Beiträge von Ino

    Liebe Releasme,

    Fühl dich umarmt, wenn du möchtest.
    Es ist eine sehr belastende Situation, welche du hast. Deine Gefühle scheinen mir normal zu sein in deiner Situation. Dein Mann „schlägt“ um sich herum, um überschreiet ziemlich die Grenzen, so was sehen ggfs. Richter und anderen, die ihm die Konsequenzen aufzeigen können.

    Du machst dein Teil wirklich gut ❤️

    Liebe Grüße Ino

    Guten Morgen,

    Lange hab ich nicht geschrieben, und heute ist es mir danach.
    Mir geht es besser, seitdem ich mich auf mich und meine Tochter konzentriert habe. Es ist nicht leicht (habe ich auch nicht damit gerechnet), jedoch bin ich „nivellierter“ und beginne langsam aus der Notfallsituation rauszukommen, gefühlt. Mein Mann hatte mehrere Suizidversuche gemacht, das war sehr heftig für mich. Er kam mit den Konsequenzen seiners destruktiven Verhaltens nicht zurecht. Ihn wurde auch eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, welche ziemlich viel Antworten auf stillen oder ausgesprochen Fragen liefert.
    Mein Abstand emotional und räumlich zu ihm hat mir geholfen, obwohl ich weiterhin Trauer empfinde.

    Liebe Grüße Ino

    Hallo liebe Halbmond,

    Diese Situation kenne ich auch. Ich schleppe mittlerweile Möbel von A nach B, und trage in meiner Damentasche Bits 😉 Manchmal komme ich gar nicht klar und habe keine Ahnung was ich kaufen muss, um etwas konkretes zu reparieren.
    Bei uns zuhause macht sich die Umstellung bemerkbar, ich mach was ich kann… Halbmond, probiere deinen Druck zu reduzieren, du musst nicht alles können!
    Liebe Grüße Ino

    Hallo zusammen,

    Ich lese weiterhin im Forum und freue mich, sei es auch eher passiv, hier zu sein.
    Weiterhin muss ich viel erledigen, bin oft müde und manchmal sogar richtig kraftlos.
    Ich denke darüber nach, wie oft ich diskutiert habe mit meinem Mann und Erwartungen hatte, welche er nicht erfüllen konnte: Aufzuhören mit dem Trinken; mich als Mensch, Frau und Mutter verstehen; meine Wut und meine Angst validieren; die Seele des Kindes nicht belasten… und vieles mehr.
    Heute sehe ich in ihm ein gebrochener Mann, der sich selbst verloren hat. Fremdgesteuert. Und was mich betrifft, ist mir besser klar geworden, dass es aussichtslos war mit ihm zu diskutieren und zu hoffen, dass mein Anliegen gehört wird.

    Aktuell kann ich mich von Behördengängen nicht retten, höre die ganze Zeit Datenschutz hier, Datenschutz dort.

    Ich hoffe, irgendwann ist Ruhe.

    Liebe Grüße Ino

    Liebe Halbmond,

    Du hast noch Hoffnung gehabt, dass er aufhören möchte und aufhört. So habe ich aus deinen Beträgen rausgelesen.
    Diese Hoffnung ist absolut nachvollziehbar. Manchmal hält uns leider die Hoffnung in unserem inneren Zustand verhaftet. Dort, wo man weiterhin hofft und handlungsunfähig bleibt.
    Ich wünsche dir viel Kraft.
    Liebe Grüße Ino

    Morgen Arven,

    Aber mittlerweile habe Versuche ich mich an der Einstellung, wenn er es machen will dann macht er es sowieso und da nützt es auch nichts ihn zu kontrollieren.

    Es ist richtig was du schreibst, die Kontrolle bringt nichts. Jedoch würde ich an der Stelle hinterfragen, wie ich mich dabei fühle und ob ICH das akzeptieren möchte, respektiv ob ich mich jemandem mit dem Verhalten binden möchte.

    Liebe Grüße Ino

    Hallo liebe Lumen,

    Ich kann mich meinen Vorrednerin anschließen. Hilfe ist wichtig. Wo fängt es aber an und wo hört es auf? Dazu noch: darf man nicht Nein sagen, wenn es negative Konsequenzen für den Helfenden gibt, weil er geholfen hat. Ich habe selbst erleben dürfen, dass helfende Aktionen meinerseits eher Löcher gestopft haben, Feuer gelöscht haben. Wenn der Andere nicht die Verantwortung in den eigenen Händen übernimmt, wird unter Umständen immer mehr gefordert, bis zum nächsten Mal - wenn es brennt. Und so was verselbstständigt sich irgendwann.
    Ich bin aber Mutter nur meines Kindes.

    Liebe Grüße Ino

    Hallo liebe releasme,

    Ich kann deine Gefühle nachvollziehen.
    Du hast Stop gesagt als eine Zugzwang-Handlung, um euch zu schützen und weil es so nicht mehr geht, also warst du in Reaktion, so zu sagen. Weil dein Mann keine Verantwortung übernommen hat.
    Nüchtern betrachtet, erwartest du jetzt von ihm, dass er die Verantwortung übernimmt, dass er durch sein Nichthandeln das Ende der Beziehung herbeigeführt hat. Ist das realistisch?

