Liebe Ella
Ich bin noch in der anfänglichen Phase der absoluten Risikominimierung, bzgw. habe durch das viele Lesen hier die letzten Tage bemerkt, dass ich da einiges nachzubessern habe. Kein Wunder, dass sich mein Saufhirn so oft meldet. Ich renne quasi auf die Trigger zu.
Am Bahnhof bin ich an der Trinkergruppe vorbeigelaufen, statt den anderen Ein / Ausgang zu benutzen.
Habe mich sogar in deren Nähe gesetzt um einen Cappuccino zu trinken.
Denn das mit dem Einsammeln der Bierdosen.
Achte nicht mehr auf die Zutatenlisten der Lebensmittel.
Bleibe bei Gesprächen in der Runde stehen, wenn über Alkohol geredet wird.
Ich bin viel zu unvorsichtig geworden. Erst jetzt begreife ich, daß die Abstinenz eine Lebensaufgabe ist.
Bin gerade wieder dabei mir "Aufpasszettel" zu schreiben.
Katzenfutter habe ich online bestellt und was ich so brauche, werde ich die nächsten Monate bei -edit- bestellen, um nicht in die Stadt zu müssen. Kein Flohmarkt erstmal mehr, kein Sport auf dem Sportplatz, wo man im Hintergrund andere Sportler in der Runde beim Bier trinken sieht.
Nee, so wird das nix. Ich muss absolut mehr aufpassen. Ich muss mir alle Vorsichtsmassnahmen in meinen Kopf "reinhämmern".
Ich will eine glückliche Trockene sein und keine, die alle paar Wochen kurz vorm Rückfall steht.
Deshalb geht es in der Abstinenz für mich jetzt wieder zurück auf Anfang. Ich bin viel zu schnell leichtsinnig geworden.
Den Job soll ich mir so wählen, dass ich weder schwer Hebe, nicht auf Leitern steige. Keine einseitigen Bewegungen, kein Bücken. Nichts mit Kindern. Er soll abwechselnd aus Laufen, Sitzen, Stehen bestehen.