Beiträge von Bingo

    Was für ein Ausdruck: "Biermonster". So habe ich es noch nie empfunden.

    Das war auch eher auf die Größe dieses Haufens bezogen. Bald wird es mit Sicherheit gegen ein „Holzkohlemonster“ getauscht 😉

    Meine Gedanken dazu waren direkt: Die Welt wird nun mal nicht trockener, nur, weil ich nicht mehr saufe.

    Dem ist nichts hinzuzufügen

    Liebe Grüße Bingo

    Kann dein Empfinden echt gut nachvollziehen! Monster klingt fast nach "kaum dran vorbeikommen"....

    Die haben das echt mittendrin aufgebaut, so dass links und rechts noch zwei wägen nebeneinander durchpassen. Samstags ist ja eh viel los und da gab es schon ein richtiges Gedränge um das „biermonster“ herum.

    Sowas macht mich alleine deshalb schon sauer weil es einfach ein Hindernis ist und mich das Gedränge eh schon nervt. 😅

    LG Bingo

    Gestern musste ich alleine mit meinem junior zusammen noch ein paar Besorgungen machen, da meine Frau nun auch krank im Bett liegt.

    Gesagt getan, junior eingepackt und los zum lokalen Supermarkt. Bis hier her war noch alles gut ich ahnte nicht was mich gleich in diesem Laden erwartet.

    Mit dem Kind im Wagen lief ich dann zum Eingang und als sich dann die Schiebetüren öffneten sah ich es. Ein wahres „biermonster“ ca. groß wie zwei pkw Stellplätze und 2m hoch, dekoriert mit Osterhasen. Bier Sonderangebot. Kisten aufgestapelt und mitten im Weg, so dass man fast nicht an dem Berg vorbei kommt.

    Dass hat mich ziemlich sauer gemacht und wohl auch etwas ausgelöst in mir, da ich beim einkaufen plötzlich jede Flasche Alkohol wieder bewusst wahrgenommen habe was normalerweise nicht der fall ist.

    Ich weiß wo der Alk steht und meide diese Bereiche. Die Flaschen die so mal rumstehen sehe ich zwar, aber schenke ihnen keine Beachtung.

    Aber dieses „biermonster“ hat mich wohl so vor den kopf gestoßen dass alles präsent war.

    Ich hab den Einkauf sehr kurz gehalten und den Laden dann zügig verlassen.
    Da werde ich auch so schnell nicht mehr hingehen.

    LG Bingo

    Guten Morgen zusammen,
    Meine Grippe wird so langsam wieder besser. Die Sonne scheint, aber es ist ziemlich kalt heute Morgen aber vielleicht traue ich mich nachher mal für einen kurzen Spaziergang vor die Tür.

    Heute ist bei mir Monat 4 voll und ich bereue keine Sekunde ohne Alkohol.

    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende 😊

    LG Bingo

    Hallo Zuckerwatte_77,

    Schön das du gleich durchstarten willst dass ist die beste Entscheidung 👍

    Vor dem Entzug brauchst du keine Angst haben. Ich habe das immer in der Klinik gemacht die kennen sich gut aus damit und man bekommt Medikamente die dass Ganze sehr viel erträglicher machen.

    LG Bingo

    Guten Morgen liebes Forum,
    Jetzt liege ich mit Grippe im Bett. Ein weiterer Gruß aus dem Kindergarten 😅

    Diese Infekte aus dem Kindergarten sind schon heftig. Mich hat’s selten so niedergelegt als ich noch kinderlos war.

    Aber ohne Alkohol ist so ein Infekt auch besser zu ertragen und auch schneller wieder vorbei hab ich das Gefühl.

    Es hat sich früher auch immer wie ein verbrechen an meinem Körper angefühlt auf so einen Infekt zu saufen. Das muss ich jetzt nicht mehr und das ist gut 👍

    LG Bingo

    Ich habe mir jahrelang Gift reingekippt und kann jetzt nicht erwarten dass das nach zwei Wochen wieder gut ist 😉

    Der Körper benötigt einfach zeit um sich davon zu erholen. Aber es ist auch schön zu merken dass es langsam Stück für Stück besser wird.

