Beiträge von Ralf reichts

    Hallo in die Runde,

    gebe mal eine kurze Sachstandsmeldung ab.

    Also gut 5 Wochen nach meinem Absturz geht es mir immer noch sehr gut. Wir waren in den Ferien mal ne Woche in Holland. War für alle sehr gut mal aus dem Alltag rauszukommen und am Meer die Birne freizubekommen. Meine Frau gibt der neuen Situation noch eine Chance.....

    Ich verspüre immer noch keinerlei Verlangen Alkohol zu trinken. Ich gehe auch relativ offensiv mit dem Thema um....

    Als Beispiel wurde natürlich im Urlaub auch Alkohol angeboten den ich ablehnte in dem ich klargemacht habe, das ich ein Alkoholproblem habe und deshalb nichts trinken möchte.

    Nach kurzen verdutzten Blicken war das für alle Beteiligten ok.

    Für mich persönlich wirkt dieser Schritt zur kompletten Abstinenz irgendwie befreiend.

    Vorher bei meinen "kontrollierten" Getrinke war es irgendwie schwierig für mich zu sagen: " Bis hierhin und nicht weiter".

    Jetzt hab ich diesen Gedanken erst gar nicht und es scheint irgendwie "einfacher" zu sein.

    Ich hoffe es bleibt so....

    Bis demnächst!!!

    Haltet durch!!!!!!:thumbup:

    Guten Morgen,

    so das WE im Hotel ist zu Ende. Bin wieder zu Hause. Die Chancen das sich alles wieder einrenkt sind da, es braucht jedoch Zeit.

    Wichtig!!!! Ich hab nichts an Alkohol getrunken und hab überhaupt keinen Bock darauf.

    Hab die Zeit alleine mal genutzt meine Gedanken zu ordnen und hab verdammt viel geschlafen. Hab ich wohl gebraucht, keine Ahnung.

    Die Grundbausteine hab ich gelesen.

    Wie ich in der Vorstellung sagte ist mir das alles nicht ganz Fremd. Vielleicht sollte ich mich von dem was ich damals erlebt und erfahren hatte lösen.

    Zur Aufklärung:

    Ich hatte mal den Führerschein mit 20 Jahren wegen Alkohol abgegeben. Mit Kursen und MPU usw.

    Lange Rede kurzer Sinn. Die 1. MPU war ein Durchfaller.

    Die damalige Begründung des MPU Prüfers(Psychologo)

    "Ralf stellt sich nicht seinen Problemen sondern geht dem Alkohol und Situationen in denen er mit Alkohol konfrontiert wird aus dem Weg. Somit kann ein weiterer Konsum nicht ausgeschlossen werden"

    Gut ist auch schon mehr als 20 Jahre her

    Was genau meinst Du?

    Die Verantwortlichkeit der schlechten Stimmung, ausgerechnet zum Geburtstag....ist Schwachsinn, weiß ich eigentlich. Na die Vorwürfe meiner Frau wirken so als hätte ich das bewusst heraufbeschworen. (Auch eigentlich Schwachsinn)

    Bist Du denn wieder zu Hause?

    Ich war noch nicht wo anders seit dem. Hab länger im Büro gearbeitet war bei einem ersten Gruppentreffen usw. Ins Hotel gehe heute erst, da wir gestern richtig aneinander geraten sind.

    Ist das Zuhause komplett alkoholfrei?

    Nein ist es nicht. Das heißt für Gäste usw. ist was da...oder auch für meine Frau. Es ist tatsächlich etwas komisch bei mir....ich trinke zu Hause nie....Ich trinke eigentlich sehr selten. Wenn dann in Gesellschaft und dann meist bis der komplette Kontrollverlust einsetzt. Dies ist jetzt nach knapp 10 jahren wieder passiert, nahezu aus dem nichts.

    Jedenfalls hab ich noch keinen Ansatzpunkt gefunden.

    Und das Hotelzimmer ggf. auch?

    Das werde ich nachher sehen.

    Das kann sich jederzeit ändern, deshalb solktest Du vorbereitet sein und etwas gegen die innere Unruhe tun, z. B. durch Bewegung oder handwerkliche Tätigkeiten.

    Ich war gestern nach der Gruppe noch 10 km laufen. Heute hat die Große Geburtstag und da kommt bei mir das schlechte gewissen durch, dass die "Schei...e" ausgerechnet jetzt sein muss usw. Gestern war es auch nicht unbedingt leise zu Hause, wenn du verstehst?! Da ist dann auch noch die Kleine. Das bedrückt mich sehr.

    Ich bin hierfür der Grund und Auslöser das ist klar. Aber es fühlt sich gerade so an als würde jeder glauben, ich hätte das bewusst getan.?

