"nur trinken alleine reicht nicht"
Denk da nochmal drüber nach...![]()
"nur trinken alleine reicht nicht"
Denk da nochmal drüber nach...![]()
Schön, "Long Jing" ist auch eine Grünteesorte
Und was das Lügen beim Arzt angeht, da bin ich dabei. Vor Blutabnahmen Trinkpause, geht doch, also bin ich nicht abhängig. Ich habe aber dann doch gemerkt, dass ich abhängig bin. Die Alkoholmenge, die ich vertragen konnte, spricht auch für sich. Jetzt bin ich krass erschüttert, wie schwierig es ist, trocken zu bleiben und wie lange die Erholung dauert. Ich will zukünftig noch das Nikotinkaugummi loswerden, das schiebe ich aber weit nach hinten, das wird wohl noch schwieriger werden.
Liebe Matcha, habe alles mal durchgelesen. Passierst in den nächsten Tagen ja einen halben Meilenstein - 6 Monate - sind doch was. Ein Grund ... (hätte man "früher" gesagt ..) ... für einen ganz besonderen Matcha zum Beispiel. Oder einen guten Gyokuro ... zur Belohnung (oder irgendwas anderes Schönes, falls ich ne falsche Assoziation hatte)!
Danke für die guten Wünsche Long Jin. Ich bin leider erst im 5. Monat (vier1/2), aber 1/2 Jahr, bis dahin ist nicht mehr arg so lang. Mit Grüntee werde ich nicht feiern, offen gestanden mag ich den gar nicht, der ist mir zu gesund, da revoltiert mein Magen.Trotzdem gefällt mir mein Name. Mein aktueller Seelentröster ist Caro Kaffee, der ist zum Feiern nicht das Richtige.
Und jetzt kommt direkt der nächste Suchtgedanke: nicht mal gescheit mit irgendetwas Anstoßen kann ich mehr
, also der 5. Monat läuft bei mir nicht so dolle.
Wenn ich lese, "nur psychisch "sagt mir das,der Schreiber hat noch nicht viel Ahnung von seiner Krankheit hat.
So wird das sein, guter Hinweis, danke.
Ich zähle inzwischen in Monaten, aber ich bin noch nicht über dem Berg. Insbesondere, das plötzliche, heftige Verlangen stumm zu schalten, ist anstrengend. Es gibt zum Glück aber auch Erfreuliches zu berichten. Ich schlafe gut durch, der Brain Fog wird dünner und ich spüre auch mehr Energie in mir und schaffe es, von der Couch hochzukommen. Das zu merken, ist eine grosse Erleichterung für mich. Also "nur psychisch", haha......
Dranbleiben!
Heute Morgen geht für mich die Post ab hier im Forum, ich habe sogar im Vorstellungsbereich geschrieben, was ich normalerweise vermeide. Um dort nicht anzuecken, schreib ich jetzt mal bei mir.
Was bewegt mich? Mich bewegt die Alkoholmenge, die ein Alkoholiker verpackt und jetzt gerade das "nur psychisch abhängig".
Ich bin eine Alkoholikerin. Ich bin trocken. Ich habe früher 1-2 Flaschen Wein getrunken. Darunter habe ich noch "funktioniert". Ich muss das jetzt mal beichten, nach 1 Flasche Wein und 3 Stunden Trinkpause bin ich mit dem Auto gefahren. Mist ist das.
Ich habe immer ( etwas ungenau, o.k.) umgerechnet: 1 Flasche Wein= 3 Flaschen Bier= 1/4 Flasche Hochprozentiges (40%).
"Nur psychisch abhängig", das war ich auch. Gibt es das überhaupt? Wenn ich mir nicht die komplizierten Strukturen des Gehirns durch Alkohol kaputt gemacht hätte, dann wäre ich nicht " nur psychisch abhängig", sondern gesund und frei. Ich denke, dass das diese Beschreibung nur ein Versuch ist, sich die Welt schön zu reden.
Ich bin noch nicht frei. Wenn ich, wie heute im Vorstellungsbereich, lese, was verpackt wird, was als "nur psychisch"= harmlos abgetan wird, dann triggert mich das enorm. Komm, eine Flasche Wein, das ist doch nix, das ist doch nicht der Rede wert. Trink doch.
Heute trinke ich nicht!
Morgen sieht die Welt wieder anders aus , wenn du heute Abend ohne Alk durchhältst. Meine Daumen sind gedrückt, also Durchhalten gefälligst!!!!
Hallo Lebenskünstler, dein Vorschlag den Konsums eines Glases Wein zu visualisieren hat für einige Aufregung gesorgt. Ich habe es nun auch getan und meine Bilder " nüchtern betrachtet" führen dazu, es bei der Visualisierung wirklich zu belassen. Aus einem Glas werden, zwei, dann drei, es folgt Gangunsicherheit und Übelkeit, ich bin mir selbst peinlich und hoffe, dass mich niemand so sieht. Ich mag mich auch nicht mehr so sehen, Herrschaftszeiten, was war das furchtbar. Gar nicht verkehrt, sich das nochmal vor Augen zu führen. LG Matcha
Ich schreibe wenig in meinem Thread, weil ich nicht das Bedürfnis dazu habe, mein Leben verläuft in ruhigen Bahnen. Meist ist das angenehm, manchmal aber langweilig. Am Wochenende fahre ich in den Urlaub (muslimisches Land= kein Alkohol vor den Augen) danach ist hier Gartensaison, also alles gut.
