Liebe Sonnenschein,
Tatsächlich habe ich auch viele Parallelen gelesen, in unseren Geschichten.
Somit geht es mir ähnlich wie du über dich schreibst. Ich bin weiterhin gestresst , immer am Limit organisatorisch und zeitlich. Finanziell stehe ich alleine da. Habe mich im Laufe der Zeit besser arrangiert, jedoch fehlt mir sehr meinen persönlichen Ausgleich und die Abende alleine machen mir manchmal zu schaffen. Mein Mann trinkt seit paar Monaten nicht mehr. hat erst vor ca 2 Monaten realisiert, wo wir jetzt stehen. Dann war er am Boden zerstört, so die Aussage. Ich habe für mich jedoch entschieden, dem ganzen Geschen geschuldet, dass ich alleine bleibe. Das Vertrauen ist weg, die Kränkungen tun noch weh. So wie er mich in Stich gelassen hat, möchte ich nicht nochmal erleben. Ich erwarte nichts anderes außer dass er mich in Ruhe lässt. Durch seine Aktionen hat er so viele Probleme erschaffen, dass ich permanent mit irgendwelchen Konsequenzen konfrontiert bin. Wann es vorbei ist, weiß ich nicht. Dazu geht es meinem Vater gesundheitlich nicht gut und ich brauche Kapazitäten, um mit ihm Zeit verbringen zu können und zu unterstützen, wo möglich. Meine Familie ist geographisch verteilt und alles bedarf Organisation und Planung.
Meiner Tochter geht es gut. Sie ist auch immer wieder wütend und traurig, darf sie aber sein! Neulich musste ich schmunzeln: sie hat ein Zettel in einem Glasherz (hängt am Tannenbaum) geschrieben. Titel „wen liebe ich“ und dann eine Auflistung. An erster Stelle auf dem Zettel steht „mich“. Und dann die anderen Namen aufgelistet. Ich hoffe, es bleibt so.
Sonnenschein, deine Weihnachtseinladung werde ich nicht vergessen, es hat mir gut getan. Für ein Alien ziemlich feinfühlig
Die Themen hier sind schwere Kost, und man kommt sich in die Quere.
Dicke Umarmung Ino