Beiträge von Mattie

    In einem der vielen Sachbücher zum Thema Alkoholismus, die ich so verschlinge, habe ich sinngemäß gelesen, dass es die Trinkpausen sind, die die 'Craving-Spirale' erst in Gang setzen. Dass man während der allerersten Trinkpause zum ersten Mal den ungefilterten Suchtdruck erlebe und dass man, wenn man dem nicht gewachsen sei, danach umso mehr saufe. Bis zur nächsten Trinkpause, und damit schaukele sich das tödliche Spiel von Aufhören-Wollen und Immer-mehr-Trinken-Müssen hoch. Im weiteren Verlauf des Buchs hieß es dann auch, zu jeder lebenslangen Abstinenz gehöre eine zurückliegende Geschichte mit Rückfällen. Überspitzt gesagt: Wer noch nie einen Rückfall erlebt habe, sei noch nicht auf dem Weg zu 'lebenslang'. Zu jeder Suchtgeschichte gehörten Rückfälle.

    Auf mich trifft das zu. Ich habe nach jeder Trinkpause wenn nicht wesentlich mehr, dann aber auf jeden Fall früher am Tag getrunken. Es hat sich hochgeschaukelt und mein Bewusstsein, krank zu sein, geschärft. Bis dann eben der Scheitelpunkt erreicht war.

    Wie seht ihr das? Gibt es jemanden, der dauerhaft abstinent geblieben ist, ohne jemals zuvor eine Trinkpause (bzw einen gescheiterten Versuch, 'für immer aufzuhören') gemacht zu haben?

    Viele Grüße

    Mattie

    Im ersten Vierteljahr hatte ich mir erlaubt, Süßigkeiten nach Lust und Laune zu vertilgen, nach dem Motto: Alles besser als Alk. Nun ist es langsam an der Zeit, den Weingummi-, Lakritz- und Schokokonsum sowie das Trinken von puren Säften (was für ein Hochgenuss) auf ein gesunderes Maß herunterzuschrauben. In drei Monaten ist die nächste Blutwertekontrolle beim Arzt, da will ich mich als Diabetikerin auch weiterhin auf die neuen, ohne Alk entstandenen Werte freuen und nicht vom Langzeitblutzucker-Wert erschlagen werden. Künftig heißt es also, noch viel mehr Wasser, Wasser, Wasser trinken und ab und zu, als Schmankerl, eine Saftschorle. Das muss reichen, aber eine Notfall-Lakritztüte habe ich natürlich im Vorratsschrank. Wobei - sooo schlimm kann das mit dem Süßkram letzten Endes auch nicht gewesen sein, immerhin habe ich ein paar Kilo abgenommen, was mein Gefühl von Freiheit verstärkt. Aber mit Diabetes ist ja ein einzelnes Gummibärchen pures Gift. Das habe ich für den Anfang in Kauf genommen, jetzt will ich das ganzheitlich regulieren.

    Der Satz 'Nur für heute nicht' wird hier oft zitiert, und ich finde ihn extrem sinnvoll und hundertpro hilfreich! Gleichzeitig aber brauche ich ihn auf meinem weiteren Weg bislang eher nicht - weiß ja nicht, was noch kommt, deswegen diese Meinung 'nur für heute'. Mich schreckt aktuell der Gedanke überhaupt nicht, 'niemals mehr wieder Alkohol' zu trinken, im Gegenteil, ich spüre dabei einen inneren Frieden. Vielleicht ist das eine Altersfrage. Mir gefällt es, im letzten Drittel meines Leben mich so 'rein' zu fühlen wie als Kind und Jugendliche und nicht mit bangem Blick auf die Vision einer grauhaarigen, gebeugten Säuferin zu schauen. Um graue Haare und krummen Rücken komme ich vermutlich nicht herum, aber dann wenigstens mit innerlich erhobenem Haupt :)

    Manche schreiben von einem "Marathon", den man auf dem Weg in die lebenslange Abstinenz bewältigen muss. Ich habe für mich darüber nachgedacht und empfinde mein neues Leben eher als Wanderung, bei der ich allmählich auf 'Betriebstemperatur' komme. Nichts fühlt sich an wie ein Kampf, aber mein Willen, Strecke zu machen, ist ungebrochen. Und es ist gut so für mich.

