Beiträge von InHope

    Morgenrot

    Ich bin mir ziemlich sicher dass er unter der woche nichts trinkt. Worauf er schon immer! Wert gelegt hat ist niemals betrunken Auto zu fahren uns das hat er tatsächlich noch nie gemacht. Da ich ihn auch schon ein paar Jährchen kenne, erkenne und rieche ich direkt wenn er getrunken hat auch wenn es nur ein Glas sein sollte. Also da ist er schon sehr konsequent wenn er arbeiten muss nichts zu trinken. Dieser Entschluss kam aber auch erst seit er Anfang des Jahres einen neuen Job begonnen hat. Davor war es im anderen Job (selbständig) jeden Tag!

    Dabei denke ich mir nun auch, okay er hat

    sich wegen diesem Job dafür entscheide und wenn er sich für unsere beziehung entscheidet muss er dir restlichen Tage auch sein lassen.

    Gibt es alkoholiker die nach sowas noch kontrolliert trinken können zbsp. Nur auf gesellschaftlichen Veranstaltungen? Er hat es ja auch schon geschafft von täglich bis nur am Wochenende.

    Er denkt dass dieses Verhalten oder die Sucht aus früheren lebensumständen und die damit verbundenen psychischen Belastungen zusammenhängt und meinte er muss erst das wieder aufbauen damit er auch mit dem Alkohol umgehen kann, weil er dass alles immer nur ertrunken hat.

    Er hat noch nie versteckt getrunken und immer offen vor mir. Wenn dann versteckt vor anderen oder andere wissen nichts von der Sucht außer beide Familien.

    Er ist jetzt nicht total uneinsichtig. Er weiß dass das nicht gut ist aber hat noch nicht den kompletten Absprung geschafft.


    _Eternal_

    Mir ist auch bewusst dass er nur einen schuldigen dafür sucht. Aber das habe und werde ich mir auch nicht anhängen lassen. Dafür bin ich noch zu stark und natürlich Stur :D:evil:

    Aber ich könnte mir schon vorstellen dass wenn er mehr Zuneigung wieder von mir bekommt und gefühl, dass er etwas ändern könnte. Ich muss ehrlich sagen ich habe ihm die letzten Jahre sehr kalt und distanziert behandelt. Einfach um mich selbst zu schützen, aus verletztheit ging es für mich auch nicht anders und ihm zu zeigen dass das was er tut nicht in Ordnung ist.

    Habe mit ihm sehr selten und nur noch wenn dann nüchtern mit ihm geschlafen. Mit Alkohol ging das für mich garnicht und selten weil ich mich dafür nicht an sein konsum anpassen wollte..

    Um ehrlich zu sein würden meine Akkus schon noch bisschen reichen, aber bei mir ist da jetzt so ein Hass dagegen über dass ich irgendwelche sage, nein ich will dass einfach nicht mehr.

    Aber andererseits will ich ja auch nicht ohne ihn :roll:

    Linde66

    Ja deswegen bin ich wohl auch gerade an diesem Punkt....wie lange noch?

    Wir sind jetzt seit 1 Woche räumlich getrennt haben nur einmal 3 Sätze in dieser Zeit miteinander gesprochen...solange waren wir bis jetzt nur einmal getrennt und nach dem ersten mal hat er sein Konsum nur noch aufs Wochenende verlegt...er hatte wohl eingesehen und wollte wohl auch Veränderung...aber dass es damit nun auch nicht für mich funktioniert konnten wir beide wahrscheinlich noch nicht wissen :huh::D

    Wie ihr gerade wahrscheinlich merkt, bin ich wieder ziemlich unsicher und habe diese Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es besser werden könnte...ich weiß einfach nicht was tun aber zumindest habe ich mich bis jetzt noch nicht bei ihm gemeldet...und er sich bei mir auch nicht..habe ihm am donnerstag gesagt dass es für mich nur noch zwei Wege gibt ohne Alkohol oder getrennte :/

    Unser gemeinsamer gebuchter Urlaub rückt immer näher und er möchte von mir eine Antwort ob ich mit ihm den Urlaub antrete und wir schauen was passiert und wie es wird...Daraufhin habe ich gesagt dass für mich nur diese oben genannten Wege in Frage kommen und er meinte, ja das ist möglich!?