    Na ja,mal sehen wie es nachher aussieht.

    Ich hoffe nur es bleibt nachher ruhig.

    Beides! Die Abstinenz ist für mich im Vordergrund. Denn ohne die, läuft nix.

    Wie eben schon geschrieben, hab ich trotz der innerlichen Unruhe und des negativ Stress keinerlei verlangen Alkohol zu trinken. Ist das normal? In der Vergangenheit war das schon teilweise anders? Schlägt ja hoffentlich nicht um.

    Hallo und guten Morgen,

    gestern erste Gruppe gehabt. Lief eigentlich ganz gut. Hier und da ist das alles etwas gewöhnungsbedürftig, aber was ist das nicht.

    Zuhause geht unterdessen die Ehe den Bach runter. Naja ich hab halt den Absturz gehabt und meine Frau verzeiht mir das nicht. Ist jetzt fast 2 Wochen her und es gibt scheinbar Besserung . Naja, ich hab erst mal ein paar Tage im Hotel eingecheckt...mal schauen was wird.

    Bis demnächst

    Good morning,

    nach einem Videocall mit meinem Hausarzt ist bzgl. eines Entzugs bei mir, aus medizinischer Sicht, keine Problematik zu erkennen.

    Kurz nochmal zu meinem Trinkverhalten. Ich trinke nicht täglich Alkohol, manchmal wochenlang nichts. Laut dem Doc kann man hier auch nicht von klassischen Entzugsproblemen ausgehen.(aus rein körperlicher Sicht), psychisch bin ich eigentlich ziemlich gefestigt da mir die Situation bewusst ist, nur kam das ganze jetzt einfach total aus dem Nichts.

    Dies spiegelt sich gerade natürlich in meinem Privatleben wider, da meine Frau den ganzen Weg schon mal mit mir gegangen ist und nun verständlich wohl keinen Bock mehr darauf hat. Das macht mir psychisch natürlich zu schaffen.

    Also ich bin eigentlich klassisch bei den Gelegenheits-/oder Quartalstrinkern eingeordnet. So oder so sind die letzten 10 Jahre mehr oder weniger dahin.

    Das soll mir nicht mehr passieren. Das war harte Arbeit, die durch einen Scheiß Moment einfach durch mich zerstört wurde. Deshalb muss jetzt ganz weg von diesem Zeug.

    Guten Morgen,

    das letzte mal Alkohol getrunken hab ich tatsächlich am Freitag während des besagten Events.

    Ich habe und hatte auch noch nie in meinem Leben das dringende Bedürfnis, sowohl körperlich als auch geistig nicht, Alkohol trinken zu müssen. Selbst bei Problemen war dieser Drang nicht vorhanden. Dafür bin ich tatsächlich unglaublich dankbar.

    Mein Problem lag und liegt bei Veranstaltungen und geselligem Zusammenkommen. Wie eben auch am Freitag. In diesen Fällen schaffe/schaffte ich es eben nicht immer den Punkt des "Aufhörens" zu erkennen. Dies hat dann eigentlich auch immer den kompletten Absturz mit Filmriss zu Ergebnis.

    Deshalb will ich ja den Alkohol ab jetzt komplett bei Seite lassen.

    Ich glaubte scheinbar das Problem beseitigt zu haben. Aber mit "Glauben" ist das ja so eine Sache.

    Ein weiteres Problem von mir ist. Ich bin grundsätzlich ein "Alleinproblemlöser". Das wird aber bei Alkohol allein nicht funktionieren.


    Gruß

    Hallo ich bin der Neue, 44Jahre 2 Kinder und verheiratet

    eigentlich dachte ich ich hätte das Problem mit Alkohol vor Jahren hinter mir gelassen. Jedoch hat mir das WE dann doch was anderes gezeigt.

    Zur Vorgeschichte. Vor ca. 12 Jahren bin ich mit therapeutischer Hilfe in das "kontrollierte Trinken" eingestiegen, dies ging eigentlich ganz gut. Ich konnte damit bis letzten Freitag gut leben. Da Vollkatastrophe, Weinplanwagenfahrt mit Kollegen mit Filmriss. Ohne Erkennbaren Auslöser. Wurde von der Frau abgeholt...hoffentlich ist sie es noch eine Zeit. Ich könnte verstehen wenn nicht.

    So oder so, ich war mir der Sache wohl zu sicher.

    DAs unwiderrufliche Ziel wird jetzt die Abstinenz sein.

    Meine Hoffnung hier ist mich austauschen zu können.

    Ich werde mir parallel wieder professionelle Hilfe suchen.

    Grüße Ralf reichts