    Liebe Grüße Ino

    Ich hab nochmal nachgedacht über diese "inneren Muster" von denen hier so oft geredet wird. Ich konnte so wenig damit anfangen, weil ich fand, dass das doch zum Großteil diese "typisch weiblichen" Eigenschaften sind, die aus der eigenen Sozialisation erfolgen. Und die ich doch auch gar nicht missen will. Wie Hilfsbereitschaft, ganzheitliche Betrachtung, Einfühlungsvermögen und so weiter. (natürlich gibt's das auch bei manchen Männer)

    Hallo Jump! Zu deinem Text oben: ich habe mir viele Gedanken hierzu gemacht, im Laufe meiner Karriere als Ehefrau eines Alkoholikers. Wo ist die Grenze zwischen produktiv helfen und wo geht es los mit der Selbstaufgabe. Wie gehe ich mit dem Thema um: mein Mann hat alles (selbst verschuldet) verloren und hat kein Geld für Medikamente - helfe ich hier aus oder nicht? Und viele weiteren solchen Themen… Ich denke, es ist manchmal ein inneres Gespräch nach der Suche des eigenen Statements hierzu. Und dazu kommt, es ist keine empirische Forschung mit Probanden aus der Uni, sondern es geht um das eigene Leben, Alltag und dynamischen Interaktionen mit einer Person, welche toxischen Verhaltensweisen zeigt (in meinem Fall). Wenn die Person krank ist, helfe ich - so mein Wesen. Jetzt muss ich aber lernen mir zu widersprechen, Grundsätze anders zu betrachten. Das sind keine einfachen Lebensaufgaben. Dass sich hier der eine oder andere in seiner Wahrnehmung verliert, kann ich nachvollziehen.

    Liebe Sonnenschein,

    Tatsächlich habe ich auch viele Parallelen gelesen, in unseren Geschichten.
    Somit geht es mir ähnlich wie du über dich schreibst. Ich bin weiterhin gestresst , immer am Limit organisatorisch und zeitlich. Finanziell stehe ich alleine da. Habe mich im Laufe der Zeit besser arrangiert, jedoch fehlt mir sehr meinen persönlichen Ausgleich und die Abende alleine machen mir manchmal zu schaffen. Mein Mann trinkt seit paar Monaten nicht mehr. hat erst vor ca 2 Monaten realisiert, wo wir jetzt stehen. Dann war er am Boden zerstört, so die Aussage. Ich habe für mich jedoch entschieden, dem ganzen Geschen geschuldet, dass ich alleine bleibe. Das Vertrauen ist weg, die Kränkungen tun noch weh. So wie er mich in Stich gelassen hat, möchte ich nicht nochmal erleben. Ich erwarte nichts anderes außer dass er mich in Ruhe lässt. Durch seine Aktionen hat er so viele Probleme erschaffen, dass ich permanent mit irgendwelchen Konsequenzen konfrontiert bin. Wann es vorbei ist, weiß ich nicht. Dazu geht es meinem Vater gesundheitlich nicht gut und ich brauche Kapazitäten, um mit ihm Zeit verbringen zu können und zu unterstützen, wo möglich. Meine Familie ist geographisch verteilt und alles bedarf Organisation und Planung.
    Meiner Tochter geht es gut. Sie ist auch immer wieder wütend und traurig, darf sie aber sein! Neulich musste ich schmunzeln: sie hat ein Zettel in einem Glasherz (hängt am Tannenbaum) geschrieben. Titel „wen liebe ich“ und dann eine Auflistung. An erster Stelle auf dem Zettel steht „mich“. Und dann die anderen Namen aufgelistet. Ich hoffe, es bleibt so.
    Sonnenschein, deine Weihnachtseinladung werde ich nicht vergessen, es hat mir gut getan. Für ein Alien ziemlich feinfühlig ;) Die Themen hier sind schwere Kost, und man kommt sich in die Quere.

    Dicke Umarmung Ino

    Wie kommt der „Co“ eigentlich zu so einer Erkenntnis?

    Hartmut ich wollte, dass mein Mann aufhört zu trinken, weil viele Probleme dadurch entstanden sind, welche die komplette Familie getroffen haben. Seine Gesundheit fand ich auch gefährdet.
    Über die Alkoholsucht an sich wusste ich viel weniger als heute. Heute weiß ich - nicht meine Aufgabe, und ich bin machtlos.
    Somit biete ich meine Dienste als Retterin nicht mehr an. Wenn jemand Hilfe braucht, soll er/sie sagen wie ich helfen kann. Wenn ich das Gefühl bekomme, seine/ihre Aufgaben sollen jetzt meine werden, bin ich nicht zu haben.

    Nee, muss ich nicht. Zu ergründen, warum ich gesoffen habe, bringt mir persönlich nichts

    Dir nicht, manch anderen vielleicht schon. Wenn Probleme nicht angegangen werden, sondern weggespült mir Alkohol werden, heißt das für mich, dass derjenige darauf schauen sollte. Vorausgesetzt derjenige möchte das.

    Hera

    Wenn keine Kinder da sind: wegen der Liebe, wegen ihm/ihr als nüchternen Menschen, weil man Angst um sein/ihr Leben hat.

    Ja, ich bekam Angst, als er mir gesagt hat, dass er sich umbringen wird.
    Ich bekam auch Angst, wie sich das auf mein Kind auswirken würde. Und bei dieser meiner Angst sehe ich eine ganz normale menschliche Emotion, welche nichts mit Co zu tun hat. An meiner Entscheidung rüttelt das nicht, kostet mir jedoch zusätzlich Kraft standhaft zu bleiben.