Beiträge von Chapa

    Hallo Nayouk24,

    vielen Dank für deine Rückmeldung. Was sich diesmal bei mir geändert hat, ich gehe bewusster mit dem Ganzen um. Ich setze Prioritäten, meine Abstinenz steht an erster Stelle, egal was kommt. So eine grausame Zeit möchte ich nie wieder erleben müssen. Viel zu leichtfertig war ich vorher und habe anderen immer Prio gegeben. Und das bedeutet auch, mich an erste Stelle in meinem Leben zu setzen.

    Den Kampf zwischen mir und dem Alkohol habe ich aufgegeben.

    Lg Chapa

    Du erlebst deine ganzen Gefühle, Emotionen und Stimmungsschwankungen nun nüchtern.

    Gib dir Zeit, denn dein Körper braucht Zeit. Nimm dir nicht zuviel vor, schnell kommt das Gefühl der Überforderung.

    Mir haben Entspannungstechniken wie autogenes Training viel geholfen.

    Auch Sport ist ausgleichend. Ich habe viel Gym gemacht.

    Hallo KaDett,

    danke für deine Zeilen, was ich mir auch zu Herzen nehme und umsetzen möchte. Ich habe mir jetzt kleinere Ziele gesteckt, da es tatsächlich in der Vergangenheit oft zur Überforderung kam. Seit zwei Tagen gehe ich tatsächlich morgens auf das Rudergerät, es sind zwar nur 20 Minuten, jedoch fühle ich mich danach voller Energie. Zur Entspannung mache ich Atemübungen oder gehe mit meinem Hund raus, muss ich ja sowieso, jedoch länger.

    LG Chapa

    Tag 3 zuhause nach der Entgiftung

    Gestern hatte ich einen Durchhänger, zu nix wirklich zu gebrauchen. Ich schlafe auch sehr spät ein, so das ich am Tag ziemlich gerädert bin. Jedoch weiß ich, dass sich das wieder normalisiert. Nehme mir für den Tag ziemlich viele Dinge vor und schaffe es dann doch nicht alles umzusetzen. Zuviel im Kopf und oftmals die Grübelfallen. Meistens vergesse ich auch, was ich mir vorgenommen habe oder lasse mich ablenken.

    Seit Monaten bewerbe ich mich auf andere Stellen und es hagelt nur Absagen. Gestern habe ich wieder eine Absage bekommen, obwohl ich da ein gutes Gefühl hatte nach einem Vorstellungsgespräch. Nach dieser Absage kam dann mir ein bekannter Impuls/Verlangen hoch. Das habe ich dann gleich kapiert und meinen Notfallkoffer hervor geholt und mir etwas gutes getan und ich konnte beobachten, wie es sich langsam wieder auflöste.

    Ehrlich gesagt, macht mir das ganze Angst. Wie oft in der Vergangenheit hat sich ein Schalter umgelegt und alles gelernte war nicht mehr abrufbar. Vielleicht habe ich auch vor diesem Gefühl angst, es nicht aushalten zu können. Gefährlich ist bei mir ein Hochgefühl von Freude, wenn alles gut läuft, sowie Dinge die mich herunter ziehen. Da muss ich ganz klar daran arbeiten. Mir hat mal Jemand gesagt, du bist der Kapitän auf deinem Schiff, nur du bestimmst wo es lang geht und wer oder was in dein Leben kommt.

    Schreiben hilft, auch wenn noch nicht so sortiert.

    Lg Chapa

    Hallo Chapa,
    danke für deine Gedanken und Erfahrungen über deinen Rückfall.

    Und falls hier jemand mitliest, und es immer noch nicht glaubt, hier steht es schwarz auf weiss und das ist nicht das erste mal hier im Forum.

    Ich habe bei dir herausgelesen, dass deine Partnerschaft ein Risiko für dich bedeutet. Hast du schon eine Idee, wie du damit umgehen willst?

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Hallo Nayouk,

    danke der Nachfrage. Wir hatten ein Gespräch heute und ich habe ganz klar gesagt, kein Alkohol mehr in der Wohnung, auch kein Alkoholfreies, sonst Trennung. Er war schon etwas Einsichtiger. Mal abwarten. Er hat mit mir heute zusammen die Weingläser entsorgt, da sie mich an getriggert haben. Die waren schwarz und standen in der Küche hinter einem Glasschrank bei den Kaffeetassen. Das ist ihm nicht so leicht gefallen, jedoch mein Argument, wozu wenn es hier keinen Alkohol mehr gibt und ich möchte auch nicht, dass Gäste hier trinken.

    Wie möchte ich weiter damit umgehen? Gerade schwierig für mich zu beantworten. Mein Vorhaben ist, hier jeden Tag zu schreiben um es besser reflektieren zu können was da passiert. Auf jeden Fall liegt mein Fokus auf meiner Abstinenz. Ja und wenn es halt dann gar nicht mehr geht, bin ich diesmal auch bereit mich zu trennen.

    Lg Chapa

    Hallo Chapa,

    willkommen hier.

    Ist Dein Zuhause alkfrei? Und wie willst Du weiter mit Deinem Partner verfahren?

    Hallo Kazik,

    vielen Dank für deine Nachricht. Mein Zuhause ist frei von Alkohol, keine Bestände mehr. Würde ja sonst keinen Sinn machen.

