Ich fand die Ausführung von Avalon zum Thema "urge surfing" auch sehr interessant.
In Bezug auf Alkohol würde ich es für mich nicht anwenden, da riskiere ich keinen Versuch, aber in Bezug auf Schoki oder Zigaretten?
Ich fand die Ausführung von Avalon zum Thema "urge surfing" auch sehr interessant.
In Bezug auf Alkohol würde ich es für mich nicht anwenden, da riskiere ich keinen Versuch, aber in Bezug auf Schoki oder Zigaretten?
Es sind immer so Phasen bei mir.
Ich war nun noch zum Sport. Das ist eine nette kleine gemischte Truppe. Es wird gefrotzelt und viel gelacht. Das hat mich nun doch noch aufgemuntert, obwohl ich heute Mittag noch überlegte zu schwänzen.
Ich behaupte ja immer, ich bin lieber für mich, aber immer nur ich, nee, das ist auch nichts.
Für nächste Woche habe ich mich in einem kleinem Studio zum Gerätetraining angemeldet. Und dann brauche ich noch irgendwas, wo ich in Gespräche komme.
Meine Therapeutin merkte auch schon an, daß ich mich wohl so zurückziehe, weil ich gar nicht richtig weiß, wie ich mit anderen umgehen soll. Im zwischenmenschlichen hapert es da total bei mir, das stimmt so. Jeder kommt bei mir in irgendeine Schublade, die ich meistens nie wieder aufmache. Schade, schade.
Aber das gehen wir nun an und ich freue mich schon drauf. Sie hat mir viel Mut gemacht, daß wir das zusammen hinbekommen.
Also doch schon was da, worauf ich mich freue 🙂
Danke für Deine Nachfrage Rennschnecke
Hallo
Ich bin schon seit Tagen so lustlos. Raffe mich immer wieder auf rauszugehen oder im Haushalt was zu machen, aber irgendwie ist alles langweilig.
Traf vorhin wen, der fragte wie es mir geht, und da erwähnte ich dieses.
Diese Person fragte dann, was ich mir denn vorstellen könnte, was mich aufmuntern, mir Freude bereiten könnte.
In meinem Kopf erhob sich eine Hand und winkte ganz dolle. Rief: Ich weiß was, ich weiß was!
Ääääääähhhh....???
"Hau ab!" sagte ich innerlich.
Das beschäftigt mich gerade noch. Hoffentlich finde ich bald etwas, was viel schneller die Hand heben kann.
Liebe Grüße
"urge surfing".
Gerade mal gegoogelt. Hochinteressant
Da viele Nichtsüchtige, die ``normalos´´ eh viel übers Alkohol trinken reden passt es nicht mehr
Genau, das ist der Punkt.
Mich interessiert nicht, wer, wann oder wo wieder Gift in sich geschüttet hat. Ich will es schlichtweg nicht wissen. Weil bei mir da ganz schnell die Alarmglocken klingeln von wegen: Oha, Dein Verniedlichen hört sich nicht gut an.
Das ist mir zu nah. Ich mache mir dann viel zu viele Gedanken um diese Person. Wie tief sie wohl schon in der Spirale hängt usw. Achte auf jede Kleinigkeit des Geredeten und inspiziere die Person nach äußeren Erkennungszeichen. Kein guter Zeitvertreib. Da gibt es schöneres.
Moin Peter
Bei mir ist es der Dauerzustand lieber alleine zu sein. Kaffeekränzchen usw. sind so gar nicht meines.
Kommt wahrscheinlich aber auch immer drauf an, wer da dann mit am Tisch sitzt.
LG
- lichen Glückwunsch lilamond
Alles gute für Dich Carl Friedrich
Das hast Du falsch verstanden Bono59
Die Frage ging an die mir entgegenkommenden Personen, nicht an mich. Unterbewusst natürlich schon, inzwischen kenne ich mein Saufhirn ja schon ein wenig.
Aber es baute sich kein Saufdruck auf (was natürlich noch kommen kann), nur das dumme Gelaber der Suchtstimme.
Ein Spaziergang am Freitagabend ist da leider immer noch nichts für mich wie ich gestern bemerkte.
Kam mir wer entgegen dachte ich (mein Saufhirn) ständig: Na, und gleich noch Party?
Das war kein Vergnügen!