    Naja ich bin total überfordert mit dieser Situation und so unsicher :(

    Danke für eure Unterstützung :*

    _Eternal_

    Ja es zieht mich tatsächlich mit. Aber seiner Meinung nach ziehe ich ihn ja auch mit dahin wo er ist. Oft frage ich mich, ob ich nicht vielleicht doch dazu beigetragen habe oder beitrage und er einfach mehr Zuneigung und Gefühl von mir erhalten sollte. Das wünscht er sich sonst immer von mir, was ich ihm so aber leider nicht geben kann, da ich selbst so verletzt von ihm bin mit dem was er tut und ich einfach nur mich zurückziehen möchte damit nicht wieder eine Eskalation mit Vorwürfen in seinem Rausch entsteht. Aber die findet trotzdem satt, denn da biete ich ihm dann wieder genau das was er vor mir verachtet. Ein Teufelskreis:evil:

    Morgenrot

    Ja das mit dem einlullen ist richtig, dass schaffen sie immer wieder. Weil man einfach selbst nicht gefestigt ist und nicht weiß was richtig oder falsch ist und immer wieder diese Hoffnung hat es wird alles gut und besser.

    Hilfe holt er sich bereits um seinen allgemeinzustand aufarbeiten zu können und gefestigter zu werden, aber nicht Hilfe direkt für seinen Alkoholkonsum. Der ist ja laut ihm nicht so schlimm wie es schon mal war und ja auch nur noch wenn es geht also am Wochenende wenn er nicht arbeiten muss. Er habe dies ja nun unter Kontrolle. Was er tatsächlich auch unter der woche hat aber sobald es freitag ist....ist der erste Schritt nach Feierabend zur Flasche ;(

    Mein bauchgefühl sagt, es muss definitiv eine Veränderung her, so geht es nicht mehr weiter....aber dann kommt der Verstand und sagt komm versuch es noch ein bisschen du kannst das alles doch nicht einfach so aufgeben...wieso hast du das 15 jahre mit gemacht wenn du jetzt aufgibt.. Es ist schwierig!

    sorrowful

    Ja das könnte sein, aber es könnte auch sein dass er vllt. Alleine die einsicht und den Absprung schafft...dass hat er zumindest bei der letzten Eskalation mit räumlicher Trennung geschafft...zwar nicht lange aber immerhin 4 Wochen was davor unmöglich war :rolleyes: Und was wenn er es schafft aber mich nicht mehr möchte weil ich Ihn fallen lassen habe...Dann habe ich nie die Chance erhalten, für die ich jahre gedämpft habe, ihm zu zeigen wie schön das zusammenleben nüchtern sein kann...

    Lanananana

    Ja ich bin auch der Meinung dass ich lieber gleich los lassen sollte bevor es irgendwann zu spät ist...aber diesen Mut zu finden ist so schwer...weil ich auch immer die schönen Zeiten Erinnerung habe, die in den Momenten immer sorglos waren und er mir auch das Gefühl von vollkommen geben konnte. Bin ich noch vollkommen ohne ihn ? Ich weiß es nicht.:roll:

    Und genau das ist ja das nächste, ich weiß einfach nicht ob ich überhaupt einen Kinderwunsch habe... ich bin mit allem immer so verunsichert, sobald jch für mich selbst Entscheidungen treffen muss...es ist so viel einfacher für andere Entscheidungen zu treffen 8)

    Aurora

    Ja eingeschränkt ist es ja an sich schon, indem ich nie zur Ruhe kommen kann weil einfach so viele sorgen um ihn da sind. Überlebt er diesen konsum diese nacht? Liegt er bereits zusammengekauert im Wohnzimmer weil er den weg ins bett nicht mehr gefunden hat...und..und..und..

