Beiträge von Bibitor 66

    Ich bin jetzt einfach mutig :) und luge mal unter Deinem Rollo durch.

    Ich wollte Dir nur mal mitteilen, dass Du für mich auch eine ganz wichtige Person hier im Forum bist. Du hast mich von Anfang an in meinem Faden begleitet und dafür möchte ich Dir mal Danke sagen.

    Mein Umgang mit dem Forum und der Fülle an Beiträgen hier ist ganz unterschiedlich. Unterschiedlich aus dem Grund, weil ich ja nicht jeden Tag gleich drauf bin. Viele Beiträge kann und will ich auch nicht lesen, da mich diese runterziehen. Dann habe ich auch oft das Gefühl ich muss darauf jetzt etwas schreiben und lasse es dann doch. Ich denke das ist ganz normal.

    Ich weiß nicht, ob ich da irgendwann einen gleichbleibenden Rythmus für mich finde.

    Auf jeden Fall finde ich Dein Profilbild von Anfang an umwerfend und auch Deine Beiträge sind mir immer wichtig. Nicht nur bei mir.

    LG

    Bibi

    Und irgendwann resultierte daraus dann: wenn schon keine Feier, dann wenigstens Feierabend....

    Hallo liebe Rennschnecke,

    ja so sah ich das auch. Und zu den Onkels: Damals fand ich die zwei echt cool. Onkel W. war immer so ein Bud Spencer Haudrauf Typ. Zumindest mit seinen Sprüchen und Onkel F. den mochte ich wirklich gerne. Ich wusste lange Zeit nicht, wie hoch sein Alkoholkonsum wirklich war. Ich dachte er trinkt auch nur Bier/Weizenbier. Aber in Wirklichkeit hatte er abends immer noch ein Rendevou mit Chantre.

    LG

    Bibi

    9 Monate

    Hallo liebes Forum,

    manche bekommen nach so einer Zeit Nachwuchs. Ich bekomme aber so nach und nach eine Reproduktion meiner selbst.

    Meine komplette Sichtweise auf den Alkohol hat sich verändert. Alkohol gehörte so viele Jahre so selbstverständlich wie das Atmen zu meinem Leben.

    Schon als Kind/Jugendliche fühlte ich mich bei Familienfeiern an den Tischen am wohlsten, wo die meisten Flaschen und Gläser drauf standen. Denn dort herrschte die größte Stimmung. Da saß dann meistens Onkel W. und Onkel F. und kippten sich schön zu. Natürlich zum Leidwesen der restlichen Verwandschaft die nicht trank. Wenn die Onkels dann schwankten oder über ihre Füße stolperten und aus der Restrunde ein "Herrje, wie voll sind denn die schon wieder" heraus hallte, war die Örtlichkeit mit Lachen erfüllt.

    Ich hätte in meinem Leben genügend abschreckende Beispiele gehabt und habe trotzdem immer weiter gesoffen.

    Onkel W. (73) gibt es noch. Keiner aus unserer Familie hat zu ihm Kontakt. Nicht mal seine eigene Tochter. Er hat sich komplett kaputt gesoffen und wird inzwischen 2x die Woche von einem Taxidienst zur Dialyse gefahren.

    Onkel F. (wurde 63) haben wir 2024 beerdigt, nachdem er nach mehrjähriger Trockenheit seiner Spenderleber keine Beachtung mehr schenkte und die neue Leber auch kaputt soff.

    Ich möchte niemals so enden und deshalb bin ich froh hier im Forum zu sein. Ich will nie wieder in die Suchtspirale zurück. Es waren vergeudete Jahre mit dem Alkohol. Das Leben hat so viel Fülle, nur konnte ich sie nie sehen durch den vernebelten Blick.

    Sehr selten kommen noch Gedanken an Alkohol bei mir hoch. Ich erkenne oft auch keinen Auslöser für diese Gedanken, aber diese Gedanken gehen so schnell wie sie kommen. Ich denke darüber nicht weiter nach. Hätte ich weiter gesoffen, dann hätte das mit Sicherheit auch zu einem verfrühten Tod geführt. Nun beabsichtige ich aber trocken irgendwann in die Kiste zu müssen.

