Beiträge von Lollo05

    Worum geht es denn dir dabei? Hast Du das Gefühl, dich ihm gegenüber rechtfertigen oder erklären zu müssen, wenn Du nicht länger stumm erduldest, sondern ganz langsam für dich sorgst?

    Ich möchte einfach, dass er weiß, wie es mir damit geht. Und ja, ich habe das Gefühl, aber auch den Wunsch, mich ihm erklären zu müssen und zu wollen. Er soll wissen, was auf ihn zukommt. Ob das was ändert, keine Ahnung. Aber ich glaube, dass es mir so leichter fällt, das alles durchzuziehen und durchzustehen.

    Deshalb habe ich mich jetzt entschieden den Kampf gegen den Alkohol aufzugeben, denn es ist nicht mein kampf.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und hoffe, du findest den richtigen Weg für dich ❤️

    Viel Erfolg auf diesem Weg. Ich wünsche, dass für alles für dich gut wird.

    Aber für mich selber war es gut, den Brief zu schreiben. Ich konnte mich dadurch ein Stück weiter sortieren. Es war nochmal anders als hier zu schreiben. Eine gute Ergänzung.

    LG

    Api

    Das erhoffe ich mir auch. Danke für deine Worte.

    Beim Thema Alkohol können wir nicht miteinander reden. Da schaltet er in den Sturmodus und hört mir nicht zu. Hat hier schon jemand seinem/r Partner*in einen Brief geschrieben? Ich möchte ihn wissen lassen, wie ich mich fühle und warum ich wie reagiere bzw. welche Entscheidungen ich für mich getroffen hab.

    Mir ist bewusst, dass er sich dadurch nicht ändern wird.

    Wie vorl trinkt dein Mann denn

    Täglich 5-6 Bier in max 4h draußen in seiner Garage. Am Wochenende auch mal bis zu 8.

    Ich habe das erst vor ca 6-8 Wochen wirklich realisiert, da er meinte, sich am Wochenende bereits um 16 Uhr mit einem Bier belohnen zu müssen. Aber da war ich schon längst mitten drin in meiner Spirale. Denn seit ich weiß, wie viel er im Monat für Alkohol und Zigaretten ausgibt, dass wurde mir vor ca 1/2 Jahr bewusst, kriegt er nur ein Taschengeld. (ich merke gerade, wie armselig das von mir ist :oops: ) Und dann vor ca 6 Wochen startete ich mit der Kontrolle, abzählen und fotografieren der Bierkästen.

    Wenn ich ihn zum Abendessen geholt hab, hat er sich immer verhalten, als hätte ich ihn ertappt. Hab ich ja auch. Das war ihm sichtlich unangenehm. Und das letzte Bier nimmt er mit rein, fängt an es zu trinken während wir fernsehen und spätestens 20.30 ist Schicht im Schacht und er schläft. Das restliche Bier trinkt er irgendwann, wenn er nachts aufwacht. Somit hat er morgens, wenn er gg 5h aufsteht, noch Restalkohol und fährt so auf Arbeit. Ich hoffe, dass nie etwas passiert, aber ich wünschte, sie würden ihn bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle früh mal rauswinken. Ich schäme mich für meine Gedanken.

    Wie ist das bei euch?

    Denkt bei eurem Kampf um eure Männer daran - für euch steht vielleicht euer Mann an erster Stelle. Für sie aber nicht. Da steht der Alkohol an erster Stelle und ist wichtiger als ihr. Und dann kommt lange nichts.

    Ich befinde mich gerade in einer Orientierungsphase und realisiere erst, dass ich eigentlich nichts für ihn tun kann, solange er es sich nicht eingesteht. Es fällt mir schwer ihn hier als Alkoholiker zu bezeichnen, aber ich weiß mittlerweile, dass er das ist. Und darüber bin ich unendlich traurig.

    gäbe es keine Chance warum gibt es dann diese Hilfegruppen wenn man nichts machen kann

    Mir hilft es, die ganzen Erfahrungsberichte zu lesen. Von beiden Seiten. Ich wusste zB nicht das es eine Co-Abhängigkeit gibt und ich mittendrin bin.

    Auch ich liebe meinen Mann. Wir haben uns ein Haus gekauft und gemeinsam modernisiert. Auch ich habe sehr viel Geld und Schweiß investiert. Und auch ich gehe mit ihm jeden noch so steinigen Weg. Ich möchte um unsere Ehe kämpfen. Aber ich habe erkannt, dass er sich den Alkoholmissbrauch eingestehen muss und selbst etwas dagegen unternehmen wollen muss. Und nur dann kann ich ihn unterstützen. Und bis dahin werde ich mir mein Ich wieder holen. Und wenn die Einsicht nicht kommt, muss ich, so sehr wie es mir wehtut und ihn verletzen wird, an mich und meine Gesundheit denken.