    Allen ein schönes Wochenende wünscht

    Mattie

    Drei Monate nüchtern, und es fühlt sich weiter nach einem langen ruhigen Weg an, bei dem ich ‚einen neben mir gehen habe‘, nämlich einen Wächter in neongelber Schutzweste, der aufpasst, der mich wegzieht, wenn Gefahr droht, der mir hilft, Risiken zu vermeiden, der mir in den wenigen Momenten, in denen dieser unspezifische ‚Hunger‘ auftritt, einfach freundlich rät, es auszuhalten, weil es immer wieder vorbeigeht.

    Viele Situationen sind inzwischen überschrieben mit neuen Gewohnheiten, Ritualen. Am hartnäckigsten war diese Szenerie ‚nach Hause kommen nach stressiger Veranstaltung‘, wo ich früher nach Wein gelechzt habe. Aber auch das ist inzwischen gut mit Tee und Kuscheldecke und Musik auf den Ohren gelöst. Es ruckelt kaum noch.

    Mein nüchternes Leben gefällt mir nach wie vor unglaublich gut. Es gibt inzwischen so viele feste Termine und Außer-Haus-Treffen, auf die ich niemals mehr wieder verzichten möchte. Meine neue Tagesstruktur verhilft mir zur Stabilität.

    Ich hatte schon einmal von einer ‚Mauer‘ geschrieben, die zwischen mir und dem Alkohol zu stehen scheint (was manche hämisch unkend kommentiert haben). Es fühlt sich aber nach wie vor so an, oder eher noch: wie abgespalten. Als hätte ich das Thema Alkohol von meiner Persönlichkeit losgerissen, und wenn es mich urplötzlich wieder anspringt, erschreckt es mich zutiefst. Vielleicht habe ich irgendeinen Psychoknacks, dieses Abspalten kenne ich auch von anderen Lebensthemen, aber gut, ergründen mag ich dieses Phänomen im letzten Drittel meines Lebens auch nicht mehr. Ich komme ja insgesamt gut klar, führe das Leben, das ich leben möchte, und Therapien, Suchtberatung, Psychogespräche gehörten zu einer zurückliegenden Lebensphase.

    Ich lese jeden Tag im Forum und überlege, was ich selbst denn in meinen Faden stellen könnte. Meistens finde ich das, was mir einfällt, zu langweilig, um es mit euch zu teilen. Aber ich bleibe dabei :)

    Liebe Grüße

    Mattie

    Nachts um ein Uhr mit dem Auto auf der Landstraße unterwegs sein, von der Polizei herausgewunken und zum Alkoholtest gebeten werden. Früher: Horror. Heute: Hammer. ^^ Dieses Hochgefühl wird mich durch die Woche tragen!

    Euch allen einen schönen Sonntag wünscht

    Mattie

    Was mich irritiert ist, dass sich nach wie vor keine "richtige" Zufriedenheit einstellt. Ich sehe andere Menschen und denke mir oft: Die haben ein schönes, normales Leben. Wobei, ob das denn tatsächlich so ist, ist eine andere Sache. Das sorgt dann wieder für Frustration, weil ich gefühlt auf der Stelle trete.

    Mir hilft es, mich nicht zu vergleichen. In meiner Branche ist es üblich, im letzten Viertel des Arbeitslebens das eigene Wissen weiterzugeben, Seminare zu geben, Online-Kurse, Bücher schreiben - es macht viele Kolleginnen glücklich, die nächste Generation mitzuformen. Mich aber nicht. Ich habe in mich hineingehorcht und erkannt: ich will mit dem Thema nichts mehr zu tun haben (nur insoweit, wie ich damit bis zur Rente noch meine Brötchen verdienen muss).

