Beiträge von Seppel1986

    Mir geht's gut, war heute beim Arzt wegen einem anderen Thema, sprachen aber auch über den Alkohol, positives Feedback bekommen und einen Termin für Blutwertkontrolle. Samstag steht ein wichtiger Geburtstag an, weiß noch nicht wie ich das meistern soll, wäre schon wichtig hinzugehen. Schon überlegt vorzugeben das ich Antibiotika nehme und deswegen nicht trinken darf. Ich weiß der Großteil hier wird mir empfehlen nicht hinzugehen, die Option habe ich auch in Erwägung gezogen, bin noch unschlüssig. Fest steht nur das ich nichts trinken möchte, fühle mich grad wohl und tue einiges für mich und meine Gesundheit, das gesparte Geld investiere ich in leckeres und Wellness. Die Raucherei beschäftigt mich momentan sehr, will schon lange aufhören, rauche durch den Bierverzicht deutlich weniger, war sonst immer so ein Kreislauf, Bier Kippe, Kippe Bier. Jetzt reicht mir ein Päckchen für zwei Tage, vll will ich zu viel auf einmal.

    Ich werde weiterhin mitlesen und ab und zu mal schreiben was mich grade so beschäftigt, habe aber für mich entschieden wieder in die Gänge zu kommen, aktiver zu leben und dem Thema Alkohol nicht so viel Raum zu geben. Urlaub ist erst im Juni, hoffe das ich bis dahin stabiler bin und muss mir nicht jetzt schon darüber den Kopf zerbrechen. Versuche das Positive zu sehen, wenn ich so weiter mache habe ich bis zum Urlaub paar Kilo weniger.

    Danke für den Anstoß Hartmut.

    Servus Hartmut, im Moment halte nur ich mich vom Saufen ab, nur mein Wille etwas zu ändern. Mir macht niemand Vorwürfe und niemand würde mich abhalten mir Bier zu holen. Ich könnte jetzt losfahren und keiner würde mir die Hölle heiß machen. Ich möchte nicht mehr, ich will klar sein und bleiben, ich möchte gesund bleiben, die Menge an Bier die ich getrunken habe reicht für ein Leben.

    Ich bin ein Grübler, schon immer, wenn es mich überkommt lenke ich mich ab.

    Ich koche was, trinke viel Tee und geh spazieren.

    Ich bin in einem Studio angemeldet und trainiere in der Gruppe, immer Mittwochs und Freitags, deswegen morgen und nicht heute. Die letzten Wochen habe ich ausfallen lassen, deswegen will ich morgen wieder.

    Nicht falsch verstehen, ich will weiterhin abstinent leben, ich schreibe nur was in meinem Kopf passiert, momentan null Verlangen nach Alkohol aber immer wieder erwisch ich mich, vor allem wenn ich in die Zukunft schaue. Planen auch grade unseren Urlaub, die letzten Jahre war es normal das ich da noch etwas mehr getrunken habe.

    Vielleicht habe ich die letzten Tage zu viel gelesen, nicht nur hier. In den Ergebnissen immer wieder Berichte zum Dry January, wie gesund und wichtig, wie auch immer. Ich erwische mich immer wieder wie ich anfange mit mir zu verhandeln, komm halt den Januar durch und dann belohnst du dich.

    Beschäftige ich momentan einfach zu viel mit dem Thema? Ist es gut wenn das den ganzen Tag so präsent ist?

    Morgen will ich endlich mal wieder zum Sport, vielleicht brauche ich mehr Abkenkung.

    Genau das gleiche, fast exakt das gleiche hab ich auch schon geschrieben 😉

    Ich habe mal angefangen mich bei dir einzulesen, gefühlt die letzten 2 Stunden. Ich dachte immer meine Geschichte wäre so einmalig und da sieht man wie oft das vorkommt. Die guten Ratschläge von den Mitforisten die dir versucht haben zu helfen, gibst du jetzt an die neuen, wie mich weiter.