    Und wenn ich ihm meine Sorgen und Ängste mitteile, bekomme ich nur zu hören dass ich übertreibe und ihn doch nur fertig machen will...ich möchte ihn nur klein sehen und drauf hauen...ich wäre ein Narzist...der alles kaputt macht <X

    Ich kann mit seinem Alkoholproblem einfach nicht ICH sein. Zuneigung zeigen, Freude empfinde ohne Hintergedanken etc..


    Rennschnecke

    Ja da lese ich gerade sehr viel und tut sehr gut...nicht alleine damit zu sein und dass das allen auch so schwer fällt wie mir und ich nicht einfach nur ein unentschlossener mensch bin :rolleyes:


    Vielen Dank für Eure Worte, sie lassen es grad alles ein bisschen einfacher meistern :love:

    Ja es so schwer mir diesen Gefühlen umzugehen, weil ich selbst nicht weiß, ob es das richtige ist.

    Ich habe mir immer eine Zukunft mit ihm vorgestellt und gewünscht, sonst hätte ich nicht schon seit 15 Jahren in dieser Beziehung verharrt. Immer mit der Hoffnung es wird besser. Zu teils ist es besser geworden und dann wieder unerträglich. Voller Leid, Schmerz und Sorge aber immer mit dem Gedanken es wird wieder besser, bis es wieder besser wurde und dann wieder schlimm. Ewig dieser Teufelskreis.

    Er ist ein sehr emotionaler Mensch der auch über seine Gefühle spricht. In einem Moment weiß er dass das was er tut nicht gut ist und sich das ändern sollte aber immer anderen Moment bin ich mit meiner Art daran schuld, dass er das überhaupt macht. Oft wird mir gesagt er hat schon etwas verändert indem er nicht mehr täglich trinkt und ich mich aber nicht verändert habe und ich jetzt erstmal etwas tun muss.

    Seine Familie und meine wissen über die Sucht schon immer Bescheid. Ich bekomme Unterstützung von meiner Familie, die mich auch bekräftigen, dass es die richtige Entscheidung sei. Aber leider festigt mich das auch nicht, dass ich wirklich überzeugt bin, dass richtige zu tun. Wir lieben und schätzen ihn alle, aber der Alkohol macht so viel kaputt.

    Mit anderen Menschen in meiner Umgebung bin ich leider noch nicht bereit darüber zu sprechen. Aus Angst, Scham und Verurteilung. Ich bin eigentlich eine sehr starke und sture Persönlichkeit und deshalb wird jeden tag die maske wieder aufgesetzt, solche Themen gesellschaftlich umgangen.

    Ich habe Angst diesen weg zu gehen um nachher festzustellen, dass ich ohne ihn garnicht möchte und ihn nicht vor diese Entscheidung stellen hätte dürfen.

    Ich habe Angst dass es dann zu spät ist und es kein Zurück mehr gibt.

    Ich weiß dass er mit dem trinken aufhören kann. Es war ab und zu eine kurze Zeit der Fall. Aber ich denke er ist noch nicht bereit es zu wollen.

    Ich bin 36 Jahre unverheiratet, kinderlos in einer 15 jährigen Beziehung. Ich konnte mir nie darüber Gedanken machen, ob ich wirklich mal Kinder haben möchte, weil die Situation dies einfach nicht zugelassenen hätten überhaupt darüber nachdenken zu wollen.

    Meine Zeit tickt auch und es wird irgendwann zu spät sein, falls ich zu der Erkenntnis komme dass dies dich gerne gehabt hätte.

    Gestern hatte ich ein kurzes 5 minütiges Gespräch mit ihm nach 5 Tagen kompletten Abstand. Er wollte wissen ob es noch eine Zukunft gibt und ich habe gesagt ja, aber nur ohne Alkohol. Und selbst dann wissen wir nicht ob es ein gibt, da wir ins erst neu kennenlernen müssen ohne Alkohol. Seine Antwort war es ist möglich ohne Alkohol aber ich muss auch sehr viel an mir arbeiten,dass sich etwas verändert.

