Beiträge von Lebensmut74

    Hi Nika,

    hör auf mit Versagerin. Du bist hier und das ist super. Ich wünsche dir, dass du deinen eigenen Weg findest und mir hat das Wort: Abstinenzzuversicht so geholfen.

    Schritt eins für mich war die Bekenntnis, ich bin Alkoholikerin.

    Schritt zwei für mich war: du wirst nie wieder Alkohol trinken

    Schritt drei: ändere dein Leben, deine Gewohnheiten

    Schritt vier (da bin ich aktuell noch mitten drin nach 10 Monaten): lerne den Umgang mit deiner Suchstimme denn sie kommt immer mal wieder, in den unterschiedlichsten Situationen.

    Ich wünsch dir ganz viel Erfolg, schön dass du hier bist.

    LG Lebensmut

    Lieber Mac,

    zunächst herzlich willkommen und Glückwunsch zu deiner Entscheidung. Vergiß die Termine, du und deine Gesundheit ist das wichtigste im Leben. Ich bin jetzt 10 Monate trocken und sooo glücklich.

    Es wird sich gleich ein Moderator bei dir melden. Ich wünsche dir aber jetzt schon ganz viel Erfolg und würde mich freuen dann regelmäßig hier von dir zu hören.

    LG Lebensmut

    Liebe Sabine,

    lass dich nicht abschrecken wenn es hier mal direkt wird. Ich hab mich am Anfang auch gleich komplett kritisiert gefühlt und wollte schon wieder gehen, da man sich kaum traut was zu schreiben. Heute fast 10 Monate später bin ich dankbar und froh hier geblieben zu sein. Man lernt mit der Zeit wie wer tickt und wie es gemeint ist. Alles halb so schlimm, jeder hier meint es wirklich gut und gibt Unterstützung. Und oft wird der Nagel auf den Kopf getroffen auch wenn man gerade noch nicht soweit ist, sich das einzugestehen. Eine Nacht drüber schlafen hilft ganz oft. Jeder nimmt sich das raus was er braucht und lässt den Rest liegen. Ich wünsch dir bei deinem Weg alles Liebe.

    LG Lebensmut

    Allerdings weiß ich halt, dass er trinkt. Und er baut körperlich ab.

    Ich bins eit fast 10 Monaten trocken und mein Mann trinkt weiter. Es tut weh wenn man einen geliebten Menschen zusieht wie er sich zu Tode säuft. Ich kann dir aber sagen, dass du selbst gar nichts machen kannst sondern nur auf dich achten. Er brauch seinen eigenen Aufschlagpunkt und solange der nicht erreicht ist, nervt der Partner nur wenn er ständig mit dem Thema Alkohol anfängt. Dann wird verheimlicht, gelogen und peux a peux ist das Vertrauen kaputt. Ab und zu offen ohne Vorwurf darüber reden ist wichtig und glaub mir, dein Mann weiß ganz genau was Sache ist aber die Sucht ist unfassbar stark. Ich hab selbst 3 Jahre gebraucht und einen gesundheitlichen Dämpfer um endlich die Kurve zu bekommen.

    Ich wünsch euch viel Kraft

    LG Lebensmut

    Gab es bestimmte einschlägige Vorkommnisse

    Bei mir war mein Wendepunkt die Einlieferung ins Krankenhaus. Da war alles entzündet und die Leber stark beeinträchtigt. Vor diesem Zeitpunkt wollte ich auch schon lang aufhören und hab mir gesagt so geht das nicht weiter aber es ging trotzdem immer so weiter. Jeder hat seinen eigenen Aufschlagpunkt.

    Ich hab schon so lange nicht mehr hier im offenen Bereich geschrieben, möchte das aber gerne tun. Heute bin ich 9 Monate trocken und mein ganzes Leben hat sich verändert. Ich fühle mich 20 Jahre jünger, bin sehr aktiv und gehe sehr offen mit meiner Krankheit um.

    Ich kann nur jedem, der am Anfang seiner Abstinenz steht raten nicht wehmütig zurück sondern voller Freude in die Zukunft zu blicken. Es lohnt sich soooooo sehr.

    Ich habe nun über das Wochenende in Ruhe mit meinem Freund sprechen können

    Das ist der wichtigste Schritt überhaupt. Anhand seiner Reaktion hast du ja gesehen, dass er selbst ja auch mit seinem Konsum kämpft. Jetzt ist es ganz wichtig, dass du nur bei dir bleibst und deine Abstinenz an die erste Stelle stellst. Schnell wird er merken wie du dich veränderst und da wird sich zeigen ob das, so hart es klingt, bei euch noch passt.

    umzingelt sein

    Ich denke es ist ein bisschen so: als ich schwanger war, sah ich plötzlich überall schwangere Frauen. Jetzt wo ich trocken bin sieht man am Anfang plötzlich überall nur trinkende Menschen.

    Mittlerweile fällt mir das gar nicht mehr auf. Ich leb mein Leben und bin achtsam wenn es brenzlig wird.

    Und es wird so sein, dass das Zusammenleben so auf Dauer nicht funktionieren kann.

    Das kann man so nicht pauschal sagen aber es gibt grundlegende Spielregeln. Ich bin seit fast 9 Monaten trocken und mein Mann ist Alkoholiker. Bei uns ist es aber so, dass mein Mann stolz auf meine Abstinenz ist und mich niemals an meinem eingeschlagenen Weg hindern würde. Ich denke er weiß ganz genau, dass mir mein neu gewonnenes Leben das Wichtigste auf der Welt ist und er den kürzeren ziehen wird.

    Für mich bleibt. Ein alkoholfreies Umfeld ist dein Schutz. Und genau deshalb gehört es zu den Grundbausteinen. Ich kann das nur empfehlen.

    Dem stimme ich voll und ganz zu.