Aber ich habe gegengehalten mit: Mach doch! Ich lege mich gleich in ein Entspannungsbad!
Was ich dann auch tat und schon war Ruhe im Kopf.
Das wird nun mein Freitagabendritual. Ohne den Spaziergang vorher!
Also nacherleben
Ich denke das trifft es. Nacherleben, aber ohne Suchtmittel.
Ich merkte dieses letzt, wie die Luft abends schwül war und es dann anfing leicht zu regnen.
Mit Suchtmittel: Warum muss das jetzt noch regnen, so'n Mist! 👎
Ohne Suchtmittel: Warme Luft und so'n bisschen Nieselregen. Und wie schön das riecht! 👍
Es kam ein wohliges, warmes Gefühl in mir auf. Eines, welches ich von vor der Sauferei für diese Wettersituation noch kannte. War erstaunt im ersten Moment, war dieses Gefühl doch so lange verborgen.
Um so glücklicher dann, dass es noch da war und ich es wieder fühlen konnte. Ich war entzückt darüber. Glückselig durch Nieselregen. Ein sehr schöner Moment
Da immer gefragt wird, wenn jemand hier schrieb er hätte oder hatte starken Saufdruck, was dem vorausging, habe ich tatsächlich die ganze Zeit gedacht diese haben mit irgendeiner Emotion zu tun.
Habe bei meinen tagelang hinundher überlegt welche es gewesen sein könnten, um mein Verhalten dann zu ändern.
Nun weiss ich es besser. Die Sucht will bedient werden, egal welche Emotion. Sie schlägt zu, wann und wo es ihr gerade passt.
Ich wollte noch von meinem Traum letzte Nacht schreiben.
Ich war bei meinen Eltern (komischerweise sind die und ich im Traum immer so alt wie damals, wie ich mit der täglichen Sauferei anfing). Eine Schwester war auch dabei.
Ich weiss nicht, ob ich angetüddelt war, die gingen jedenfalls davon aus. Es kam zum Streit.
Ich sah wie meine Mutter das Telefon nahm und eine Therapieklinik anrufen wollte. Ich fragte was das soll und wollte gerade mich richtig aufregen und irgendwas durch die Gegend schmeissen, da beruhigte ich mich. Dachte: okay, dann mache ich das jetzt. Liess sie gewähren. Meine Mutter packte mir Klamotten ein. Ich fragte ständig, ob sie dieses und jenes auch eingepackt hätte. Ja hatte sie.
Ich wollte mir noch Proviant für unterwegs fertig machen. Brötchen hatte ich wohl schon, aber keinen Belag.
Mitmal stand ich bei einem Exchef in der Backstube. Dort sah ich aufgeschnittene Tomaten und mopste diese. Bin damit in ein kleines Kabuff -was ich verschloß- um diese auf die Brötchen zu legen. Drehe mich um, steht da eine Flasche Champagner. Die hatte ich wohl auch gemopst. Was soll ich da denn mit fragte ich mich, schüttelte mit dem Kopf und bin da raus.
Raus auf die Straße. Dort wartete bereits ein Auto, welches mich abholte. Im Auto saßen schon ein paar Leute, ein Mann kam mir entgegen. Umarmte mich herzlichst und ging mit mir noch in einen Raum, wo noch andere auf die Abfahrt warteten und stellte mir diese vor.
Dann bin ich wach geworden. Schade, hätte gerne gewußt wie es weitergeht.
Ich weiss dorothea , habe da auch schon einige Sachen geplant. Aber wegen der Angst vor zu viel Freude (das muss man sich mal vorstellen !!!), alles wieder abgebremst. Die Bremse, da haben wir sie.
Ich gehe das nun wieder an, habe nun wieder Mut.
Danke, daß Du Dir Gedanken gemacht hast.
Kräuter finde ich auch klasse. Ich werde schauen, ob die VHS da etwas anbietet.
Einen Kochkurs hatte ich auch ins Auge gefasst, aber ich denke da wird Wein dekrenzt...
Lieben Dank dorothea und Hartmut für eure Worte.
Ich denke noch darüber nach.
und genau hier mußt du ansetzen? nimmst du unsere krankheit nicht ernst genug? hast du noch nicht wirklich verinnerlicht das es für uns kein zurück gibt, egal wie lange der letzte suff her ist? gibt es was das du vermisst an weinseeliger gesellschaft?
