Beiträge von Lila

    So, bei der einen Nummer ist ständig belegt, ich versuche es weiter. Bei der anderen Nummer ist nur, wie gestern schon, der AB zu erreichen, das versuche ich nur noch einmal, ist nich sooo wichtig. Und eine andere Institution, von der ich was brauche, macht erst um 15.00 h auf. Dann also am Nachmittag.

    Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt zumindest Wäsche zu waschen. Und was tue ich? Ach, noch ein paar Seiten in meinem Buch lesen ... Ach, noch eine rauchen ... Ach, ein Joghurt essen ... das ist ein Punkt, der mich mega an mir nervt X( <---- Smiley für "Angry". Ich will nicht wütend oder genervt sein. Aber meine Trägheit und die damit verbundene Prokrastination nerven mich einfach. Gibt aber einen relativ einfachen Weg das jetzt zu ändern: aufstehen und Wäsche waschen!

    Bis bald.

    Nochmal guten Morgen UltimaRatio1974 und alle. Bin echt gespannt was Du arbeitest. Arbeit / Beruf ist für mich ein wichtiges Thema, wahrscheinlich für fast alle. Aber auch von mir mehr dazu in der Geschlossenen. Hast Du beschlossen Dich abzuschiessen? Bei mir ist das immer "aus Versehen" passiert. Hab mir nahezu täglich (außer in den nüchternen Phasen) eine Flasche Wein gekauft. Das hat meist gereicht, um mir anfangs das leichte Gefühl zu verschaffen, die Sorgen und Ängste nicht mehr so krass wahrzunehmen und letztendlich "sorgenfrei" einzuschlafen. Doch manchmal bin ich betrunken noch los um Nachschub zu holen. Damit hab ich mich dann abgeschossen, aber das war kein Beschluss sondern die Sucht. Denke ich mal. Gern Anmerkungen dazu, egal von wem, dazu :)

    Heute stehen einige Anrufe auf dem Plan. Wenn ich die schaffe dann bin ich froh. Ansonsten noch Haushalt. Meine Hobbies pflegen und Kontakte. Und mich selbst ;)

    Liebe Grüße,

    ST

    Ich stelle fest, dass mein Humor " volle Breitseite" wiederkommt. Da er sehr schwarz ist, bitte ich, mir mitzuteilen, wenn er zu viel wird.

    UltimaRatio1974 , mir gefällt Dein Humor :lol: Und wenn es mir mal zuviel wird, teile ich Dir das klar mit :)

    Was mit seit Tagen an mir auffällt: es freut mich, daß ich wieder halbwegs normal essen kann! Während der nassen Zeiten hat Essen mich wenig interessiert, hab mich bestenfalls von im Bahnhof gekauften Sandwiches ernährt. Ca. eine Woche vor meiner Einlieferung hab ich nichts mehr gegessen, bzw. es wieder erbrochen. Im Krankenhaus dann war das Essen sehr mühsam (obwohl es gut geschmeckt hat), es gingen nur minikleine Portionen, verbunden mit starken Schmerzen. Trotz 4x/tägl Schmerzmedikation. Mittlerweile denke ich daß die Schmerzen Nachwirkungen von der Magenspiegelung inkl. Probeentnahmen waren.

    Viel esse ich nach wie vor nicht, achte aber darauf, daß ich regelmäßig esse (avoid to be hungry) und es halbwegs gesund ist und schmeckt. Ja, und durch das verbesserte Essverhalten hat sich auch die Verdauung normalisiert - über all das freue ich mich :)

    Jetzt lese ich noch ein bißchen im Forum.

    Hallo ihr alle, in nassen Zeiten habe ich auch über so Teststreifen nachgedacht, hatte aber zu viel Angst davor. Wenn mir ein Leberschaden angeigt worden wäre, ich wäre vor Panik durchgedreht. Mittlerweile weiß ich, daß ich einen Lebertreffer habe, hab sowohl mit der Ärztin in der Klinik als auch meiner Hausärztin darüber geredet. Ich war also nicht allein und alles wurde mir fachkundig und nett erklärt. Wenn ich mir keine weiteren Giftstoffe zuführe, kann ich mit meiner Leber noch 20 und mehr Jahre leben.