    Ich denke nun bei meiner Lebensgestaltung 'out-of-the-box', und nicht nur im Kleinen, sondern auch im ganz Großen. Ich erinnere mich daran, was ich als Kind und Jugendliche geliebt habe, wovon ich geträumt habe, was ich als junge Erwachsene tun wollte, mir damals aber aus finanziellen und zeitlichen Gründen nicht leisten konnte, weil das berufliche Vorankommen oder die Erziehungsarbeit im Vordergrund standen.

    Die neue Zeit ohne Alkohol ist ein Geschenk, das wir uns selbst gemacht haben. Oder auch eine Leinwand, auf der wir unseren Träumen in leuchtenden Farben Ausdruck verleihen können. Vieles wird immer noch eine Spinnerei sein, die auch heute nicht zu verwirklichen ist, aber manches ist ein Nachdenken und Ausprobieren wert.

    Liebe Grüße

    Mattie

    Ich habe gerade in einem Nachrichtenmagazin eine Kolumne gelesen, die in Überschrift und Ankündigung darauf hindeutete, dass es die einzige große Bemerkung einer Freundin war, die den Autor dazu gebracht hat, seine Alkoholsucht zu besiegen. Da war meine Neugier freilich geweckt :)

    Es stellte sich dann heraus, dass besagte Freundin ihm zur Kapitulation vor der Sucht riet und darüber hinaus zu Menschen, die ihn unterstützen, und Menschen, mit denen er sich austauschen kann.

    Gut, das weiß man hier schon länger, oder? ;)

    Allen eine gute Woche wünscht

    Mattie

    Hi Michl,

    ich lege meine Stimme (die wiegt hier gerade mal ein paar Gramm neben den anderen Pfunden :) ) noch in die Waagschale zu Rennschnecke , stef2303 und Carl Friedrich : nicht outen. Mein geliebtes ehrenamtliches Hobby könnte ich vergessen, wenn da jemand wüsste, dass ich Alkoholikerin bin. Und in meiner freiberuflichen Tätigkeit geht es jetzt, wenn ich mal eine Deadline nicht einhalte, als künstlerische Freiheit durch. Ratet, was man sich bei verspäteter Abgabe zuflüstern würde, wenn ich mich da geoutet hätte. Und ob ich den nächsten Auftrag bekäme, wäre auch fraglich.

    Es ist ganz allein deine Entscheidung, Michl. Wäre ich in deiner Lage, hätte ich ein besonderes Ohr für diejenigen unter uns, die Personalentscheidungen treffen oder verwalten. Die wissen, wie das läuft, obwohl es zweifellos Unterschiede in den Betrieben gibt.

    In jedem Fall wünsche ich dir ein glückliches Händchen und einen guten weiteren Weg!

    Liebe Grüße

    Mattie

    Ich danke euch allen für eure Kommentare!

    Es ist ja ein zunächst einseitiger Veränderungsprozess und die Dinge dürfen sich durchaus auch gemächlich zurecht schaukeln. Das betrachte ich mit Geduld.

    Ja, damit hast du sicher recht. Ich bin anders, wenn ich keinen Alkohol trinke, aber jetzt auch nicht extrem. Ich kann auch nüchtern auf dem Tisch tanzen und haltlos kichern :) Was anders ist: Ich verbrüdere mich nicht mehr mit jedem Deppen. Unter Alkohol habe ich auch schon mal dem saufenden Onkel, den ich eigentlich nicht leiden kann, den Arm um die Schultern gelegt und mit ihm zusammen unsere Kumpanei besungen. Das passiert mir jetzt hoffentlich nicht mehr. Und daran werden sich andere gewöhnen müssen. Ich habe hier Geduld und beobachte die Dinge. Ist ja auch irgendwie spannend.

    In gewisser Weise gibt es solche Rollenerwartung aber auch bei privaten "Pflichttreffen" - und das könnte auch ein Grund für Absagen sein...