    Jeder einzelne Tag ohne Alkohol, führt mich zu mehr Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Es ist für mich ein neues aufregendes Leben ohne Alkohol.

    LG

    Bibi

    Heute kommt meine Tochter mit ihrem Freund zu Besuch. Da freue ich mich sehr

    Hallo Anna-Sopie,

    genieße Deine Zeit mit Deiner Tochter und ihrem Freund. Sicher habt Ihr heute eine schöne Zeit.

    Im Moment fühle ich mich doch sehr einsam

    Auch dieses Gefühl der Einsamkeit läßt nach mit der Zeit. Am Anfang fühlte ich mich auch etwas einsam. Da mir klar wurde, dass vieles eben nicht mehr geht wenn ich trocken bleiben möchte. Aber man findet mit der Zeit einfach Dinge die einem gut tun und gefallen. Das muss nicht immer eine große Menschentraube um sich rum sein.

    LG und einen gaaanz tollen Tag heute

    Bibi

    – wobei ich dazu sagen muss, dass es sich wirklich nur um ein Feierabendbier oder mal zwei gehandelt hat, also nichts Übermäßiges

    Guten Morgen JochenA,

    ich glaube, dass es sich hierbei um Verharmlosung handelt. Du hast doch Eingangs geschrieben das Du Mühe hattest Deinen Bierkonsum einzuschränken. Dein Kopf hätte nach dem Bier verlangt. Rede es Dir bitte nicht schön. Das ist nämlich auch so eine Sache des Suchthirns.

    Aber schön das Deine Blutwerte bis auf das fehlende Vitamin D i. O. sind.

    LG

    Bibi

    Das mit der wenigen Lust auf Gesellschaft und soziales Umfeld zieht sich derzeit durch meinen kompletten Tagesablauf

    Guten Morgen Pantun,

    ob das die Nüchtern-Krankheit ist? :) Du, das ist bei mir genauso. Ich genieße aber meine Zeit für mich. Die wenige Zeit wo ich unterwegs bin zum Einkaufen oder Arztbesuche reichen mir. Da treffe ich immer Leute vom Dorf und halte paar Schwätzchen. Und es ist auch Risikominimierung pur.

    Trotzdem hoffe ich, dass ich irgendwann wieder mehr Lust auf Gesellschaft bekomme. Aber das hat ja Zeit und so kann der Abstand zum Alk auch noch weiter wachsen und die Abstinenz stärken.

    LG

    Bibi

    Guten Morgen JochenA und Willkommen im Forum,

    ob Du Alkoholiker bist kannst nur Du einschätzen. Bei mir hat es sehr lange gedauert bis zu dieser Erkenntnis, aber ich bin Alkoholikerin und werde es immer bleiben. Auch wenn ich nun seit über 8 Monate trocken bin, bleibt das Suchtgedächtnis. Deshalb halte ich großen Abstand zu Alkohol und denen die ihn konsumieren.

    LG

    Bibi

    Dass hat mich ziemlich sauer gemacht und wohl auch etwas ausgelöst in mir, da ich beim einkaufen plötzlich jede Flasche Alkohol wieder bewusst wahrgenommen habe was normalerweise nicht der fall ist.

    Ich weiß wo der Alk steht und meide diese Bereiche. Die Flaschen die so mal rumstehen sehe ich zwar, aber schenke ihnen keine Beachtung.

    Aber dieses „biermonster“ hat mich wohl so vor den kopf gestoßen dass alles präsent war.

    Echt übel. Aber an so einem "Biermonster" kommt man ohne es zu sehen echt nicht vorbei. Um die Weihnachtszeit (wo der Alk plötzlich auch unerwartet überall rumstand) ging es mir auch noch so. Einfach nur schnell raus aus dem Laden. Aber auch das lässt mit der Zeit nach.

    Auch wenn wir jetzt "trocken" sind, steht der Alk überall rum. Jetzt stört es mich nicht mehr. Ich laufe dran vorbei und gut ist.

    LG

    Bibi