denke auch, dass Alkoholimus nicht vom sozialen Status abhängig ist.

    AnnaBlume auf der Arbeit würde ich auch nichts sagen. Da wäre meine Hemmung zu groß. Medizinisch ist das etwas ganz anderes. Freunde und Familie wissen bei mir aber auch Bescheid, das macht es einfacher für mich und auch da war meine Erfahrung sehr gut.

    KaDett mich motiviert so was auch. Es ist schön Anerkennung zu bekommen. Es tut einfach gut.

    Hallo zusammen,

    ich wurde heute notoperiert. Ich musste seit gestern mehrmals, bei verschiedenen Ärzten und heute beim Anästhesisten erwähnen, dass ich Alkoholiker bin, einfach zur Sicherheit, weil auch immer die selben Fragen neu gestellt wurden.

    Ich habe da schon Angst als "Mensch zweiter Klasse" herabgestuft zu werden. Aber ich wurde nicht plötzlich anders behandelt oder so. Irgendwie ist das so in meinem Kopf, dass man dann als Assi usw. gesehen wird. Wird es wahrscheinlich auch geben. Aber bis jetzt sind meine Erfahrungen nicht negativ. Mehrmals hat man mir sogar gratuliert. Fühlte sich an, als hätte man Geburtstag :').

    Hallo Leonie,

    ich würde auch nichts sagen. Ich denke irgendwann ist vielleicht jeder mal an dem Punkt, an dem man merkt ein Problem mit Alkohol zu haben. Mir hätte es nicht geholfen. Der Wille muss eh von einem selbst kommen.

    Ich bin auch manchmal traurig, wenn ich Menschen sehe die ich von klein auf kenne und wie die sich verändert haben. Manche sind auch schon tot.

    Das mit der falschen Welt kann ich sehr gut nachvollziehen. So viel Gerede ohne Inhalt. Dieses Belügen und schön reden, vorgegaukelte Loyalität, Dramen und Selbstmitleid im Überfluss.

    Hört sich böse an.

    Finde ich gar nicht. Finde dein Denken eher gesund und verantwortungsvoll dir selbst gegenüber.

    Hallo Topfmann,

    tatsächlich hätte ich jetzt auch gedacht, dass du mal zur Ruhe kommst, wenn deine Frau und eure Kinder nicht da sind. Endlich alles Alkoholfrei machen und Zeit für sich selbst haben. Ich finde es krass, wie du das alles durch hälst. Meine größte Gefahr wäre, Zuhause Alkohol zu haben.

    Nun nicht jeder verbringt seine Zeit gerne alleine, die Frage ist warum. Die Gründe dafür können ja ganz individuell sein.

    Ich persönlich kann mir nicht schöneres vorstellen :'), ich bin aber auch gerne alleine und unternehme gerne Dinge alleine. Alleinsein und Einsamkeit ist ja auch nicht das Gleiche. Ich finde es schlimmer einsam unter Menschen zu sein und wäre auch davon ausgegangen, dies wäre im Moment bei dir so. Es liest sich so für mich. Aber ich hab jetzt auch nicht mehr alles im Kopf was du hier geschrieben hast.

    Wenn du jetzt die größte Gefahr in deiner Abstinenz das Alleinsein siehst, dann würde ich den kompletten Alkohol entsorgen lassen.

    Zwischendurch kam in schwierigen Situationen bei mir der Gedanke, dass ich das Gefühl vermisse, das ich beim Trinken habe. Obwohl das letzte Jahr zum Teil eher von Angst und Panikattacken geprägt war wenn ich getrunken habe. Gut, ich lasse mich auf solche Gedanken nicht ein und die sind dann auch schnell wieder weg.

    Und naja, seit gestern habe ich das erste Mal wieder das Gefühl, dass es mir gut gehen wird. Auch wenn es jetzt noch schwierig ist, wegen dies und jenem, es wird mir wieder gut gehen und ich hab jetzt schon lange nicht mehr sowas wie Hoffnung, ein richtiges Glücksgefühl, Zuversicht und Tatendrang gespürt. Einfach mal wieder so richtig echte positive Emotionen. Da waren die einfach plötzlich wieder da. Das fühlt sich so gut an. Ich hab fast geheult 😂