    Es gibt private Pflichttreffen, die ich in diesen Wochen unbedingt vermeide. Als fiktives Beispiel vielleicht: das Kennenlernen der Eltern des neues Partners der Tochter. Unangenehme Leute, denen ich nun wie verdrahtet gegenübersitzen würde. Alkohol hätte hier 'gelöst', aber das ist selbstverständlich keine Option, und deswegen schiebe ich dieses Treffen auf sehr weite Ferne. Geht auch so.

    Also ich meide solche Events. Sie leben doch nur vom " Gemütlichen Beisammensein" ist natürlich immer mit Alkohol verbunden.

    Ich werde bestimmte Familientreffen nicht meiden, weil meine Familie eine der wichtigsten Säulen meines Lebens ist. Aber wie bereits an einigen Stellen erwähnt, gibt es einen Kern an Familie, der mit Alkohol nichts zu tun hat. Mit denen umgebe ich mich sehr gern, und die Beisammensein sind, wie erwähnt, sehr entspannt.

    Ich habe meinen Frieden mit dem Stoff gemacht, das ist auch besser für mein Gemüt.

    Bei mir verursacht der Gedanke an oder die Konfrontation mit Alk eher Furcht als Hass. Wie weiter oben beschrieben die Essig-Episode, als ich mich fühlte, als spränge das Zeug mich aus der Rotweinessig-Flasche an und ich müsste davonlaufen. Den Frieden mit dem Stoff zu machen, wie du es beschreibst Carl Friedrich , halte ich für ein sehr erstrebenswertes Ziel. Ich hoffe, ich bin auf dem Weg dahin.

    Liebe Grüße

    Mattie

    Hi Bibi,

    Ich glaube was ich da gelebt habe, nennt sich "funktionierender Alkoholiker". Ja ich habe funktioniert. Aber es war mehr als anstrengend.

    Genau so blicke ich auch auf mein Leben unter Alkohol zurück. Ja, ich habe funktioniert, war eine funktionierende Alkoholikerin, beruflich und privat. Mir war es unendlich wichtig, die Fassade aufrecht zu halten. Bin ich deswegen die 'bessere Alkoholikerin'? Selbstverständlich nicht. Scham und Verzweiflung waren ein Teil von mir. Ob schlimmer oder weniger schlimm als bei anderen kann ich nicht beurteilen. Ich kenne nur mein eigenes Inneres. Und das hat mir gereicht.

    In den allermeisten Fällen hatte ich mich in Gesellschaft im Griff. Die zwei-, dreimal, wo es mir aus dem Ruder gelaufen ist, gehören heute zur Familienlegende, waren eher nicht ekelig, sondern werden als lustige Anekdötchen gehandelt ("Weißt du noch, wie dir der teure Seidenschal aus dem Beifahrerfenster geflogen ist?") Doch dieser vermeintlich weniger krasse 'Unterbau' schmälert meinen Willen nicht, ein abstinentes Leben zu führen. Früher ging es mir darum, nach außen hin zu funktionieren, und auch bei meinen damaligen Trinkpausen waren es äußere Umstände oder andere Menschen, die für mich eine große Rolle bei meinem Bemühen gespielt haben, vom Alkohol wegzukommen. In der aktuellen Situation, die ich hier im Forum verbringe, geht es zum ersten Mal nur um einen Menschen: MICH.

    Ich werde mich nicht aus dem Auge verlieren. Und ich werde nicht aufhören, mir mein alkoholfreies Leben weiterhin so behaglich wie möglich einzurichten.

    Liebe Grüße

    Mattie

    Ich habe aber gerade genug Sorgen und kann mir aufgrund meiner finanziellen Sicherheit keinen Fehler erlauben. Oberste Priorität hat bei mir, dass ich nüchtern bleibe. Das ich wieder richtig laufen kann und wieder arbeiten kann. Die Hintergründe kann ich Euch gerne in ein paar Wochen erzählen. Mir sind die Gefahren bewusst.

    Das klingt einerseits kompliziert, andererseits erscheinst du sehr durchdacht und stabil. Ich wünsche dir, dass alles bald wieder in die Spur kommt und deine Abstinenz deine Stärke bleibt.

