Trocken, ja, ich trinke nicht. Gedanklich bin ich aber nicht viel weiter gekommen. Ich muss ständig mit mir kämpfen, Verzicht leisten. Ich bin ein Rückfallkandidat.
Ich lass das jetzt mit dem alkoholfreien Bier wirklich sein.
Trocken, ja, ich trinke nicht. Gedanklich bin ich aber nicht viel weiter gekommen. Ich muss ständig mit mir kämpfen, Verzicht leisten. Ich bin ein Rückfallkandidat.
Ich lass das jetzt mit dem alkoholfreien Bier wirklich sein.
Hallo Maeron,
Ich will dich nur wissen lassen, dass ich eine Leidensgenossin bin, was das Trinkverlangen angeht, ich finde mich in dem , was du schreibst, wieder. Das Suchtverlangen hat zugenommen, ständig habe ich Verzichtsgedanken und muss Widerstand leisten. Was ich an Stelle von Alkohol trinken kann, was mich auch befriedigt, habe ich noch nicht gefunden. Das ist anstrengend.
Es ist ein Fehler, alkoholfreies Bier oder alkoholfreien Sekt zu trinken, wird hier immer geschrieben, aber ich tue das. Dies mit dem Gedanken, ich will mir doch nicht alles versagen., es schmeckt mir doch. Jetzt, wo ich es schreibe, werde ich es sein lassen, das wird mir beim Schreiben klar.
Mit meinen Problemen melde ich mich hier sonst nicht, ich kenne die Reaktionen inzwischen, da ich hier viel lese. Mache das alles mit mir alleine aus. Ich habe auch nicht so viel Zeit, um zuverlässig in Diskussionen zu antworten.
Ich trinke nicht, trocken bin ich aber auch nicht. Alles besser, als nass zu sein.
LG Matcha
PS : Matcha schmeckt furchtbar, finde ich, ich mag nur den Namen
Es ist wichtig festzuhalten: Niemand wird hier gezwungen, etwas zu sagen, das er für sich nicht erkennt oder befürwortet. Die Teilnahme basiert auf Freiwilligkeit und persönlicher Einsicht. Allerdings lassen wir hier keine Zwischenstufen zu – entweder erkennt man das Thema für sich, oder man ist (noch) nicht an dem Punkt.
Dein Hinweis ist völlig berechtigt, danke.
Nur wenn ich mir diese Eigenverantwortlichkeit eingestehe, kann ich doch für möglich halten und die Zuversicht haben (derer es zwingend bedarf!), auch in eigener Verantwortung das Gegenteil dessen zu tun in der Lage zu sein: nämlich das Glas STEHEN ZU LASSEN
Diese Aussage bringt mich weiter, danke dafür Opalia .
Die Schuldfrage stelle ich mir auch nicht, dafür ist der Alkohol zu akzeptiert, zu verfügbar, Kulturgut, wie soll man da bei jedem Schluck an die Suchtfolgen denken und dann ist man schneller in der Sucht, als man gucken kann und das Rad dreht sich immer schneller....
Die Verantwortung beginnt mit dem Erkennen, dass man in dieser Negativspirale gefangen ist und dass man dann versucht, das Rad zu stoppen.
Damit bin ich wieder bei der Originalfrage, nämlich, macht es Sinn, die Neuankömmlinge zu der Aussage zu zwingen, sich als Alkoholiker zu bekennen. Meinen Verlauf dazu habe ich gerade nochmal gecheckt. Ich habe es in meinem Eingangsstatement nicht formuliert, auf die Nachfrage hin habe ich das ohne zu Murren aber sofort getan. Mit dem Herzen habe ich nicht dahinter gestanden, der Verstand ließ aber keine andere Antwort zu, ich kenne die Diagnosekriterien.
Dass ich da erstmals überhaupt mich als Alkoholikerin bezeichnet habe, hat gedanklich sehr viel in Gang gesetzt, fast wie bei einer Krebsdiagnose, diese Fragen, stimmt das wirklich, das kann doch gar nicht sein, bin ich schuld.