    Nun zu meinem Tag: ich komme ja in bestimmten Lebensbereichen nur schwer klar, hab deshalb um behördliche professionelle Hilfe gebeten. Hatte heute das erste Gespräch mit der Dame, ich nenn sie mal Frau X. Es war super! An der Bushaltestelle auf dem Weg zum Cafe, wo wir verabredet waren, hab ich aufs Handy geschaut. Kam dann am Cafe an, es war zu, wollte die Öffnungszeiten googeln - Handy weg! Und natürlich Panik ... Frau X kam und hat mir direkt geholfen anstatt den Papierkram zu machen, gab mir ihr Handy, damit ich beim Busunternehmer anrufen konnte und hat sich nach einer Stunde mit mir an die Bushaltestelle gestellt, um den Bus abzuwarten, der hier stündlich fährt - und das Handy war noch im Bus!8o In der Stunde ging es mir gar nicht gut, sie hat beruhigend auf mich eingewirkt ... ich glaube, da hab ich eine ganz tolle Frau an meiner Seite.

    Dann haben wir über die Dinge gesprochen bei denen ich Unterstützung brauche und konnten schon einiges anleiern. Es wird schwer, aber es wird werden.

    Dann war ich noch bei meiner Ärztin, weil beim Reha-Antrag was nicht gepasst hat, wurde korrigiert, dann, wieder zuhause, hab ich versucht die Rentenversicherung (Träger der Reha) anzurufen, hab aber keine Nummer gefunden, beim Servicetelephon hab ich gefühlt 100 Tasten gedrückt und wurde dann von der Maschine verabschiedet, ohne daß meine Frage beantwortet worden wäre. Hab aber eine Lösung gefunden: nämlich in meiner Wunschklinik anzurufen, dort wurde mir geholfen.

    War alles etwas viel ... jetzt gönne ich mir erstmal Ruhe.

    Liebe Grüße,

    ST

    Guten Morgen UltimaRatio1974 und alle, kurzes Update: Ich habe das woanders schon geschrieben, aber nicht hier, es gehört auf jeden Fall hier mit rein: während meiner 6-wöchigen nüchternen Phase bin ich einem Verein beigetreten, der mir sehr symphatisch ist, auch die Menschen, die sich dort engagieren, sind toll, soweit ich sie kenne. Anfang August war ich dann bei meinem ersten Treffen, es waren ca 10 Leute (handelt sich um ein Teilprojekt eines größeren Vereins, dieses Teilprojekt liegt mir sehr am Herzen). Hatte mich da mega drauf gefreut und es war schön. Daß da von fast allen außer mir Bier getrunken wurde hat mich während des Treffens nicht gestört, Aber als nach Beendigung alle auseinander gingen hat es mir "den Schalter umgelegt". Ich wollte nur noch saufen, bin in den Laden, hab mir was gekauft und getrunken. So kam mein letzter Rückfall zustande. Erst sah ich gar keinen Zusammenhang mit dem Bier, im Krankenhaus dann, da hatte ich viel Zeit zum Nachdenken, hab ich den Zusammenhang erkannt. Und erkannt, daß ich nicht so stabil war wie ich dachte.

    Kurz und gut: morgen ist wieder Vereinstreffen. Ich werde nicht hingehen. Auch nicht zur Vollversammlung im November, auf die ich mich auch gefreut hatte. Ich freue mich mehr über meine Nüchternheit.

    Heute habe ich einiges zu erledigen. Werde später wieder hier reinschauen.

    UR, super daß das mit dem Schlafen besser wird :thumbup:

    Liebe Grüße,

    ST

    die absolut dämliche Ausrede und ein Grund mehr, weiter zu saufen. Die Logik eines Alkoholikers...

    Hallo UltimaRatio1974 und alle, über die Mariendistel und wie goldig Du das beschreibst, da musste ich jetzt wirklich lachen ^^ Bei mir war es Detox-Tee!

    Motivation. Meine ist: endlich leben und das Leben genießen, endlich herausfinden, wer ich eigentlich bin.

    Eine sehr gute Motivation finde ich. Weil leben kann man das kaum nennen, was wir da betrieben haben. Teilweise war es nur noch dahin vegetieren ... :(

    würde mich Dein Rückfallgrund auch interessieren (wenn das der offene Bereich hergibt und Du es verraten möchtest natürlich).