    LG Bingo

    Guten Morgen Tiffy,
    Das kenne ich von mir auch das ist bei mir nach ca. 3 Monaten besser geworden.
    Ich hatte auch sehr oft Kopfschmerzen am Anfang, keine Ahnung ob das zusammenhängt, aber es ist besser geworden.

    LG Bingo

    Guten Morgen liebes Forum,
    mir geht es gut weil ich nicht mehr trinke und dafür bin ich dankbar.

    Der Stress auf der Arbeit und auch privat ist etwas abgeklungen was mir auch gut tut.

    Auf der Arbeit habe ich eine Beförderung in eine Führungsposition in Aussicht, was ich mit einem Betrunkenen Kopf auch niemals geschafft hätte.

    Ich habe eine ganz neue Motivation und ziele. Das leben ist ohne Alk so viel lebenswerter.

    LG Bingo

    Guten Morgen summsumm,
    Da kann ich mich Alyfee nur anschließen.

    Ich war hier am Anfang auch etwas irritiert über die vermeintliche härte, welche ich dann aber als Ehrlichkeit und Wahrheit erkannt habe. Mir hat dieses Forum auf meinem bisherigen Weg sehr geholfen und ich bin den Leuten sehr dankbar für die Zeit und die Mühe mir zu helfen.

    Ich habe auch Termine sausen lassen die mir sehr wichtig waren und tu das auch immer noch.

    Ich habe eine schlimme Krankheit das habe ich erkannt. Wenn ich mit Fieber im Bett liege gibt es ja auch keine Diskussion.

    Wie geht es dir denn mittlerweile im Entzug?

    LG Bingo

    Hallo liebes Forum,

    Ich schreibe hier einen „kurzen“ Erfahrungsbericht zu meinen letzten Monaten als nasser Alkoholiker.

    Mich hat sehr erschrocken wie schnell sich die Sucht zuspitzt und richtig Fahrt aufnehmen kann, auch wenn man vermeintlich denkt noch alles im griff zu haben. Das hatte ich in meiner ganzen Zeit als Alkoholiker in dieser Intensität nicht erlebt.

    Ich habe um die 18 Jahren lang gesoffen.

    Am Anfang etwas weniger, aber die letzten 10 Jahre ziemlich konstant immer zum Feierabend 5 Bier oder 1 Flasche Wein.

    Ich kann nicht behaupten dass es mir in dieser Zeit gut ging, aber ich bin irgendwie klar gekommen.

    Im letzten Sommer erhöhte sich dann der Konsum auf jeden abend 2 Flaschen Rotwein.

    Warum sich mein Konsum erhöht hat kann ich nicht sagen ich denke Suchtdynamik lässt sich nicht immer rational erklären.

    Ab da ging es dann aber sehr schnell bergab und die Sucht hat vollends die Oberhand gewonnen.

    Da war bei mir der Punkt erreicht, wo ich realisierte, dass es jetzt richtig gefährlich wird und ich regelrecht abstürze. Chancenlos allein noch irgendwas zu ändern und doch noch nicht ganz bereit etwas zu tun.

    Die sucht ist stark und mir ging es wohl immer noch nicht schlecht genug.

    Chancenlos allein vom trinken wegzukommen war ich vorher zwar auch schon, aber da wurde es nochmal so richtig deutlich.

    Ich bekam einen leichten, ich nenne es mal „toleranzbruch“ und vertrug die menge die ich ja eigentlich brauchte um nicht entzügig zu werden plötzlich nicht mehr so gut.

    Der Alkohol wirkte ab dem Zeitpunkt irgendwie auch völlig anders nicht mehr so wie früher.(Vielleicht kennt das jemand)

    Ich kann es gar nicht wirklich beschreiben, er stieg viel schneller und heftiger in den kopf mit nachts Karussell fahren und meistens heftige Kopfschmerzen morgens, plus noch mehr trockenkotzen.