Durch das Forum bin ich schnell dahinter gekommen, dass ich wirklich eine Alkoholikerin bin und nach und nach stellte sich die Akzeptanz ein. Es wurde hier im Verlauf schon von vielen erwähnt, zu akzeptieren ( Verstand+Herz), dass man Alkoholiker ist, ist ein extrem wichtiger Schritt Richtung stabiler und zufriedener Trockenheit.
Ich finde, dass im Vorstellungsbereich sehr oft rumgedruckst wird. Da kommen laufend Aussagen wie "problematischer Gebrauch", " Alkoholproblem", "nur psychisch" und so weiter.
Also einmal konstatieren zu müssen, ein Alkoholiker zu sein, das macht das Problemchen dann zu dem Problem, das es tatsächlich auch ist und daran scheitern dann einige. Also ich finde es goldrichtig, das so zugeben zu müssen, denn das hat auch etwas Befreiendes und trägt zur Lösung bei.
Nun denn, ich bin eine Alkoholikerin, weiter geht's.....
Ich hab das geschafft durch Diszplin und Achtung vor dem neuen Organ, durch das ich weiterleben konnte.
Hallo Disziplin,
Das berührt mich, dass die Achtung vor dem neuen Organ ( Leber eines Verstorbenen) deine Sucht besiegt hat. Ich freue mich für dich und auch für den Verstorbenen.
Und nun lasst uns andere unsere eigene alte Leber weiter achten und behüten.
LG Matcha
"nur trinken alleine reicht nicht"
Denk da nochmal drüber nach...![]()
Schön, "Long Jing" ist auch eine Grünteesorte
Und was das Lügen beim Arzt angeht, da bin ich dabei. Vor Blutabnahmen Trinkpause, geht doch, also bin ich nicht abhängig. Ich habe aber dann doch gemerkt, dass ich abhängig bin. Die Alkoholmenge, die ich vertragen konnte, spricht auch für sich. Jetzt bin ich krass erschüttert, wie schwierig es ist, trocken zu bleiben und wie lange die Erholung dauert. Ich will zukünftig noch das Nikotinkaugummi loswerden, das schiebe ich aber weit nach hinten, das wird wohl noch schwieriger werden.
Liebe Matcha, habe alles mal durchgelesen. Passierst in den nächsten Tagen ja einen halben Meilenstein - 6 Monate - sind doch was. Ein Grund ... (hätte man "früher" gesagt ..) ... für einen ganz besonderen Matcha zum Beispiel. Oder einen guten Gyokuro ... zur Belohnung (oder irgendwas anderes Schönes, falls ich ne falsche Assoziation hatte)!
Danke für die guten Wünsche Long Jin. Ich bin leider erst im 5. Monat (vier1/2), aber 1/2 Jahr, bis dahin ist nicht mehr arg so lang. Mit Grüntee werde ich nicht feiern, offen gestanden mag ich den gar nicht, der ist mir zu gesund, da revoltiert mein Magen.Trotzdem gefällt mir mein Name. Mein aktueller Seelentröster ist Caro Kaffee, der ist zum Feiern nicht das Richtige.
Und jetzt kommt direkt der nächste Suchtgedanke: nicht mal gescheit mit irgendetwas Anstoßen kann ich mehr
, also der 5. Monat läuft bei mir nicht so dolle.
Wenn ich lese, "nur psychisch "sagt mir das,der Schreiber hat noch nicht viel Ahnung von seiner Krankheit hat.
So wird das sein, guter Hinweis, danke.
Ich zähle inzwischen in Monaten, aber ich bin noch nicht über dem Berg. Insbesondere, das plötzliche, heftige Verlangen stumm zu schalten, ist anstrengend. Es gibt zum Glück aber auch Erfreuliches zu berichten. Ich schlafe gut durch, der Brain Fog wird dünner und ich spüre auch mehr Energie in mir und schaffe es, von der Couch hochzukommen. Das zu merken, ist eine grosse Erleichterung für mich. Also "nur psychisch", haha......
Dranbleiben!
Heute Morgen geht für mich die Post ab hier im Forum, ich habe sogar im Vorstellungsbereich geschrieben, was ich normalerweise vermeide. Um dort nicht anzuecken, schreib ich jetzt mal bei mir.