    Erzählen werde ich es sogar gern. Und da haben wir wieder eins unserer Themen: Der offene Bereich. Gleich nachdem ich abgeschickt habe, daß ich heute oder morgen posten werde, wurde ich unsicher. Nach eingem Überlegen denke ich mir nun, daß eine Geschichte, die 10 Jahre her ist, auch warten kann und in einigen Wochen erzählt werden kann. Insbesondere nachdem ich vorhin erstmals den Thread von Linde66 gelesen habe: Welcher Username passt für mich? Sie schreibt: "Wenn ihr eure Namen, Berufe, Hobbies, Wohnorte usw. usw. preisgebt, könnt ihr im www gefunden werden." Und genau das ist ja meine Sorge, der Thread zeigt mir aber, daß ich und wir gar nicht so falsch liegen.

    Hallo ihr Lieben,

    jetzt schreibe ich erst mal hier, bevor ich wieder anfange zu lesen. Es war ein guter Abend mit meiner RSHG. Anfangs war ich ... was war ich eigentlich? Enttäuscht, oder traurig, oder frustriert? Von allem ein bißchen wahrscheinlich, weil 3 Menschen von dort, die mir sehr wichtig sind, für heute abgesagt haben. Da wir eine kleine Gruppe sind, es ist ein kleiner Ort, waren wir also zu fünft. Und es hat sich supertoll entwickelt :) Vielleicht sogar gut, daß wir nur wenige waren, so hatte ich genügend Raum für meine Geschichte der letzten Wochen. Es war wohltuend alles zu erzählen und die Reaktionen der anderen zu erleben. Kein "dutzi-dutzi". Dafür kluge Anmerkungen. Und es blieb genügen Zeit für die anderen, von deren Erzählungen ich auch profitiert habe, insbesondere einer Neuen, die auch frisch trocken ist.

    Bevor ich in die Gruppe bin habe ich aufgeräumt und geputzt, hat sogar Spaß gemacht, zumindest bis die Rückenschmerzen anfingen :-/ Morgen geht es weiter, da ist noch viel zu tun. Habe auch bei meiner Ärztin angerufen, die Blutwerte sind, abesehen vom Gamma-GT, wiederim Normbereich, und das Gamma-GT ist rückläufig.

    Es ging in der Gruppe auch ums Thema "Motivation nüchtern zu bleiben". Bei mir ganz klar meine Gesundheit. Das war früher anders, aber jetzt, wo die körperliche Gesundheit erstmals angeknackst ist, hat das einen ganz anderen Stellenwert ...

    Viele Grüße und danke fürs Lesen und die Antworten und überhaupt,

    ST

    Hallo *Rina* und alle, da hätte ich drauf kommen können. Danke für die Erklärung! "Die Geschlossene", das gefällt mir. Und die Moderatoren sind natürlich Gold und nicht Hell-Gelb-Grün ;)

    Bin ein bißchen aufgeregt, freudig aufgeregt, weil ich bald in meine RSHG gehe, das erste Mal nach dem letzten Absturz. Die Leute dort wissen Bescheid, wir hielten über WhatsApp Kontakt. Ich schaue dann später noch mal hier rein. Bis bald!

    UltimaRatio1974 , das klingt sehr gut, was Du über das Autofahren und die einkehrende Ruhe schreibst, das ist schön! Vielleicht haben Dir die 20 Minuten Puffer gut getan und geholfen, nicht hektisch zu werden. "In der Ruhe liegt die Kraft" - noch so ein Spruch, der für mich gut passt, und vielleicht auch für Dich.

    Ich habe mir auch angewöhnt alles zu notieren :) Allerdings auf Papier, da kann ich dann schön abhaken, was erledigt ist. Z.B. möchte ich unbedingt noch die Ärztin anrufen und das keinesfalls vergessen, die mich im KH behandelt hat. Wurde ja an einem Samstag entlassen, da hab ich sie nicht mehr gesehen, den Arztbrief hat sie am Vortag bereits ausgedruckt und auf dem Umschlag stand handschriftlich "Alles Gute Frau XY", mit einem Smiley hintendran. Bin schon wieder am Lächeln wenn ich daran denke, so Kleinigkeiten, die so gut tun :)

    Aktuell lese ich "Der Satsuma-Komplex oder Der Tag, an dem Gary zum Helden wurde" von Bob Mortimer. Herrlich skurril :lol:

    Werde mich jetzt dann mal mit Aufräumen beschäftigen. Mag ich nicht, aber muss sein.

    Auch Dir einen schönen Tag und bis bald!