    Das war für meinen, so um den Alkohol gestrickten Tagesablauf hochproblematisch.

    Da viel mein Kartenhaus regelrecht zusammen.

    Ich konnte nun den schmalen grad zwischen furchtbarem Kater und heftigen Entzugserscheinungen am nächsten Tag nicht mehr treffen.

    Es war grauenhaft… ich bin dann abwechselnd mit Kater oder Entzugserscheinungen (oder beidem) zur Arbeit und hab mich da irgendwie durchgebissen, oder auch des Öfteren krankgemeldet.

    Produktiv ist was anderes ich war mehr im überlebensmodus.

    Und genau an diesem Punkt der Sucht, an dem ich mich zu dieser zeit befand, ging es los das eine stimme in mir sagte „trink einfach morgens schon ein wenig dann wirds besser“.

    Auf diese stimme habe ich nicht gehört .. ich hab dann noch 1-2 Wochen durchgehalten, aber die Lage entwickelte sich nur noch in eine Richtung—> bergab! Und zwar schnell. Mir ging es unglaublich schlecht in dieser Zeit ich war körperlich und psychisch am Ende. Eine Panikattacke nach der anderen und quasi durchgehend entzügig.

    Hier hab ich dann die Notbremse gezogen und bin in die Klinik.

    An die Aufnahme in der Klinik kann ich mich nicht mehr komplett erinnern so entzügig war ich.

    Ich habe leicht halluziniert und fragen teilweise nicht beantworten können.

    Ich habe aber bis zur Klinik normal weitergetrunken und mich nicht selbst auf kalten Entzug gesetzt. Der Arzt meinte, dass mein Zustand in einem Delier hätte enden können.

    Das zeigt mir einmal mehr wie gefährlich diese Erkrankung wirklich ist.

    Sie ist unberechenbar und zerstörerisch.

    In der Klinik erfuhr ich dann noch dass eine Verringerung der Toleranz ein Zeichen sein kann, weil der Körper an einem Punkt ist wo es zu viel wird.

    Ich war auf direktem Weg mich tot zu saufen.

    Mann denkt ja immer es ist nicht so schlimm und es wird irgendwann wieder besser, aber das stimmt absolut nicht es wird immer schlimmer zumindest bei mir ist es nie besser geworden.

    Rückblickend ist es mit jedem Rückfall immer schlimmer geworden.

    Der Entzug wurde immer schlimmer, die Panikattacken wurden heftiger und die Gesundheit geht generell immer weiter den Bach runter.

    Und doch, obwohl dass ich das alles schon durchgemacht habe und eigentlich weiß was passiert, konnte ich die bremse nicht früher ziehen.

    Verdammte sucht!

    An diesen Punkt will ich niemals wieder zurück. Ich schreibe das hier um mich daran zu erinnern wenn ich später mal meinen Faden lese, oder Gedanken aufkommen dass es ja gar nicht so schlimm war.
    ES WAR SCHLIMM

    Das musste raus. Aber jetzt schließe ich ab mit dem was gewesen ist und schau nach vorne 😊

    Viele Grüße Bingo

    Das wird mit Sicherheit bei vielen so abgelaufen sein und das typische klischee Bild vom Alkoholiker unter der Brücke stimmt einfach nicht. Klar gibt es das, aber die Krankheit zieht sich durch alle schichten der Gesellschaft.

    Ich stehe hier mit etwas mehr als 3 Monaten auch noch ziemlich am Anfang.

    Ein Tanzkurs hört sich doch prima an 👍😊

    Schritt für Schritt und Tag für Tag weiter, kleine ziele setzen. Jeder Tag ohne Alkohol ist ein guter Tag!

    Mir hat ein Tipp von Hartmut ganz besonders geholfen, dass umdenken von „ich darf nicht mehr trinken“ zu „ich muss nicht mehr trinken“.

    LG Bingo