Was bewegt mich? Mich bewegt die Alkoholmenge, die ein Alkoholiker verpackt und jetzt gerade das "nur psychisch abhängig".
Ich bin eine Alkoholikerin. Ich bin trocken. Ich habe früher 1-2 Flaschen Wein getrunken. Darunter habe ich noch "funktioniert". Ich muss das jetzt mal beichten, nach 1 Flasche Wein und 3 Stunden Trinkpause bin ich mit dem Auto gefahren. Mist ist das.
Ich habe immer ( etwas ungenau, o.k.) umgerechnet: 1 Flasche Wein= 3 Flaschen Bier= 1/4 Flasche Hochprozentiges (40%).
"Nur psychisch abhängig", das war ich auch. Gibt es das überhaupt? Wenn ich mir nicht die komplizierten Strukturen des Gehirns durch Alkohol kaputt gemacht hätte, dann wäre ich nicht " nur psychisch abhängig", sondern gesund und frei. Ich denke, dass das diese Beschreibung nur ein Versuch ist, sich die Welt schön zu reden.
Ich bin noch nicht frei. Wenn ich, wie heute im Vorstellungsbereich, lese, was verpackt wird, was als "nur psychisch"= harmlos abgetan wird, dann triggert mich das enorm. Komm, eine Flasche Wein, das ist doch nix, das ist doch nicht der Rede wert. Trink doch.
Heute trinke ich nicht!
Morgen sieht die Welt wieder anders aus , wenn du heute Abend ohne Alk durchhältst. Meine Daumen sind gedrückt, also Durchhalten gefälligst!!!!
Hallo Lebenskünstler, dein Vorschlag den Konsums eines Glases Wein zu visualisieren hat für einige Aufregung gesorgt. Ich habe es nun auch getan und meine Bilder " nüchtern betrachtet" führen dazu, es bei der Visualisierung wirklich zu belassen. Aus einem Glas werden, zwei, dann drei, es folgt Gangunsicherheit und Übelkeit, ich bin mir selbst peinlich und hoffe, dass mich niemand so sieht. Ich mag mich auch nicht mehr so sehen, Herrschaftszeiten, was war das furchtbar. Gar nicht verkehrt, sich das nochmal vor Augen zu führen. LG Matcha
Ich schreibe wenig in meinem Thread, weil ich nicht das Bedürfnis dazu habe, mein Leben verläuft in ruhigen Bahnen. Meist ist das angenehm, manchmal aber langweilig. Am Wochenende fahre ich in den Urlaub (muslimisches Land= kein Alkohol vor den Augen) danach ist hier Gartensaison, also alles gut.
Ich lese hier aber viel und deswegen vergesse ich mein Alkoholproblem auch nicht. Gerne schaue ich in den Bereich der langjährigen Alkoholiker, da kommen mir auch heftige Geschichten unter. Gestern habe ich den Thread von FatFreddy gelesen, vielleicht ist er schon verstorben, ich weiss es nicht, jedenfalls hat er zu spät mit dem Trinken aufgehört, das ist mal klar.
Ich hoffe, rechtzeitig aufgehört zu haben.
Dieses Forum gibt mir viel Halt, die HALT-Regel gibt mir Halt, die kurze Atemmeditation, die ich hier gelesen habe (es ist, wie es ist/ auch das geht vorbei) kommt mir in den Sinn, wenn ich Suchtdruck verspüre und mit dem Suchtdruck diskutiere ich nicht mehr.
Also danke liebes Forum bis hier hin schon mal,ich bin noch da, ich bleibe gerne, ich muss hier bleiben.
Matcha
Liebe Stern, auch mir hast du öfter mal die Augen geöffnet, dankeschön!
LG Matcha
Hallo Rennschnecke,
Dann denke bitte mal schnell an Ernst August......, dann bist du wieder in der Spur.
LG Matcha
PS: Futhark=Runenalphabet
Ich musste googeln:
Uruz=Rune des früheren Futharks, sie wird als Talismann getragen und steht für Gesundheit.
Matcha