    Ich hoffe bei dir entwickelt sich alles zum positiven und dass du mit deinen Jungs eine gute Zeit hast.

    Wer weiß, vielleicht kann ich auch irgendwann mal den neuen gute Ratschläge mit auf den Weg geben.

    Egal was ist wenn du wieder anfängst zu trinken geht die Spirale wieder abwärts, ich stecke wie gesagt in einer wirklich ähnlichen Situation und kann Dir nur raten geh in Dich teile Dich hier mit. Es ist verdammt schwer ich hab 2 kleine Jungs und ich muß bald Ausziehen aber so wie es jetzt ist halte ich es auch nicht mehr aus. Selbstvorwürfe bringen uns nicht weiter und glaub mir ich bin gerade in einer richtig beschissenen Situation, setz dich hin und denk über alles nach, was du für Möglichkeiten hättest um Dir selbst zu helfen.

    Ich weiß wie es dir gerade geht, zumindest kann ich es mir gut vorstellen. Wenn sie wieder Alkohol kauft schmeiß ihn sofort vor ihren Augen in die Mülltonne, sofort! Das ist noch krasser als bei mir...

    Kopf hoch Seppel du machst alles richtig lass dich nicht beirren.

    Danke, ich will hier nicht meine Frau schlecht machen, sie meint es auch garnicht böse, die letzten 15 Jahre hatte ich mich halt gefreut wenn sie mir ein Kasten mitgebracht hat. Sie glaubt wohl nicht das ich es auf Dauer schaffe und wie gesagt sieht sie kein Problem in meinem Konsum. Ich muss wohl eins nach dem anderen angehen.

    Ich bin mor nicht sicher ob wir das zusammen schaffen, umso klarer ich im Kopf bin sehe ich was wir für tiefsitzende Probleme haben, wir sind beide sehr unzufrieden. Ich will nicht sagen das sie der Grund ist warum ich trinke, weil das bin ja nur ich, aber es die Unzufriedenheit mit meinem Leben und dazu gehört auch sie. Manchmal habe ich das Gefühl das es ihr ganz recht ist wenn ich mich benebel.

    Da halt ich die Klappe und mische mich nicht überall ein, sie hat praktisch freie Hand und ich bin immer leicht zu allem zu überzeugen. Ich glaube meine Probleme sitzen ganz tief, mir kommt immer das Wort Neuanfang in den Sinn, ob es dann besser wäre, weiß ich nicht. Habe auch Angst das ich komplett untergehe wenn ich alleine wäre. Wir reden nicht miteinander, geschweige denn von körperlichen Kontakt, da ist eigentlich nichts mehr. Ich hatte schon paar alkoholfreie Anläufe in der Annahme das es sich zwischen uns bessert, sie nimmt es nicht mal wahr. Beim nächsten Einkauf bringt sie mir ungefragt Bier mit.

    Naja, meine Frau und ich haben da verschiedene Ansichten, wie in vielen anderen Dingen auch. Wir sind schon lange nicht mehr glücklich und reden kaum miteinander, es vergeht eigentlich kein Tag an dem ich nicht über eine Trennung nachdenke, auch diese Problem verschwand immer wenn ich abends das erste Bier öffnete. Ich betäube mich weil mir die Realität nicht gefällt, ich würde gerne weg aber weiß nicht wohin.

    Was meinst du damit, dass trockene egoistisch werden?

    Das ich zu meinem Selbstschutz erst mal nur an mich denke, mich zurückziehe und viel Zeit für mich brauche. Sind im Januar auf zwei runde Geburtstage eingeladen und da wird definitiv getrunken, ich gehörte immer zu denen mit den man am meisten trinken kann. Ist Familie, absagen, hingehen und nichts trinken, betrifft ja nicht nur mich, habe Frau und Kids. Will meinen Kindern nicht sagen das wir absagen weil es da alkohol gibt und ich zu schwach bin.