    In der Theorie hört sich das für mich gerade gut an, ich werde sehen, ob ich das dann auch so konsequent umsetzen kann.

    Aber ich denke, dass du hier ein offenes Ohr und ehrliche, zum Teil sehr direkte, Antworten erhälst. Und leider gehen die wenigsten Fälle positiv aus. Aber ich verstehe dich. Auch ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Obwohl die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist.

    Lebenskünstler, danke für die Verlinkung und den Erfahrungsbericht. Ich überlege mal, ob eine Eheberatung uns vll auch helfen könnte und erst einmal Klarheit bringt.Vll hört er mir dann ja endlich mal zu. Im Moment bringen alle Gespräche unter uns nichts.

    Daher werde ich die hilfreichen Tipps hier aufsaugen und mir einen Plan zurecht legen. Und ich werde die rosarote Brille absetzen und der Realität ins Auge blicken. Und ich werde daran arbeiten, mich aus der Co-Abhängigkeit zu lösen.

    Da muss ich noch ein ganzes Stück umdenken und dazu lernen. Danke für die ehrlichen Worte.

    Ich verstehe halt auch nicht, dass ich das so lange nicht bemerkt habe. Das Feierabend-Bierchen war ok für mich, aber von der Menge des aktuellen Konsum wurde ich doch kalt erwischt.

    ich habe hierzu nur eine Anmerkung, du hast ja schon einiges für dich in Erwägung gezogen, dass ist auch gut so. Mit deinen Chauffeurdiensten unterstützt du aber wieder die Sucht, wenn er saufen will, soll er sehen wie er an die Quelle kommt. Dass sind so Doppelbotschaften, mit denen du dir deine guten Ansätze selbst wieder zunichte machst.

    Hast du ein Hobby? Vll kannst du dir etwas aufwendiges suchen. Stricken, Puzzeln oder etwas, was dein Gehirn fordert und wo du länger mit beschäftig bist. Dass du aus dem Grübelmodus raus kommst. Ich löse viele Kreuzworträtsel . Ich kenne mich mit deiner Krankheit nicht aus, weiß also nicht, ob das eine Möglichkeit für dich wäre.

    Leider ist es bei uns so, dass ich mein Ich sehr vernachlässigt und mich ihm angepasst habe. Wir gehen nur noch selten aus, da er immer k.O. und gestresst ist vom Arbeiten. Ich bin seit einem Unfall erwerbsgemindert und kann und darf nur noch 3h täglich arbeiten. Daher bin ich ja "ausgeruht". Dass aber Haushalt, Kind, Finanzen Einkauf an mir hängt, übersieht er gern. Sorry, ich schweife ab. Ich bin meist die Fahrerin, da er ja alkoholisiert ist oder wir müssen dann immer schnell nach Hause, damit er seinen Drang nachgeben kann.

    Ich lege mir gerade erst Strategien zurecht. Ich plane 1 Woche Urlaub bei meiner Freundin. Da er keinen Urlaub bekommt, kann ich mich einfach aus den Staub machen. Ich statte mich so nach und nach mit Werkzeug und Wissen aus, um ihn nicht mehr im Hilfe bitten zu müssen. Ich habe noch keinen Kontakt zu einer Beratung, ist aber in Vorbereitung. Ein Gespräch mit seinem Hausarzt habe ich auch geplant. Ich suche mir gerade neben meinem Garten, ein Hobby, mache vll Reha-Sport. Ich sortiere erst einmal meine Möglichkeiten und sammle Ideen und nutze den Erfahrungsschatz der anderen hier. Und ich habe den Vorteil, dass ich finanziell alles allein gestemmt kriege, anders als er.

    Hast du Kinder? Das ist, wie ich finde auch immer noch einmal ein anderes Thema. Ich kann mir Zeit lassen und mich demnächst nur auf mich konzentrieren, nachdem ich ihm klar gemacht habe, was alles daran hängt. Und dann ist sein Handeln gefragt.

    Hallo Kaettl,

    ich bin am gleichen Punkt wie du. Auch mein Mann ist "nur" Biertrinker. Er findet das auch nicht schlimm. Und mich macht das fertig. Ein Gespräch über dieses Thema endet jedes Mal im Streit. Ich werde ein nächstes deutliches Gespräch führen, wenn unser Kind im August/September ausgezogen. Momentan stehen Prüfungen an und die soll sich darauf konzentrieren. Daher nehme ich mich gerade zurück.