Ich nehme die Krankheit sehr ernst.
Vor ein paar Wochen schrieb ich noch, ich hätte keine Angst vor einem erneutem Rückfall. So war es auch, weil ich aus jedem ja wieder rausgekommen bin. Jedes mal "zerknitterter", wie ich nun feststelle. Schrieb: Aus jedem hätte ich was gelernt. Ja was denn? Das einzige was passierte war, dass mir mein Saufhirn attestierte: Siehste, geht doch.
Und ich bin da wieder drauf reingefallen.
Ich möchte kein Zurück dorothea , ganz bestimmt nicht. Der tägliche Konsum noch vor 3 Jahren und das Jahr mit Pausen waren mir zuwider, das Leben Stillstand, ein einziges Jammertal. Und jeder Rückfall hat dieses wieder angefeuert. Gottseidank bemerkte ich dieses immer schnell und ich konnte die Kurve schnell wieder kriegen.
Aber nochmal möchte ich das nicht. Deshalb bin ich ja nun so übervorsichtig.
Aber ein Leben mit angezogener Handbremse, nein, dass ist es auch nicht.
Denn nicht die gute Laune ist das Problem, sondern die Gedanken, mit denen das Saufhirn daraus wieder einen Grund zum Trinken konstruiert.
Das habe ich nun kapiert.
Die Maus beisst sich da selbst in den Schwanz.
Nun verstehe ich das auch mit den Emotionen und der Sucht. Die Sucht will einfach nur bedient werden, sie greift egal wann an und will mir im Nachhinein suggerieren, dass ich aus der oder der Emotion heraus trank. Ich tüftelt mir für eine solche Situation was aus, dass ich da beim nächstem Ma gewappnet bin und das Saufhirn kichert sich schon wieder einen und überfällt mich hinterlistig und spontan wieder aus einem ganz anderem Rückhalt.
So in etwa ?
Lieben Dank jedenfalls. Ich locker die Hanbremse ein wenig nun. Ganz traue ich mich noch nicht.
Guten Morgen.
Ich möchte dazu nun auch etwas dazu sagen.
Bei mir ist es tatsächlich so. Geht es mir gut, vielleicht sehr gut, freue ich mich. Freue mich, dass ich gesund bin, daß ich nicht mehr trinke, fange an Pläne zu schmieden...
Und schwupps: Kommt etwas unerwartetes negatives, stehe ich da, mich überfällt schlagartig ein Gefühl von völligem durcheinander in mir, welches ich mit nichts aus dem Notfallkoffer wegbekomme.
Bin ich Zuhause, sitze ich dieses Gefühl aus oder lenke mich irgendwie ab.
War ich aber gerade unterwegs und hatte Geld dabei, weil ich es benötigte, kam es dann oft zum Rückfall..
Nun habe ich mir angewöhnt, mich " bei schlechter Laune" zu halten. Ziehe ein Miesepetriges Gesicht auf wenn ich das Haus verlasse usw.
Das kann es doch auch nicht sein. So fühle ich mich absolut nicht wohl. Aber die Angst vor dem nächsten Rückfall ist bei mir inzwischen so groß und mir fiel nur diese Variante ein. Da gibt es doch sicher bessere Verhaltensweisen.
Vielleicht hat der ein oder andere da eine bessere Strategie.
Freue mich auf Vorschläge
Sehr gut erklärt Nayouk24
Danke Stevi.
Ich weiss es noch nicht.
Mich erstmal zurückziehen und den guten Rat von Hartmut befolgen.
Die Bergfloh ist mir einen Tag vorraus.
Sie ist so quirlig positiv.
Denke sie wird ihr einjähriges nächste Jahr hier groß feiern.
Den nächsten Tag werde ich dann mein Jubiläum haben. 🙂
Liebe Grüße
Vielleicht wäre genau jetzt der Zeitpunkt, das Außen mal Außen sein zu lassen und nur auf dich und deine Abstinenz zu schauen.
Da hast Du Recht Hartmut.
Danke
Ich bin nicht wütend über die Regularien.
Das war eine Anmerkung. Fiel mir ein, wie ich sah, dass der Kurswechsel grün ist.
Ich teilte nur meine Erfahrungen mit grün.
Mehr nicht