Beiträge von aennie

    Auch ich kenne das.

    Früher alles Unangenehme mit Alk runtergespült.

    Jetzt spreche ich aus, was mir nicht gefällt. Muss aber sagen, dass ich da noch Probleme habe, weil ich ich da in der Satzfindung noch echt unbedarft bin. Polterte dann was raus, was das Gegenüber nicht wirklich fassen kann. Da braucht es wohl noch Zeit für eine gute/bessere Kommunikation von meiner Seite her.🙄

    Mir geht es soweit gut.

    Mit den Therapeuten komme ich leider nicht weiter. Werde von einem zum anderem geschickt.

    Bin zur Verhaltenstherapeutin. Da wurde gesagt: Da muss tiefenpsychologisch rangegangen werden.

    Sitze ich bei so einer, sagt die: Ähh, nee. Verhaltenstherapie.

    Wieder zu ner anderen Verhaltenstherapeutin. Die sagt: Sie haben nix, sie haben sich verunsichern lassen.

    Ja eben. Genau da liegt mein Problem !!!

    Anfangs hatte ich auch die Gedanken von: Was wäre gewesen, wenn du den Alk gelassen hättest. Das Leben hätte sich bestimmt schöner gestaltet, usw....

    Aber ? ...ich kann nicht wissen, ob das Leben dann "besser/schöner" verlaufen wäre.

    Wer weiss, was für "Dummheiten" ich dann angestellt hätte.

    Ich glaube immer so ein bisschen an einen Weg, der jedem vorbestimmt ist.

    Meiner war nun der mit der Alkoholsucht, andere stolpern sich Woanders durch.

    Von daher erfreue ich mich nun lieber am "Jetzt" und freue mich auf jeden weiteren nüchternen Tag, der da noch kommen wird.

    💥

    Danke.

    Woher soll ich ich das wissen wer seriös oder nicht ist? Oder anerkannt ?

    Woran erkenne ich dieses auf den Websites? Zertifikate und ihre Vita haben da ja alle zu stehen.

    Und natürlich nur gute Rezensionen.

    Ich wurschtel mich da Heute weiter durch, habe dass Gefühl meine Traumata aufspüren zu müssen. Ich glaube da ist viel mehr als mir bewusst ist.

    Habe Heute bei den "Merkmalen eines EKA" gelesen.

    Bin platt.

    Das trifft 1:1 100Prozent auf mich zu. Ich bin jetzt echt gerade am Heulen.

    Ich dachte diese ganzen Zwischenmenschlichen Probleme die ich habe rühren daher, dass meine Eltern mich nicht liebten. Jetzt begreife ich auch da etwas, durch das Gelesene.

    Die konnten mir und meinen Schwestern keine Liebe vermitteln, weil sie ständig mit Ihren Saufeskapaden beschäftigt waren. Meine Mutter denke ich war da zunächst Co, und wohl eher auf Beruhigungs- und Schlaftabletten, um die Sauferei meines Vaters zu ertragen, bis sie selbst vermehrt anfing zu Saufen. Kann mich noch erinnern, wie sie dann wie Herz und Seele vereint da sassen und sich immer noch ein Gläschen Wein eingossen.

    Kam mein Vater aber berauscht und erst Stunden später von der Arbeit, wurde sie zur Bestie. Wir Kinder mussten als Zeugen wach bleiben bis er kam. Das hat immer ewig gedauert bis er das Schlüsselloch fand und endlich die Türe aufbekam. Sie wartete dann, bis er torkelnd im Hauswirtschaftsraum ankam um sich die Schuhe auszuziehen. Dabei fiel er meist bin und dann kam ihr grosser Auftritt. Hat die ihn angeschrien. Er hat immer nur gelacht und: Oh my darling gesungen. Was ich tatsächlich immer drollig fand. Er hätte sie ja auch schlagen können und sonstwas. Hoch geholfen hat sie ihm dann und zu Bett gebracht....beim jetzt aufschreiben fällt mir da auch was auf, die Inkonsequenz ihrerseits, ok, weiss auch woher meine dann rührt.

    Dann hat sie mehrere Tage nicht mit ihm gesprochen

    Waren wir auf Verwandschaftsbesuch wurde vorher gesagt wir sollen uns benehmen und ruhig sein. Wir sollten nicht erzählen, was Zuhause los ist. Jetzt kapiere ich das. Die Verwandschaft fragte so oft: Habt ihr wieder euren Mund Zuhause vergessen.

    Deshalb kann ich bis Heute dann wohl nicht in grösseren Runden reden, war ja als Kind verboten und antrainiert worden. Überlebensmodus!

    Oh Manno, ich kapiere da gerade so einiges.

    Auweia...Ich muss das sacken lassen.

    Hat da wer einen Supertip für ein Buch für mich? Können auch mehrere sein ;)

    Lieben Dank schon mal

    Das habe ich gedacht, dass es mir nichts ausmacht.

    Ich habe bisher Situationen oder Menschen die Schuld für Fastrückfälle und echten Rückfälle gegeben.

    Wegen der Pfandosen habe ich mir echt nochmal Gedanken gemacht.

    Gut, dass ich das hier schrieb. <3

    Liebe Ella

    Ich bin noch in der anfänglichen Phase der absoluten Risikominimierung, bzgw. habe durch das viele Lesen hier die letzten Tage bemerkt, dass ich da einiges nachzubessern habe. Kein Wunder, dass sich mein Saufhirn so oft meldet. Ich renne quasi auf die Trigger zu.

    Am Bahnhof bin ich an der Trinkergruppe vorbeigelaufen, statt den anderen Ein / Ausgang zu benutzen.

    Habe mich sogar in deren Nähe gesetzt um einen Cappuccino zu trinken.

    Denn das mit dem Einsammeln der Bierdosen.

    Achte nicht mehr auf die Zutatenlisten der Lebensmittel.

    Bleibe bei Gesprächen in der Runde stehen, wenn über Alkohol geredet wird.

    Ich bin viel zu unvorsichtig geworden. Erst jetzt begreife ich, daß die Abstinenz eine Lebensaufgabe ist.

    Bin gerade wieder dabei mir "Aufpasszettel" zu schreiben.

    Katzenfutter habe ich online bestellt und was ich so brauche, werde ich die nächsten Monate bei -edit- bestellen, um nicht in die Stadt zu müssen. Kein Flohmarkt erstmal mehr, kein Sport auf dem Sportplatz, wo man im Hintergrund andere Sportler in der Runde beim Bier trinken sieht.

    Nee, so wird das nix. Ich muss absolut mehr aufpassen. Ich muss mir alle Vorsichtsmassnahmen in meinen Kopf "reinhämmern".

    Ich will eine glückliche Trockene sein und keine, die alle paar Wochen kurz vorm Rückfall steht.

    Deshalb geht es in der Abstinenz für mich jetzt wieder zurück auf Anfang. Ich bin viel zu schnell leichtsinnig geworden.

    Den Job soll ich mir so wählen, dass ich weder schwer Hebe, nicht auf Leitern steige. Keine einseitigen Bewegungen, kein Bücken. Nichts mit Kindern. Er soll abwechselnd aus Laufen, Sitzen, Stehen bestehen.