    Lg Chapa

    Tag 1 zuhause nach der Entgiftung.

    Heute Morgen saß ich erst mal da und dachte, so und jetzt? Ich hab dann erstmal von meiner Liste umgesetzt zu Frühstücken, mag für manchen komisch sein. Für mich war es in Vergangenheit ein schwieriges Thema, mich um mich zu kümmern. Hatte immer nur das erste Glas nicht angefasst, jedoch den Rest vernachlässigt. Heute regnet es, ich werde trotzdem spazieren gehen, weil ich weiß es tut mir gut. An den Wochenenden war ich meist frustriert, da ich nichts für mich geplant habe, dafür die Wohnung geschrubbt bis Mittag, und nichts gegessen über den Tag obwohl ich es immer anders vorhatte. Der Frust hat sich dann auch unter der Woche angesammelt. Vermutlich hat das zu meinem Rückfall geführt. Ich habe nie auf die SHG gehört und dachte die übertreiben, wenn sie mich in meiner Trockenzeit gewarnt haben. Oh ja, mein Hochmut, ich weiß es ja besser, bis zu dem Gedanken, irgendwann kann ich wieder normal trinken. Das war ein leiser Gedanke, immer in meinem Hinterkopf. Das wurde mir erst die letzten drei Wochen klar, als ich mich mit meinem Rückfall befasst habe. Und ja, Hochmut kommt vor dem Fall und dieser Fall war diesmal heftig. Ich habe alles missachtet, was ein Trockener Alkoholiker nicht tun sollte. Weder habe ich auf Nahrungsmittel geachtet, noch habe ich mich von trinkenden Leuten fern gehalten. Bin auf Veranstaltungen, Urlaub usw. Habe die SHG verlassen, weil ich meinte ich will von den denen nicht abhängig sein. Ich habe lieber nen haufen Geld ausgegeben für Coachings, ich meinte mit Persönlichkeitsentwicklung habe ich alles im Griff, und ich habe die ultimative Lösung für diese Krankheit. Heute fasse ich mir echt an den Kopf. Wie böse hätte das enden können durch meine Arroganz und Stolz. Meine Trockenheit war dann nach knapp einem dreiviertel Jahr beendet.

    Lg Chapa

    Hallo Nayok24,

    ich bin gerade dabei mir eine Liste mit Dingen zu erstellen die mir Freude machen. Diese habe ich zu sehr vernachlässigt, da es oft Stress in meiner Partnerschaft gibt. Somit war/ bin ich immer zu sehr mit dem Außen beschäftigt. Das Abgrenzen fällt mir schwer, ich lasse mich jedes Mal auf diese toxischen Gespräche ein, die oft zu Streit führen. Ich habe das Gefühl, ich müsste als Partnerin immer zuhören, ja und dabei lasse ich dann Dinge fallen wie Spaziergänge, Malen und Lesen. Das werde ich auf Jeden Fall verändern. Das Forum hilft schon sehr gut, ich lese seit gestern sehr viel hier drin und kann für mich einiges mitnehmen.

    Lg Chapa

    Als ich selbst noch getrunken habe, war das bei mir auch so. Am besten welche, die noch etwas fertiger aussahen.

    Das beruhigt das eigene Suchthirn ungemein. "Schau doch erst mal der. Da kannst Du beruhigt erst mal einen trinken."

    Ja, das ist Möglich. So habe ich auch Jahre die Vergleiche gezogen mit Alkoholiker, die auf der Straße leben. So hat mir mein Suchthirn eingeredet, ich stehe ja fest im Leben. Wobei ich mir heute sage, so fest im Leben kann ich ja mit der Sauferei nicht gestanden haben.

    Hallo Elly,

    bis auf die Selbsthilfegruppe ist es schwierig mit Freunden. Ich hab komischerweise ein Händchen dafür, Suchtkranke anzuziehen. Familie ist selbst belastet mit dem Thema. Es sind alles Trinker.

    Lg Chapa

    Hallo Elly,

    ja, wir leben zusammen und es ist sehr toxisch. Dazu braucht es noch nicht mal Alkohol. Da ich dazu noch Co-Abhängig bin, war mir das lange Zeit nicht bewusst. Ich sehe es auch so, dass meine Abstinenz an erster Stelle stehen sollte und ich habe auch den Wunsch frei davon zu sein. Jedoch muss ich mir auch eingestehen, solange ich nichts an meinen Lebensumstände ändere und an meinem Umfeld, wird es schwer. In meiner Partnerschaft bekomme ich jedenfalls keine Unterstützung.

    Lg Chapa

    Hallo Elly, ich befinde mich gerade zum zweiten Mal in der Entgiftung und konsumiere nichts. Letztes Jahr war ich in der Langzeittherapie und ich war fast ein Jahr trocken. Dann bin ich nicht mehr in meine Selbsthilfe-Gruppe gegangen (das war ein riesiger Fehler). Mein Partner ist auch abhängig und eher uneinsichtig. Nicht gerade die beste Konstellation.

    Lg Chapa

    Hallo, ich möchte mich vorstellen. Weiblich, Alkoholikerin und suche Unterstützung um trocken zu werden und zu bleiben. Einmal die Woche bin ich in einer Selbsthilfegruppe. Ich benötige auch an anderen Tage Unterstützung und habe diese Gruppe hier gefunden. Danke fürs Lesen.