    Die zweite Frage war, ob ich unseren gebuchten Urlaub in 2 Wochen mit ihm antreten werde und wir schauen was passiert und es sich ergibt. Ich hatte keine Antwort darauf ob ich das möchte. Ich habe gesagt ich habe Angst in einem fremden Land dann fallen gelassen zu werden und alleine dazustehen. Ich solle mir es nun überlegen und ihm Bescheid geben, da wir beide uns den Urlaub eigentlich verdient hätten!? Ich habe keine Ahnung!

    Es tut gut zu wissen, dass ich mit diesen Problem nicht alleine bin und es so viele da draußen gibt, die in dem gleichen Schlamassel sitzen.

    Vielen Dank an euch für die wertvollen Worte und das teilen eurer Erfahrungen!

    Vielen lieben Dank für deine Nachricht.

    Das er mich nicht mehr ernst nimmt sehe ich seit Jahren. Er beschuldigt mich immer, dass ich dir Opferrolle einnehme obwohl er eigentlich das opfer sei. Das man es einfach nüchtern mit mir auf dauer nicht aushalten kann, weil ich so kalt, abweisend und zurückgezogen bin.

    Wenn ich versuche zu erklären, dass mein Verhalten die Reaktion auf seinen Konsum und Verhalten ist, bekomme ich nur gesagt, dass ich das problem sei und mich verändern müsste. Ich wäre nie für ihn da, würde ihn alleine lassen.

    Es gibt kein Konsum, bei dem wir nicht streiten. Ich ziehe mich schon zurück wenn ich sehe das er anfängt zu trinken, aber das macht es schon fast nur schlimmer. Dann fühlt er sich erst Recht allein gelassen und ich bekomme das nach einem bestimmten Pegel wieder zuhören.

    Es sind mittlerweile 15 Jahre.....mit Höhen und vielen Tiefen.

    Und ja, Ich mag mich auch nicht wenn ich so bin. Denn das bin nicht ich. Aber ich muss ihm doch auch Grenzen zeigen und mich selbst schützen? Ich kann nicht einfach so tun als ob alles in Ordnung ist.

    Ich liebe ihn und schätze ihn sehr nüchtern. Ich weiß nicht, ob ich ihn einfach fallen lassen möchte und kann nach 15 Jahren.

    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin 36 Jahre und mein Partner (seit 15 Jahren) ist Alkohol abhängig. Ich hatte nun einfach keine Kraft mehr und habe mich total abgewendet und ihn maßlos ignoriert. In dieser Zeit habe ich nur Schuldsprüche erhalten, dass genau dieses Verhalten von mir immer der Grund für sein Konsum ist. Dann ist die Situation eskaliert, sodass er gegangen ist und nun seit Tagen bei jemandem anders untergekommen ist (Familie). In dieser Zeit konnte ich etwas zu mir finden und habe eigentlich den Entschluss gezogen und ihm gesagt, ein Leben mit mir aber ohne Alkohol oder getrennt Wege. Habe dafür natürlich nur Vorwürfe bekommen, dass ich vorallem erstmal mich und mein Verhalten verändern muss. Nun sitze ich wieder hier (alleine) und Frage mich, ob dass die richtige Entscheidung war, ihn vor vollendete Tatsachen zu stellen und ob ich wirklich ein Weg ohne ihn gehen möchte. ;( Zu bemerken ist, dass er früher täglich getrunken hat und es nach einem riesen Streit nun noch auf freie Tage und jedes Wochenende gelegt hat. Das wird aber alles an diesen Tagen jetzt nachgeholt und diese Tage sind einfach nur schrecklich für mich || Vielleicht habt ihr ja ein paar Ratschläge für mich wie ich mit dieser Situation nun umgehen soll :/ Es fühlt sich einerseits gut an diese Entscheidung ausgesprochen zu haben und momentan durchzustehen aber andererseits so schrecklich dass ich es wieder rückgängig machen möchte<X Herzliche Grüße

    InHope