    Liebe Grüße

    Mattie

    R/no Weil du gerade offenbar mit den Kids beschäftigt bist, fällt mir ein, was ich dir schon vor längerer Zeit schreiben wollte, als du von Silvester mit der Familie erzählt hast: In den Deutschen Jugendherbergen werden an Silvester Veranstaltungen über meist drei Tage für Familien angeboten - breites Spektrum an Themen wie Ritterspiele auf der Burg, Wellness, Überlebenstraining im Wald, Sport, Detektivspiele ... Wir haben daran über viele Jahre mit unserem Kind teilgenommen (das war während der elfjährigen Abstinenz). Bei diesen Events stehen Spiel und Spaß und das Zusammensein mit den Kindern im Vordergrund, und es war in unseren Fällen immer mega organisiert und unterhaltsam. Man kommt da auch an Alk, wenn man das möchte, aber man wird dann eher komisch angeguckt :) Ein abstinent lebender Mensch kann sich in diesem Ambiente ausgesprochen wohlfühlen, die Kinder finden schnell neue Freunde und es wird ihnen sehr viel geboten. Diese Silvester-Specials sind allerdings sehr schnell ausgebucht. Da muss man flott sein, wenn man Interesse hat.

    Liebe Grüße

    Mattie

    "Unser Haus ist alkoholfrei" - ein wichtiger Satz, der mir in den vergangenen Tagen leicht über die Lippen kam. Er hat für mich große Bedeutung. Ich galt immer als 'gute Gastgeberin', hab aufgetischt, bis sich die Tische bogen, nicht nur am Buffet, sondern auch mit Wein & Bier. Dies auch in früheren Trinkpausen. Nach dem Fest habe ich dann die übriggebliebenen Flaschen den Gästen mitgegeben und dachte, das war's dann, alles richtig gemacht, Mattie. Aber von wegen: Der Suchtdruck hat sich manchmal in den Tagen danach aufgebaut und hin und wieder waren solche Zusammenkünfte die bedauerliche Wende in der Abstinenz. Das darf mir jetzt nicht mehr passieren.

    "Unser Haus ist alkoholfrei" - führt dazu, dass einige wenige Verwandte bei familiären Treffen plötzlich absagen müssen wegen 'Magen-Darm-Infekt' oder weil sie 'mit dem Hund zum Arzt müssen'. Es kommen nur die Leute, für die Alkohol überhaupt keinen Stellenwert hat (davon gibt es glücklicherweise sehr viele in meinem direkten Umfeld). Und das ist gut so. Ich genieße solche Zusammenkünfte bei Apfelschorle und Tee sehr. Ich hatte befürchtet, dass sich eine gewisse Hibbeligkeit, die ich besonders in Face-to-face-Situationen unter Alkohol gespürt habe, ohne Alkohol bis ins Unerträgliche verstärken würde. Aber dem ist nicht so. Im Gegenteil. Ich bin in Gesellschaft viel ruhiger geworden und habe mitunter, wie man bei uns sagt, richtig 'Sitzfleisch' und komme ins Plaudern. Einer der vielen angenehmen Effekte, die insgesamt zu einer größeren Klarheit und einem tiefen Wohlempfinden führen.

    Ich brauche weiterhin nicht zu trinken und arbeite voller Freude an der Neustrukturierung meines Lebens. Vieles hat sich schon etabliert, wie Schwimmsport und Termine mit den realen SHG, und meine freiberufliche Arbeit läuft runder denn je ohne das Nachmittagsbier. Nun nimmt mein geplantes Ehrenamt an Fahrt auf. Ich brauche dafür ein paar Qualifizierungen, die ich mit großem Elan absolviere. Die Tätigkeit in diesem Ehrenamt wird sich zu einem weiteren Stabilisator meiner Abstinenz entwickeln, denn falls ich einen Rückfall habe, kann ich diese für mich sehr erfüllende Arbeit vergessen. Und das wäre, nicht nur deswegen, jammerschade.

    Liebe Grüße

    Mattie