    Und dann kümmere ich mich um mich. Er wird derjenige sein, der das meiste verliert. Und ich werde diejenige sein, die auf sich schaut und wieder mehr Lebensqualität gewinnt. Ich habe die Hoffnung, dass ihn das wachrüttelt.

    Ich kann dir leider nicht wirklich helfen. Ich stehe genau da, wo du bist. Aber hier sind viele, die bereits viel weiter sind als wir. Und das zeigt mir, dass man es schaffen kann, auf die ein oder andere Weise.

    Ich habe heute ein paar Schicksale hier im Forum gelesen und da kommen mir meine Probleme auf einmal gar nicht mehr so groß vor. Aber für mich sind sie trotzdem belastend und ich stehe wahrscheinlich erst am Anfang.

    Ich habe den übermäßigen Alkoholkonsum gerade erst realisiert. Er ist abends nicht sturz betrunken, aber gut alkoholisiert, er ist nicht gewalttätig, aber er vergreift sich dann ab und an im Ton und bemüht sich sehr "nüchtern" zu wirken. Aber ich bin da mittlerweile so sensibilisiert.

    Ich muss unbedingt mit meinem Mann reden, aber weiß nicht, wie ich anfangen soll, damit er nicht gleich wieder auf 180 ist. Der sanfte Weg hat nicht gut funktioniert. Ich würde ihm am liebsten an den Kopf knallen, dass er seinen Konsum regulieren muss, dass er unsere Ehe damit aufs Spiel setzt oder ich für mich Konsequenzen ziehen muss. Aber kann ich mit der Hau-drauf-Taktik etwas erreichen? Oder hin und wieder einen Nadelstich wegen seinem Trinkverhalten geben? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht bzw. wie habt ihr eure Parter:innen zum Zuhören gekriegt? Sein Vater war Alkoholiker. Ich habe miterlebt, wie er abgestürzt ist. Davor habe ich bei meinem Mann Angst.

    Unser Kind steckt mitten in den Prüfungsvorbereitungen fürs Abi und sie soll sich darauf konzentrieren. Ab September/Oktober ist sie dann weg zum Studium. Bis dahin möchte ich einen Plan haben. Am liebsten natürlich, dass ich das gemeinsam mit ihm ändern kann. Noch glaube ich daran.

    Liebe alle,

    Ich bin seit über 10 Jahren glücklich verheiratet und wir können eigentlich über alles sehr offen reden. Nur über das Thema Alkohol nicht. Das ist ein rotes Tuch.

    Mein Mann hat einen sehr stressigen Job auf dem Bau. Er trinkt abends sein Bierchen zum runter kommen. Er trinkt selten vor mir - meist in der Garage, wo ich den Umfang des Konsums nicht sehe. Ich habe mir darüber nie Gedanken gemacht. Aber vor kurzem bemerkte ich, dass er am Wochenende schon nachmittags nach Alkohol riecht. Und seit dem achte ich auf sein Verhalten, auf alles an ihm. Um zu sehen, wie viel er wirklich trinkt, fotografierte ich jeden Morgen den Bierkasten. Ich komme mir dabei total paranoid vor.

    Ich war schockiert als ich feststellte, dass es jeden Abend - von 17-20 Uhr- 5-6 große Flaschen Bier sind. Seit dem weiß ich, dass er ein Problem hat.

    Ich habe mich dazu belesen, auch wie ich ihn darauf anspreche. Habe mich darauf vorbereitet. Argumente notiert. Und dann hatte ich den Mut gefasst, ihn darauf anzusprechen. Er hat es natürlich geleugnet. So viel wäre es nicht. Und alles verharmlost. Ich wollte ihm aber nicht erzählen, dass ich weiß wieviel er trinkt, weil ich es kontrolliert hab. Ich habe Angst, dass er dann sein Bier vor mir versteckt. Das Gespräch endete in einem Disaster, könnt ihr euch vll.vorstellen.

    Die nächsten 2 Tage danach hatte ich den Eindruck, dass er sich bemüht weniger zu trinken. Heute glaube ich, er wollte mich nur ruhig stellen . Jetzt ist wieder alles beim Alten und ich weiß nicht, wie es jetzt weiter gehen soll. Wie ich ihn wieder darauf ansprechen soll. Ich brauche Hilfe.