Ich lese hier aber viel und deswegen vergesse ich mein Alkoholproblem auch nicht. Gerne schaue ich in den Bereich der langjährigen Alkoholiker, da kommen mir auch heftige Geschichten unter. Gestern habe ich den Thread von FatFreddy gelesen, vielleicht ist er schon verstorben, ich weiss es nicht, jedenfalls hat er zu spät mit dem Trinken aufgehört, das ist mal klar.
Ich hoffe, rechtzeitig aufgehört zu haben.
Dieses Forum gibt mir viel Halt, die HALT-Regel gibt mir Halt, die kurze Atemmeditation, die ich hier gelesen habe (es ist, wie es ist/ auch das geht vorbei) kommt mir in den Sinn, wenn ich Suchtdruck verspüre und mit dem Suchtdruck diskutiere ich nicht mehr.
Also danke liebes Forum bis hier hin schon mal,ich bin noch da, ich bleibe gerne, ich muss hier bleiben.
Matcha
Liebe Stern, auch mir hast du öfter mal die Augen geöffnet, dankeschön!
LG Matcha
Hallo Rennschnecke,
Dann denke bitte mal schnell an Ernst August......, dann bist du wieder in der Spur.
LG Matcha
PS: Futhark=Runenalphabet
Ich musste googeln:
Uruz=Rune des früheren Futharks, sie wird als Talismann getragen und steht für Gesundheit.
Matcha
Hallo Perdita,
Ich kann mir gut vorstellen, dass es der Besuch war. Während deine Freundin da war , konntest du nicht trinken, sie wusste Bescheid und hätte etwas gesagt. Jetzt bist du alleine mit deinen Erinnerungen und niemand passt auf dich auf.
D.h. du könntest ja trinken.... Machste aber nicht!!
LG Matcha
Anna, mir geht das auch so, dass ich mir viel weniger Gedanken darüber mache, welchen Eindruck ich hinterlasse. Es wird schon gepasst haben, denke ich. Auch reagiere ich auf Kritik viel sachlicher und konstruktiver, im Job ist das Gold wert. Ich schleppe halt nicht mehr diese Scham mit mir rum und gefalle mir so, wie ich bin, manchmal auch im Spiegel![]()
Da auch vorsichtig sein. An Musik sind viele Emotionen geknüpft. Und gerne hängt sich da auch mal die Suchtstimme mit dran.
Seitdem ich nicht mehr trinke, höre ich gar keine Musik mehr, ich habe keinen Zugang mehr dazu. Ratzefatz aus der Ton. Ein wenig vermisse ich das. Andererseits habe ich seitdem auch keine Ohrwürmer mehr, meist nach dem Hören der blödesten Lieder mit der plattesten Melodie hatte ich das über Tage.
Das fällt mir jetzt erst auf, krass, erleichternd.
Dankeschön Lebenskünstler,
deine Erklärung kann ich nachvollziehen, so war das. Es musste solange getrunken werden, bis der Rausch, den ich wollte ( dieses Gefühl des Einseins mit der Welt, diese vermeintlich klaren Gedanken, die Musik im Ohr...) endlich da war.
Und das brauchte dann immer mehr Gläser und der Körper ging dabei fast kaputt.
Aus welchem Grund hast Du diese Überlegung? Würde das etwas ändern?
Ändern täte das gar nichts, das stimmt.
Ich habe schon in der Trinkzeit darüber nachgedacht, ich kam mir in meinem Tun so fremdgesteuert vor von dem Alkohol. Warum reicht das 1 Glas nicht, warum muss ich raus, ein zweites besorgen, dann nochmal das dritte, so war das bei mir. Ich hatte ja nie Vorrat zu Hause, das hatte ich schon lange abgeschafft.
Der Film hat mich an diese Situationen erinnert. Der Typ ist schon sternhagelvoll, warum hat der nicht genug, wann ist der endlich "satt" ?
Naja, für mich gilt: das 1. Glas stehen lassen, das ist viel leichter, als das 3. Glas stehen lassen
Ich glaube und weiß das dem nicht so ist.
![]()
Gestern habe ich auf Netflix den Film " One for the road" gesehen, der war wohl vor 2,3 Jahren hier im Kino, es ist ein deutscher Film. Ein Alkoholiker, der den Führerschein verliert und zur MPU muss. Es ist keine Doku und es darf auch mal gelacht werden. Die Hauptperson machte abends nach der Sauftour sturzbetrunken immer nochmal Halt im Späti um, wie immer, noch 2 Flaschen Bier zu kaufen für Zuhause. Der Film hat keinen Suchtdruck bei mir erzeugt ( denke ich mal unbedarft ...), aber schon nochmal den Alkoholkonsum verbildlicht, plastischer gemacht, also da ist heute mehr als die tägliche Gedankenübung in meinem Kopf. Gerade überlege ich, wie es dazu kommt, dass der bereits Betrunkene , der also "voll" ist, immer mehr haben muss, noch "voller" werden will. So war das bei mir, Alkohol hat den Wunsch nach mehr Alkohol erzeugt. Ich musste dann regelmäßig nochmal raus um mehr zu holen. Es gab keine Befriedigung. Gut, ich hatte nie einen Filmriss oder einen Verlust der Muttersprache, wie es Kazik gerade so schön ausgedrückt hat, aber trotzdem, es war immer mehr als geplant und dieses Verlangen nach mehr, das fand ich beim Trinken höchst interessant (wenn ich mich beim Trinken selbst beobachtet habe).
Ja, ich weiss, es wird Kontrollverlust genannt, ich glaube, das gibt es nur bei der Alkoholsucht.