    Wieder viel gelesen, viel Tee getrunken und jetzt geht's bald ins Bett. Ich ziehe mich grad ein wenig zurück in der Familie, brauche viel Zeit für mich, habe das Gefühl das es ziemlich egoistisch ist.

    Erst drehte sich alles um den Alkohol und jetzt dreht sich alles darum Trocken zu bleiben. Beides Egoistisch, sind nasse Alkoholiker und trockene Alkoholiker zwangsweise Egoisten?

    die frage kannst du dir nur selbst beantworten.

    Habe mich heute ziemlich viel mit der Frage beschäftigt und auch mein Suchthirn hat sich wieder gemeldet, nach einem heißen Bad, fast 2 Stunden und danach jede Menge Kamillentee ist jetzt alles super. Zu früh gibt es wohl garnicht um sich damit zu beschäftigen.

    Und bevor es zu spät wird, muss ich was ändern, es ist auch unglaublich wie schnell es mir besser geht wenn ich nüchtern bin, vor allem Schlaf und Selbstbewusstsein und auch der Umgang mit meinen Liebsten.

    Habe heute auch viel im Forum der Angehörigen von Alkoholikern gelesen, Tränchen sind geflossen und auch Gänsehaut ohne Ende, echt hart was die teilweise mitmachen. Habe das vielleicht bisher zu egoistisch betrachtet, geht irgendwie immer nur um mich.

    Ich freue mich auf das zu Bett gehen und morgen früh mit gutem Gefühl, ohne Kater und Fahne aufzuwachen.

    Gute Nacht ihr Lieben und danke für den Austausch der letzten Tage. Ich habe wieder dazugelernt und freue mich auf das nüchtern bleiben.

    Ich hab mir ja mal ausgerechnet was ich so in der Woche verkonsumiert habe, 1,5 L reiner Alkohol ist mir da Antwort genug, die Unfähigkeit einfach aufzuhören tut ihr weiteres.

    Mir ist es im Moment ein Rätsel wie solche Aussagen zustande kommen? Vor allem die eigene Frau muss es doch merken oder bemerkt haben.

    Mein bester Freund hat als ich ihm meinen Alkoholismus gestanden habe gesagt das er schon bemerkt hat das sich da ein Problem entwickelt und er hat das nur über das Handy bemerkt.

    Ich werde weder aggressiv noch laut, ich komme meinen Verpflichtungen noch nach, ich habe abends meine paar Bier getrunken, meist zum Fernsehen und bin dann eingeschlafen, unter der Woche ca. 4-5 im Schnitt, am Wochenende bis zum Einschlafen, wenn ich dann mal 8 getrunken habe, sagte meine Frau am nächsten Tag das ich es gestern schon bisl gemerkt hätte. Ich trank nie heimlich und versteckte keine Alk, wenn ich kein Bier da hatte, habe ich nichts getrunken, obwohl Wein, Jacky und Vodka vorhanden waren. Standard war alle 3 Tage Kasten tauschen.

    Hi, ich würde ungern meine Frau hier zum großen Thema machen, da es sehr kompliziert ist. Sie weiß das ich mich als Alkoholiker sehe, sie ist anderer Meinung. Sie hat schwerst Abhängige in Ihrer Familie und ist der Meinung solange es "nur Bier" ist was ich trinke ist es okay.

    Ihre Definition von Alkoholiker, ist frühs zitternd zur Vodka Flasche greifen zu müssen.

    Genau da will ich ja nicht hin.

    Es gab schon Fasen da habe ich mal zwei Wochen nichts getrunken, der leere Kasten stand im Keller, beim Getränke holen hat sie dann ein vollen mitgebracht, ohne zu fragen. Sie trinkt kaum Alkohol.

    Ich habe zu Hause so zusagen ein Freifahrtschein, bei der Suchtberatung haben die gesagt es liegt daran das sie es nicht anders kennt, ihr Vater schon immer Biertrinker, kein Alkoholiker.