    Guten Morgen UltimaRatio1974 und alle die hier vielleicht lesen. Will ein kleines Update geben: es geht mir recht gut, ich fühle mich ausgeglichen. Ohne die Euphorie, die nach meiner letzten Entgiftung auftrat. War zwar schön euphorisch zu sein, aber das Nüchternsein und somit die Euphorie haben ja nicht wirklich lange gehalten. Es stehen Probleme an, aber die kann ich aktuell nicht lösen, also versuche ich sie nicht zu weit in mein Bewusstsein zu lassen, um das quälende Gedankenkreisen und die damit auftretenden Ängste erstmal zu vermeiden.

    Lenke mich ab. Das Forum tut mir sehr gut, der Input den ich hier schon erhalten habe ist großartig! Ansonsten lese ich viel. Nichts was mit Alk zu tun hat. Aktuell mag ich witzige (aber keine albernen) Romane, die sind wohltuend. Als ich getrunken habe war mein Leseverhalten anders, da las ich viel historische Romane, oft sehr grausam. Und heute abend gehe ich in die RSHG und freue mich sehr darauf :)
    Liebe Grüße von der

    Seiltänzerin

    Hallo Lebensmut74 , das mit Deiner Katze tut mir sehr leid. Ich hatte auch mal zwei, es waren anfangs mehr die Katzen von meinem damaligen Freund, ich mochte die beiden und sie haben mich akzeptiert, aber nicht weiter beachtet. Dann kam ich mal nach Hause nachdem ich eine sehr, sehr schlimme Nachricht erhalten hatte, hab mich wortlos hingelegt, war wie erstarrt ... da kamen die beiden Katzen an und haben sich an mich geschmiegt. Es war so tröstlich und bleibt mir unvergessen. Von dem Zeitpunkt an waren es meine Katzen. Ist schon über 40 Jahre her.

    Ich möchte auch hierzu noch etwas sagen, Du schriebst: "Gibt es jemand, der auch aufgehört hat und der Partner aber weiter getrunken hat? Wenn ja, wie sind eure Erfahrungen?" Ich habe Erfahrung mit dem Thema, aber andersrum. Der oben erwähnte damalige Freund war nach einer LZT trocken, aber ich habe weitergetrunken. So heimlich wie möglich ... dachte er merkt es nicht. Am Schluß half nur die Trennung.

    Er blieb trocken und abstinent bis heute, ich habe noch eine Weile gebraucht, war dann nach meiner LZT 19 Jahre trocken und hab dann einen Rückfall gebaut. Und dann habe ich angefangen nicht nur die Welt sondern auch mich selbst zu belügen, nüchterne Phasen wechselten sich ab mit nassen Phasen. Im Sommer habe ich eine Entgiftung gemacht, war im Anschluß 6 Wochen nüchtern und hochmotiviert, glücklich, war mir der Sache sicher. Habe mich sogar in einem Verein angemeldet und mich sehr auf das erste Treffen gefreut. Daß da Bier konsumiert wurde hat mir während des Treffens nichts ausgemacht, und nach der Verabschiedung hat es mir den Schalter umgelegt - ich wollte nur noch saufen und hab das, nach kurzem innerlichem Kampf, auch gemacht. Und es ging wieder von vorne los. Am 4.9. ging ich erneut zur Entgiftung und bin seitdem nüchtern. Immer noch motiviert, aber nicht mehr euphorisch. Weiß jetzt worauf ich achten muss: keinen Kontakt - vorerst - mit Alkohol.

    Ganz liebe Grüße und alles Gute,

    Seiltänzerin

    Bei mir ist das Nicht-Weinen-dürfen ruckzuck in Wut mutiert.

    Jetzt wo Du das sagst ... da fällt mir ein, woran ich jahrelang nicht gedacht habe: ich war als Kind ziemlich jähzornig. Das wurde mir ausgetrieben, nicht durch Schläge (das gabs bei uns äußerst selten), aber durch die Blicke und Worte meiner Mutter .... "Du machst die Mama ganz traurig", mit einem todtraurigem tiefem Blick. Also: nicht weinen, kein (Jäh-)zorn. Lustig war es bei uns auch nicht gerade, da blieb mir nichts anderes übrig als gut in der Schule zu sein. Und mich weg zu träumen. Damals schon als kleines Kind.

    Ich muss meine Erkenntnis jetzt mal verarbeiten und verkraften.